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Full text of "Etymologisches wörterbuch der magyarischen sprache genetisch aus chinesischen wurzeln und stämmen"

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DER 

MAGYARISCHEN SPRACHE 



GENETISCH 



AUS CHINESISCHEN WÜKZELN UND STÄMMEN 



EBKLABT VON 



LUDWIG PODHORSZKY. 



PARIS, 1877. 




VERLAG VON MAISONNEUVE ET Cll 
15 QUAI VOLTAIRE lő. 



Einleitung 



Bevor ich an die Analyse der magyarischen mit h an- 
lautenden Wörter gehe, stelle ich zur leichteren Uebersicht in 
einer Tafel die EntwickeluDg" sämmtlicher chinesischen Ab- 
stammungen aus langen und kurzen Wurzeln dar, zur Evidenz, 
ob und dass die Wurzel- und Stammbildung' der magyarischen 
Sprache genetisch und phonetisch der chinesischen gleich sei. 

In der Mandarin-Spracli e siud sowohl die langen als die 
kurzen Wurzeln sämmtlicli vocalisch auslautend, in den Pro- 
vinzen jedoch werden die kurzen Wurzeln mit apocopirten 
p, k, t, r, «-Consonanten beschwert, wodurch kurze Stämme 
entstehen, die erst den Weg zur Vergleich ung- mit den turani- 
schen Sprachen anbahnen, indem aus fä fakad, aus kä kap, 
aus mä mar, aus hä Imr^P, aus pä pat", aus mi miz wird. 

Wir werden die Bedeutimg der StammbilduDgen langer 
und kurzer Wurzeln hernach begründen. 



ft 



# 1 



f 



^^MM *J ■■■■ • 

Vergleichende Tabelle der mit h anlautenden kalmnek'sehen 

Wurzeln und Stämme. 

1. ha. 一 M, ha, hu, schreien, oder h", Rachen aufspannen, 

hja 嚼, lachen. 
hdj-kirahu, husten, hae 咳, schreien, lachen. 
hdl-aklahu, stöhnen, han fj)^, schreien. 
häng, Laut, häng und magyar, hang. 

2. ha. ― häh-ar, die Nase, hjä ^J^, caot. liäp, 

här-amu, tíuchen. hjä cor. här 飾, vorläumdeu. 

3. hó, — - Jio-l, Kehle, how P0|, Kehle (Paloe ow-ol), 

hö-r und hú-r, Gei«^e. 

hór-hu, lügen. 

höm-og, sich verstellen. 

4. hÖ. — hong-ho, Glocke, ho cor. hor-harang, 

höh -lohn, v^erleumdeu. ho magyar, caut. hÖp p^, ver- 
leumden. 

5. hür, Geige. 

6. Md-al, Lüge. 

Diese Tafel, welche meinem genetischen Systeme der chi- 
nesischen Sprache entnommen ist, stellt die mit h anlautenden 
langen und kurzen Wurzeln sammt ihren Abstammungen dar. 
Eine eingehende Vergleichung dieser Tafel mit den mag-y ari- 
schen Wortformen bietet uns folgende Analogien : 

1. Die chinesischen, mit langem Vocal auslautenden Wur- 
zeln, sind mit den magyarischen identisch. Es gibt keine lange 
Wurzel in beiden Sprachen, die auf einen Consonanten aus- 
lautete. Was darnach schiene, ist entweder bereits ein Stamm, 
oder ein zusammengesetztes Wort. Vergleiche táv ^^, das aus 
der Wurzel tä mit dem Stam mformativ vé, va gebildet 
und zu einer Silbe crasirt wurde, so ist hős ein zusammen- 
gesetztes Wort, das aus hő 照 heiss, figürlich, patriotisch und 
士 seht Krieger, zum magyarischen hős, Held zusammenge- 
zogen ward. 

2. Die chinesischen, gleichbedeutenden kurzen Wurzeln, 
lauten in der Schriftsprache gleichfalls vocalisch aus, in den 
Provinzial-Dialecten jedoch erscheinen sie sämmtlich, nebst der 
Kürze des Vocals, mit einem Stamm - Consonanten beschwert, 
der in Canton vorzugsweise t, in Hokkjen k und p, in der ja- 



* 



— 4 — 



panisch-chinesißchen Mundart aber s ist, alles Reste von meist 
bedeutenden Pronominal "Stämmen , die in der tibetanischen 
Sprache noch ihren ursprüD glichen Vocal bewahrt haben. 

Das Vorkommen von laogen und kurzen Wurzeln in der 
chinesischen Sprache ist eioe über alle Zweifel erhabene That- 
sache. Damit sie jctloch einer vernünftigen Begründung nicht 
entbehre, will ich meine Meinung über diese abnorm scheinende 
Erscheinung entwickeln. 

Es ist eine historisch bewährte Erfahrung, (lass die Spra- 
chen, je entfernter von Centrai-Punkten der Staatsmacht und 
Cultur gelegen, um so hartnäckiger ihre Urformen bewahren; 
es sind ungeahnte Phänomene durch Erforschung von Dialec- 
ten ans Licht getreten, die durch die, einen starken Detritus 
erlittenen Ilofsprachen nimmer erklärt werden könnten. Wir 
wollen demnach die Pro vinzial-Dial ecte China's 一 so weit sie 
uns bekannt sind 一 als die ursprünglicheren zur Massregel 
annehmen, und ihre durchaus mit Stammexponenten behaftete 
kurze Stammform, als die normale annehmen, wie sie Cadwell 
für die dravidischen Sprachen ebenfalls aunimmt. Nur müssen 
wir dagegen protestiren, wenn er sie in dieser Form nach als 
Kadicale gelten lässt, da 

1. ihre (p, k, t, r, sj Exponenten als selbststäodige, be- 
deutende, in der tibetanischen Sprache noch nicht apocopirte, 
und deswegen von der Wurzel noch immer ablösbare ProDO- 
minal -Elemente zu erweisen sind ; 

2. Weil Wurzel Wörter oft Dach den Dialecten mit ver- 
schiedenen Exponenten vorkommcD, die man daun für eben 
80 viele Wurzelworte annehmen müsste, während sie doch nur 
einer einzigen entsprechen. 

Wir müssen demnach die iu der Schriftsprache vor- 
kommenden, auf kurzen Vocal auslauten den Wurzeln durch 
einen Detritus der Provin zial-S tam m-Expon eo tea erklären : sie 
sind dann nur scheinbar Wurzeln, da sie aus Stämmen ab- 
geschliffen sind und dies leitet uns auf die Erklärung ihrer 
Vocalkürze, die aus dem langen Wurzelvocal, ebén durch An- 
hängen von schweren Exponenten, das Gleichgewicht der Laut- 
gruppe durch Kürzung des Vocals herstellte; der harte Con- 
sonant (]), k, t) ersetzte durch seine specifische Schwere die 
Quantität des Wurzel -Vocals, indem er, nebst Verlust seines 



— 5 — 



Accents und Selbstlautes mit der Wurzel zu einer Silbe ver- 
schmolz. 

Es sollte demnach nur von langen Wurzeln die Rede sein, 
die kurze Wurzel wäre schon ein ihres Exponenten durch 
Detritus beraubter Stamm 一 der eben, weil Stamm 一 einer 
ferneren Derivation durch Guna 也 jé und Vridhi vé^ ent- 
behrt. 

Da die Zeichensprache der Chinesen bereits über drei- 
tausend Jahre hinausgreift, so folgt hieraus, dass der Stamm- 
detritus der kurzen Wurzeln bereits vor dieser Periode ein- 
getreten und vollendet war, und zweiten &, dass die Provinzial- 
Dialecte trotz der Schrift und der Zeit, diese S tarn mexponen ten 
zu bewahren die Energie besassen. 

3. Wir sehen, dass die Abstammungen der langen Wur- 
zeln durch alle Vocal-Register, folgende Exponenten annehmen: 
j, V, n (in älterer Sprache m) und ng: so in vorstehender Tafel 
die Wurzel hd zu hd-j , h(i-v, hn-m, hd-n und ha-iig wird. Dieser 
phonetischen Stamm bildung' entspricht die magyarisch gleich- 
lautende Wurzelentwickelung. 

Da die ursprüngliche Form dieser Exponenten ja 也, va 
ve^ 'Ä, na 穷 [J und a"g, yang 樣 gewesen und in dieser vollen 
Gestalt in der tibetanischen Sprache zweisilbige Stämme bildet, 
so ist die gemeinsame Apoeopation dieser Stainmexponenten 
in der chinesischen uud magyarischen Sprache ein fernerer 
Beleg ihrer analog-en ÖtammbilduDg. 

In der Sucht zwei bedeutende Silben in einen Stamm zu 
crasiren, geht die mag*yarische Sprache noch weiter als die 
chinesische, da sie statt der chinesischen zweisilbigen 麥 乞 
na-ki, 裡 na-U, 何 裡 ho-U, ho-j und 何 以 und hó-jil 
Flexion ssuflixe, nah, mil, hol, hogy, apocopirte Formen aufweist. 

5. Beide Sprachen entbehren binomer, d. h. mit zwei 
Consonanten anlautender Wurzeln. Dieser Vorzug der Klarheit 
vor den arischen Sprachen ist nicht hoch genug anzuschlagen^ 
da es eine der schwersten Aufgaben in der Etymologie dieser 
Sprachen ist, diese Zusammenrottungen von anlautenden Con- 
sonanten in ihre primitiven Bestandtheile aufzulösen. Cfr. dav. 
smrt, der Tod, englisch smart und das deutsche Schmerz , das 
celtisch-französische marrir, das Sanscrit mri und endlich mär, 
das dem chinesischen mö mit dem corean. r Stammexponenten 



— 6 — 



entspricht. Das anlautende s und das anlautende t sind hienach 
nicht radical. 

6. Die Ent Wickelung der Wurzel durch die gesammte 
Vocal scala, mit den natürlich sich ergebenden Sinn - Nuancen. 

7. So gewinnen wir aus langen Wurzeln folgende Stämme: 
há, háj, háv, hdn, háng, aus kurzen Wurzeln aber ha, hän, häng, 
häp, hak, hat, här, has, alle anderen, wie immer sonst lautende 
Formen sind, trotz ihrer einsilbigen Erschein ung, keine Stanim- 
bilduDgeD, sondern als Zusammensetzungen zu betrachten und 
als solche zu analisiren. So ist hos der Held, linr die 8aite, 
zusammengesetzt aus hő 菊、 heiss und patriotisch und 士 sdd 
der Krieger, zu hős crasirt, wie hn ^pj harmonisch und 
li-ri, magyarisch ér, Ader zu hár, die harmonische Ader ― die 
Saite, zusammengezogen ist. (Ifár heisst im Mongolischen eine 
dreisaitige Geige.) 



lieber die Bedeutung der Stammforniatiye. 

I. Die Stamm formative der langen Wurzeln. 

1. 1 ist ein Detritus von jé 也, das als sein und thun 
bedeutendes Zeitwort der Wurzel, welche noch als solche in- 
different zwischen Substantiv und Verb schweben mag-, eine 
anregende, belebende, also verbale Eigenschaft mittheilt. (I n- 
activa.) 

(Siehe in der Erklärung der Suffixe die Function des 
Hilfswortes je, als Conjunctiv und Imperativ bildend.) (Slui shdj, 
ta táj, sza száj,) 

2. Vél wird in Zusammensetzung' zu v verkürzt, dem 
in der tibetanischen Sprache va, (Wurzel des magyar, van, 
való und des chinesischen van und hwan entspricht, durch 
seine volle Form erweisend, dass im Chinesischen das v eben- 
falls eine apocopirte Aufügung- ist (ta tdv, ha hav, sza szav). 

Wir mögen diese zwei ersten chinesisch - magyarischen 
Stammbildungen mit Guna und Vriddhi bezeichnen, ohne ihnen 
eine weitere oder nähere Analogie mit dem Arischen zu vin- 
diziren. 

3. N ist ein Detritus von na 穷 |5, dessen volle Form im 
Tibetanischen na auch als Stain informativ erscheint. Na als 



一 7 — 



demonstratives Pronom verleiht der Wurzel eine concrete, bei- 
nahe persönliche Gestaltung. Die chinesische Sprache hatte 
einstens auch m zum Stammexponenten, der sich nur noch in 
den Dialecten erhalten hat; im Tibetanischen linden wir noch 
l und m als stammbildend ; das chinesische san z. B. ent- 
spricht sonach den tibetaoischen und magyarischen szdnij szán 
und szál Stämmen. 

(Ueber die Verwendung des na 寿 [J und naj 乃 als Con- 
ditionalsuffix im Chinesischen, Magyarischen und Tibetanischen, 
siehe die Erklärung der Suffixe.) 

4. Ng Stam niexponent findet sich im Mandsha noch in 
seiner vollen Participial-Form anga, das den arischen ang and 
Participial-Formen lautlich verwandt scheint; dies ng ist ein 
Detritus vom ang yang ^| Stamme, der bilden, formiren, 
machen bedeutet. Im Magyarischen behält der primitive Laut 
bald seinen gutturalen Klang, hang, dong, zeng, bald lässt er 
ihn zu ny erweichen, so dass das chinesische lang ^[J die Braut, 
im Magyarischen zu Ián !,, Jungfrau wird. 



II. Verbalformative. 

(Hülfs-Verben.) 

Es gibt in der chinesischen Sprache vier Hilfs-Zeitwörter, 
um von anderen, die in der magyarischen Sprache keine Ana- 
logie haben, zu schweigen, die, wegen der Einsilbigkeit der 
chinesischen Schreibweise mit den Wurzeln oder Stämmen 
nicht in einen Wortkörper verwachsen könnend, ihre primitive 
Bedeutung bewahrten, um inactiv (oder causativ) auf die mit 
ihnen in Kapport stehenden Wurzeln oder Stämme einzuwirken. 

Diese Selbstständigkeit befähigt uns ihre Analoga, die 
im Magyarischen mit dem Wortkörper verwachsen sind, zu 
deuten, die sonst schwer zu deuten wären, da sie auch im 
Japanischen mit den Wurzeln oder Stämmen zu einem Worte 
coalesciren. 

Diese inactiven Hülfsverba sind 以 i, 打 ta (te), Ii 吏 
und shi 以, welche im Chinesischen sämmtlich den Verben 
präfigirt werden, während sie im Tibetanischen und Magyari- 
schen alle der Verbal -Wurzel oder dem Stamme suffigirt er- 
scheinen. (So tinden wir sie in tan-i-t, tan-ul, ker-es, im Chine- 



— 8 — 



sißclieii aW prätigirt io t-tan-ta, (以 炎 打) lí-tan, 炎 
»Id'kjr 梭 詰 íkle im cor. kerj. 

Von diesen ist 以 i das ausgebreitetste Hülfsverbum, 
cUu^ ausser den cbinesisch-tiiranißchen Sprachen sich durch deren 
Eijttflusß, besonders in dem Celtischen so festgesetzt hat, dass 
eß z. B. im Bretonischen kein Zeitwort ohne präfixiv-inactive 
a, e, i vorkommt. Aus dem Celtischen hat es sich sogar im 
Küglischen eine Geltung zu verschaffen gewusst, wo es den 
euglischen Wendungen, wie I am a going, he went a hunting, 
eine im Deutschen nicht wiederzugebende Kraft verleiht. 

1. Die Bedeutung von 以 ist nützen, benützen, im Ma- 
gyarischen bildet es objective Verba wie tan-it, im Gegen satze 
jLuit den subjectiven, tanul; es wird jedoch nicht allein, wie im 
diiaesischen^ sondern stets mit dem 打 ta Hülfsverbum, zu- 
BHiiiuiengezogen in ü gebraucht, wodurch es eine doppeltransi- 
tive Kraft erlangt: tanít ist also analitisch tan-i-ta 打, 
Verba wie szer-et haben blos das zweite Hülfs verbum ta zur 
Activbildung; sie (corean. ser) lieben, ; 打, = szer-ta = 
Maj^yar. szeret, 

2. 打 Ta das zweitwichtige chinesische Hülfsverbiim, 
welche» aus indifFerenten Wurzeln subjective Zeitwörter, aus 
feubjectiven Verben active , aus diesen aber causative und 
paHHive bildet, in derselben Gradation wie im Magyarischen, 
tan -", taníttat, taníttatik, 

(ím Magyarischen ist eigentlich te Japan, te Hand) 
iJie Jnactivforni, aus welcher durch 使 sze, tesz er thut, handelt 
enlHtcht.) 

7'" 'iHt nur ein harinouischer (parallel) Exponent des be- 
deutenden te. 

3. L Exponent ist ein Detritus von U 吏, dessen iirsprüng- 
lidic Bcdeutuiifr Bote, Hoiiiiitoj-, und als solcher handeln, 
es zum HülÍHVíjrbuiii "Iwjii Wiihigt. Er tritt au magyariscfie 
hinge Wurzeln, wi" — cJiinííHiHch Flügel, unmittelbar damit 
verwiichHcnd an, tfzS ili^i^-t uml an S Ulm ine sz^H Wind, szeM 

liat Wind, l.uit, aziv Wnvxj nzic-d er liebt, ének (音 in, yin 
Ton) (Icöaűg, éuilc-d, tjond-ol, law id. 

4. S, «z, z üiiiii I><itiitu« iifiil MíMliíil-Exponenten von chi- 
nesischen Hülfßverbeu M 仕 川 ,,, hzh 司 Diener und 仕 
Beamter und txh solchcj- das Amt vcn ichtcn, welclie im Japáni- 



— 9 ―— 



sehen suffigirt activa Verba bilden gleich dem Magyarischen 
kér - es , szer-ez, 

SM und szí sind im Magyarischen beliebte Substantiv- 
und Adj ectiv - Formative , die ausser geistiger Categorie , sich 
auch auf niedrige Stufen des Dienstes erstrecken, z. B. rnüv-es 
und müv-ésZj juh-ász, mer-ész, ok-os, vör-ös. 

Wir erwähnen und analisiren hier blos diejenigen Stammbildungen, 
welche mit der Flexion in nächster Berührung stehen. Ein eigenes Capitel 
wird die Wortformative enthalten und erklären. 



Erklärung der Exponenten der aus kurzen, chinesischen 

Wiirzelu gebildeten Stämme. 

Die Stammexponenten der chinesischen kurzen Wurzeln. 

Wir finden in der chinesischen Schriftsprache ausser äii 
und äng keine weiteren Stammexponenten. Deren Bedeutung 
ist dieselbe, wie wir sie bei (in und äng erklärt haben. 

In den Provinzen jedoch sehen wir die kurzen Wurzeln mit 
auslautenden jp, k, t, r, s behaftet, die ursprüng^lich aus den be- 
deutenden Hülfsverben j 巴 jp", ke(l), 打 ta, 吏 U und sM, 

si, zi oder aus gleichlautenden pi, 其 ki, 他 ta, 兒 i öl und 
此 tzi, slii, sze, tsze Pronominal -Wurzeln entstanden sind. 

Wir haben von diesen bereits ke, 打 ta, 吏 Ii und 
sze als profixive Hülfsverba g'eselien, es bleibt blos das active 

pa sammt der Passiven- Variante pt zu erklären übrig. 
Indem die Provinzial - Dialecte die obgenannten, in der 
Schriftsprache als präfixiv geltenden Hülfsverba suffigirten, und 
solche mit der vocalisch auslautenden Wurzel zu einem Wort- 
Stamme verbanden, machten sie einen umwälzenden Schritt in 
der Sprache, wie wir einen analogen in der ägyptischen Sprache 
kennen, die auch aus einer prätixiven zu einer suffixiven sich 
gestaltete, derselbe Vorgang muss in allen verwandten Sprachen 
stattgefunden haben, wie es die tibetanische, dravidische und 
überhaupt alle turanischen Sprachen bekunden. Die Schrift- 
sprache selbst ward durch ihr starres System behindert, die 
versteinerten Lautzeichen zum Ausdruck neuer Tongruppen 
zu verwenden, das heisst, da sie für pa und Ida 加 z. B. 
eigene Zeichen besass, war sie nicht im Stande den Laut, der 




— 10 — 



aus der Verbindung dieser zwei Wurzeln entstanden^ und statt 
zweisilbig, keorpa zu lauten, in den Provinzen zu einem kap'- 
Stamme zusammengezogen wurde, durch ihre alten Hiero- 
glyphen wiederzugeben. Sie hätte entweder eine neue Reihe 
von Zeichen schaffen müssen, oder wie die japanische^ eine 
lautreichere syllabische Schrift erfinden müssen. 

1. Fa mit der passiven Variante ])i ^^, bedeutet für 
sich fassen^ ergreifen, wie es noch heute von den französischen 
Meistern übersetzt wird, deren Anführer Julien die Natur der 
Hülföverbas nicht erkennend, es für ein blosses Zeichen eines 
nachfolgenden Accusatives annahm. Es bildet active Verba, 
wie 以 i und wir bemerken diese Verbal kraft selbst in den 
suffigirten Verbal - Stäinmcü, wo es in kä, lö zu käp, lÖp ver- 
wachsen erscheint. 

Der Stamiiiexponent p in Substantiven entspricht dem 
pronominalen 彼 pi dieser, so wird sie, nie, in Hokkjen zu 
dep, niep, im Mag^yarischen zu szép, nép, 

2. Der Stammexponent k ist vom Hülfsverbum ke 

apocopirt, bei Substantiven aber vom Relativ-Fürworte 其 ki 
entnommen. Das chinesische ke verwuchs in der Schriftsprache 
zwar nicht mit der vorhergehenden Wurzel , wird aber dem 
Hauptverba suffigii't, eine Ausnahme von der sonst prätigiren- 
den Natur der Hilfsverba bildend. Verbales k sehen wir in lö-k, 
bö-ky substantivisches in ék, mg, lélek. 

Ist von den präiixiven Hülfsverbcn, als solchen eine Spur 
im Magyarischen wahrnehmbar? 

Vom 以 i glaube ich in i-té-l eine alterthtimliche Form 
zu sehen, dessen Wurzel té 提, der Richter und mit dem llülfs- 
verba 以 i das Vei'ba richten bedeutet. L ist 吏 U, apocopir • 
ter Stam niexponent und als solcher nicht zur Wurzel gehörend. 
In ta-lS finden, scheint mir ta 打 auch Hülfsverb zu sein, 
da lä Wuizel im sich linclen, mit ta 打 aber actives Zeit- 
wort bildet. Dies wird wahrscheinlicher durch das gleich- 
lautende; hochtönende le-l linden, das auch ohne Vorschlag 
dem ta-lál äquivalent ist. 

Ist in bá-tor, ha = pa jjj^ das Hülfswort enthalten ? da 
tow ^1 = tor von sich schon den Krieger bedeutet? 

Dies sind jedoch blosse Andeutungen und wollen für 
Nichts mehr gelten. 



— 11 — 



H. 



Hab 

Fluth 

Habar 

sprudeln, 
schnell 
sprechen 

Háború 

Krieg 




Habzsi 

gierig 



易 
袍 




Hiá, in CautOD häp, Fluthen, Wogen. 
Hó, Fl 議. 

Hiä, in Canton häp, schwätzen. Habog, 
stottern, ist derselbe Stainni mit dem fre- 
qiientativen ki ^ß, dessen oxyphone Form 

HÖ-|jáO, ist ein zusainmeugesetztes Wort, 
dessen erstes Element hö werfen, schleudern, 
(las zweite páo einst die Steinschleuder, heute 
aber die Ktiuone bedeutet. Nach den Laut- 
weclisel-Kegeln, welche in Zusammensetzun- 
gen walten, werden die Tenues im Japani- 
schen ohne Ausnahme in Medias verwandelt. 
Dieser Wandel ist zugleich ein Beleg, dass 
das Wort ein zusammengesetztes ist: so hier 
Lora statt poru; der Auslaut ao wird im 
Mongol - Magyarischen zu al-ar , wie um- 
gekehrt im Paloczer Dialect. 

Das magyarische horu (wie derü), ist alter- 
thümlicher, als die einsilbige chinesische Form 
pao, und auf die Krieg^ssitto beider Völker, 
die im hohen Alter sich der Catapulte be- 
dieuton, ein neues Licht werfend. 

Wie von der Steinschleuder háború, der 
Krieg, so entstand auch das deutsche , Krieg* 
von der Kurbel derselben Maschine, die 
Krieg- und Kricke hiess, und noch heute bei 
den deutsclien Communen in Italien so heisst. 
Die Siebcnbürger Sachsen kennen ,Ki'ieg;< 
nicht, da sie vor Eründimg dieses Wortes 
ausgewandert. 

Híá-SChí, in Canton häp-schi ; kiä bedeutet 
ziisani iiienraffen , aufhäufen, seht aber ist eine 
Endung, welche den Mann, deu Beamten kenn- 
zeichnet, gleich der Endiiug ar, er, türkisch , |, 
er, welche concrete Hauptwörter bildet. 



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— 13 — 



亥 
旦 



核 
打 



論 



那 demonstr. Fürwort oder naj, 乃, seiend 
一 beide in eine Silbe coalescirt. 

Háj und ki-háj 氣 海, bedeutet Niereu- 
Fett. Die chinesischen Zeichen sind hier blos 
phonetisch, da deren primitive Bedeutuug 
Luft und Meer bezeichnet. Das magyarische 
háj als Nieren-Fett an sich selbst, erklärt 
hier das Chinesische. 

Haj-tan. 

亥 Haj ist in der chinesischen Sprache 
ein altes astronomisches Zeichen, das (gleich 
dem finnischen koj) an sich selbst die Mor- 
genrötho bedeutet. 

Tan 旦, als zusammengesetzt im Magyari- 
schen zu dan regelrecht erweicht, bedeutet 
im Chinesischen ebenfalls Morgenröthe und 
den Gott der Morgenröthe , so dass wir in 
liaj'dan zwei Synonyme haben. Wie dies 
Wort zur Bezeichnung von, ,vor Zeiten, ehe- 
dem^ gebraucht werden konnte, das zeigt 
uns die Analogie von reg Morgen, régi wei- 
land {wliilom engl.), kora früh und kor Alter. 

Haj-ta ist im Gegensatz zum subjectiven 
haj-lik es biegt sich, es neigt sich, ein ob- 
jectives Zeitwort, dessen transitive Kraft 
aus dem gunirten haj 才表 Stamme, durch 
das inactive 打 ta Ilülfswort vermittelt wird. 
Im Magyarischen verschmolz das Hülfswort 
mit dem Stamme, im Chinesischen mussten 
die zwei Elemente mit zwei Zeichen ge- 
schrieben werden. 

Haj-lun, das obige liaj, Stammwort, das 
Trieb, Bewegung, Neigung- bedeutet, haben 
wir hier mit ^j^j" lun, altchinesisch hm, lern 
zu einem abstracten Substantive gebildet. 
Da im Chinesischen lun und lien soviel heisst 
als Discussion, Debatte, Berathung, so ent- 
spricht der Begriff dieser Bildung dem ro- 



Háj 

Scbmeer 



Hajdan 

vor Zftiteo 



Hajlam 

Neigung", 
Liebe 




míiDÍscheu -ment und -mente, Aam germanischen 
mood, doom -thum, -heit, welche den arischen 
Themen eine geistige Eigenschaft aufügend, 
analog abstracte Nomina schaffen. Dies ist 
das Etymon des magyarischen lom, lem in 
fejdelem, hiralom und hirodalom. 

Haj, bedeutet im Chinesischen das Meer, 
als Repräsentant der iu dem Stamme ent- 
halteneu Bewegung; hieraus mag das ma- 
gyarische haj-ó das Schiff stammen , sei es 
als ein Sce-scliiff, sei es, dass es aus dem- 
selben Äay-Stamme, als das bewegliche, mit 
dem Participial o gebildet wurde. 

Han und kan, bedeuten beide den Fisch 
in der chinesischen Sprache, es sind Stämme, 
mit na suffixem Fürwort gebildet, deren 
Wurzel gleichfalls Bewegung bedeutet. Dies 
n apocopirt, entspricht den magyarischen 
und tibetanischen Stämmen auf n, aber auch 
auf m und l. (Akad. han, hol Fisch.) 

Das lapponische queh und das finnische 
kala sind alterthümlichere Formen, welche 
die volle Stammform la-le bewahrt haben, 
die im Magyarischen und Chinesischen zu 
hal und han abgestossen erscheint. 

Han, schlaft, schnarcht, wie weiter unten 
hung gleich dem magyarischen húny , das 
ebenfalls schlafen und entschlafen bedeutet. 
(N chinesisch entspricht dem magyarischen 
Stammexponenten l.) 

Ha und Hva, Wurzel, die eigentlich die 
Metamorphose bedeutet, wird euphemistisch 
für den Tod gebraucht. 

(Vergleiche das esthnische hol und hala, 
das Fieber und der Tod.) 

Hao entspricht, nach der Palóczer Mund- 
art dem magyarischen hall, im Chinesischen 
bedeutet hao sowohl das Ohr, als das Hören. 



一 15 一 



Halom 

Hügel 
Háló 

Netz 

Halvány 

bleich 

Hám 



早 



Halad 

fort- 
kommeu 

Hamar 

geschwind 

Hamis 

falsch 



Hámlik 

sich 
schälen, 

sich 
schuppen 

Hang 

Stimme 



Hány 

wie viel 

Hány 

speien 



銜 



咸 
假 



甲 



咸 



m 
也 



Han, bedeutet wie gän 发, einen Hügel. 

Hán, das Netz, ist im Chinesischen in eine 
Silbe, aus han-o contrahirt, das magyarische 
ist alterthümlicher. 

Siehe die Etymologie von hol sterben. 

Hán, früher hám, wie auch das härtere 
han-táo (magyarisch kan-tár), bedeutet eigent- 
lich deu Zügel, das Leitseil, tao = tár j^. 
heisst regieren, leiten. 

Han, heisst im Chinesischen fliegen, fort- 
kommen ; ad ist ioactives Hülfswort 打 fa, 
das aus han Flug, Flügel, fliegen bildet. 

Han, Adverb, schnell, geschwind ; 
Ar wie ul 而, ist Adverbialformativ. 

Hia und kia, falsch, woraus die Stämme 
女千 Mán und kién entstand en ; die dem 
magyarischen ham entsprechen. 

士 Schi ist eine concrete Haupt- und 
Nebenwortbildung, Mann, gleich er, 乂 im 
Türkischen. 

Hia, Schale, woraus der Stamm han und 
hám, welcher mit Ii 吏 Hülfsverbum zum 
Zeitworte wurde ; ik ist das relative Prono- 
men 其, das sich auf Personen und Sachen 
gleichfalls beziehen kann. 

Hang, bedeutet Stimme und Ton, es sind 
participiale - Stämme, die aus der Wurzel 
ha und yang , bilden, formen , entstanden 
sind. 

Hán, bedeutet Zahl und zählig, das mit dem 
Quantitäts-Exponenten mfi jj^ = gross, also 
eigentlich lidn-nyi wie grosse Zahl? bedeutet. 

Hán und hán-je, bedeutet speien; der Stamm 
hán floss mit dem Substantiv- Verbum 也 je 
zusammen und erweichte sich zu hány* 



Han -ti ist im Magyarischen zu einem 
Stamme zusainmen^ezojä^en , han bedeutet 
Pflii^land, ti aber Erde, also ein bebautes 
Land. 

Han, im Chinesischen Wiisser mit Koth 
gemengt, Morast. Hmi-ság, Moor am Neu- 
siedlersee. 

Siehe oben Hámlik, woraus ersichtlich, dass 
der St«nnin im Mag'yarischeu han und harn, 
wie im Alt- und Neu-Chinesischen ist. 

HÖ, im Coreanisclien hör, bcfleutet eigent- 
lich kochen, sieden und nur figürlich zürnen. 

Ö und gö 惡, in Corea or, gíh', ist blos 
als Zorn üblich, 

HÖ, ill Corea hör, bedeutet den Iluud, das 
heisst den Boisser (BuUenbeisser). 

Hwä, im Ooreiinischen hur 滑, heisst 
beissen, nagen. 

Hio, in Coroa hör, här, schrillender Laut, 
der Auslaut ang ist das Mandschu participiale 
anga, chinesisch jang >j||^ das formen und 
bilden bedeutet. 

Hiä, in Corea här, bedeutet vergewaltigen. 

HÖ, in Coroa hör, so viel als beissen. Ver- 
gleiche das lapp. harre und das schwedische 
harr, Corregonus pisds, also der bissige Fisch, 
Wels. Cza> chafj. 

Hié, in Corea her, Erscheinung des Was- 
sers ; 

Mat und ma 瑪, Wasser. 

HÖ, in Corea Mr, gellender Laut, shan, 
shiny von scha Stimme 暖 (gleich sä P 册 
Laut). 

N, Detritus von nai 乃, Hülfsverba sein, 
haben. 



17 一 



Has 

Bauch 



腹 



Hasít 

spalten 

Hasáb 

Scheibe 



Hát 

Rücken, 
Rust 



Hat 

wirken, 
dringen 



I 可析 



勘 



Fuh, entspricht eher dem magyarischen 
pöh, da/, p, h unter sich wechseln, besonders 
im Japanischen, wo nach gewissen Regeln 
p z\x f und dies zu h erweicht wird. So 
würde püh zu fuh und dies zu huh, dessen 
Stammexponent im Japanischen gerne zu 
Sibillanten schmilzt. 

Ho-tschi. 

Ho-tschi. ] Das tibetanische schag-va gibt 
Ho-ShaO. >den Fingerzeig, dass ha-sdb, 
Schag-va. j ha -sít ein zusammengesetztes 

Wort ist, dessen Idee im zweiten Gliede 

der Composition liegt. 

Wie schag, bedeutet auch das chinesische 
schao ij^ eine Holzscheibe, ein Ruder, so, 
dass man mit grösster Wahrscheinlichkeit 
auch, in sab und »i-t die Idee des Spaltens 
sucht, umsomehr als tsdit und tschi im Chi- 
nesischen spalten bedeutet. 

Ho ist also in ha-8Ü, hasáb als Cau- 
sautiv zu erklären. 

Ho kann übrigens auch als Synonym mit 
schao angenommen werden, da ho auch 
hauen und spalten bedeutet. 

Hié, in Canton hat, bedeutet eigentlich 
Oberfläche, Haupt und nur als das Obere 
bei den Thieren, den Rücken. 

Vergleiche die Ausdrücke im Magyari- 
schen a kéz feje, a láb feje, das Haupt der 
Hand; des Fusses, die eher den Rücken be- 
deuten müssten. 

Hiá, in Canton hat, bedeutet im Chinesi- 
scheu sich bestreben, wirken, es entspricht 
der langen Wurzel 可 hö, die präfixiv im 
Chinesischen, suffixiv im Magyarischen ist, 
szól'hat, ir-hat er kann, mag sprechen, 
schreiben. 

2 



— 18 — 



Havas 

Alpe, 
Schnee- 
berg 



Haza 

Heimath, 
Vaterland 



Hazug 



Hajnal 



嫡 

oder 
皓 




und 
假 



Hav heisst weiss, glänzend, wie hav 晚 
das weisse Licht um die Sonne und den 
Mond, es sind Vriddhi-Formationen von hó 
(Schnee und Weiss) Wurzel , das der Ma- 
gyaré lieber von der blendenden Weisse, als 
von hü, hideg, der Idee der Kälte gebildet 
haben mag. Dies beweist auch die chi- 
nesische Detínition der Alpen, die er mit 
山 白 schan-pih die Weisse der Berge er- 
klärt. 

Der gewöhnliche Name des Schnees in 
China ist sitiié, das in Corea suÖ7、 ge- 
sprochen wird und mit dem magyarischen 
8ZÓT streuen, in Flocken fallen verwandt ist. 
Hao 暴 heisst im Chinesischen -wirklich 
Vliess, Flocke. 

Hia-80, bedeutet den Ort der Ansiedlung*, 
wie kia-so 家 所 die Heimath. 

Hia und kia bedeutet auch säen, das 
Feld anbauen , wie auch heiraten (hdza- 



所 So und tibetanisch Sa, ist das Land, 
der Ort, so dass haza das Land der Ansied- 
lung, des Anbaues, der Wohnung und der 
Familie bedeutet. 

Za im zusammengesetzten Worte ist rich- 
tig aus sa geschwächt und hiedurch eben 
als zusammengesetztes Wort erkennbar. 

Hia und kia war die Wurzel in hamis 
falsch, lügen zum Stamme han, ham ge- 
steigert ; hier ist dieselbe Wurzel mit den 
Synonymen sä, so, süh :j^, falsch und lügen, 
verbunden, mit dem Stammexponenten k, g 
des Dialectes von Hokkjen. 

Hai-zhi, bedeutet im Chinesischen Sonnen- 
aufgang, dessen erstes Element wir bereits 
in hajdan analysirt haben. 



19 一 



Zhi bedeutet die Sonne und wird im Nor- 
den näl, nävj in Japan nitZy das im Namen 
von Japan selbst aus 日 本 nitz-pun zu 
nip'pun assimilirt wird, gesprochen, im Ma- 
gyarischen nimmt esp, den Stammexponenten 
von Hokkjen, an. 

Da uns ein x für ein u zu setzen prin- 
cipiell verhasst ist, so müssen wir näp aus 
einer eigenen kurzen Wurzel deduciren, an- 
statt die factisch reelle Permutation des zh 
zu n zur Regel zu erheben. Und so finden 
wir für Schein und Sonnenschein die Wur- 
zel nié, in Hokkjen niép ausgesprochen, die 
von näp nur als Oxyphon verschieden ist 
und durch die ganze Vocalscala entwickelt 
sein wird, wie wir die Idee des Scheines 
in ya-7、g 易 

ye 

yi 易 und yi-ng 
yue 

yü S und yu-ng 
durch alle Vocale durchgeführt finden. 

Hié und kié, in Hokkjen hep, ist dem oben 
analysirten hah-ar, hah-og parallel. Eg ist 
ki 起 das frequentative Suffix. 

Hjih, in Hokkjen heJc, schneiden, verwunden; 
damit im Magyarischen aus dieser Wurzel 
die Idee des Vernarbens entstehe, ist es noth- 
wendig, dass es mit der Präposition be ver- 
bunden werde, beheged vernarbt, d. h. die 
Wunde verschwindet. 

Hié, in Hokkjen liek, heisst melodisch, har- 
monisch; alte Form hege; du ist aus tu 
mit hege oxyphonisch gestimmt, und bedeutet 
den Wohlklang musikalischer Steine, deren 

Wohllaut Confucius oft und innig anpreist. 

2* 




一 20 —— 



嶸 
官 



閔 



Id der mongolischen Sprache bedeutet hur 
die dreisaitige Geige, es ist wie mit dem 
lateinischen fides, das Saiten und Geig^ aus- 
drückt. 

Hié, in Hokkjen hek, heg bedeutet hoch, 
steil. 

yé 官 heisst ein Berg; hek-ie wurde zum 
hegy verschmolzen und drückt den hohen 
Berg in einer Silbe aus. 

Hie, in Hokkjen hek, bedeutet Stachel uud 
Scorpion. 

ye 也, substantives Zeitwort und demon- 
stratives Pronomen. 

He, bedeutet athmen, nach Luft schnappen, 
hié ilj^ ist die kurze Wurzel mit demselben 
Sinne. He-he ist Reduplication der Wurzel. 

Z entspricht dem Hülfe worte se und she ^^, 
das besonders in Japan suffigirt, denomina- 
tive Zeitwörter bildet. 

He, im Chinesischen, bedeutet das Stürzen, 
fallen auf die Beute, was den Habicht be- 
sonders charakterisirt. 

yä 厭 ist synonym, mit der Bedeutung 
verwunden, hauen^ erdrücken. 

Hé heisst im Chinesischen decken, be- 
decken, im Magyarischen ist M zur Guna 
héj entwickelt, d. h. mit 也 jé, seiend, zu 
einem Stamme verwachsen. 

Hién aus hié-na prähistorisch zusammen- 
geschrumpft, verwandt mit hiány , hany-ag, 
hi-valg die alle Müsse, Müssiggang, Leere 
bedeuten. 

Hé-kűh, Warm-Brunnen. 

Hé, im Magyarischen und Chinesischen 
auch hö 响, bedeutet die physische Hitze, 
ausserdem wird es figürlich für patriotisch, 
Aufopferung (das auch in hős 响 士, der 
Held, vorkommt) gebraucht. 



Hehez 

athmen 



Héja 

Habicht 



Héla 

schal, leer 



Hékut 

Therme 



y 46 

6 e 

£ B 



y e 

H p 

2 s 




— 21 — 



Hely 



Hentes 

Metzger 



何 
裡 



Henger 目凡 

Cylinder, I 
Walze ' ^ 



Hemzseg 橘 

wimmeln 




Kuh, in Canton Imt, ist die Grube, Schacht, 
wovon das magyarische Verbum kut-at for- 
schen, eigentlich nachgraben und hit-ya der 
Hund, d. h. der Forscher, der Spürhund. 

Ho-Ii, entspricht im Chinesischen dem apo- 
copirten magyarischen hoV , wo, d. h. welchen 
Ortes ? 

Ho 何, ist interrogatives Fürwort, das 
auch in hoz für ho-zd, welches Land = wo? 
erscheint. 

Hely, ist der oxyphone Reflex des holi, 
welchen Ortes ? 

Li 里 als Nomen heisst ein Dorf von 
fünf Häusern, eine Meile, als Suffix wird 
es Ii geschrieben. (Siehe hol unten.) 

Höng-Öl, das erste Stammwort bedeutet 
rollen, wälzen, die kurze Wurzel ist hiüe, 
in Corea hör 目承 rollen ; aus derselben Wur- 
zel stammt hiüen und kiüen 旬 eine Papier- 
rolle, woher das magyarische köny-v ein Buch, 
einst ein Papier-Cylinder. 

Hién (ältere Form hiém), häufen, sammeln, 
stammt von der kurzen Wurzel 叶 hié, ein- 
sammeln, vereinen. 

Das zweite Element zseg ist aus 實 shíh, 
nach der Regel der Composita zu zs er- 
weicht, welches als Synonym füllen, sammeln 
bedeutet. 

Hieher gehört das lapponische hemse, das 
Wirrwarr bedeutet, der aus dem Anhäufen 
der Dinge oder Menschen entsteht. 

Hien, heisst in China, Jemandem den Hals 
abschDeiden ; der Stamm kommt von hié j^l^ 
schlachten, ausrotten. 

Te 得, ist ein transitives Hülfsverbum, dem 
magyarischen te-sz gleich, s aber ist apoco- 
pirtes 土 shi, das concrete und individuale 
Hauptwörter bildet. (Also ein Schläch-te-r. 



— 22 — 



Henye 

müssig 

iHere 

Klee 

2 Here 

Drohne, 
Hode 



Hernyó 

Raupe 




傑 




Hervad 

welken 



He, hév 

Hitze 



55 
爲 




Hien-ie. Siehe oben hanyag, müssig. 

Hié, in Corea her, das üppige Anschiessen, 
Blühen, Gedeihen des Grases, hier das üppige 
Gras per Excellentiam. 

Hié, Coreanisch her. Die magyarische zwei- 
silbige Form ist die ältere. Here als Drohne 
stammt aus derselben Idee wie Klee, Däm- 
lich der gedeihenden Vegetation und Genera- 
tion, deren Basis die Hode, zur Verviel- 
föltigung der Bienen ebenso dient, wie bei 
den Pflanzen die Blüthe. 

Here, wird im Magyarischen für Müssig- 
gänger gebraucht, dies ist wohl aus der 
Epoche der Drohnen, wo sie ihre Rolle be- 
reits abgespielt hatten. 

HT-niu, in Corea hir-niu. 

Hl, kurze Wurzel, bedeutet den Erdboden 
aufwühlen und etwas verscharren, Sitte so 
mancher Insecten. 

JÚ und n'jú 魚, bedeutet den Wurm, hir-nyu 
also den Erde wühlenden Wurm. Ju 魚, wel- 
ches sonst den Fisch bedeutet, ist hier blos 
ein phonetisches Zeichen, d. h. nur den Laut 
ju-niu, ohne Bezug* auf Idee der Sache, an- 
deutend. So finden wir es in vá-jú 娃 

(magyarisch vájó) dem Bücherwurm {yd 
heisst aushöhlen), jú wird mit nyu, nyü, nyö 
im Magyarischen consolidirt. 

Hev aus der Wurzel M, die welken, ver- 
wesen bedeutet, wird durch ve' {ya har- 
monisch) Hülfsverb ein Deponens, das wel- 
ken, organisch verfallen , modern kenn- 
zeichnet. 

Hé und das hievon abstammende hév, wie 
auch das identische hő 肝, das den Sonnen- 
aufgang und die hiedurch sich ausbreitende 




Wärme bezeichnet, sind Gemeingut beider 
Sprachen. 

He, Wurzel , bedeutet im Chinesischen 
ruhen, rasten, 愤 M, Wurzel, bedeutet 
schnarchen^ das hieraus stammende hév 
heisst ruhen. ( Vergleiche pi-hen 彼 照, kenjél, 
mit pt causativem Hülfsverb.) 

Hé, lange Wurzel, bedeutet schütter, licht, 
rar, selten, wenig. 

Zag, als zusammengesetzt, ist gleich dem 
erweichten säk in Canton, das für sßh 
gilt, wovon das magyarische szák, szakad, 
spalten, also eine Lücke bilden, abstammt. 

Hi ist eine gleichbedeutende chinesische 
Wurzel, wie hív 晴 Vriddhi-Stamm, der Ruf 
und Beruf, Amt bezeichnet. 

Hián und hién, Stamm, kam schon mehr- 
fach vor, seine Wurzel ist 晴 hé, schütter, 
licht. Siehe hé-zag. 

Wir sehen von M, hi die Stämme héj, Mja; 
hiba ist ein alterthümlicher kurzer Stamm, 
dem die kurze Wurzel 歇 hie in Hokkjen 
hip Qiipa, ältere Form) entspricht mit der 
Bedeutung" ruhen und ruhen lassen. 

Hí-tí, aus zwei langen Wurzeln im Magyari- 
schen zu einer Silbe zusammengezogen, be- 
deutet Uebergangsmittel. 

Hi ist Weg, Passage, Furth. 

D ist apocopirt von ti und als zweites 
Glied der Composition zu di erweicht, dessen 
Sinn, Holztreppen , Mittel zur Erreichung* 
eines Ortes oder Zieles bedeutet. 

Eine kurze dem d entsprechende Wurzel 
ist das chinesische tje ^^, welches directe 
waten, überfahr cd, passiren heisst. 

Vergleiche das finnische tjetä, das dem 
kurzen chinesischen Stamme tjih 迪 und 
der laugen Wurzel te t 氏 entspricht, während 



— 24 — 



das magyarische út, Weg, der chinesischen 
langen Wurzel tú entspricht. 

Hié-tje, kommt in dieser Zusammensetzung' 
auch im Chinesischen vor, was von einer 
viel grösseren Tragweite ist, als wenn sich 
die einzelnen Elemente gesondert vorfönden. 
Dies ist eines der ältesten, zusammengesetz- 
ten Wörter beider Sprachen, die sich nicht 
zufällig später in dieser Weise verbinden 
konnten. 

Hié-tje, in Hokkjen hi-tek, das zweite Ele- 
ment zu deg, erweicht nach Aemjin pen "^便 
das heisst Lautwechsel-Gesetze. 

Hie 决, kalt, ist eine Parallel-Form von 
hü, aus welcher Wurzel mit 史 Ii, Hülfs- 
worte, das Deponens hü-l, kalt werden, ge- 
bildet wird. 

Dem finnischen hi entspricht das chinesi- 
sche kú 沾 soviel als hü, kalt und Eis. Das 
magyarische jég ist ein zusammengesetztes 
Wort bestehend aus 

jé 、 《嚴, Eis und jm, 

ki g^J, kalt, Frost, 
jéki in jég richtig zusammengezogen, das ki 
in gi erweicht und zu g apocopirt. 

Hie, kurze chinesische Wurzel , wird in 
den Wörterbüchern erklärt als unerschütter- 
licher Glaube an die Sache, von deren Wahr- 
heit wir überzeugt sind. 

Hie, wird in Canton hit ausgesprochen und 
ist dem . magyarischen hit, Glaube ent- 
sprechend. 

Die chinesischen Abstracte werden mit 
dem logos entsprechenden lun und dem 
aus Ii Vernunft , Princip stammenden 
lién, älter liém gebildet, welche die ma- 
gyarischen lom-lem (dalom, delem) erklären. 



— 25 — 



Hi-kí, synonyme lange Wurzeln, sind im 
Magyarischen in eine Silbe zusammen- 
gezogen. Die Zusammensetzung macht das 
aus ki zu gi erweichte zweite Glied der Com- 
position ersichtlich, das nach dem Laut- 
wechsel-Gesetz Tenues in Medias erweicht. 

Hin, (ältere Form Mm), bedeutet im Chi- 
nesischen den Kräftigen; das aus der Wur- 
zel hi j§|[, Muskel und Kraft abstammt. 

Von der gemüthlichen passioneilen Seite 
bedeutet Mn lieben, hoffen, aus der Wur- 
zel hi 喜, die ebenfalls lieben, sehnen, hoffen 
ausdrückt. Eine zu ké und kéj gesteigerte 
Wurzel 妓, bedeutet Liebe und Lust, wie 
wir sie in beiden Sprachen in kéjnp 妓 女 
Lustdirne finden. 

Hin-se, (älter Mm) und kín, khim, bedeutet 
mit goldenen Fäden sticken {kin be- 
deutet auch Gold, das wir im magyarischen 
Idn-cs = ^ ^子, fdn-tze Goldes-Sohn = Schatz 
besitzen). 

Hin, stammt aus der laogen Wurzel hi 係 
deren Bedeutung soviel als binden, weben, 
stricken, nähen ausdrückt. 

(Der magyarische Stamm köt hat sein 
Aequivalent im Chinesischen kié, in Canton 
kiét 結, vergleiche das finnische keträja, 
magyar, ketrecz.) 

Hin, (älter Mm), bedeutet im Chinesischen 
einen durch innere Hitze entstandenen Haut- 
aussatz, der zu wildem Fleische und Blattern 
wird. 

LÖ 痛, bedeutet im Chinesischen Ge- 
schwür, Áss. 

Hin, Moorgrimd, Morast. (Siehe die Ana- 
lyse von han,) 

Ár kann entweder eine concrete Substan- 
tivform, oder was ich glaube, der magyari- 



— 26 — 



Hinta 

Schaukel 



Hír 

Ruf 



Hit 

Glaube 



Hitvány 




俠 



痃 



sehe Stamm sein, der Wasser, Pluth bedeutet, 
woraus ár-ad, áramlat (!) abstammen, um- 
somehr, da ár ohne Einbusse seines Accent - 
Zeichens seiner Selbstständigkeit mit dem 
synonymen hin verbunden ist. 

Heng, hung, baryphoner Stamm, bedeutet 
wiegen , schaukeln , dessen Wurzel M 
denselben Sinn hat. 

Hieher gehört hintó, der auf Federn sich 
wiegende Wagen, welcher wie kocsi, Kutsche, 
eine magyarische Erfindung ist. 

To j^, in Hokkjen für táo, bedeutet 
eine hängende Barke , deren Form der 
Wagenkasten und die Wiege erhielt. 

Siehe die hängenden Wägen der Chazaren 
in der Krim, in Ibn Batuta' s Eeise III. B. 

Die Türken nennen hintöv ihren Gala- 
wagen, was dem chinesischen tav noch näher 
gerückt ist. 

Hí-lí, sind zwei synonyme Wurzeln, die 
zusammengesetzt und nicht ein Stammwort 
sind, da nach den in unserer Einleitung er- 
örterten Regeln der Stammbildung ein kurzer 
Stamm hír wohl zulässig (siehe her-nyo), Mr 
aber ein Compositum sein muss. 

Hi B 虔, heisst in beiden Sprachen rufen, 
Ii, japanisch ri, bedeutet Ton, Laut, Stimme; 
aus der Crasirung beider entstand das magya- 
risch einsilbige Mr, sozusagen ein Doppelruf. 

Hié, in Canton hit, entspricht dem ma- 
gyarischen hu, der Glaube. (Siehe oben die 
Analyse von hiedelem.) Hie mit dem Hülfs- 
verbum sze, das zu sz, apocopirt wird, 
bildet das deponentiale hísz, glauben. 

Hie und kié, Wurzel, in Canton kit, be- 
deutet den durch lange Krankheit herab- 
gekommenen Mann, im moralischen Sinne 



― 2T — 



bedeutet 怯 kit den Feigen, der mit dem 
Feinde nicht wagt anzubinden. 

Wáng, im Magyarischen zu vdny er- 
weicht, bezeichnet den Magern, den Schwäch- 
lichen, den Lahmen. 

Hiú, ist im Chinesischen das Leere, das Im- 
materielle, deswegen das Abstracte. Die Par- 
tikeln werden im Chinesischen hjú-tsze 虛 字 
d. h. leere Worte genannt, im Gegen satze 
mit dem Zeitworte, das hvÖ-tsze 活 ^p., d. h. 
lebendiges Wort benannt wird. 

HÚ, bedeutet in China den Tiger; wahr- 
scheinlich bedeutete es in Asien dasselbe, 
die Magyaren mögen in Kusslands Steppen 
mit dem in Europa Gegenstand mangelnden 
Namen den Luchs benannt haben, wie sie 
den Weizen mit buza benannten, das, wie 
bei den Mandschu noch heute, Reis be- 
deutet hat. 

HÖ, lange Wurzel, heisst athmen, hié, in 
Corea her 歇, athmen. 

G, ist ein apocopirtes ki, in Composition 
richtig" zu gi erweicht, ^^, das soviel als 
Werkzeug, Organ, hier AthmuD gsorgan be- 
deutet. 

HÖ, in Corea hÖr , heisst schlürfen, 
schlucken. (JHiä, in Corea här, verschlingen.) 
Das auslautende p gleich dem tibetanischen 
pa, ist das in der Einleitung" erklärte :JJJ 
active Hülfswort pa, das den langen Wur- 
zeln im Chinesischen präfigirt, den kurzen 
Wurzeln aber in der Mundart von Hokkjen 
suffigirt wird, wie im Magyarischen ka-p, 
lo'p; im ször-p wird es sogar einem Stamme 
angefügt, mit dem es trotz der Doppel- Con- 
sonanz zusammen verwachsen ist. 



一 2S —— 



〜 



t 



HÖ-Shi, ist oin zusammengesetztes W -rr. 
嘛 f),'""iitet heiss und fit^iiilich, den sieh 
Hir's Viiu'rlarni opfernden Patrioten. 

Schi 土 wurde zu sdt' apocopirt, das einrc: 
Krii-i^rr, also schon au sich einen Helir- 

HÚ, jú. í>ie obsteheude Schreibung ist elc 
、、rth,<:r í:hjnf;sÍ3cher Rebus. Hú heissr näm- 
"••1, I 'rin iin Chinesischen und der XaEie 
• I.:..: 'Vh^f'A ii ist gleichlautend hi. Nun worrirn 
""•':r 小 :r Dynastie der Han Xachtj^esehirre 
,', Vfn-in von Tisrern geformt, wie man 
"»1'丄-: in alJorn chinesischen und iapanisohen 
niu-:f.r;i.rir,n<:n sieht, ohne ihre Besrimmnng^ 

rin auch mit der Hi^ro^Ivp*!-» 
'íí',:r— 虎 hv geschrieben, wozu, man 
/' 孟 íüete. <:as ein Getass betirirei. 
.'Jzr.H isr im ilasryarischen j" ap— 
'■y> r.;:"' « Ti ^* z : <7V verhärtet. 



Kl. ffi 'it '-Anen) schwereren Coemcientez. 
. v:r. r>;tt. wir haben e? bere::s cnri cer 
Ar.;».. vv: von háj, Schmer, als :二 -V:'. Xirr^n- 
" 二": V' 丄 氣 海 Ki-hdJ, wird irjroh ztt— i 
;', Zeichen im Chi-rsis-^^hrz. 
:, Li ft dDd Meer sors: 
f, .: K*l'y:h z:i neiíií:? 二. íils 



/ 



/ 



•f: 



aui P—rs'-: 二 í>IiLíre- 



翻 - «■ 一-一 ifc 議一 • 



Wir sahen bei der Analyse von havas, 
dass hÖ blendend weiss, wie 曜 und 維 
haou zur Bezeichnung des Schnees eher denn 
die Idee der Kälte gedient haben mag, des- 
wegen stellen wir es auch dem finnischen 
kú nicht zur Seite, welches dem chinesischen 
kú 徊 entspricht, welches Frost, Eis, frieren 
bedeutet. Die blendende Weisse ist auch 
das Motiv der Benennung von 

HÓ und haO, die im Magyarischen den 
Mond und hienach den Monat bedeuten. 

Hieher gehört das altmagyarische hol, das 
Morgenröthe bedeutete und welches noch 
in hol-nap, Morgen erhalten ist. 

HÓ-pav, dem chinesischen äv, öv entspricht 
im Mongolisch-Magyarischen ar, or; so ist 
简 pav, Krankheit, gleich par, por, das in 
Composition regelmässig zu bar, bor erweicht 
wird. Das magyarische ború ist eine ältere 
Form als die chinesische. Nimmt man hö 
gleich höld für Mond, so haben wir im ma- 
gyarischen hó-hor-t gleich hó-kór, die Mond- 
sucht. 

H0-ti, wäre ein zusammengesetztes Wort, 
das ich nach Analogie des chinesischen 
haj'li 海 ^1, nicht dem Laute, sondern der 
Idee nach erkläre. Das chinesische haj-li 
bedeutet einen See-fuchs, mit welchem Namen 
sie die Otter bezeichnen ; ich sehe in dem 
magyarischen hö-d, in verkleinertem Maasse 
einen Fluss-Bock, da hö 河 einen Fluss, 
ti (in Zusammensetzung di zu d apo- 

copirt) einen Bock bedeutet. Valeant quantum, 

Hö und hwÖ, kurzen chinesischen Wurzeln, 
welche erobern , besiegen bedeuten, ent- 
spräche ein magyarisches höd-i-t, dies hiesse 
jedoch dem Worte Gewalt anthun und wir 



攀 



— 30 — 

müssen au eine lange Wurzel denken, die 
der Idee des Sieges, der Huldigung gleich- 
falls entspricht. Dies ist in hwö und kwö 雀, 
unterjochen, erobern, enthalten, das mit ti 
zu di erweicht, J[j^ ti erniedrigen, ein zu- 
sammengesetztes Verba bildet. 

T, ist apocopirt vom Hülfsverbe ta 打. 

Ho-i, besteht im Chinesischen aus dem 
Fürworte ho ^jfef , welches im Magyarischen 
suffigirt in ho-gy, ho-l, ho-z, ho-vd vorkommt 
und dem Instrumentalformativ 以 i. Dies 
auslautende i ist im Magyarischen zu gy 
consolidirt, wie ebenfalls in ho-gyan, welches 
dem chinesischen an, jan 安 und 焉 ent- 
spricht. 

HÓ, hé, I, besteht aus drei Elementen, 
deren zwei Synonyme, das dritte aber, dem 
türkischen 乂 er gleich, ein Individualitäts- 
formativ ist. 

HÓ ^|^, bedeutet tödten, ausrotten. 

Hé 卞虔, aushauen, ausrotten. 

兒 er, der Mann. 

Hai, chinesisch die See; 

Sa und scha aber Flügel, beflügelt, Vogel. 
(Sa-8.) 

Die Wurzel hó bedeutet blendend weiss, 
das altmagyarische hol, das in hol-nap, Mor- 
gen erhalten ist, hiess die Morgenröthe, 
welchem Stamme im Chinesischen hwän, 
Coreanisch hÖn ^i, entspricht, welches das 
weisse Licht um den Mond und die Sonne 
bedeutet. 

Das d im Auslaut ist entweder ein Rest 
von ti 體, Körper, oder von ti 灼 ein Stern, 
so dass hol-d entweder einen glänzenden 
Körper, oder einen weissglänzen den Stern 
bedeutet. 



Hoher 



Hoisza 

Sturm- 
vogel 

Hold 



何 以 鷉棟兒 海我 喝 



n 

y as ? 

o y e 

> 1 



o o 

H o 



w 



Huon, Hon 4- ló. 

Wir haben hier ein schlagendes Beispiel 
von der contradictorischen Bedeutung der- 
selben Wurzellaute. Wir sahen, dass ho, hol, 
die blendende Weisse bedeutete in hold, 
Mond ; hier bedeutet höl gleich dem Stamme 
höm, chinesisch huön, hÖn und älter hom «Sl 
das dunkle, das schwarze Qiom-dly, Finster- 
niss). 

Damit dem Stamme hol, die Idee des 
Dunkeln besser vindicirt werde, wird damit 
ló, lú 盧 verbunden, welches schwarz und 
dunkel bedeutet. 

Ho, lian, lién. 

Ho, ist das schon in hol, wo? analysirte 
何 ho, Fürwort, das mit 臉 íjén verbunden, 
das Gesicht und Bild bedeutet, analog mit 
dem ganz magyarischen mi-kép wie, nämlich 
welches Bild, welches Gesicht, welche Weise? 

Huon, Hon, chinesisches Stammwort, ent- 
spricht dem altmagyarischen hol, das Morgen- 
röthe bedeutete und sich in JioUnap erhielt. 

Nap, entspricht der kurzen Wurzel nie, 
in Hokkjén niep, welche scheinen bedeutet. 
Der Naine von Japan ist eigentlich nip-pon, 
d. h. Sonnen-Quellen = Morgenland. 

Hon, (ältere Form horn), bedeutet den 
frühen Tod {huon, hon für höl), dies ist ver- 
wandt mit dem chinesischen Stamme hung 
das dem magyarischen elhányt entspricht 
und ill China nur vom hohen Adel gebraucht 
wird. 

Huon, coreanisch hm, (ältere Form hom), 
bedeuten an sich schon die Stirne ; 九 hom 
bezeichnet jede convexe Form überhaupt. 

Lüh, in Hokkjen lük bedeutet den 
Stirnknochen und die Stirne selbst, so dass 
wir in Homlok ein aus zwei Synonymen 



zusammeDgesetztes Wort haben, jedoch mit 
deren verschiedenen Bedeutung, welche die 
Merkmale des Gewölbten und Knochigen, 
d. h. der Stirne kennzeichnen. 

Huon, coreanisch hon, (ältere Form hom), 
heisst soviel, als Sonnenuntergang, Däm- 
merung, dunkel. 

Äly, das wir des bewahrten Accentes wegen 
nicht für ein formatives Suffix, sondern für 
ein Synonym des ersten hom nehmen, be- 
deutet den mit Wolken bedeckten Himmel 
und den Schatten. 

Huon, coreanisch hon, bedeutet das Land, 
wie auch das härtere kuon, kon i 串. Der 
Eigenname hon-t ist mit j/j^ ti, Erde zu- 
sammengesetzt, das apocopirt im Magyari- 
schen zu einer Silbei crasirt ist. 

Dies wäre die physische Basis der Hei- 
math; die ethische Basis beruht aber auf 
hon jll^, das auf Grund der Ehe und Ver- 
wandtschaft, die Familieneintracht bedeutet. 
Das härtere kon bedeutet ebenfalls Verwandt- 
schaft, das sich in rok-kon, im Magyarischen 
rokkon erhalten hat, welches im Chinesischen 
luh-kon, im Japanischen aber gleichfalls rok- 
kon heisst. Die Bedeutung aber ist 六 
luh = rok = 6; kon aber Verwandtschaft, also 
die sechs Ver wan dtschafteu, die in der chi- 
nesischen Ethik zwischen Menschen und 
Gott, zwischen Unterthanen und dem Kaiser, 
zwischen Vater und Kindern, zwischen Brü- 
dern unter einander, zwischen Bürger und 
Bürger und endlich zwischen dem Wirthe 
und dem Gaste, d. h. zwischen dem Chinesen 
und dem Fremden obwaltet. 

Das Wort rokkon, das hienach mit zwei 
k zu schreiben wäre, ist mit törvény eines 
der wichtigsten Belege des prähistorischen 
Rapportes zwischen Magyaren und Chinesen. 



—― 33 -—' 



Hón 

die Achsel 



荷 



Honvéd 

Wehrmann 



Hoppog 

hüpfen 

Horg 

Haken 



Horgol 

häckeln 





釣 



m 



Hier berührt sich die Ethik mit der Juris- 
prudenz und ist so überraschend, als wenn 
wir die zwei letzten griechisch - lateinischen 
Worte in einem anderen Welttheile anträfen. 
Siehe die Analyse von törvény, 

HÓ, lange Wurzel, bedeutet eine Last auf 
der Schulter tragen. Hieraus mag mit dem 
localeo Suffixe nä 丹, das magyarische 
Wort gebildet sein. 

Hor-d, tragen, setzt eine kurze Wurzel hÖ 
voraus, die im Coreaoischen hÖr lauten würde, 
zusammengesetzt mit dem activen Hülfs- 
verbum ta 打, das zu d erweicht und cra- 
sirt wäre. 

Huon, hon, Heimath. (Siehe oben.) 
Vé' vertheidigen. 

D, apocopirt vom activen ta, ti, Hülfs- 
verbum und zu d erweicht. Honvéd ist ein 
dem Geiste und dem Laute nach ganz dem 
Chinesischen gleich gebildetes Compositum. 

HÖ, Canton hop, hüpfen, springen. (Mime- 
tisclies Wort.) 

HÖV, chinesischer Stamm (ov, or), Haken, 
Angel. 

Als kurzer Stamm ist hör, directe dem 
chinesischen hÖ ^^, Coreanisch hÖr , ent- 
sprechend , das krumm, Pflug, Sterz, also 
Haken bedeutet. 

Das auslautende g ist ein Detritus von 
ki Werkzeug", das zu gi erweicht und 
apocopirt mit dem Stamme hör in eine Silbe 
crasirt wurde. 

HÖ, coreanisch hÖr, bedeutet auf dem Felle, 
Pelze sticken ; eigentlich häckeln , dessen 
Synonym ebenfalls dem Magyarischen ent- 
spricht, da szöv gleich dem magyarischen 
szöv-et ist, das aus der Wurzel 霱 sző, wel- 
ches verschiedenförmige Seidenfäden be- 
deutet, gebildet ist. 

3 



u 一 



U Aü^n Aft 

nornos 


! 条 a 
璺 


xsacniaiirt 


Hórihorgas 


霍 


Colossal 


Horkan, 


惕 


Hortyog 




schnarchen 




Hornyol 




kerben 




Horpad 





Hossz 

die Länge 



Hoz 

zu ihm 



Hő 

Wärme 



Hoz 

bringen 



m 




m 




HÖ, coreanisch h(yr, bedeutet das Bett 
eines Giessbaches, wie hÖ 個 einen ausge- 
trockneten Fluss. 

HÖ, coreanisch kor, bedeutet einen hohen 
Hügel. Hör-hÖr, reduplicirt. 

HÓ, bedeutet im Chinesischen schlafen und 
hiä-ldä, coreanisch här-här 申欠, heisst schnar- 
chen, kän-kän 新, heisst im Schlafe schnar- 
chen. 

HiÖ, im Coreanischen hör, kerben, in Horn 
arbeiten. 

NiÖ 詹, grausam schneiden, 史 K, Hülfs- 
j verb. 

HÖ, coreanisch hör, ein Thal, eine Grube, 
ein Canal. 

PÖ, in Canton pat 僕, fallen, sinken. 
(A-päd,) 

HÖ, mit dem japanischen Stammexponen- 
i ten 8, hos, bezeichnet eine Maasslänge von 
10 t<k. 

HÖ 害 und Hov 厚 sind moralische Be- 
zeichnungen für liberale Gesinnung, wie man 
im Französischen z. B. large, das heisst 
nicht eingeschränkt, bornirt, für grossherzig 
gebraucht. 

Ho-SO, oder tibetanisch sa, analog dem 
ho'U, welches Ii Ort mit dem Fürwort 
ho ^jfej* verbindet, bedeutet es, welchen 
Ortes, Landes, wo? 

HŐ, bedeutet die aufgehende und Wärme 
verbreitende Sonne. (Siehe die Analyse von hé,) 

Im moralischen Sinne bezeichnet es den 
sich für' s Vaterland und die Wahrheit opfern- 
den Patrioten. (Siehe hiedelem.) 

Ho, heisst im Chinesischen etwas auf der 
Schulter tragen; mit dem activen Hülfsverb 
8ze in eine Silbe crasirt, wird es zu hoz, 
gleich hú-z, ziehen. (Siehe weiter unten.) 



一 35 一' 



HŐ-lié. Die Verbindung dieser zwei be- 
deutenden Wurzeln liegt der schönen aber 
etwas verworrenen Wortgruppe hö-lgy zu 
Grunde. Wir sahen bereits die moralische 
Bedeutung" der Wurzel hő, die auch jung- 
fräulich und keusch heisst. Lie 1^ zu ly, apo- 
copirt, bedeutet ebenfalls eine fleckenlose 
Jungfrau. 

Hiüe, in Hokkjen Mk, bedeutet über etwas 
mit Schauern staunen, stutzen. 

Hiüen und kiüen, (ältere Fovm höm,) ist 
so viel als rollen, wälzen, von der kurzen 
Wurzel Müh 曲, (coreanisch hör), .mit fre- 

quentativem ke hörg. (Siehe oben hmg-er.) 

Die baryphone, parallele Form ist hnän, 
in Corea hon und älter hom 九, cylinder- 
förmig, walzenartig. 

Hiüe, in Corea hiör, bedeutet ein Loch in 
der Erde. 

Tshűh, ill Corea tschük und tzür, aus dem 
Loche herauskriechen, oder darin wohnen. 

HunQ ist ein noch um einen Grad weiter 
gebildeter Stamm aus der Wurzel hú, der 
im Magyarischen zu húny erweicht, und 
ein euphemistischer, ja in der chinesischen 
Sprache ein nur für den höchsten Adel ge- 
brauchter Ausdruck für Tod und sterben ist. 

Eine weitere Bildung des Stammes hüll 
ist hulla, Cadaver, das sich diesem analog 
von cadere, aus hall entwickelt hat und 
hullám, das im chinesischen hung 、洪, Fluth, 
Ueberschwemmung, ein Aequivalent hat. 

Hú ist im Chinesischen ein Fragefürwort, 
內 nä und nui aber ein Localadverb, das 
im Magyarischen zu w, apocopirt erscheint. 

HunQ, heisst im Chinesischen todt, elhányt, 
gestorben. Das finnische ún ohne Aspiraten- 
Coefficient, ist damit verwandt, im Magyari- 

3* 



―— 36 ""― 



Húr 

Saite 




HÚS 

Fleisch 




肉 



HÚSZ 

zwanzig 

Húz 

zieht 

Huszár 

Hussar 




使 



Hű 

treu 



m 



sehen hat es sich blos tropisch in ún-ni, 
un-almas, langweilig, langweilen, gleichsam 
einschläfernd erhalten. 

HŐ-ri (l = r), ist ein zusam m en gesetztes 
Wort aus 

Hő 好, das eine Schnur, einen Faden 
bedeutet, oder aus 

Hő 柯, harmonisch, und 

ri zu r apocopirt, das eine Vene, 
Arterie (ér umgekehrt = rí), also eine Saite 
heisst. 

Húr, bedeutet im Mongolischen eine Geige, 
heg in hegedű, Violin, aber eine Saite. Cfr. 
lat. fides, das -Saite und Geige heisst. 

Hús ist ein aus zwei Synonymen zusammen- 
gesetztes Wort. 

Hú, heisst an der Sonne gedörrtes Fleisch. 

Zhu 肉, zu sk, apocopirt in hús, bedeutet 
Fleisch überhaupt (rohes ?). 

HÚ-zhÚ, wurde sfii hús, statt zu húzs crasirt. 

Dies bis jetzt analogielose Zahlwort findet 
sich in der baskischen Sprache mit- gleichem 
Laute und Werthe. (2 X 10?) 

Hú, ziehen, sze Hülfsverb, das zu ze 
erweicht und zu 2, apocopirt wurde, 

Gussár ist ein arabisches Wort, welches 
den berittenen Eclaireur, den Vorpostenreiter 
bedeutet. Im Albanischen und Bulgarischen 
bezeichnet huszár ausserdem den Freibeuter. 
Das französische huisder hat damit nichts 
gemein, da dies von huis 一 ostium = Thor 
stammt, also den Pförtner bezeichnet ; der be- 
kannte Name von Drouin de rhuys ist aus 
der Thierfabelzeit genommen, wo Drouin das 
Epithet des Hundes war, und der berühmte 
Staatsmann hiesse: der Thürhund. 

(Siehe die Analyse von hév, hiv, hő,) 



I Hú, baryphoDC Wnrzel ist fjloich hideg, hű, 
hives, kalt und frieren. 

L, ist das apocüpirte subjective Hülfeverb 
Ii, das mit der Wurzel Mi zu Ml verwächst. 

HÚ-vé, ist eio altes znsain mengesetzteB chi- 
nesisches Wort; sowohl M als vi bedeutet 
hüten, schützen, was eben die Rolle einer 
Scheide ist. 

Im an atomi suhen Sinne finden wir für 
Vagi Q a pin-M 戶 und pin-liú-vé. 

Pin i^, Vulva, staiii mt von pi. 民, Sexual- 
organ des Gebär ens. 



ffi a 史戶衛 



一 38 ― 



Kába 

blöde 



Kabak 

Kürbiss- 
flasche 



If 



Kacag 

laut lachen 

Kacér 

gefall- 
süchtig 

Kacor 

Reben- 
messer 

Kacsint 

blinzeln 




Käcs 

Ranke 



Kagyló 

Muschel 



段 








' Kiav, unwissend und kav J^, blöde, sind 
im Chinesischen apocopirte Formen, hin- 

; gegen ist das Magyarische alterthümlicher 
erhalten. 

' Kwa-pÖ, das erste ist überhaupt ein Kür- 
bisS; durch pö, in Hokkjen poTc, näher be- 
I stimmt, welches ein GefUss mit engem Halse 
: bezeichnet, wie es von den Buddha-Priestern 
gebraucht wird, 

Hai und Kai, gunirte Stämme, bedeuten 
i lachen, cä-g ist synonym mit dem frequen- 
、' tatíven Hülfsverbe ki verbunden. 

K'O-tsé-Öl, k'o bildet Adjective und Parti- 
cipien, tse, heisst lieben, öl aber ist ein For- 
matív von Concret-Substantiven, eigentlich 
I Sohn, Knabe. 

' KhO, inactives Hülfsverb, tsÖ 散, schnei- 
; den, mit öl 兒, concreter Substantivendung. 



K'O-tSChin-ta, k'o ist das inactive Hülfs- 
verb, welches mit tschin, schauen und dem 
zweiten Hülfsverb ta ein actives Zeitwort 
bildet; die Wurzel von tscMn ist tschi 
der Blick, verwandt mit schi 示 und dem 
daraus stammenden schin J|J§^, schauen. 

KÖ, Rauke, mit tschi verbunden, wel- 
ches eigentlich einen Finger bedeutet, aber 
phonetisch auch für klein gebraucht wird. 
So im Magyarischen ki-csi-ny, klein, etwa 
lingerkleiu. 

Hai-IÓ, ein altes Compositum, das in beiden 
Sprachen erhalten ist, und eigentlich ein 
Seepferd bedeutet. 



und kái, husten' wie 
e mit dem HUlfsTerbnni 



1 kiai, 



_Hláii, ränkesüchtig aas dein Giina-Stamme 

■ I 於 neidiBch sein, und dem Adjectiv und 
'•ílriTÍifiirmative a« 安 gebildet. 

* 'Ká)-lo, lias erste bedeutet ungerade, km mm 
i zweite ist synooym, krumm, ge- 



Sonimei'zeit. Es kann das ma- 
z auch dem tibetaüi sehen tac, oder 
in esi sehen tm 節 eDteprecLen, das 
I ZeitaltBcIinitt bedeutet. 
Kl-sie*, schräge, schief' Synonyme zu einer 
Jőillie crasirt. 

Kia-kia, BiDse, Rohr. 

Ko-kO-SChi, der Hahn. 

Schi 土, Formatív mäiiDHcher Thiere- 




KaRg, ein Löffel, wonach kattrál im Ma- 
gyarieeben richtiger wäre, da kan 堪 schon 
i sielt selbst ein GeßLss bedeutet. 
K'6n> ein Abenteuer. Mir sclieiut j 
dlM) Wort nicht magyarisch, und dei- 1 
chiiio Bische Stamm pas st wohl n 
■n\ km'zen käl-änd. 
Ist eine kurze Wurzel, welche e 
icr bedeutet. Cfr. das finnische } 
die Heim nth der Schmiede, 
und kán, sind entsprechende Stämme; 
der erste bedeutet eine Stampfe, der zweite 
(iieFusaferse, also treten, stampfen mit Füssqq. 
LÓ, Pferd, als Bewegkraft, statt MaacMne. 
YSS^^kiBchen entlehnt. 



— 40 — 



Kamó 

krumm 

Kan 

Eber 

Kancza 

die Stute 



干 
幹 



子 



Kancsal 

schielen 

Kandi 

neugierig 





Kancsó 

ein Krug 



Kankó Q 

Gonorrhoea 




Kanta 

Kanne 

Kantár 

Zaum 





Kan, schief, verdreht, ältere Form kam. 
Kam, auch in dravischen Sprachen ^ krumm . 

K,än, Stamm, für männlich, wie im lateini- 
schen stipes, für Geschlecht. 
Cfr. das folgende 

K'an, gebären und kan 滅, empfangen, 
woher kan 《& das Weib. 

Tsze, welches auch mit neu - tsze 
verbunden, dem magyarischen nö-tze = Weib 
gleich ist. 

Kan-tSChan sind Synonyme, die beide 
sehen, mit Begierde betrachten, also darnach 
schielen, bedeuten. • 

K'an, neugierig. 

Ti, Adjectiv- und Participialformativ, unter 
der Sung- Dynastie für tschi 之 gebraucht, 
heute durch tnh 的 ersetzt. Nach dem Ge- 
setze der zusammengesetzten Worte richtig 
zu di erweicht. 

Kan, eine Kanne, ein Krug. 
TschÖ, Synonym. 

Kan und Gan, Wollust und ko, Frucht, eine 
euphemistische Benennung für píh tschüh 
白 獨 =: weisser Fluss, das populär ist; 
schan ki ^ 氣 wird wohl dem Europäischen 
nachgebildet sein, vom französischen chancre. 

K'an, ein gewisses Holzgefäss, das fünf 
Shins fasst, ta 大 ist gross. 

Kwan und kan, das Maul hemmen, ein 
Gebiss in,8 Maul legen ; 

Taou, lenken, leiten im rechten Wege, 
auch im moralischen Sinne. 

(Aou, entspricht oft in turani scheu Sprachen 
einem ár, es ist der Gegensatz der Palóczer 
Mundart, die das al in av umsetzt/ 



一 41 一 



Kanyar 

Abschnitt 

Kapzsi 

habsüchtig 

Kapocs 

Schnalle 



Kapu 

das Thor 



Kar 

der Arm, 
Zustand 

Kár 

Schade 

Karai 

Abschnitt 



Karcol 

kratzen 



Kard 

das 
Schwert 



Kian, m kleine Stücke schneiden. 
01, Concret-Substantiv-Endung. 

KiS, in Hokkjen Tca/p, greifen , hasche n, 
fassen, shi männliche Endung, in Zusammen- 
setzung richtig zu zchi erweicht. 

Kia, in Hokkjen käp, zusammenfügen, 
binden. 

結 Kie, in Hokkjen kap, binden, knüpfen. 
(Oes ist Diminutiv, vide kacs.) 

Kia, Haus. 
Pu, Oefíhung. 

Das ka kann auch Synonym des zweiten 
sein, da kai 開 auch öffnen heisst, wo 
es für kai-pu stünde. 

KiÖ, coreanisch Idor, und vielleicht näher 
Mä, coreanisch Mär, unter die Arme fassen, 
fassen. 

Cfr. persisch kar, thun, machen. 

Kia-Haj, Schaden zufügen. Phonetisch ent- 
spräche kár einem chinesischen kaou oder 
kiä stechen , verwunden, beschädigen. 

Kiä, coreanisch Mär, schneiden, stechen, 
hieraus stammt das magyarische kärd, das 
Schwert. 

Cfr. kö, corean. und tibetan. kÖr (^^ + 勺) 
und 割 kÓ, kor, ein Kreissegment. 

Kiä, coreanisch Mär, bedeutet Nägel an 
den Fingern, und ist eine baryphone Variante 
des magyarischen köröm, Nagel ; jedoch hat 
sich karv ausser obigem Zeitworte noch in kar- 
va-ly, Habicht erhalten, wo män die Wurzel 
karv, Klaue und wa [HJ (als Zeitwort vd-j, 
aushöhlen) ersieht. Dem köröm parallel geht 
kar-m-ol, mit den Klauen kratzen. 

KŐ, coreanisch kÖr, Schwert und Lanze 
mit ti, in Zusammensetzung di, zu d apocopirt, 
Particip - Forinativ vom、 Zeitworte Ida 合, 



1 兒桔土 夾 家柿祸 加害 合 甲 戈底 



— 42 — 



Kárhozat, 
Káromkodik 

fluchen, 
verdammen 

Karvaly 

Sperber 

Kasol 

durch- 
kreuzen 



Kaszab 

hauen 



Katáng 

Cichorie 



Katangol 

mit 
Gerassel 
gehen 

Katona 

Soldat 



拷 



甲 

兒 
跨 






and 



coreanisch kar, stechen, tödten. (Vergleiche 
Seite 41, karai,) 

kaOU, Tortur anwenden, um die Wahrheit 
zu erzwingen. 

Cfr. karrOj Lapponic. dirae, exsecratio. 

Kär-wa-Öl, der mit den Klauen Grabende. 
(Vergleiche Seite 41, karcol,) 

Kwa, kreuzen, fahren über z. B. hat, 
das Meer. 

KWO 過, Synonym. 

(Hieher gehört das Adverb kaml, kreuz- 
j über.) 

K,0, inactives Hülfsverb ; oder 戈 ko, 
Schwert. 

i Sa, in Hokkjen sab, magyarisch hauen, 
: und szah'lya der Säbel , mit ^jj yáy ver- 
j bunden, das ein doppelschneidiges Schwert 
; bedeutet. 

! Kia, Name einer Medicinal-Pflanze (?) 
1 Tang, Name einer officinellen giftigen 
Pflanze. 

(Dies erklärt nur die chinesische Lautirung 
des magyarischen Wortes.) 
Kiá, Cant, kat, rollender Laut. 
Ang, Participial-Stammsuffix. 
' Ol von Ii 史, Hülfsverb. 

Kiá, Cant. kat. 

Kiä, erstechen, tödten. 

Im Japanischen bedeutetJfeaiona ein Schwert, 
und wird wie Degen im Deutschen, la lanee 
im Französischen , für den Krieger ge- 
nommen. Dieses Wort finden wir im Alt- 
Irischen, wo der heilige Patrick m-kat, Vic- 
tricius, eigentlich das gute Schwert heisst, 
nach Fick treffen wir es in Thracien und in 
. Coto im Lateinischen an. 



— 43 — 



Kátyú I 

Lache 

Kavar 

umrühren 

Kavics, 
Kövics 

Sand 

Káva 

Einfassung 
Reif 

Kazán 

Kessel 

Kebel 

Busen 

Kécs 

Anmuth 

Kecske 

Ziege 

Kend' 

Ihr 

Kéd 

Gemüth 

Kedd 

Dienstag 

Kefe 

Bürste 

Kegy 

Gunst 

Keh 

husten 



、w K eu ] 

, l eine Lache, oxyphone Synonyme, 
yew, I 7 «/r j j 

拷 Kiav, Umrühren der Eingeweide. 
Ar, Hülfsverb. 

瑰 Kaou und ^^, Jdaou, steinig. 

iC8, ist Diminutiv-Suffix. Cfr. kacs. 



m 



Kien, ehrerbietig ; 

te, apocopirt zu d, , jüngerer Bruder, 
Kié, Cant. ket, gefällig. 



KiaOU, Stangen und Riegel zur Einkerke- 
rung der Verbrecher, ein Käfige stammt von 
Ida ab, welches ein Gestell, einen Käh- 
men, überhaupt eine Einfassung bedeutet. 

Ko, Kessel. 

San, in Composition zan ein Pokal, eine 
Bowle. 

KT, in Hokkjen ktp, Brust. 
01, Concret-Suffix. 

Cfr. Mandschu kefdembi, in dem Busen 
bergen. 

KIT, Grazie und kié ^医, gefUlIig. 
Cfr. kél, Lust, 妓 Wollust. 

Kié, lüstern, geil (?) 

Ké, Wollust. 



für Ketted, der zweite Tag der Woche. 

Vide: kettő, zwei, ke und te bedeuten beide 
die Hand, also zwei Hände, woraus die Zahl 
zwei. Vide suo loco, 

Kiíh, bürsten, und 

Fuh, feh, bürsten, Synonyme. 

Kíé-ye, zu kegy crasirt, Gefallen. 
Vergleiche 妓 ké, kéj, 

Kíh, husten. 



鈉散 舵兒 吉 00 



罄拂 姻也哼 



--- 44 ― 



sparen 

Kemény 

hart 

Ken 

schmieren 



Kén 

Schwefel 



Kengyel 

Steigbügel 

Kény 

Willkür, 
Gemäch- 
lichkeit 

Kéj 

Lust, 
Wollust 



Kéj 

Wollust 
Kék 

himmel- 
blau 

Kel 

sich erheben, 
gähren, Ab- 
satz finden 

Kellern 

Anmuth 

Kém 

Spion 

Kérnél, 
Kiméi 

schonen. 



妓; Ké', Wollust. 



祇 




妓 
見 




K*e, Gott und Himmel wiederholt, k>e-\-k'e, 
zu kék zusammengezogen. 
. (Ke, Himmel, magyarisch ,ég' umgestellt.) 

Ke-Iae, sich erheben, lae, Hülfsverb, apo- 
; copirt zu V . 



Kéi ist die Wurzel des Stammes led, dem 
im Chinesischen hem entspricht (n--=l), 
Kien und ältere Form kirnt, sehen, spähen. 



Ki, inactives Hülfsverb. 
mien, schonen, verzeihen. 



Ki, coi'ean. kö, steinig und hieraus kien t^ , 
ältere Form leimt, hart, steinhart. 
Eny, Participialform. 

Ke, das Opfer mit dem Blute schmieren. 

In Ken-dŐ, Handtuch, ist dö gleich tö, te, 
japanisch Hand, wovon im Magyarischen 
blos das Zeitwort te-sz, machen und das 
obige do verblieben. 

Ké, riechen und Geruch, sonst Luft, Dampf, 
so in: wuh k,é 勿 氣, riechen Sie nicht 
daran ! 

King 經, Feuer-Geruch. 

Kin, Erz; 

yé, etwas zum Sattel Gehöriges (?) 
Öl, concrete Endung, 

Kien, Luxus, Wollust, Ehebruch. 
Vergleiche Mj, Wollust, gleich dem ma- 
gyarischen héj, Lust. 

Ké und 妓 kéi, Freudenmädchen, M-neü, 
Lustdirne, gleich dem magyarischen k^-nö. 



礒畿 氣 金: i 兒姦 姬 



― 45 ― 



Kenyér 

Brod 

Kényes 

stolz 

Kép 

Bild, Gesicht 

Kér 

bitten 

Kéreg 

Schale 



Kerék 

Rad 

Kerek 
Kérel 

beten 




nöthigen 



Két, Kettő 

zwei 

Ketrel 




Kien, von reinem Weizenbrod gebacken es 
Opferbrod. 

Öl, concrete Endung. 
Kien-shi, stolz und verachtend. 

KiS, in Hokkjen Idep, Wange, Gesichts- 
seite, daher Bild. 

Kie, fragen, untersuchen; 

Ii, Hülfswort, mit der kurzen Wurzel cra- 
sirt, wird zu kér. 

KÖ, coreanisch kör, Baumrinde, Nussschale, 
Eischale, 

eg, concrete Endung" = 個 ko, Indivi- 
(lualitäts-Suffix. 

KiS, coreanisch kier, rollen, umdrehen, ver- 
bunden mit Id (ék) Werkzeuge, gibt den 
Sinn des rollenden Wagens. 

Kie, coreanisch ker, rollend, wälzend und 
kl 其, relatives Fürwort, das Adjective bildet. 

Ké, mit dem inactiven K zu kér cra- 
sirt, ist beten ; dass M an sich die Wurzel 
ist, wird ersichtlich aus der Phrase 祝 天 
ké tjén, zu Gott beten, 

Keil, fertig und 急 ku, Synonym. 

Ké, eine geschickte Hand, mit dem in- 
activen Hülfsverb sze bildet es kész und 
kéz, fertig und Hand. 

Kie, SZe, ta, zu készt crasirt, wo kie, nöthi- 
gen, mit zwei Hülfsverben zu einer Silbe 
zusammengezogen würde. 

Ké, Hand, t ist apocopirt für ie, tö, das 
im Japanischen ebenfalls Hand bedeutet; aus 
der Verbindung der zwei Hände eutstand 
die Zahl zwei. 

Kié, Cant, ket'sze, éin Bücherkorb. 

Cfr. Finn, ketträja, stricken, flechten und 
kie j^, magyarisch auch köt, binden, zu- 
sammengesetzt mit Ue 列, einpacken. 






g 兒 僂土頰 詰吏 殽個 揭器 竭 祝 倶枝 夾 使打枝 IS, 篋笱 



- 46 ― 



Ketty 

Picken 

Keve 

Garbe 

Kevély 

stolz 

Kever 

einrühren 

Kevés 

wenig 

Kévés 

weinerlich 



Hand 

Ki 

der; welcher? 
wer? 

Ki 

aus, hinaus 



Kiját 

rufen, 
schreien 



Vergleiche Kottyog. 

Kié, in Hokkjen Tdep, Garbe. Die magyari- 
sche Form ist alterthümlicher. 

Kew, stolz. 

Cfr. kam und gaou. 
Öl, concrete Endung. 

Vide Kavar. 

Ké, wenig, kleine Zahl, 
we', wenig, 

S 士, concretes Substantiv-Suffix. 
Kii, weinen. 

Ké, eine geschickte Hand. 
Siehe kész. 

Ki, relativ und Frage-Fürwort. 



In den ältesten Zeiten gab es keine Ad- 
verbien, dazu wurden Verba, als Gerund ia 
gedacht, benützt ; so wurde für aus-gehen 
chüh'lai 出 來 gebraucht, die ausgehen und 
kommen bedeuten; das erste übernahm die 
Rolle des Adverbs und zusammengesetzt 
stehen sie für aus-gehen. So ist ki-lai 
gleichfalls zum weg-gehen geworden, wo sie 
ursprünglich sich heben und kommen be- 
deuten. Dies ki präfigirt ist auch im Ma- 
gyarischen in so vielen zusammengesetzten 
Verben zu finden : es ist aus dem Finnischen 
in,8 Celtische, hieraus in,8 Wallonische mit 
derselben Function , wie im Magyarischen 
im Anlaute gebräuchlich. 

Ki ist das inchoative eben besprochene 
Hülfsverb, zu Adverb geworden. 
Yá, heisst rufen, schreien. 
Ta, apocopirt, ist effectives Hülfsverb, 



秄係兒 希微 泣枝其 起呀打 



一 47 ― 



Kicsi, 
Kicsiny 

klein, 
fingerklein ! 




Kígyó 

Schlange 



Kilenc 

Neun 

Kiki 

jeder 



九 



>、 》 、 



Kín 

Pein 



析 



KTs 

klein 

Kobäk 

Kürbiss- 
flasche 

Kóbor 

irrend, 
schwärmend 






confisciren 




Ki ist klein, schmal. 

Chi, heisst der Finger, also fingerklein, 
das Quantitäts-Suffix nyi 山亲, gross, hebt die 
Bedeutung der Zusammensetzung noch klarer 
hervor. Cfr. ujj -nyi, gleichfalls fingergross. 
Meines Wissens ist der Sinn des Suffixes 
nyi noch unerforscht geblieben. 

Ob dies Wort, wie auch das umgestellte 
gyik (o), die Eidechse, magyarisch sind, 
möchte ich nicht verbürgen. Eine nicht zu 
fern liegende Analogie liegt im chinesischen 
kwei (kei, Id) 鬼, dämoniscli und yu 魚, das 
phonetisch Wurm bedeutet (Cfr. wá-iu, Bücher- 
wurm), so dass wir einen dämonischen Wurm 
darin gewännen. Cfr. das indische giko, 

Kiv, (Palóc ; " = íZ), heisst im Chinesischen 
neun. Dies als eine Spur zur Erklärung des 
dunklen Wortes. 

Kiki, verdoppeltes Relativ. 

Vergleiche auch 个个, jeder, das als 
apocopirtes Individualitäts- Suffix gebraucht 
wird, egy-ik, minden-ik, einer, jeder. 

Kín, mit Stricken binden, woher Mn 疫, 
der Schmerz. Als Wurzel kann M ^| Hungers 
sterben, oder M ||| 必, verletzen, vergiften, an- 
genommen werden. 

Ki, klein, schmal. 

Shi, apocopirt, concretes Suffix. 

Kwa-pav, Kürbiss und Trinkflasche. 
Cfr. das tibetanische kupa, das Kürbiss 
und Becher, wie das Magyarische bedeutet. 

Kho, inactives Hülfsverb. 
PÖ, coreanisch por, in Zusammen Setzung 
hör, herumwandeln durch' s Gras und Gebüsch^ 

Kho, inactives Hülfsverb. 

Pá, PÖ, ergreifen , confisciren. In Zu- 
sammensetzung zu bö erweicht und mit dem 
apocopirten Hülfsverbum sze 使 crasirt. 



— 48 — 



Kho, inactives Hülisverb. 

Tsan, entzwei hauen, schlagen, von der 
Wurzel tsä 爾, schlagen. 

Kho, inactives Hülfsverb. 

ChÖ, zusammenstossen. 

Ki, apocopirtes, frequentatives Hülfsverb. 

Cfr. tso 賴, Lärm, Laut und tso 林, Bäume 
schlagen, fallen. 

Confer, ko zusam men schlagen von 

Steinen, wo es mit tsÖ und chÖ synonym 
wäre. 

Ko, ein gansartiger Vogel, {ko heisst 
auch singen). 

Chä, in Hokkjen chäk, ein Wasservogel. 

Ko und kvo, Frucht. 

Jang, (zsang), Korn-Fruchtstengel. 

Im Chinesischen richtig zu zs erweicht in 
Compos. 

Cfr. chdng zu chdny erweicht, Stamm, 
Stengel. 

Ko, Gesang, kÖ 略, Canton köt, Hühner- 
geschrei; reduplicirt in kot-koddcsoL 

Cfr. chÖ P 串, Vögelgeschrei. 

KhO, inactives Hülfsverb, 

To, mit der Hand schüren, wischen, ab- 
stauben. 

She, apocopirtes Hülfsverb. 

Ku, verkaufen. 

Fa, inactives Verb, das auch im chinesi- 
schen fa-mai 發 賣, verkaufen in derselben 
Function vorkommt* 



Koka 

Gabel an 
Weinreben 

Kólya 

Triumpf- 
wagen, 
Sänfte 





Ko und kWO, Frucht. 
Hä und kiä, die ersten Sprossen, 
der Pflanzen. 

Kiav, in Hokkjen ko, eine Sänfte, 
Lia-ng, zweirädriger Wagen. 



Aeste 



Koccan 

zusammen- 
stossen 

Kocog 

klopfen, 
zusammen- 
stossen 



Kócsag 

Silber- 
reiher 

Kocsány 

Blumen- 
und 
Fruchtstiel 

Kodács 

Hühner- 
geschrei 

Kodoz 

greifen, 
herum- 
schnobbern 

Kofa 

ein Höcker- 
weib 



可斬 可掉起 




哥 可挽使 賈發 



— 49 — 



Komoly 

ernst 

Komor 

düster 

Komp 

Fähre 

Konok 

halsstarrig 



n 



Kontár 

Pfuscher, 
Pedant 



Konty 

Schopf, 
Haube 



Konyít 

biegen, 
beugen 

Konyorász 
Kopik 

abnutzen, 
abschaben 

Kopács 

grüne Schale 

Kong 

hohl klingen 

und Kondúl 
Kopint 

. pochen, 
klopfen 



兒 








弓 





m 



磕 



Kwin, coreanisch kon und ältere Form 
kom, traurig, düster, verbunden mit dem con- 
creten Suffix id 兒, türkisch er 乂, eigent- 
lich Knabe; Sohn. 

Kwän, coreanisch kon und kom, flössen, 
fliessen. 

PÖ, vor Anker liegen, apocopirt. 

Ko-no-k, hart, wie Stein, ein altes chinesi- 
sches Compositum, gleich dem go-no 惡 j^, 
niö, grausam, herrisch, tyrannisch, das auch 
im japanischen gonosa = gonoszság vorkommt. 
Ko 个 ist apocopirtes Individual-Suffix. 

Kwän, coreanisch kon und kwang, Pedant, 
mit tav, tiav (tidr), zusammengesetzt, das 
ebenfalls einen Pedanten bedeutet. 

(Cfr. kan-taVj gleich magyarischem kan-tár, 
der Zaum.) 

Kwan, coreanisch Mn, ein Hut, ein Schopf. 

Cfr. kwän ^^, glatzköpfig; wie die Chinesen 
geschoren, den Schopf oder Zopf ausge- 
nommen. 

T,iav, der Schopf, apocopirt. 

Kling, Bogen; im Magyarischen das ng zu 
ny erweicht. 

i-t ist das doppelinactive i-ta 以 打 zu 
it crasirt. 

Siehe könnyű, die Thräne und könyör, 
Mitleid. 

Ko, nackt, kahl. 

Pi, Synonym, mit dem inactiven kij^ ver- 
bunden. 

KÖ, coreanisch Jcop, grüne Schale, Kruste, 
Rinde. Acs^ Diminutiv. 
Kiung, Ton, Schall. 

Cfr. hung 啤, Ton, Klang und hang JJq^ 
lärmen. 

KÖ, coreanisch kop, Zusammenschlagen der 
Steine. 

Siehe kopog, 

4 



— 50 — 



Kopó 

Jagdhand 



Koplal 

haogem 

Koponya 

Schädel 



Koporc 

Griebe 



Koporsó 



Kor 

Zeit, Alter 

Kór 

Seuche 

Korcs 

Bastard, 
aiisgeartot 

Kórhadt 

vorniorHí?ht 

Korlát 

Sdmiiik", 



Kö, coreanisch kcp, schnell^ hastig und 
kii 包, coreanÍBch kap, suchen, forschen. 

Ó ist rí as tibetanische o, das er und »ein 
bedeutet, dem magyar. Particip ó, 6, analog. 

Cfr. kut-ya, Hund. 

Kö, coreanisch kóp, dursten, verdursten. 
Hieher k6 溫, sterben (vor Ourst und 
Hunger, wie ke 飢, magyarisch eK), 
Kö, in Hokkjen Ic&p, Schale. 
Náv, Gehirn. 

Und Kaponya, wo käp = 甲 kiä und Hokk- 
jen käp, Hülle, Schale bedeutet. 

Kho, inactives Verb. 

PÖ, coreanisch por, brennen, rosten. 

T8Z6, apocopirt, gleich öl 兒, concretes 
Suffix. 

Ko, Sarg und kwÖ, coreanisch köp der 
äussere Sarg. 

Cfr. das Mandschu korhó, der innere und 
koporhö, der äussere Sarg. 

Por ist f 包 pav, Hülle, Decke. 

Kor bedeutet im Tibetanischen den Um- 
lauf des Mondes um die Sonne, also ein 
Mondesjahr. 

Kow, {kór = k(Hv), verfaulen , vermodern. 
Magyarisch kórhad. Oxyphonisch keio J*" + 咎, 
Krankheit. 

Gav, (av = ar^ or), entartet. 

Tsze, concretes Suffix. 

Cfr. kow "j^, (oto = or), geschlechtliche 
Mischung, Ehebruch. 

Kow, (fn/; or), höchstes Alter, wenn derKör- 
por Hchon zur Erde zurückzukehren scheint. 

Hö, verdorrt. T ist ti 底, Pronom. 

K5, í',orí;anÍBcli kor, Kreis und begrenxeo. 
Lán, "ill OelüDíler, Riegel, Schranke. 



親 渴 殺腦 可搏子 c 九警子 íl^ 润 勺- 介棚 



— 51 — 



Korom 

Russ 

Kóró 

Stengel 

Korty 

ein Schluck 

Kos 

Widder 

KÖSZ 

Grinde, 
Schorf 

Kósza 

herum- 
schweifen 

Kotlik 

gackern 
und Kotty 
KŐ 

Stein 



Köd 

Nebel 

Kög 

Centrum 



Köh 

Husten 

Kökény 

Schlehdorn 

Kökörcs, 
Kikirics 

Anemone, 
Zeitlose 



KiÖ, coreanisch kor, brennen. 

KÓ, Stengel, Ast, Stamm. 
LÖ, ein Pfahl. 

K'OW {pw = or), Mund. 
Tie, apocopirt, ein Schluck. 

Ku, Widder. 

Shi, apocopirtes Suffix männlicher Wesen. 
KÖ, Japanisch kos, Grinde, Hautkrankheit. 



KhO, inactives Verb. 

Sai, Wettrennen. (Siehe sza - lad, laufen.) 

KÖ, Canton kot, gackern. 
Lá 刺, Geschwätz. 

Ty ist apocopirtes tie ((^L, Geschwätz. 
Ke, coreanisch kö, steinig. 
Cfr. ku "dt, hart. 




kliJe Stein. 

kÖ 碑 und gö JSl^, Stein. 
Kiüe, Canton Müt, dunkel. 

Khew, Kugel und Sphäre. 

(Vergleiche die Permutation des -cm mit 
-ag in dem Germanischen, wo das deutsche 
Thau im Schwedischen zu dag wird.) 

Cfr. küh 鶴, das Centrum einer Ziel- 
scheibe. 

K'ih, Husten. 

Ko und kW0, Steinfruclit. 

King, erweicht zu kén !,, ein Dornstrauch. 

Kwei, coreanisch ki, reduplicativ, ist ein 
Bestand theil des Namens für Anemone und 
Helianthus. , 



4 



* 



s 柯德口 tó- 殺土穀 可 赛咯礒 措 球 ^ 果荆荚 



— 52 — 



Költ 

ausgeben, 
wecken, brüten 

Köldök 

Nabel 

Kölyök 

junger 
Hund 

Könnyű 

leicht 



Konto 

Halm 

Köny, 
Könyü, 
Könyör 

Thi,äne, 
Mitleid 

Könyv 

Buch 



Köp 

spucken 

Köpenyeg 

Pelzmantel 



Cfr. kwei sih hiang jih 向 日, das 

Herz von Anemone kehrt sich gegen die 
Sonne. Kwei 肯, bedeutet auch schön, edel, 
theuer, dem als Synonym Ii 魔 schön, elegant, 
blühend; entspräche. Da» erste ist im ma- 
gyarischen ki-es, Schmuck , das zweite in 
de-li, elegant vertreten. 

Siehe Kelt von ki-lae 起 來. 

Siehe Küldök. 

Ki, ein junger Hund. 

Yü, Synonym, zu ly consolidirt. 

Ki, Individual- Crement, TdyUki zu kölyök 
harmonisirt. 

K'ing, leicht, coreanisch köng, im Magyari- 
schen ng zu ny erweicht. 

Yü, leicht, bequem. 

(Zwei n nicht nothwendig.) 

Kan, Stamm. 

Te, coreanisch tö, Halm; kan-te zu köntö 
harmonisirt. 

King, corean. köng, die Thräne, Mitleiden, 
verbunden mit luy 淚, Synonym, dessen 
Spuren noch im finnischen könyel und im 
lapponischen kadnyel ersichtlich sind. 

Könyör ist king king 京 京, betrübt, mit- 
leidend und ör 爾, Thränen vergiessen. 

Kiüén, eine Papier-Rolle, ein Buch, wie sie 
einst gebräuchlich waren und noch so im 
Osten vorkommen. 

V, apocopirt von wei 爲, Participial. 

Siehe Pök. 

K'ev, Fell, mit der Wolle, Pelz. 
Pe, Leder, (gestickt). , 
Nyé, in Hokkjen nySg, Hülle ; sich ein- 
hüllen. 



狽澳个 輕與 秆帶粋 卷 求皮 Q 



― 53 ― 



Köpörödik 

zusammen- 
schrumpfen 

Köpű 

Bienenstock, 
Butterfass 

Kör 

Kreis, 
Zirkel- 

Köröm 

Nagel 



Kőrös 

Esche 

Kössed 

Spalt, Riss 

Köszön 

denken, 
grüssen 

Köszvény 

Gicht 



Köt 

binden 



屈 



球 



甲 




則 




m 
風 



級 



Kepeney kommt auch im Mongolischen als 
Composition vor, doch ist es nur durch das 
Chinesische verständlich. 

Kiüé, in Hokkjen kiüp, sich bücken, schmie- 
gen, kriechen. 

Ör-Öd-ik, Koseverbform. 

Kiüé, in Hokkjen kiiip, aushöhlen ; aus- 
bohren, Oeflfnung, Ausgang machen. Etwa ein 
hohler Baum, der ursprüngliche Bienenstock. 

Khew, (siehe kög), Sphäre, Kugel. 

Cfr. kiuh, coreanisch kör 曲, gebogen, ge- 
krümmt. 

Kiä, coreanisch kar, Nagel, im Magyari- 
schen kar-valy, der Habicht und cd-kar von 
chi kiä 指 甲, Finger -Nagel; köröm ist 
Oxyphon. 

Khe, coreanisch kö, Eschenbaum. 

RÖ gleich lö 禾呂, wild wachsend. 

S ist Concret-Suffix. 

Hiuh und Kiüh, spalten. 

Kho, inactives Hülfsverb. 

Siün, ehrerbietig, voll Achtung, gleich 
siüen 哭, unterthänig (im guten Sinne). 

Kiö, Fuss, mit japanischem Stammexpo- 
nenten Mös, im magyarischen Oxyphonum. 

Fung, im Chinesischen Wind und Gicht, 
wie ebenfalls szél, Wind im Magyarischen 
auch Gicht bedeutet. 

F, in Zusammensetzung, ist zu v erweicht. 

Hieher gehört auch ping 病, Podagra, 
Gicht, das in Composition ebenfalls zu v er- 
weichen konnte. 

Kiüé, Canton köt, ein Bindfaden. 

Kie 結, binden, Knoten machen. 

Die lange Wurzel kő 夠, heisst mit Seide 
sticken, und ktile 細, stricken. All dies ist 
im magyarischen köt enthalten. Interessant, 
dass die Chinesen gleichfalls von Befrachtung^ 



— 54 — 



Köved 

sich schälen 

Kövér 

fett 

KŐ 

Stein, 
Acc. köv-et 
Köz 

ZwiscLen- 
rauui 

Követ, 
Követel 

fordern 

Kucik 

Olenwinkel 

Kucor, 
Kacor 

Kcbeu- und 
Rasirmcsser 

Kucorodik 

sich ducken 
kauern 

Kufár 

Höcker 

Kuhint 

Btölmun 



Kukac 

Ma 山' 



肥 
玫 



谷 



求 







der Blumen kú^-hwa 結 花, wie die Magyaren 
gebrauchen, die Blumen binden sich. 
Siehe Kéreg, Schale. 

KÖ, Speck. 

Fei, fett, ill Composition zu vé erweicht, 
mit dem Concret-Suftixe öJ, ör 兒 türkisch 

Kev, ein sehwarztarbiger Stein. 



Kűh, ein leerer Zwischenraum, mit japani- 
schem Stammexponenten z, im magyarischen 
Oxyphonum. 

KéV, bitten, Ibrdern, zu erreichen suchen. 
Ké, kév 祈 求, ké-r, köo-ety fordern, bean- 
spruchen. 

KÖ, kü, ein Winkel. 

Kilh und Siih, Synonym. 

Siehe köh, Ofen von kiö brennen. 

Kű, entzweischneiden und kii schneiden. 
TsÖ, coreanisch tsur, schneid en, stechen. 
Richtige Schreibung kat-szor. 

Kiűh, kauern, kriechen, sich krümmen. 
Siehe köpürödik, Oxyphon. 

Ku, kaufen und verkaufen. 
' Fa, inactiv, vide kofa, 
\ Ul, türkisch 丄 concretes Substantiv-Suffix. 

' , 

: Kűh, stöhnen, seufzen, ta-küh-ki-laj 大哭 
i 起來, in ein lautes Stöhnen ausbrechen. 

In ist f/in 音, schreien, singen, im ina- 
^yarißchen m-ek, t aber ist Hülfverb ta 打 
■ apocopirt. 

Ku, EÍD^e\vei(le-\Vüriiicr. 

Kéé, japanisch hat, essen, nagen. 

Tsze, apijcopirtcö Concret-Suftix. 



55 ― 



Kukk 

Mucks 



Kukorit 

krähen 

Kukorog 

kauern 

Kukucskál 

gucken 

Kukuk 

der Kukuk 

Kullog 

schleichen, 
wanken 

Kulacs 

Feldflasche 

Kupak 

Deckel 

Kupa 



Kupor 

zusammen- 
raffen 

Kurhol 
Kuriant 
Kurta 

kurz 

Kushad 

hocken 



Ku, lange Wurzel, den Kopf drehen und 
schauen. 

Cfr. hill 鶴, das Ziel, das Centrum auf 
das man absieht. 

Kuh, hurtige Aussprache. 

KÖ, coreanisch kor, gackern, it 以 打, 
Doppel-Hülfsverb. 

Kiúh, kauern, sich krümmen. 

KÖ, coreanisch kor, im Kreise sich drehen. 
Og ist Id 起, frequent. Hülfsverb. 

Siehe Kukk. 

Kuh, reduplic, ein Vogel, der mit seinem 
Gesänge das Gute und das Böse vorbedeutet. 

Kiü, wandeln und 
LÖ, fallen. 

Ki 起, apocopirtes Frequentativ-Suffix. 

Ku, ein Kürbiss-Becher. 

Lai, ein Opfertrank. 

ChÖ, chä, ein Trinkgefäss. 

Cfr. tibetanisch ka-la-cha, eine Feldflasche. 

Ku, decken, bedecken. ' 

Ku 銅, die Thüre zumachen. 

PÖ, in Hokkjen pök, Schirm, Vorhapg. 

Ku, Kürbiss. 

Pei, Becher, ohne Harmonie mit hi zu- 
sammengesetzt, während es im Tibetanischen 
gleichfalls kupa heisst. 

Kiüé, in Hokkjen kiu/p, raffen, schnappen. 

Or ist 史 ol oder Ii, Hülfsverb. 

Siehe Korhol. 
Siehe Kuhint. 

Vom Lateinischen , oder von Kiüé 厥, 
coreanisch kiur, beschneiden, kürzen. 

Siehe Kiüh 曲, görbed. 



顴 嚳咯 屈勺义 n 醐 褶范 斛祝勺 扈薄 斛林 抉 



一 56 — 



Ku, ein Wurm. 

Sze, apocopirtes Hülfeverb. 

Ko, inactives Hülfsverb. 
Sán (n = l), zerstreuen. 
L, Ii 史, apocopirtes Hülfsverb. 

Kiue, Canton kut, eine Grube. 
Kűh, eine Grube, Schacht. 
Hieraus kutat, forschen, graben, und kut-tja, 
der Hund; d. h. der Forscher, der Gräber. 

Kűh, die Nabe. , 
Láv, ill Hokkjen ló, Speiche, oxyphon. lő. 
Siehe Ki-V-Ül. 

Ul 而 ist Adverbial-Suffix. 



klettero, 
kriechen 

Kuszál 

verwirren 

Kut 

brummen 



Küllö 

Speiche 

Kül 



蠱使 可散 穴 |窻 轂轅 



一 57 ― 



Gab 

Goldamsel 

Gabajit 

ausbessern 



Gabna 

Korn, 
Getreide 

Gádor 

Schirmdach 

Gácsor 

Klumpfuss 

Gágó 

Maulaffe, 
gähnen 

Gagy 

Schmaus 

Gagyog 

stammeln 

Gaj 

Scholle 



G. 



Kiä, Hokkjen kap, in Composit. gab, das 
Zwitschern der Vögel. 

Wenn dies Wort magyarisch ist, so ent- 
spricht es lautlich einem chinesischen Com- 
positum k'o-pa-i-ta 可 以 打, zurück- 
zahlen, ersetzen, dessen Idee auf tß, der 
Perlmuschel beruht, die als Tauschmittel bis 
400 V. Chr. das Geld ersetzte. Aus der Wur- 
zel pa stammt pav 室, eine Gemme und 
Werth überhaupt, das als Zeitwort páv 報, 
rückzahlen, ersetzen bedeutet, 

KÖ und Kűh, kurze Wurzel, heisst ernten, 
kie, Hokkjen käp Aehre. 

Na ist eine parallele Wurzel mit nő 
das Weib, als Repräsentant der Fruchtbar- 
keit; nő als Zeitwort bedeutet wachsen. 

Kiátov, Haus und Haupt fiir's Dach. 

Täkäi bedeutet das Haus decken 

( tow = dow = dor). 

Go, kurze Wurzel und was hier besser 
passt gö ist lahm, mit dem synonymen 
chö, im Coreanischen chor, das ebenfalls den 
Lahmen bedeutet. 

KÓ, reduplicirt, bedeutet den Tölpel, das 
zweite Element, in Medial erweicht wird 
richtig gó I^. 

Etwa Kea-yu 家 妖, zu einer Silbe cra- 
sii't, Haus-, Familienfest. 

Kiä-kiih, beide bedeuten stammeln, die- 
selbe Idee wird auch durch Ide-Tdük 話 說, 
in der oxyphonen Scala ausgedrückt. 

Kwai, die Scholle. 



恰 割 1 穀 家頭 蹄連 甚 憂吃 瑰, 



' 58 —— 



Galacs 

Schrot 

Gálád 

frech, 
schnöde, 
filzig 

Galaj 

Labkraut, 

Galand 

Band 

Gala 

Hofmantel 

Galloka 

Schaukel 

Gally 

Ast 
Gaina 

Brustlattich 

Galóca 

Lachsforelle 

Galy 

Ast 

Gamó 

Hacken, 
Krücke, 
Stelze 

Ganéj 

Dünger 

Gáncsol 

tadeln 

Gánya 

biegsame 
Ruthe, Zaun 



Aus dem türkischen kalaj = Blei. 

Kia, hinterlistig, lästernd. 
Hieraus kiav (magyarisch kev-ély), stolz. 
La ^ij, ruchlos ; widerspänstig , woher 
賴, verschlagen, listig, das auch als an- 
lautend im magyarischen laj-ha vorkommt. 

Aus dem griechischen Stamme 飞 oCk? Milch. 

Vom französischen galon. 

Vom Türkischen in alle europäischen 
Sprachen aufgenommen. 

Confer, das slavische kolebka, Wiege, 
Schaukel. 

Ko, Ast. 

Li, Synonym, Zweig. 

Aus dem griechischen Stamme y^a? Milch. 

Etwa der Milchner? 

Gáí, üppiger Aufschuss, Wuchs. 
Cfr. gai jji 驟, eine Stange ; das Guna y 
wäre zu ly verstärkt. 

Cfr. das magyarische primitive kam in 
kampó, das auch im Celtischen und Dravidi- 
schen krumm bedeutet. 

K'an, ein Stab, zur Stütze, zur Wehr. 

Vom slavischen gnoj. 
K'ian, tadeln. 

Chu, Synonym mit inactivem Ii 吏 ver- 
bunden. 

Kan, Bambus, Rohrstaude. 
Yá, biegen. 




一 59 — 



Gar 

Anmassung 

Garádol 

umzäunen 

Garabó 

Korb 

Garázda 

zänkisch 

Garangy 

Erdkloss 

Garmada 
Gát 

Damm 

Gátőr 

Schirmdach 

Gaz 

1 Mist, 
2 Schelm 

Gáz 

Furt 



傲 



Gebe 

Schindmähre 



Gedeleg 

armselig 
leben 



Gedél 

liebkosen 





妓 



Gav, (av = ar), stolz, anmassend. 
Von der slavischen Wurzel grad, 
Corbis lat? 

Vom slavischen grazditi. 

Siehe göröny, gorony. 

Vom slavischen gromada. 
Vom slavischen hat und gat. 

Kiatov, (tov = tor), des Hauses Haupt. 

Das erste scheint vom slavischen gaziti, 
das zweite hat im baskiscben gaz, Schelm, 
ein Analógon. 

Im Alt - Magyarischen bedeutet gáz, die 
Wade, hieraus gázol, waten. Dies Wort kann 
vom latin, vadum, Furt, französisch gué und 
dem magyarischen gáz erklärt werden. 

Kié, in Hokkjen kiep und kep, eine Schind- 
mähre, zu dessen weiterer Kennzeichnung 
noch jpí 萄 angefügt wurde, welches zu 
Boden stürzen bedeutet. 

Ké, Hunger und hungern ; es wäre viel- 
leicht richtiger gé-deleg zu schreibejQ, wo ge 
der langen chinesischen Wurzel entspräche. 

Die Endung deleg ist eine Kose- Verbal- 
form. 

Ke ist die lange Wurzel, die Lust, Wol- 
lust, gleich dem primitiven magyarischen 
ky, bedeutet, ged-él stammt aber von einer 
kurzen Wurzel kie '陋, in Hokkjen kiep, ab, 
das vergnügt, lustig und lüstern bedeutet. 
Aus demselben Stamme wurde gede, die 
Ziege, also die lüsterne gebildet. 



— 60 — 



Gége, i 
Gég I 

die Kehle 



Gindár 

schlaff, I 
locker j 

Girbe 

krumm j 

Géza 

Eigenname 

Gelyva 

Kropf 

iGém 

Reiher 

2 Gém 

Brunnen- 
schwengel 

Gémb 

Zank 



Gemia 

Schiff 

Geny 
Gép 

Maschine 

Geher 

mager 



Gerely 

Ger, Speer 

Gerenda 

Balken 



Kié, reduplicirt, Me, kié zu kék und gég 
crasirt, heisst athmen, blasen, das kyé pÉS 
aber essen. Es wäre nicht falsch gegriffen, 
es auch aus ke, kl 气 器, Luft, Athem- 
Werkzeug zu erklären. 

Kin, lose, locker. 

Tav ^^, tao = dar, Form, förmig. 

Siehe Görbe. 

Ke und kai, siegen, unterwerfen, erobern. 
So und richtiger das tibetanische sa, in 
Composition za, das Land, also Landeroberer. 
Golyvá von ffula? 

Ke, hochfliegend und kie 類, weitfliegend, 
im Magyarischen == 兼鳥, Vögel, die stets 
paarweise fliegen. 

Kién, älter kiém, eine Stange. 



K'ien, schelten, keifen, spotten. 
B ist das pronominale Substantiva bildende 
pi 彼 suffigirt. 
Cfr. zsemh-el. 

Von den Türken entlehnt. 

Cfr. Ganéj, slavisch gnoj, Mist. 
Vom deutschen Goppel. 

auch umgestellt Görhe, entspricht dem chi- 
nesischen kev 脉, (Palócz. ker = ger), das 
auch mager bedeutet. 

Er ist Concret- Cremen he aber gleich 
ho Pronom. 

Vom deutschen Ger, 

Gewöhnlich aus dem Slavischen erklärt, 
ger bedeutet jedoch im Mandschu das Haus, 




— 61 — 



Gerény 

Marder 



Gerinc 

First, 
Rückgrat 

Gerj 

Sprosse, 
Regung 
der Natur 

Gibbesz- 
kedik 

Giberedik 

starr 
werden vor 
Kälte 

Gim 

Hirsch 



Gizgaz 

Kehricht 

Góbé 

Schelm 



Goher 

Erstling-s- 
traube 




决 






en ist Genitiv-Suffix, ta, in Composition da, 
ist die Wurzel von tám, Stütze. 

Hew und kew (Palócz. kew == her), heisst 
der Gestank und der Stinkende. 

Eny, gleich dem Mandschu anga, enge, 
dem chinesischen ang, ing, ist dem arischen 
Participial ang, and gleich. 

Siehe görhény. 

Wir sahen , dass im Mandschu ger das 
Haus bedeute ; en, in ist Genitiv -Suffix + 
tse 脚, Gipfel, First. Hienach wäre es erst 
vom Hausfirste auf den Rückgrat übertragen. 

Kié, coreanisch Mr, reizen. 
Ye, erregen, rühren und ya 芽, Knospe, 
Sprosse. 

Siehe das primitive baryphone kap-aazTcodik, 

Hié und kié, in Hokkjen hiep, Idep, Kälte ; 
eredik, eine Koseform. 



K'in und älter k'im, das Wildpret, im Ma- 
gyarischen der Hirsch als Wild par excellence : 
wie lc,in, der hochfliegende, par excellence, 
im Magyarischen der Reiher. 

Siehe Gaz. 



Kópé, von ko 過, Vergehen, Verbrechen 
und Gebrechen ; pe 狄, ein niedriger 
Schmeichler und pe 否, böse; pe 鄙, niedrig, 
gemein. 

Cfr. gö 惡, im Magyarischen auch in 
gonosz, böse, schlecht. Cfr. Japan, gonosa, 

Ko, Obst, Frucht. 

Hié, coreanisch her, sehr gut, Charakter, 
deutet an, dass es sich von Frucht handelt. 



身 

》 

身 



*>ifci»Äi>- -二 





11 
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Kov rk«^ sTifcT.TtsL Pfeile sdilea-. 
Cr'*. ivr^AT^staa ö> |^ roDen, die 



,卖 KÓV. Päiöcz« i-:'r. bríllen. 

TS, in Zn sam Tnensetgnng dó, flucheiu 



一 63 — 



Gore 

eine 
Feldhütte 

Górmadár 

Grallae 

Goromba 

grob 

Göb 

Höcker 

Göbben 

in Wasser 
versinken 

Göbe, Göme 

Mutter- 
schwein 

Göböd 

boxen 



Göbörödik 

zusammen- 
schrumpfen 

Göcke 

eine Grube 
am Wege 

Göcsör 

mager 

Goes 

Knoten 

Göde 

Ziege 

Gödény 

Pelikan 



Käv, Hokkjen ko, Stroh. 

Lé, japanisch re, eine Hütte, 

KiU-lé "j^ 離, oxyphon, ist eine Rohrhütte. 

Gór, hochbeinig und madár, Vogel. 



GÖ, böse. 
Lun, artig. 

Pe, pa, pronom. Suffix, also bösartig. 
趨 Kiüh, in Hokkjen TdUp, Höcker. 

泊 Kwűh, ist eine baryphone kurze Wurzel, 
in Hokkjen kwüp, unter Wasser sinken. 

Cfr. Gede, göde, lüstern und hieraus die 
Ziege, das Mutterschwein mag derselben 
Idee gemäss gebildet sein. 

Cfr. kev 胞, Speck, das auch in kövér, 
Fett, vorkommt. 
才厥 Kiüé, in Hokkjen Idii/p, schlagen mit der 
Hand, werfen auf die Seite, aus dieser Wur- 
zel stammt Idüen die Faust, nämlich 
die schlagende. 

Vergleiche Gom und göb, mit denen Mw 魅, 
ein Ball, verwandt ist. 

Kiüé, japanischer Stammexponent c, 8, eine 
Höhle, eine Grube. 

Ke ist entweder klein oder küh 隙, ein 
Synonym, die Grube. 
Keu, mager. 

Csör, entspricht dem baryphonen show 
gleich sor-vad, siechen, abmagern. 
糸屈 Kiüé, mit japanischem Stammexponenten 
c, 8, CS, binden, knüpfen. 

Siehe Gede und gedeleg, von der Idee 
Lust und lüstern. 
GÓ, die Gans. 




— 64 — 



Cfr. GaÓU, in Hokkjen go 敷, ein Vogel 
von übler Vorbedeutung mit weissem Kopf 
und rothem Schnabel. 

Cfr. Gaou, in Hokkjen go 目奐, der Kropf. 

Liegt dem Pelikan die Idee der Vor- 
bedeutung zu Grunde, so wäre deny gleich 
tien 古, auf vorbedeutende Zeichen merken. 

Kiüe, Canton kiöt, Höhle, Grube. 

聽輸 

Or, Substantiv-Suffix. 

K'ieüen, kraus. 

Tow, Palócz. tor, dor, Kopf. 

{Tor, dor zu dör harmonisirt.) 

KÖ, gross, hoch; unermessHch. 

Ki, in Zusammensetzung zu g apocopirt, 
Luft, Manier, gleich dem französischen 
grand air. 

Cfr. gaou stolz, aus kiaou 驟, stolz, 
hochmüthig. 
Siehe Gége. 

Hő, (kö) und 

Ki, stammeln. 

(Csél ist eine -Koseform.) 

Siehe Goiüb, der Knopf. 

Siehe Gagyog. 

Kő ist die gemeinsame Wurzel der Mast- 
thiere, die einen Pferch oder Stall bedeutet^ 
es mag dazu die Idee der Fette beigezogen 
werden, die ebenfalls in dem gleichlautenden 
k'ö 胞, Speck liegt. 

Hiűé ist die kurze Wurzel des Magyari- 
schen, welches ein Geschwür bedeutet. Die 
baryphone Wurzel ist ko 瘦, ein Ass. 

Göm ist gleich dem Stamme hwduii, kwän 
+ > coreanisch hon, hom, ein Geschwür. 

Siehe Gom, gomoly, Knaul, Ballen. 

Kiüen 卷, zusammenrollen von kew 楚, 
ein Ball und ballen. Gy^-ljjl ye, p^on. crasirt 



Göngy 

ein Ballen 



Gödör 

Grube 

Göndör 

kraus 

Gőg 

Stolz, 
Hochmuth 



Gög 

die Kehle 

Gőgicsél 

lallen 
〜• Ii 

Göböiy 

Mastvieh, 
Schweine 

Gömő 

Auswuchs 



紆 
气欠 



却 



疾 



肤 卷頭 S 气 



m 



9 Ö * J *í 



b ^ G G G 



一 65 — 



Gör 

Scholle 

Görbe 

krumm 



Gőröb 

Riegel 

Gorony 

Erdscholle 

Görvély 

Scropheln 

Görzsed 

zusammen- 
schrumpfen 

Görg 

rollen, 
wälzen 

Görény 

Marder 

GŐZ 

Dampf 

Gözű 

Spitzmaus 

Guba 

ein Pelz 



Gubó 

Galläpfel, 
Cocon 



I 嚷 I 
III 



K'iüh, coreanisch kiür, zusammenballen 
wie eine Scholle, dasselbe bedeutet kwö 括, 
zusammenballen. Siehe gorony, 

Kiüh, coreanisch Idilr, krumm. 

Hieher gehört gömyedez, sich krümmen, 
das zugleich beweist, dass gör für sich ohne 
be die Wurzel ausmacht. 

Kiáv, {áv = ar), der Riegel eines Gefäng- 
nisses. Baryphon. 

Kwö, coreanisch kor, wie eine Scholle zu- 
sammenballen. 

Kiüé, coreanisch kör, eine offene Wunde. 
Vély ist das erweichte ping 病, Krank- 
heit. {Vély für vény,) 

Kiué, coreanisch kiür, sich bücken, kriechen. 
She, zusammenschrumpfen. 

Hiüh und kiüh, rollen. 
G ist ein apocopirtes M frequentatives 
Hülfsverb. 

Hew (kew), stinkend, ew ^ er. 

Eny, Particip. anga, enge. 

GÖ, kochen, dampfen. 

She, inactiv, in eine Silbe zu gőz crasirt. 

Hew, stinkend. 
Shü, Maus. 

K,ew, Pelzkleider. 

P,i, Haut, Leder, die vereinigt eher dem 
oxyphooen köpenyeg, Pelzmantel entsprechen, 
das auch im Mongolischen als kepeneg vor- 
kommt. 

KŰ, alle Fruchtarten. 
PÖ und puh, knollenartige Pflanzen. 
Cfr. gubacs, Knopper, Galläpfel, 
Hieher gehört gumó und gömő, wie auch 
gyümölcs, Obst. 

5 



韈曲 校栝疾 屈敏豚 IS- 使#< 鼠裘皮 穀莩 



― 66 ― 



Gubbad 

sich vor 
Kälte 
zusammen- 
ziehen 

Gubbaszt 

mäusern 

Guggol 

kauern 

Gulya 

Rindheerde 



Gúny 

Hohn, Ironie 

Gula 

Pyramide 

Gunyhó, 
Kunyhó 

Hütte 



GurúI 

rollen 

Gusztony 

Zwinge 
GÚZ8 

Weideband 

Gumó'Gömő 

Tuberkel, 
Cocon 

GÜZŰ 

Spitzmaus 



革 



典 




也 

攻 




Siehe Göb-Örödik, zusammenschrumpfeD. 
Lange Wurzel ka 滔 ist frieren. 



Klh, in sze-kth jjj^ 革, mäusern. Kih heisst 
überhaupt wechseln, die Grundbedeutung 
aber ist Haut, Leder. 

Kiúh, Hokkjen kük, sich krümmen, zu- 
sammenkauern. 

Cfr. keú 雜, kauern. 

Kiún (n = 1), eine Heerde. Yay, ja 也, 
pronom. Substantivbildner. 

Kéw 刺, ein Ochs. 

Cfr. keu Alle, versammelt zusammen. 

Kling, die Fehler einer Person angreifen, 
und king ^^, höhnen. {Ng in ny erweicht.) 

(Gyula entspräche besser dem griechischen 
xup, feuerförmig.) 

Hung, schlafen und sterben, gleich dem 
magyarischen el-lmnyt. 

Hú, das Haus, also: Schlafstätte. 

Das Primitive ist wohl kunyhó, dem das 
chinesische kung hu 宫 戶 entspricht, das 
heute einen Königs-Pallast, einst, wie das 
Magyarische noch, eine Hütte bedeutet haben 
wird. 

Siehe Görül, hieher gehört das frequen- 
tative görg, das active gurit, das Substantiv 
görgeteg. 

Ob magyarisch ? 

und Guzsaly, Weideband und Spinnrocken, 
vom Slavischen entlehnt. 

Cfr. Gom, gömbölyű, rund. 



Cfr. GÖZÚ. 



— 67 — 



P. 



Pác 

der Hieb 



Pad 

die Bank 



Pagony 

Forst 



Pahó 

Schauer 



Páhol 

schlagen 



Pajzs 

Schild 



及 



現 





杷 

oder 
怕 



牌 



Pá, hauen, stechen, gleich wie pö 搏, 
hauen, fechten, und puh 刹, hauen, ver- 
wunden. 

C ist ein apocopirtes tsÖ 作, machen. 

Pä, Bai>k und pö y^, Canton pot, beide 
Bank und üfei-, Strand bedeutend. 

Hieher gehört das magyarische padmaly, 
Uferhöhlung', aus dem obigenpad und may ^Bjf, 
graben und begraben. 

Cfr. (las kalm. Maltahu. 

PÖ-gan, üppiger Wald ; gan in Composition 
aus dem Stamme kan lll^, der Berg und 
Wald bedeutet, zu gan erweicht. 

Cfr. das lapponische pa-kana, 

Pö, Hagel, in manchen Provinzen pih- 
yu 白雨, weisser Regen genannt. 

Cfr. pih der Nord und das hieraus 
stammende ping 冰, das Eis. Cfr. finnisch 
pohjola, der Nord. 

Pá, mit Gewalt Eingriff thun, tyrannisiren. 

Hieher gehört pä 拔, stürmen, nrit Ge- 
walt einnehmen, und das gleichbedeutende 
Wort pa-tu-lu 巴 園 魯, das magyarische 
bátor, im Mandschu baturu, ein Ehrentitel, den 
Chinesen den tartarischen Feldherren geben. 

Ho ist ein Synonym, das fassen, auf 
die Seite stossen und schütteln bedeutet. 

L ist apocopirtes Ii 史, Hülfsverb. 

Paj ist ein identischer Guna-Stamm, der 

Schild bedeutet. 

Zs ist ein apocopirtes, erweichtes Synonym 

shi oder ai 揮, das ebenfalls Schild heisst. 

5* 



一 68 — 



Pajkos 

muthwillig 



Pajta 

Scheune 



Fajtárs 

Spiel- 
geselle 



Pála 

Schiefer 

Palack 

Flasche 



Pajzán 

muthwillig 

Pák 

Rohrkólbe 



俳 




und 
躯 

pä 



PaJ, bedeutet Kartenspiel und Sport über- 
haupt. 

KÖ, gierig, nach etwas trachtend. 
Shi, Individual-Suffix. 
Paj, Getreide und Reis aufgehäuft für die 
Armee. 

Ta ist die Wurzel von taou , 悉, magya- 
risch tár, eine Grube im Felde fiir das Auf- 
bewahren der Frucht, süo. 

Paj, Karten, Theater und alle ausschweifen- 
den Unterhaltungen. Paj 牌 sind in specie 
Spielkarten. 

Tár-8, Gesell beruht auf derselben Idee, 
wie das lateinische con-jux von jug-o, dem 
Joche, das eigentlich die zusammenpflügen- 
den Ochsen und erst figürlich die Eheleute 
bedeutete. So heisst im Mandschu pflügen 
tar-ame, dessen Stamm mit dem individuellen 
sM 士 verbunden zu társ wurde. (Das sla- 
vische towar, towaryS ist an sich selbst un- 
erklärt; da towar der deutschen Waare ent- 
spricht, ist es nicht einmal evident, welcher 
Nation es eigentlich angehört.) 

Paj, Spiel und Unterhaltung. 

Sán, in Composition zu zdn erweicht, heisst 
Zerstreuung. 

PÖ, in Hokkjeu pök, Bambusrohr, üppiger 
Pflanzenwuchs. 

Cfr. pö und püh 浮, plötzliches Aufplatzen 
der Knospen, das magyarische fak-ad. 

Pang, particip. Stamm, Stein. 

Es scheint zur Evidenz aus der Flasche 
in's Magyarische versetzt, wie das Fenster 
ablak vom Slavischen oblok: wie sind aber 
die beiden erklärt? Was bedeutet das slavi- 
sche oblold Das Glas wurde von den Slaven 
nicht erfunden, während po-li 玻 璃, ein 
uraltes Wort im Chinesischen auf die antike 



— 69 — 



Pall 

klopfen 



Fallit 

maceriren 

Palló 

Steg, Diele 

Pálya 

Laufbahn 



Pamucs 

ein grober 
Pinsel 

Pamlag 

Sofa 



Pandal 

Uferhöhle 

Pang 

stocken 

Panyoka 

Umhäng- 
Pelz 

Pandúr 

Pandúr 



杷 

nnd 
极 



m 

und 
拔 



斑 



板 





Glasfabrication den Rückschluss erlaubt und 
die EütlehDung mag ebenso vindicirt werden, 
wie 6u^H)p'b; Bergkristall im Sorbischen, aus 
denselben Elementen bestehend, von den 
Türken entlehnt wurde. 

Aus der Wurzel pa gebildeter Stamm 
pan, schlagen, stossen^ entspricht dem Ma- 
gyarischen, wo das zweite l, das Hülfsverb 
Ii 史, apocopirt sein wird, 
ist von pdr-lit assimilirt, das vom Slavischen 
pára, Dampf, Athem kommt. Vide pára. 

Pan, Brett, Diele, Sohle, von der kurzen 
Wurzel päd, 

Pä, kriechen wie Pflanzen, Krebsen. 

Pá, stürmen, anrenneD, schnell zurück- 
kehren. 

La \ -{ 鼠, langsam vorschreiten, hieraus 

stammt laj 來, g-ehen, kommen. 

In pang lidng f 旁 ^^, Laufbahn, sind die 
beiden Wurzeln in Participialform ersichtlich. 

Pan, ältere Form pam, Farben anstreichen. 

Cfr. fun 粉, Schminke fur's Antlitz. 

Pan, ältere Form pam, ein Brett, eine 
Bank, auf welcher die Bastonade ertheilt wird. 

LÖ, in Hokkjen lok, lak, Freude, Lust, so 
dass das Ganze eine Lustbank gäbe, was 
Sofa in der That entspricht. 

Vergleiche oben padmaly. 

Pang, Activ., einen Strom dämmen, damit 
das Wasser sich staue, um es zur Zeit der 
Bewässerung zu benützen. 

Pan, ein Pelz. 

Yu, königliches Schmuck-Gewand. 

Ka und kia, ein Tuch-Mantel, getragen von 
Buddha-Priestern. 

Pan, in Composition bán, ein Wächter bei 
den Gerichtshöfen. 



― 70 ― 



Parlag 敏 



wusteB 
Land 



Paskol 
Paszat 

Schmutz 

Pata 



Pattan 

knallen 

Patvar 

Zwist 



Pazar 
Peccen 

pickeii 



Pecsét 





彼 

手 




űr 兒. iJ ii/ri ist sWch dem törkMcbea 
ifr 、,. wiKTft" Eodiiiifi: der Substannre. 

Pand eDts^priflit deuj chinesiscben /mw^ 
ein Stab, alt? Symbol und Werkzeug' 
Autorität 

Pä. Ci irt-Änisoli }fü r. der Dim'-ii der Dürre. 
Er wird v "restellt in der Form eines Zw€t- 
gt;s. in Luinpen gehüllt, einängiir- doch scludl 
wie dtT Wind- 

Lűh. in Hökkjen 1", gjeich dem nugrari- 
&chen hohes trockenes Land. 

C£r. pác unó páhol. 

Cfr. Boszat 

Pie. CantoD piet. píaf, auftreten mit dem 
Fasse. Die maffvarisehe Form ist alterdiüm- 
licher. 

Po, CanU»n auf- and darauftreten- 
Pä. Canton j>út. Lärm des Zerreissen». 
Po. Canton i»ot , Lärm. 

Pié. Canton /"f. pat, auseinanderreissen. 
spalten, tiirürlich entzweieo. hadern. 

Vi c«»reanÍ5cb »rar, Lärm. Hader. 

Wir iiDden p^r-paicar im Alt-Persischen 
für Hailer und Zwist. 

Pa. inactive* Hülfsverb. 

Za. erweicht aus mn 散, verschwenden. 

R. c-oncret. Suffix. 

Pe. inai'tives Hülfsverb. 

Tsien. pickon und pflücken, von der Wur- 
Oszé 莉- picken. 

Pe. i'inem das Amts-Siegel geben, ihn 
ijjit Autorität lickleideD. 

Csé ist analog dem cha und und 
hie von ^«bildeten Stamme shaj 麵, 
lusí^ysknmh mj-tó, Presse, ursprim^ch ein 
Werkzeug um den Rebensaft aoszopressen. 



— 71 — 



Cfr. che ;^, pressen, t ist ein apocopirtes 

pronom. ti Jfj^, so dass dem pecsét ein chi- 
nesisches pe-che-ti entspräche. 

Pe, inactives Hülfeverb. 

TIé, coreanisch ter, in Composition der, 
kreisen, kreisförmige Bewegung. 

Hieher gehört tie 濯 (ter, der), Kleider 
falten und krausen. 

Pe, demonstratives Fürwort. 
Tjih, Canton Dial, tik, in Composit. dig, 
ein Ziel, ein Punkt in Aussicht, gleich dem 
yih, im Magyarischen -ig, Grenze, Termin. 
Cfr. eddig. 

Pelyh, p,jen 片, eine Flocke. 
Die Wurzel ist pß (pßh) 驚, Gefieder, 
ein Vogel mit schönem Gefieder. 

Pei, ein Pferd von weiss und gelb ge- 
mischter Farbe. (馬 ist das Zeichen des 
Pferdes.) 

Pjih, ein Pinsel, ist die kurze Wurzel, 
aus welcher pjen ^ und das ältere pjem 
abstammt, das einen Stein-Reiss-Stift (penni- 
cillus) bedeutet. Pjen wird von Urzeit her 
bis auf heute mit dem Zeichen der Steine, 
shlh 石 (magyarisch szik in szik-la, Felsen), 
geschrieben und ist, wie die Hieroglyphe der 
Pfeilspitze, eine werthe Reliquie aus der Stein- 
periode, wo bereits mit Steinst jften auf Bam- 
bus geritzt, gezeichnet, ja nach Morrison 
II. Band; 8424, geschrieben wurde. 

P'jen, erschlafft, erlahmt in den Füssen. 
Die bary phone Wurzel ist p,Ö 多仗, verfaulen. 

He ist das assimilirte, oxy phone ho 可, 
dem magyarischen hat, het entsprechend. 

mag mit panyóka, pongyola zusammenhängen. 

P,ing, p,ing, Laut, Klaug^ von der Wur- 
zel pi lauten. 



'一 



Zur Etymologie dieses Wortes ist es wohl 
interessant auzuführen, dass für den Handel 
als ältestes Tauschmittel Muscheln gedient 
haben, deren beliebteste Art in China 2>e*^ 
hiesß. Wir linden im Finnischen für Silber, 
hopea, das wunderbar dem chinesischen ho- 
pej oder ho-paou 货 貝 und 货 ent- 
spricht, womit man Geld bezeichnet. Nun 
ist aber ho, Getreide, die Waare der ersten 
Nothwendigkeit mit jpej, der Werthmuschel 
oder mit paou, einer Perle verbunden, und 
diese primitiven Composita erhielten sich 
bis auf unsere Zeit, wo es für geprägtes 
Geld gebraucht wird. Cfr. finn. ho-pea, Silber. 

Für Geld braucht man auch pih-tsien 白 
weisses, das heisst Silbergeld, wie auch yin- 
tsze 銀 子, Silberkind (200 Jahre v. Chr. 
eingeführt Kupfergeld). Ein uraltes Wort, 
das Medhurst als solches bezeichnet, ist 
pin ein Stein, Edelstein, das mit tsze 

verbunden pin-tsze, apocopirt, dem magyari- 
schen pén-z am nächsten käme, woraus das 
slavische peniz erst entlehnt worden wäre. 

Cfr. |ie 拔, Rente in Getreide gezahlt 

Pee, coreanisch per, vergleichen und ent- 
scheiden. {Bird, der Richter.) Lange Wurzel 
ist pé |^, processiren. 

Pie, coreanisch per, Moment. 

C ist ein apocopirtes, tibetanisches tse, Zeit, 
welches dem chinesischen she 時 und sze 
in sze - tien jj^ 天, Annus solaris und ma- 
gyarisch esz-ten-dö (siehe dieses) entspricht. 

FJÍ, coreanisch pir, am Feuer dörren. 

She 使 und Ii 吏, mactiva. 

Hieher gehört pir-it, rösten, pir-os, roth. 

Pjih, coreanisch pir, wallendes, spritzendes 
Wasser, ein Bad (eine Douche?). 

Cfr. perat, lappon. Pruina. Pei 霧, lange 
Wurzel, reicher Regenfall. 



— 73 — 




rnhen .Tasten 

niia 

Äogeolid 

Pillant 

blicken 

Pilog,PT8log 

blinzeln 
u, schlecht 
breonen 
Pimasz 
Lammel 



Pimpó 

Palmbaum 



Pipacs 

wilder Mohó 



Pip 

Laut junger 
Vögel 




stumpfnasig 

Poe 

Wasserratte 



Poes 

Lache 



Petéz, incubare, fecundare. 
(Ei gen-Mft^yar isch ?) 
Pi, in actives Hülfaverb. 
Hisn, ruhen. (Cfr. henyél.) 
Pin (n = l), die Augenlider ziuammen- 
zieben, 

Pi, inactives HtÜfarerb. 
Län, blicken. 

T ist ta 打, Hülfsverb apocopirt. 
Pjih, blickea. 

L6, in Hokkjen lok, blicken. 

Pi (oder pe niedrig, gemein. 
Má, Bchimpt'liche Redea fUbren, he- 
Bcbimpien. 

Shi, Individual-Endung. 

Pin, älter pim, eine CypreaBe. 

Pin, Areca oder Betel-NuBsbaam. 

Po, üppige Vegetation. 

Vei^eiche bi^bö. Keim, Knospe. 

Pi, W&Bte, Ijandstricli. 

Pä und pä, Bliltfae. 

Pj, Laut. H-pi verdoppelt nnd zu einer 

Silbe crasirt. 

Pi, Seide. 

Péé, coreanisch per, Gewänder mit weiten 
Aermeln und langen Schieppen. 
i PJTh, ooreaniscli pSr, am Feuer ddrren. 

I Pi, klein, schmal. 

' Tsze, Nase. 

I PÖ' Ratte. 

' T26, concrete EndnDg, 

I PÖ, Woge, Welle. 

I Pö, bespritzen, besprengten. 

I (Bride mit japanischem, dM11aiit«iii BUnunexpoDeDten,} 



Itt 彼覽 恥脐 se 士 柏 ® 婆 a 發 g- 00 子泊 lÄ 



— 74 — 



Pűh, Bauch. 

Cfr. poll, magyarisch, und pak-ke, lapp. 

PÚ, Backe, Wange. 

Cfr. pöff-ed, schwellen. 

In pav lS,IIokkjenpo, gosch wollene Backe 
sind glücklich beide Ideen enthalten. Parallel 
dem pav ist fow 浮, das Anschwellen des 
Wassers bedeutet und dem magyarischenybíy 
nahe steht. 

Püh, der Bauch. 

Cfr. pö 舶, die Rippen, Seiten; pö 
dickbäuchig. 

Pö, dickbäuchig, gleichsam pöhök zu pók. 
Ki, weben, der dickbäuchige Weber. 

P,áv, in Hokkjeu pö, einvrickeln, decken. 
LÖ, einwickeln. (^Pdv-lÖ uod mien-lő sind 
chinesische Composita.) 

PÖ, ein Hügel, kurze Wurzel des partici- 
pialen magyarischen Stammes. 

Cfr. fung 峯, coreanisch pong, der Gipfel 
eines steilen Bcrg-es. 

P'ung, eine Matte, um Barken zu decken, 
auch ein Segel. Tibet, phing, ein Filzteppich. 
Va, pronoiD. Siibst. Suffix. 

Pö und puh, Staub. 

Pűh, púh t% ;!: 孛, Staiib-Wolke. 

Páv {av = dr = or), den Boden bestellen, 
pflügen und päv ^^, den Zehnten oder 
eigentlich den Neunten zahlen, da nach den 
chinesischen Lchcns^esetzcn die Felder in 
neun Parcellen gctheilt war on, deren innere, 
d. Ii. die neunte von acht Baiiornfamilien zu 
Gunsten des Lohen sherrn bestellt wurde. 
(Nona et Dccima in Ungarn.) 

PÖ, corean. por, Staub, zu Staub werden. 

Pö, corean. por, morsch, faul. Ist had ein 
Synonym oder nur ein Hülfsverb, wie in 
kór "had? 



m 



Pocak 

Wanst 

Pofa 

Backe 



腹 



Porhad | 太学 

verwittern iinrl 



Poh 

Wanst 

Pók 

Spinne 

Pólya 
Ponk 

Hügel 



Ponyva 

Flache 

Por 

Staub 

Pór 

Bauer 



腹 潘 機抱袼 ^ ?浮觀 



―' 7Ö 



Portyáz 

auf 
Streifzüge 
ausgehen 



Pos 

faul 

Posog 

strotzen, 
brauchen 

Poszka 

elend 

Pót 

Zuschiiss, 
Ersatz 

Potroh 

Wanst 

Potyog 

fallen 

Ponty 

Karpfen 

Pozsgás 

strotzend, 
schäumend 



m 

im 



類 




铺 





P'iáv {ar-or = ay-ov), Streifzüge machen, 
wie See-Corsareu. Nach dem Chinesischen 
wäre die Wurzel pór als lange Silbe zu 
sprechen. 

TiáV, schleichen, herumschleichen, auf und 
davonziehen. Die Chinesen lieben Synonyme, 
von demselben Grade der Stammbild ung, zu 
verbinden. 

Z ist ein Rest von se 使, Hülfsverb, apo- 
copirt. 

PÖ, mit japanischem, sibillantem Staram- 
ExponeDten, verfault, morsch. 

Siehe pezseg. 



PÖ, Japan, posz, dünn, mager, elend, arm, 
schwach. 

Kä und kwä 寡, klein. 

Páv, in Hokkjen pö, ersetzen , mit pro- 
nominalem ti 底 zu pót apocopirt. 

Pö, dickbäuchig. (Vergleiche polt,) 

Roh 二 IÖ, Low 痛, geschwollener Bauch. 

PÖ, Canton pót, fallen. 

Tjlh, assimilirt in tfjög, fallen, tröpfeln. 

Pang und pang, der Karpfen. 
Ty aus yu 魚, Fisch, zu tyu verhärtet und 
zu t!j apocopirt. 

Cfr. pezseg und pÖZSg, gähren, schäumen, 
kochen. 

Cfr. puh 爆, Wasser aus der Quelle hervor- 
sprudelnd. 

Püh 学, Pflanzen üppig hervor schiessend. 
Hieher gehört p6 柏, Wein, Sauerteig, als 
Basis der Gähruug. 

Pezseg ist zusammengesetzt aus pe ^^J^ , 
gähren und //e, Hokkjen yeg 熱, brennen, 
glühen, sprühen. 



一 76 — 



Vergleiche pofa. 

PJÍh, spucken, Hokkjen pik. 

Cfr. das tibetanische cer-bu, das die Com- 
positions -Elemente umstellt und dem ma- 
gyarischen pucér ganz identisch ist. P ist 
in der tibetanischen Zusammensetzung regel- 
recht zu b erweicht. 

Cfr. pö ^^, die leidigen Unterkleider, 
also nackt, bis aufs Hemd? 

Lo 身康, baryphoD, bedeutet nackt. 

Pe, inactives Hülfsverb. 

Syih, seufzen, schluchzen. 

Cfr. suh 味, keuchen, räuspern. 

Tibetanisch umgestellt cor-bu. Vergleiche 
pöre. 

Pűh, Bauch. Vergleiche pöh, Japan, pus. 
Or 兒, concret. Suffix. 
Pűh, Canton put, Erdkloss. 
Cfr. por, Staub. 
Va, pronom. Suffix. 

Fu, weich (f : p). 
Hwa und ha, schwach. 

Pű, nachgiebig", folgsam, Sklave. 
Ya, Sklave und yä 力 [, beugen, biegen, 
unterdrücken, hier passiv. 

Puh, in Hokkjen imk, plötzlich bersten. 
An, apocopirt vom Hülfsverb na. 
Puh und pö, mit der Hand betasten. 
Pú fühlen, betasten. 

PÓ, Hügel, reduplicirt. (Buckel, in Süd- 
Deutschland gebräuchlich für Hügel.) 
Vide ponk. 
Vide por. 



PÖf 

aufgeblasen 

Pök 

Speichel 

Pöre, 
Pucér 

nackt 



Pöszög 

schluchzen 

Pucér 

nackt 

Pucor 

Magen 

Pudva 

Mulm 

Puha 

weich 

Pulya 

schwach, 
feig 

Pukkan 

bersten 

Puhatol 

ausforschen 

Púp 

Buckel 

Purha 

Staub 



g 彼 息腹访 竽 高僕丫 浮搏玻 



— 77 — 



Fá 

Baum, Holz 



Facsar, 
Faggat 

quälen, 
ausforschen 

Fagygyű 

Talg 

Fal 

Wand und 

Falu 

Dorf 

Fal 

fressen 

Falka 

Schaar, 
Rudel 

Fan, Fon 

Schamhaare 

Fánc 

Kerbe 



P. 



Fa, in Hokkjen fák, keimen, spriessen, 
wie das magyarische fak-ad, 

Hieher gehört fä tsze 發 子, Penis, ma- 
gyar, apocopirt zu fasz nnd fa-lien 發 
der Frühling, 

Fá, ermüden, quälen. 

Fá, in Hokkjen fök, das Land, das Volk 
unterwerfen, verwüsten. 

Fá 、决, kalt ;, eisig. 

Yew (yú), Oel, Fett = geronnenes Oel. 

Fan (n 二 l), ein Wall, Damm gegen 
Wasser erhaben. 



Fan (n^l), ein Mahl, besonders Reis gar 
gekocht, hieraus : essen. 

Fun (n = l), Vögel in Gruppen fliegend. 
(Auch pan.) 

Ka, ho, Gruppe, Schaar, Synonym. 

Fá, Haar am menschlichen Körper, ist die 
kurze Wurzel des Stammes fan 毛分 und 
fun Haare. 

Pan, Block um Buchstaben darauf ein- 
zuschneiden. 

Tsze, concret. Suffix, oder tsze 字, der 
Buchstabe. 

Graviren heisst kih pän ;^, wo Idh, 
im coreanischen Jär, die kurze Wurzel des 
finuiscfaen kiria, Buch ist, welches auf das 
Zeitalter zurückweist, wo die Bücher noch 
nicht geschrieben, sondern auf Bambus- 
schleifen gravirt wurden. 



乏 1 伐 薄油圾 飯^ 夥髪 板子 



— 78 — 



Fancsal 

winseln 



Fánk 

Krapfen 



Fanyal 

Sandbeere, 
Bärentraube 

Fanyar 

herb, streng 

und 

volle Form 

Fanyarú 

herb 

Far 

After 

Fárad 

müde 
werden, 

Fáraszt 

ermüden 

Farag 

schnitzeln 

Faredv 

Holz- 
fäulniss 

Fark 

Schweif 



Fan, schreien, Lärm schlafen, und 
Fan J|^, schmerzhaft, bekümmert. 

Cha 昨, Laut, Lärm und cha p 宅, greinen. 

L ist apocopirtes Ii 吏, Verbal inactiv. 

Fá ist feuern, hieraus fan j|^, rosten und 
fan geröstete Opferschnitte; und end- 

lich fang Jp J, Opferkuchen. Cfr. Placenta 
latéin. , wovon durch Wallachen die magyar. 
Palacsinta. 

Analog sind pwig und ping, im chinesi- 
schen lae-ping 來 Weizenkuchen, ma- 
gyarisch lepény. 

Fa - níav (Palócz. al ^ av), spriessende 
Parasiten-Pflanzen . 



Fá und pö jgT, herb (f = p) • 

NyÖ, grausam. 

R 兒, concret. Suflix. 



Fúh und píh, coreauisch fur, der Rücken, 
jemandem den Rücken kehren. 

Fá, corean. far, müde werden und müde 
machen. 

Ta, inactiv. Suffix. 



Fa, coreauisch fär, hauen, schneiden. 
Ki, umgestellt ak, ag, ist Frequentativ- 
Suffix. 

Siehe fá und rothad. 



Fuh, (fär), After und Ici, apocopirt zu k,, 
das Ende, also das Ende des Rückens. 

Vom finnischen wargas ist wargs, der Wolf 
in das Schwedische gegangen. Cfr. Frithjof, 
warg i wmm, der Wolf im Tempel. 



m 伐 X 發蔦 乏虐 複 1 北乏打 伐起 複 j 



—― 79 -— 



Fá, Canton fat, spriessen, zeugen. 
Yű, erzeugen, gebären. 
Cfr. fi, fiú und ifjú, 
Fá und fű, eisig kalt. 
Je, inactiv. Hülfsverb , apocopirt, zu gy 
erhärtet und zu einer Silbe (Giina) crasirt. 

Wa (w -=f), irdenes Geschirr. 
Ké, umgestellt ék, Geschirr, Werkzeug. 
Das z ist japanischer Stammexponent einer 
kurzen Wurzel fä. 

Fe, Geschwätzigkeit, schwatzen. 

Che, in Hokkjen chek, plaudern. 

Ki 7Mk = g apocopirt, ist frequent. Suffix. 

Fé, verschwenden, zerstreuen. 

Cfr. ché 質, verpfänden. 

Fe, hervorquellen, hervorsprudeln, gleich 
dem magyarischen fő, quellen und kochen. 

Hieraus stammt fun y^*, quellen wollen. 

She und shih, hervorquellen. 

Fe, schwatzen, zwitschern. 

(Vide fészek, das Nest, das eine complexe 
Idee gäbe für die Schwalbe als der Zwitschern- 
den und Nistenden.) 

Wei-ta zu wéd crasirt, schützen, wehren, 
vertheidigen. 

Ta, inactiv zxit = d erweicht und apocopirt. 

Fá, baryphon, züchtigen, strafen, rügen. 

Pé (p - f), züchtigen, lange Wurzel, die 
entsprechende kurze ist j>jih J^, strafen, 
züchtigen und pje ^^, schlagen, hauen^ wo- 
von pjen züchtigen , peitschen , dieses 
entspricht dem magyar, feny-i-t, i-td 以 打. 
Die magyarische Gruppe ist interessant als 
Wurzel und Abstammung. 

Wei, wehren, vertheidigen. 

WÚ, coreanisch ivur, wer, Ding, Material, 
Artikel, ein Suffix discreter Quantitäten. 



Fattyú 

Bankert, 
Bastard 

Fagy, 
Fázik 

frieren, 
kalt haben 

Fazék 

Topf 

Fecseg 

schwatzen 

Fecsérel 

verschwenden 

Feccsen 

spritzen 

Fecske 

die 
Schwalbe 

Fed 

decken, 
schützen 

Fedd 

rügen, 

Fegy 

Zucht 

und 

Fenyít 

züchtigen 



Fegyver 

Gewehr^ 
Waffe 



物 



發育 也 允器 Ulf 起費 潸 ^鯽. 律打 is? 



— 80 — 



Fehér 

weiss 

FŐ, Fej 

Kopf 




Fejük, 
Feslik 

sich 
entwickeln 



Fek 

Lager 

Fekete 

schwarz 

Fék 

ZauiD; 
Halfter 



Fekély 

Geschwür 



Í7P 



伏 





Píh-Öl, weiss fp =/)' 
Das lappon, pái-es, ist gleich pei-sze f 白 士, 
weiss. 

Fe, fei, der Kopf, Capital einer Säule. 

Wir finden auch den Stamm fen jj^, das 
einen grossen Kopf bedeutet und durch 
finnische Völker in,8 Celtische überging, wo 
es nach der diesen Völkern eigenthümlichen 
Lautverschiebung als pen, fen, Jim erhalten 
ist. Diesen verschiedenen Stämmen ent- 
spricht im Chinesischen die Wurzel hie 頁, 
aus dem der Stamm Mén 個, Häuptling, 
martial und in baryphonischer Scala pu, j[ 虐, 
Haupt, Quelle, Anfang aller Dinge, woher 
pun (pen), der Stamm, die Quelle, der Ur- 
sprung aller Dinge, auch ich, dem magyari- 
schen hen entsprechend. Das lateinische W- 
pmnis, zweiköpfig, von der Axt, wird eben- 
falls aus dem Finnischen stammen^ durch 
das Celtische vermittelt. 

Fé und fei, quellen, hervorquellen, oder 
fe und 《禾 非, Kornähre, oder fe und fei ||^, 
Fischlaich ; alle Entwickeluug ist entweder 
spontan, wie die Quelle, oder stammt aus 
Keimen oder aus dem Ei. 

Cfr. fä 發, fak-ad, spriessen. 

Fuh, in Hokkjen fvk, darnieder liegen, 
auf dem Gesichte liegen. 

Cfr. pih 葡, auf dem Boden liegen. 

Hih, (p : 二: f=h), schwarz. 

Pé, Zaum, verbunden mit dem synonymen 
; und zu einer Silbe crasirten ke. 

Cfr. fe und füh 髮, Kopfgestell, auch ein 
Hauptschmuck für Frauen, und fe ^^, hem- 
men, aufhalten. 

Hié (Ilik, fek), ein Geschwür. 
Le (umgestellt él), ein Geschwür. 



— Si- 



pe und Fej, hervorquellen, im Magyari- 
schen activ. 

Fe und Fejf Kopf, Säulen-Capital und das 
Local-Suffix U ^1, das in fölé, fdé noch 
ganz, in föl apocopirt erhalten ist. Cfr. fm. 

Wei (f=^=p), sich fürchten. 

(Cfr. pá 怕, Synonym.) 

Le, inactives Hülfsverbum, apocopirt. 

Fe, entzweischneiden, treDnen und 
PjŐ, entzweischneiden, ist die kurze Wur- 
zel des p^jén (p,f, l = n) 片, die Hälfte, 
ein Splitter und jpjen 偏, Seite, seitlich, 
parteiisch. 

Cfr. fun 分, theilen, entzweitheilen. 

Fe, Kopf, Säulenkopf. 
Na, crasirtes Local-Suffix. 
Ti, im Lapponischen Adverb-Suffix, z. B. 
saS'ti, schnell, magyarisch sas, der Adler, 

von der Wurzel sä 暴, der Fittich. 

Fen, ältere Form fem, Sonnenschein. 

Fen und pen 分, brennen wie Feuer. 

Y "龜 • 

(Cfr. fe und fei 沸, kochen, sieden.) 

Fe, eine chronische, unheilbare Krankheit. 
(Cfr. fung ^[, eine schwere Krankheit, 
oft mit Wahnsinn verbunden.) 

Fen, Grund, Fundament. 
Ke, umgestellt ek, Synonym. 

Fű, Wurzel von fun - fen, Radspeiche. 
Tow, Kopf, Ende. 

Ping (p = f), bedeutet den Himmel^ von 
dessem Glänze; ping 炳, heisst eben Schein 
der Flamme, Licht. 

Die Labiaten permutiren mit m, und ming 
ist 明 = meny Himmel und Glanz, von der 
tibetanischen Wurzel me, Wärme und Feuer, 
die in meleg erhalten. Cfr. me 廉, kochen. 

6 



Fej 

melken 

Föl, fölé 

hinauf 

Fél 

fürchten 

Fél 

Hälfte, halb 
Seite 



Fen 

oben und 

Fent 



Fém, fény 

Glanz, 
Metall 

Fene 

der kalte 
Brand 

Fenek 

Grund, 
Boden 

Fentö 

Radspeiche 

Fény 

Glanz 



S5 機锂 畏吏 啡別 權內 防 廢 本基 輻頭丙 



— 82 — 



Fen 

schleifen 

Fór 

Raum 
einnehmen, 
Fuss fassen 

Fenyü 

Tanne 



抆 





Fenyít 

züchtigen 

Ferde 

schräge 

Férfi 

Mann 



卞 



僻 



掊 



Férj 

Gatte 



匹夫 



Fermed 

schwären 



und 

m 



Wen, reiben, schleifen (lo --- /). 

Fe, vorwärtsgehen. 

Li, inactives Ilülfsverb, apocopirt. 



Fen, ein wohlriechender Baum. 

Yu, eine Baumgattung, Ulme? 

Cfr. fen 贫, brennen, also Brennholz. 

(Wurzel fe jj^ 匪, Taxus Nucifera, eine Baum- 
gattung, "Wurzel pih, Cypresse, peih J^, Geruch.) 

Peén, Gesetz und peén J^, Züchtigung 
(p =/)• Siehe fed, feg", Zucht. 

Cfr. fä 法, Gesetz und strafen. 

Pjih, coreanisch pir, abweichen von der 
geraden Richtung. 

De = te 氏, Pronom. 

Pei, männlich, verbunden mit öl 兒, er 乂, 
türkisch, und dem SynoDym. 

Fi, Knabe, JüngÜDg. 

Cfr. ß Fischlaich, woher umgestellt 
IV 'ik, laichen, in ivju, ifju, der mannbare 
Jüngling. Cfr. fu 夫, Gatte. 

Plh, fu, corean. pir, Synonyme, für Gatte. 

J ist jé 也, apocopirtes Fürwort, Sub- 
stantiv- und Adjectivbildner. Das Weib heisst 
ihren Gatten 'pjih, corean. pir = férj. 

Férj, stammt aus der langen Wurzel /ei jJE» 
der Fruchtbare, der Befruchtende. 

Wie die Magyaren no-szü-l, heiraten^ 
nő-8zö-l 女 胥 吏, 80 heissen es die Chi- 
nesen nach dem Manne fú-szö-l 夫 
wo die Wurzel szo die Verbindung bedeutet. 

Hié und hiue, im Corean. mit einem r als 
StammexponenteD, heisst eitern, schwären. 

Cfr. fe und fei, kochen, brennen, me 廣, 
kochen. 



— 83 — 



Fertő 

Pfütze, 
Morast 

(Der Neusiedler- 
See.) 

Fertelem 

Unzucht 

(moral. Pf atze). 

Fészek 

Nest 



Fesz 

steif 

Fejsü 

Kamm 

Fi 

SohD, 
Knabe 



Ficamit 

verreüken 



Ficsereg 

zwitschern 

Figyel 

achten, 
beobachten 



Pjih, coreanisch pir, fir, Bad und baden. 
fürdö. 

Te, tÖ, Schlamm, also ein Schlammbad. 

Aus der obigen Wurzel ferto, das Schlamm- 
bad, wird durch Véén, Betrachtung, ein ab- 
stractes Substantiv gebildet. 

Féh-tan heisst im Chinesischen Eier brüten; 
der Ort des Brüten b ist also feh =fe, brühen, 
brüten , nämlich durch Wärme ausheckeo. 

Tan, ältere Form tám, heisst das Ei, das 
im magyarischen tára -ad, entspringen, ent- 
spriessen, d. h. vom Ei, erhalten ist. 

Das lapponische pesse, Nest, beweist, dass 
P ,f ist. 

Pjih, mit dem Japan. Stammexponenten 
8, steif, streng {jp — /). 

Fe und fej, Haare in Unordnung. 
Shu und 811, der Kamm, assimilirt zu síi, 
oxyphon. 

Fi, heisst eigentlich Fischlaich, das um- 
gestellt im magyarischen iv-ik, laichen, er- 
halten ist. 

Fi 弗] ||, heisst auch kräftig, kriegerisch. 
Siehe ifjú, der Jüngling. 

Fi, unrecht. 
Ch'a, verrenken. 

Cfr. tsan, ältere Form tsam 赛, verwunden, 
verletzen. 

l-ta, crasirt in it ist ein doppelinactives 
Hülfsverb. 

Siehe fecske, die Zwitschernde. 

Fl, grosse Augen machen. 

Yen, Augen und schauen, 

{Yen ist zu gyen, gyei verhärtet.) 

Cfr. pi 您 und pjih 言必, aufmerfcsam. 

6* 



S5 ^ ! 5清 廉 覆卵 IS 非#梳 鯡 西差以 打 非眼 



— 84 - 



Fika 

Rotz 

Fíiient 

lügen 

Fing 

Furz 

Finny 

Heiklich- 
keit, Ekel 

Finom 

lauter, fein 



Fiók 

Schubfach 

Láda fia 



Firtat 
Firkál 

schreiben, 
kritzeln 

Fittogtat 

zur Schau 
tragen 

Fitty 

Pfiff 
Fityeg 

schlottern 

Fizet 

zahlen 





娥 






Pjíh, in ITokkjeD pik, Nase. 
J zu a asBODirt; Rotz. 

Siehe füllent. 

Fi, Wurzel des participialen fing, bedeutet 
ein stinkendes Insect und fi, pi # 費, Wind 
lassen. 

Wei, ekel, delicat, ist die Wurzel des 
particip. Stammes, wei ist Geschmack; 
pien ^^, heiklich, delicat. 

Aus dem Celtischen íd die romanischen 
Sprachen, aus diesen in die germanischen 
übernommen. Es bedeutete ursprünglich 
Metalle läutern, raffln Iren , sehr häufig in 
französischen epischen Gedichten, les fines 
amours, die reine Liebe. 

Fi, Sohn, sowie das chinesische t^ze 子 
j wird sehr oft für Fach gebraucht, wo die 
': Idee des Sohnes gar nicht mehr durch- 
! scheint, es ist beinahe wie das öl 兒 und 
j das türkische er 乂 ein blosses Concret-Suffix. 

Ko, umgestellt ók 个, ist ein Individuali- 
täts-Crement. 

Siehe fürkész, forschen. 

Pjíh, coreanisch pir, ein Pinsel. 
Ka-I ist assimilirtes ke-l 吏, frequen- 
tatives Hülfsverb. 

Cfr. irka firka, populär für Gekritzel. 

Fl, grosse Augen machen. 

Fűh, zeigen. 

Tat ist causat. Suffix. 

Siehe fütty. 

Pe', aufhängen {jj =/). 
Tie, in Hokkjen tiek, hängen. 

Pe', die Perlmuschel, welche als Tausch- 
mittel bis auf 200 Jahre v. Chr. in Umlauf 



― 85 —— 



Fodor 

kraus 

Fog 

Zahn ' 

i 

Fog 

Leitersprosse i 

Fog 

greifen, 
halten und 

Fogad 

wetteo, 
empfangen 

Fogan 

empfangen, 
Wurzel 
fassen 

Fogy 

schwinden, 
abnehmen 





腹 

und 




Fohász I 垔弗 

Seufzer I 



war, wo tsjen 錢, oder Kupfergeld eingeführt 
wurde. 

Ho-pei 货負 hiess das Geld, das wir im 
Finnischen hopea, Silber, wiederfinden, dessen 
primitiver Sinn Frucht, Güter , tauschen, 
kaufen und Perlmuschel bedeutet. Pei 賠 
als Verb, heisst zahlen und rückzahlen. 

Ze ist das erweichte tse 賽, das geben, 
darreichen, darbieten bedeutet. 
T ist apocopirtes inactives ta 打, 

FÖ, kraus. 

T'OW (ow = or), Kopf. 

FÖ und fuh, entzweischneiden, die Func- 
tion der Zähne, hieraus füh 拂, der Hund, 
der Beisser. Cfr. fu |^, beissen. 

PÖ, in Hokkjen pök, mit den Füssen auf- 
treten, darauftreten. 

PÖ, in Hokkjen pÖk, Hand anlegen, be- 
rühren, die Saiten abgreifen. 

In fog-lal, occupiren, sind zwei synonyme 
Verba verbunden, vergleiche ta-ldl und lel, 
finden. 

Fuh, der Bauch, mit dem Hülfsverb nd 寿 [5, 
umgestellt an. 

Fuh, Wurzeln der Pflanzen und Wurzel 
schlagen. 

FOW, abnehmen, verwelken. 

Das Magyarische fogy ist eine Guna von 
einer Wurzel /o, während das chinesische 
fo-w ein Vridhi ist. 

Fei 廢 ist Synonym, jedoch oxyphonisch, 
wie pa-i 效 ein Analógon aus der Wurzel 
pä zerstören, erstürmen, ruiniren. 

Fuh, eine leichte Brise, vorbeistreichend. 

Füh 跌, Segen von Gott erflehen, in wel- 
chem Sinne es auch im Magyarischen ge- 
braucht wird. Istenhez fohászkodni, zu Gott 
flehen. 



— 86 — 



Fojt 

würgen, 
drosseln 

Fök 

Stufe, Grad, 
Landspitze, 
Bücken 

(einos Messers) 

Fokos 

Handbeil, 
Streit- 
hammer 

Fold 

flicken, 
stopfen 

Folt 

Lappen, 
Fleck 

Foly 

fliessen, 
folgen 

Fon 

spinnen 

Fon 

Schamhaare 

Fondor 

tückisoh, 
ränkesüchtig 

Fonnyad 

welken 

Fordít 

drehen 




铺 



浮 



紛 




反手 




Forgács 

Span, 
Splitter 



弗 IJ 

und 
副 



Vergleiche FÚ, fúl. 

(Cfr. oxyphon. fd 廢, verstopfen.) 

Cfr. fö 縛, binden, zuschnüren. 

Fő und fűh, in dem alten Pfade wandeln. 



Japanisch fokosi, ganz dasselbe. 



Pö, Wurzel, bedeutet Kleider flicken, wie 
der hieraus gebildete Participial - Stamm 

f 徹 g 




Fow, Palócz. ol ^ ov, flössen, fliessen, auch 
ausschweifeo, woher folfjdr, ein Ausschweifen- 
der, Wollüstling. (Är = er concret. Suffix.) 

Fun, ein Tuch, am Gürtel getragen. 
Cfr. fäng 絲, spinnen. 

Fun, kurze Haare. 

Die Wurzel fä, siehe haj. 

Fung, Intriguen, Ränke. (Particip. 7ig^7id). 

ul, 乂, concret. Suffix. 

Fu ist die Wurzel, faul und welk. 
Cfr. kurze Wurzel p'Ö ^j^, Fäule. 
Cfr. wän 勤, verwelken (/ = w). 

PÖ, coreanisch por, drehen. 

Og ist das frequentative Id 起, apocopirt. 

Cfr. fö 縛, kraus und füh 佛, corean. 
fur, drehen, wenden. 

Fö und füh, coreanisch för, für, hauen, 
spalten. 

Cfr. farag, schnitzeln und /im eine Axt. 



— 87 — 



FŐIT 

sieden, 
wallen, 
quellen, 
gähren 
F08 
Durchfall, 
Diarrhoe 



(TP 



Foszt 

schleissen, 
fasern, 
plündern 

FŐ 

Haupt,kochen 

Fulánk 

Stachel 



Fúr 

bohren 

Furcsa 

drollig 



Fut 

laufen 



FÚ 




m 



* 斧 



蜋 



副 




pdii 

m 




FÖ、 und fiih, sieden, kochen, quellen ; 
Fow 無 (Palócz. ow = or), heisst auch 
wallen, kochen. 

Die lange Wurzel ist fú 府, magyarisch 
f", fo'l, fu'L 

u n ) 

\ bedeuten beide Excremente. 

She J 

Das chinesische fun aber ist ein Stamm, 
der von/(ö oder/wÄ 腹, Eiüge weide, Bauch, 
das mit dem Excremente slie in eine Silbe 
crasirt wurde. 

F6 und fuh, schleisseii; entzweireissen, 
entzweischneiden. 

Sz = 8Ze 使, und 

T = ta 打, inactive Hülfsverba. 

Siehe fej, das Haupt und fe 脇, kochen. 

Fu, Name eines Insects, von der Idee 
fu 斧, ein scharfes Instrument und fu [j 突, 
beissen. 

Láng, Name eines Insects, wird aus der- 
selben Idee so benannt sein, wie láng 《良, 
dor Wolf, von der Wurzel la 拉, zerreissen, 
la 辣, stechen und Ián 欄, zerrissen, ge- 
brochen. 

Ffih, etwas in der Länge offen durch- 
schneiden, wohl bohren. 

Cfr. fuh 場, eine Höhle. 

Fuh, coreanisch fur, chinesische Gaukler, 
die buntförbige Stäbe tragen. 

Che', ein demonstratives Fürwort, das Par- 
ticipien und Adjective bildet. 

Fuh, Canton fut, springen, hüpfen, laufen. 
Die lange Wurzel ist fú hastig - gehen. 
Ein technisches Wort, das an officielle Er- 
lässe angefügt wird, etwa mrrej mrrens, wie 
es in Ungarn üblich gewesen. 

Fú, der Wind von Oben herabblasend, der 
Nordwind. Der chinesische Stamm fung 風 



一 88 — 



I 



俯 



耳 



ist Wind überhaupt. Figürlich: Sitte, wie 
szél und szellem. 

Fuval ist ein Frequentativ und mit den 
Wurzeln fú + 爲 wei und Ii ^^, inactive 
Hülfsverbe, zu fu-va-l verbunden. 

Fu, baryphon, spriessen, sich öfinen, wie 
Pflanzen im Frühjahr. Analog mit fä 發, 
im Magyarischen fakad, spriessen, knospen. 

Cfr. fu 5f 学, Bezeichnung für Blumen und 
Pflanzen und fu 默, Art kleinkörnigen 
Weizens. 

Fü ist der Idee des Wachsens, Ernährens 
entlehnt, deren Grundbedeutung fu j^, das 

Weib, die Mutter, ebenso wie no die 
Frau, im Zeitworte nő, wachsen, növény, 
Pflanze, sich analog entwickelt. 

FÚ, lange Wurzel ist hängen, mit dem fre- 
quentativen Id in eine Silbe crasirt und 
nach der Regel der Stammbildung mitTeDues, 
zur kurzen Silbe erleichtert. 

Cfr. fö, in Hokkjen fÖk 使, den Kopf 
hängen lassen. 

Ul, Ohr. Im Chinesischen noch eine vocaJi- 
sche Wurzel, die im Magyarischen f> im 
Lappon.^ zum Stamm-CoefficieDten annimmt^ 
fül, pelje, 

Fu ^||p, heisst untersuchen, forschen, das 
sowohl auf die Sensation des Auges als des 
Ohres sich beziehen kann; da fu ^H^, sehen, 
untersuchen und/w 覆, lauern, horchen, im 
Hinterhalte liegen, bedeutet. 

FÚ, die Sonne. 

Li, apocopirtes, inactives Hülfsverb, wo- 
durch es zu sonnen, wärmen, gebildet wird. 
Fun ^賈 (n = l), innere Hitze, Fieber. 

Ein neues Wort, das ich nicht zu deuten 
wage, da mir die Bildungsmotive nicht ein- 
leuchten. 



Fű 

Gras, 
Kraut, 
Pflanze 



Függ 

hängen 



Fűi 

heiss 
werden 

Fülke 

Nische 



I r 

ü h 

F o 



― 89 — 



Fülleng 

Klünker 
Quaste 



Fürj 

Wachtel 



Fürge 

flink, 
munter, 
geschäftig 

Fürész 

Säge 

Fürkész 



Fürt 

eine Locke 

FÜ8t 

Rauch 

Fűt 

heizen 



Fun, ein Stamm von der Wurzel fu 俯, 
hängen, gebildet, etwa Anhängsel, fun be- 
deutet einen Pferdeschweif, der in einen 
Büschel gebunden, zur Fahne gebraucht 
wird. Noch bei den Türken erhalten. 

Ling, Federn, besonders Pfauenfedern, die 
als Zeichen des Ranges, von dem Hute den 
Rücken entlang herabhängen. 

Fűh, hüpfen, springen ; coreanisch/wr und 
fäh, corean./wr 奪弗, ein kurz abgebrochener 
Musiklaut. 

Je, pronom. Substantivform. 

Fuh, untersuchen und füh, coreanisch 
fur 法 + 弗, hüpfen. 
Vide fürkész. 

Vide fúr, bohren (fú-li-sze). 

Pu und pÖ, corean. por, suchen, stöbern. 
Ke 叶, durchforschen. 

Sz6 apocopirtes Hülfsverb. 
Vide fürge, 

Fuh corean. fur, eine falsche Locke, 

eine Damen-Perrücke. 

PÖ, mit Japan. Stam mexponenten pÖs, am 
Rauche trocknen, räuchern {p =/). 

Ti, Substantiv bildendes Fürwort. 

FÚ, Sonne. 

Ta, apocopirtes, inactives Hülfsverb. 



纷 劍 弗 +、、J 也 怫 捕搏 彭搏底 昧打 



作 

請 

勺 

备 

整 



m 
m 



拔 



, graben, ausliöhIeD, 



Wä, mit der Hand nach Etwas haBcbm, 

grapsGQ. 

Tsd, thun, iuactives Hüliävorb. 

Kl 起, apocopirtes froquent. Suffix. 

Hwá, in Hokkjon hwSt, Japan, hums, tatr 
gyar. vád ist mehr auf moraÜBche "Wildheit, 
hißt} in Hokkjen hwai, aber auf die phy- 
sische bezüglich. 

KÖ, coroanisch kor, gloich m^^ariscb iSf 
in Mrte, Birne, von der Rundung. 

Wá, LehinhUtto und teä eine 
zum Bowolincn. 

Tsö, iu llukkjeu t 
aleo ürube, HöUe, 

Cfr. wo 窝' Vogolnost der Uferschwalben. 

Wa, KiadorgeBohroi and CKistöIm, 

Chö und chuS, weinen, flelmeD, 

Cfr. cÄoir 抽 (oK = og), acUuchzen. 

HwO, in Hokkjon kwät, wild. Wie es im 
ChinoaÍBchon aspirirt TOrkommt, so orhidt 
es im Celtisohen noch einen härteren Stamm- 
CociHcioDtoii, iodein es für wee, gwez anlautete. 
Cfr. DurijUKZ-elin, (schwarz- wUd-Hai'triegcl). 

Aus der Wurzel «-■« stammt das gebräuch- 
lichere wanij 妄, 、vüd und irre. 

Wá und WÚ, verleumden, tadoln und Au 
hieraus staiiinicmlc icanij 調, anklf^en, wie 
ituuh ican 問, voi- dem Richter vorhSreo. 
Wi'i 讓, au k Ingo u. 

Wá, ergi'üifen, anliackcQ. 

CfV. hica 甲, aapirirt, Nägel. 

Tó, in Ooiiiposition do, ín .Stücke hauen, 
roissen. 



— 91 — 



Tó, ergreifen, zerren, alles Eigenschaften 
des Geiers. 

Hiemit mag auch väd, wild, verstümmelt 
zusammenhängen. 

Wá, hauen, aushalten, höhlen. 

G ist ke ^g, apocopiites, frequent. Suffix. 
Verwandte Labiale sind fä ^Jjf, hauen und 
hwä 劃, hauen. 

Vágtat für gallopiren, hat eine analoge, 
populäre englische Weise in cut the dirt, 
d. h. sich fliehend retten. 

Wá, wollüstige Blicke, Gesänge, verwandt 
mit dem magyarischen háj, Reiz, Anmuth. 
Vergleiche das ursprüngliche páj 俳, Wol- 
lust, Ausschweifung. 

Vágy ist für váj eine gunirte AbstammuDg 
vom obigen wd 睡. 

Hieraus stammt wáng 改 in kt-wdng 期 改 , 
hoffen, wünschen. (Alt-chines. Compositum.) 

Vá-y, analog dem ho-j 何 以, das im 
Magyarischen ebenfalls zu hogy consolidirt. 

Wan und hwan, sein, vollendet sein, gethan. 

Hieraus auch van, welches in den höheren 
chinesischen und magyarischen Zahlen, hat- 
van, nyolcvan (60, 80), für zehn, sechzig, 
achtzig, als eine vollendete Zahl vorkommt. 

Die oxyphone Wurzel ist wei 爲, sein 
und thun. 

Fä, magyarisch fägy, gefroren, gestanden. 

Yew, Oel, das in älterer magyarischer Zu- 
sammensetzung* als fagyú gleich Talg, vor- 
kommt, in vaj aber erweicht und apocopirt 
sich erhielt. 

Das lappon ische wuoy entspricht den Wur- 
zeln fä-yew 、j^ 油 mit derselben Bedeutung 
des gestockten Fettes. 



Vág 

hauen 



Vágy 

Lust, 
Sehnsucht 
Sucht 



Vagy 

entweder, 

Van 

sein, haben 



Váj 

Butter 




- í»2 ― 



Vajúdik. 
Vajiódik 

krcísiion 



Váj 

Ijö 

Vak 

blind 



Vakondak 

Miiiilwiirf 



Vakar 

kratzen 



Vai 

rriit, (iaiiiit 

Vál 

w/ililcii 



Wan, wh('iíl(íH,imseiníui(leisclmeideDifw 二 /,. 



Dw Wurzel ist U ff f , hauen, cntzweihaueB. 

Í 圭 



Wä, "ill Weib, tca-tzt 娃 -^, Kinder, 
äf^ypt. Kiiuiiir, wie watif im Sanscrit. 

Yűh, f^-ubiíliron, erzcii«*^ii. Ytíli, in Cantuo 
•pd, in <J "川 position tßttd, 

ik ist kl 其, dritte Person. 

Wá, uuähöhlen. Vide ,"íl," 
J, Oimabilílner. 

HwÖ, Tlokkjcn hicak, aspirirt icak, dunkel, 
(lüstor. Lidit und Augtí sind correlativ, so 
(las Gegeutheil, dunkel und blind. 

Da m und 〃• unter sich permutiren, so 
Hii(l(?n wir, dims mo 溺, dunkel (dessen or- 
i»;anisclier Reflex = bliud), auch als cro und 
aspirates htrö ^ vorkommt. 

Wá, tíiiie Ilölilu und uushöhlon. 
Wä, in Ilokkjcu cdk, die £rdo aufgraben, 
höhlen. 

Kwän, cin'eauiseh km, Erde. 

Dák, «»xyphon teth 的, Factiv, wo nach 
(thiucsischiir Sitte kiahi (kun), ein zwischen 
Viivh und äcinein »Suffixe intcrcalirter Accu- 
Siitiv steckt, fod-hrnim-enif. 

( Das Hliodseiu ist wohl ein populärer 
(iljiube, (liT die» Entstellung: des Namens 
ííiitH (; liul(li<i:t.) 

Im (Icutschen Maulwurf (popul. Moltke . 
wird (las crsto Element der Composition fur 
/""〃, KviU) jí^el) raucht, seines Amtes ist er 
(; in Ertl(;-hi*>hler, ein Wühler. 

Hwä, ill Ilokkjcu väk, die Nägel, durch 
iiiactivtis /, r 而 zum Verb erhoben , be- 
deutet es kratzen. 

Wa, mit der Hand graben, höhlen. 

Siehe vel. 



娃 音 彼以惑 坤的 甲】 而枝 



Cfr. vág, hauen, wo die Wurzel wd mit 
dem frequentativen ki 起, verbunden ist. 

Wan, Antwort (n = 1). 

Asz, umgekehrte Wurzel sä und so ^)^, 
Laut, Ton. 

Cfr. sö 誕, magyar, szó, Rede, öffentliche 
Rede. 

Wan, Antwort 

Li, inactives Hülfsverb, apocopirt. 

Cfr. lapponisch wcdes, jus juraüdum und 
das magyarische vallás, der Eid, wo das 
lappon, es dem magyar, ás gleich ist, sei es 
eine blosse Substantiv-Endung, sei es ein 
Synonym des vall, gleich dem chinesischen 
slii'kiü 句, entsprechend dem magyari- 
schen eskü, der Eid, die Religion. 

Hwan und kwan, stark, breit; liberal. 

Cfr. lapponisch wcdb-me, Armus humerus, 
walb-me-s, validus humeris, magyar, vállas. 
Aus der Idee der Kraft und der Breite aus- 
gehend, bildeten die Chinesen hwan g 寬, die 
Hüfte. 

We' liao, war gewesen, ist ein Imperfect, 
das sich im Chinesischen blos in der oxy- 
phonen Wurzel we^, sein, werden, erhalten 
hat. Die magyarische baryphone Wurzel va 
besteht auch nicht mehr selbstständig, sie 
kommt als Stamm van, ist, vor, dem chi- 
nesischen wan und hwan ^^, entsprechend, 
das ebenfalls sein und werden bedeutet. Die 
Wurzel va selbst treffen wir jedoch im 
Magyarischen als Grerundium bildend ad-va, 
szeret-ve; als Pronom-Suffix ho-vá und mi-vé; 
endlich als stammbildend (Vriddhi), sowohl 
unverkürzt kam, als crasirt zu táv, ganz 
parallel der tibetanischen Stammbildung, wo 
z. B. die Wurzel Ica, die Säule, das prono- 
minale va anfügend zu kam wird, ja dies 
zu kav crasirt und beliebig wieder von der. 



— 94 — 



Valaha 

jemals 



Valahány 

so 

viel immer 



Valahány- 



so oft nur, 
so oft als 



Valahol 

irgendwo 



im Magyarischen, sowie Chinesiscben damit 
verwachsenden Endung* befreit werden kann. 

Dem Stamme van lauft parallel der Stamm 
vol in vol-t, vol-na, siehe unten. 

Aus der Wurzel va entsprossen eine Menge 
pronominale und adverbiale Gruppen, deren 
Analyse von grossem Interesse ist. Vergleiche: 

We' liao ho, wörtlich: es ist gewesen. Im 
Magyarischen ist die Gruppe baiyphonisch 
harmonisirt, während im Chinesischen jedes 
Element mit seiner Bedeutung auch seinen 
Laut bewahrt. 

In vcda-ha ist dem participialen vala, ge- 
wesen, ein Pronominal ho 何 in casu ab- 
solute angefügt, mit der Zeit oder Orts- 
bedeutung da, damals war es. Dies Pronomen, 
siehe ho-l, ho-vá, Jio-z ist im Magyarischen 
auch nur mit Ortssuffixen verbunden an- 
zutreffen, wie auch als Adverb ho-gy, ho-gyan 
dem Chinesischen ganz entsprechend, im 
Gebrauche. 

Das vala, seiend, gewesen, als bereits er- 
klärt angenommen, haben wir lián j^, eine 
volle, vollständige Zahl, Menge, mit dem 
quantitativen Suffixe nyi ||| 泉, gross = grosse 
Anzahl zu der ersten Gruppe angefügt. 

Nach meiner Idee wäre das Wort seinen 
Elementen nach, vala-han-ny aus han -4- nyi 
contrahirt, mit doppeltem n zu schreiben. 

Tsze-Ii = entspricht dem oxyphonen, 
apocopirten sze-r, welches das Multiplications- 
Suffix ist und das im Tibetanischen sze-ru 
lauten würde, wo ru, Local-Suffix, dem chi- 
nesischen Ii, lo, lu entspricht. 

Dies ru kommt im Magyarischen in vcda- 
M-ra, zu a harmooisirt, vor. 

Vala, mit Anfügung von ho-U zu Iwl apo- 
copirt, siehe unter hol, wo? welchen Ortes? 



爲了何 咸峭 次裡 何裡 



一 95 — 



Valahogy, 
Hogyan 

irgendwie 

Valamely, 
Valamelyik 

irgend 
welcher 

Valamennyi 

soviel 
immer, alle 

Valami 

etwas und 

Valaki 

jemand 

Valamig 

bis, 
so laDge bis 

Valamikép 
und ként 

irgendwie 

Valamint 

gleichwie 

Valamivel 



Vállaz 

ein- 
schneiden 

Való 

seiend, 
wirklich 




Ho-i im Chinesischen ist das magyarische 
ho-gy, das i zu gy consolidirt; in hogyan ist 
noch das modale an, jan, gan 安 angefügt. 

Dem bekannten vala, ist das pronominale 
mo das auch in she-mo < 十 magyar. 
sem und semmi, vorkommt, nebst Ii, mancher, 
Menge angefügt; Uc oder k' ist das apoco- 
pirte Individual-Suffix ko, 

Nyi, gross, so gross, Quantitativ - Suffix, 
wo das l in mely zu men-nyi assonirt wurde. 

MÖ und ki, Pronominal - Wurzeln , jene 
sächlich, diese persönlich, sind dem analy- 
sirten Stamme vala angefügt. 

Ki, die Grenze wird umgestellt zum Local- 
Suffix, wenn man nicht lieber ih, yili, in 
Hokkjen ik, yik 域, die Grenze, annimmt. 

Kyé, in Hokkjen kyép, das Gesicht, das 
Bild, die Weise, hieven stammt kyén 臉 
das Gesicht und kyén >^, gleich, gleich wie. 

Ti, Adjectiv- und Adverbbildner. 

Mién - ti ist dem obigen kién - ti analog, es 
bedeutet ebenfalls Gesicht und Gleichniss. 

Ve, absolete Pronominal - Wurzel, sowohl 
im Chinesischen, als im Magyarischen, die 
sich blos als Suffix und Stammbildner er- 
halten hat, im Tibetanischen aber als wa, 
baryphon, stets im Gebrauche ist. 

Li, apocopirt zu l, zusammen, mit, ein 
Paar. 

Wä, schneiden, aushöhlen^ hieraus wan 
(n =2 1), schneiden, beschneiden. 

Az ist assonirt von sze ^^, inactives Hülfs- 
verb. 

Wan und hwan, sein und thun (n = l). 
ist im Tibetanischen und Magyarischen 
ein Participial-Suffix. 



何以 麽驟个 :l+íf 麽 1 其 限 頰 臉氏面 氏爲儷 mEi^ 完 




— 90 ― 



Vált 

wechseln 
tausclien 




Válu 

Trog 

Vályog 

Rothziegel 



Vám 

Zoll, Mauth 



Van 

sein und 
haben 

Ványad 

ermatten 



Ványol 

walken 

Vápa 

Höhlung, 
Pfütze 




% 

und 
亙 



玩 





也 




und 




Hwán, aspirater Stamm, dessen n = l ist, 
bedeutet besonders Geld wechseln, in hnoán- 
Iat'tuh'8jdO't8Íí)i 換 來 的 小 ^!, kleines 
Geld wechseln. 

T ist apocopirt vom inactiven Hülfsyerb 

打. 

Wá, hohl. 

Low, ein hohler Cylinder. 

Wä, Gattungsname aller gebrannten irdenen 
Waaren. 

[ Wa 完, ist ein mit Ziegeln gedecktes 
: Lehmhaus. 

Lyög ist ein liquides yvh, yug 
Ilütte, im Chinesischen wa-uh 

und /// wegen des Hiatus eingeschaltet 
' wurde. 

Wán, ältere Form wám, ein Edelstein. 
I Die Idee des Werthes, wie wir bei pénz 
und fizet gesehen haben, stammt von Edel- 
stcineii; Perlen und Muscheln. 

Wán 完, heisst zahlen, in van-liang 完 
Steuern zahlen. 

I Wan und hwan, sein, haben, thun. 




eme 



wo 



Hwän und kwän, müde. 
(Cfr. fä coreanisch far, magyarisch 
\ fár-adt, müde.) 

I Ye, assoniil; .'/a, inactives Hülfeverb. 
(Richtiger geschrieben van-jad). 

Wán, schleppend schreiten. 

Ye, assoüiii: ifo, Hülfsverb. 

Wá, Höhle, Höhlung. 
Wá, eine Pfütze. 

Pa in Tibetanischem ist eine Pronominal- 
Wurzel, analog dem Substantivbildner wa. 



— 97 — 



Fow-p'í ist im Chinesischen der Kopfgrind 
(fow =for =^ vor), eine brennende Wunde. 

Wá, Lehm- und gebrannte Ziegel. Die 
in der ungarischen Geschichte oft wieder- 
kchreude Benennung Sárvár, eine Lehm- 
festung, deutet an, dass die Festen einst 
aus Lehmzieg^ln gebaut wurden. 

Li -— 了- I : r, Ort, apocopirt. 

Wir finden unter der primitiven Tenuis 
j), wovon b, f, w nur Erweichungen sind, 
pa()-8o 炮 ^jff und pao-tdi/ 炮 befestigter 
Ort und befestigtes Hochland, wo pcto gleich 
pár (lem vár entspricht. 

Wá-ng, warten, ist ein Participial - Slam in 
aus der langen Wurzel wd. Es kommt aucli 
vor in dem gemeinsamen Compositum ki- 
wdiuj 期 ^^, hoffen und warten und im 
magyarischen kíván, hoffen und begehren. 

Das r in vár ist das apocopirte Hülfsverb 
Ii t-- ri 二 r. 

Die deutschen Wart-hnrgen sind von den 
Gelten entlehnt, die sie ihrerseits von den 
Turaniern entnommen; sie entsprochen dem 
obigen vdr und vár-ad, Feste, was durch 
das angefügte deutsche Burg bestätiget wird. 
Im Englischen ist es noch heute to ward, 
das im Koinanischen zu guard geworden. 

Siehe var, Schorf, Grind. 

Wá, Frosch und Kröte. 
Lán, gierig", gefrässig oder lan J^, hüpfen, 
springen. 

Yä, in Hokkjen yäk, im Magyarischen zu 
gfjäk erhärtet, bedeutet auch eine Kröte. 

Wä, coreanisch war, Ijärm, Qequack der 
Frösche. Cfr. 娃 wä, Frosch. 

TsÖ, inactiv. 

Ki, * Frequentativ- Suffix. 

7 



Var 

Schorf, 
Grind 

Vár 

Burg, 
Festung 



Vár 

warten 



Varancs 

Wurzel 

Várangyak 

Kröte 



Varcog 

krachen 



竽 



r 皮 九 



里 



望 



蛙懢 鴨 鳴作起 



far 



m 



Vstt 





toA Ski». ííh- FiainSe« ,bsr Ifanri. 
Tai lifH- Srihtt- 




B f. 史 ^ ,-- bjkíCT- V-a?itefle&e nr. 
Pá. ni": j;ivajii?«íá*Tín. Scunmr-ExpoKstn 

i',- Kxzf-iL" :力 iíinöL La Ae^ypcstebea ist 
Í31 二七: 亡 : TT*űAZt**iií. ftxptman f-imímn mh 
AttiT r ib«r5*fCEí- «fä^ mit dem 

一 10 

:iLi -xpTíif fte i-*? :inc 
TTÍ— cir^ra -r'r^ :iRd ty^ ; teoneu. 

I>i.* rnn:>:a-r r«^-» ánd**!! wir in dem 
*:X>É»ch«ra : GadrxLD. als Xumh eues 

-fy^rüíimwi Schwerte« . wo nw. das Eix. 
Kipr-rr. kk aloer ein Schwert bedestec das 
^uukumánnem Tor^ecragai wird. 

Hwá-j. äbwetzeD. von einer langen, aiqpi- 
rirc^n Warxel hur'i. 

h - ki 其. demonstratives und persön- 
lich« Fürwort. 



^ 99 — 



Vaszok 

Streulager 

Vászon 

Linnen 



Vata 

Baumwolle 

Váz 

Gerippe 

Vázol 

zeichnen, 
skizziren 



Véd 

wehrcD, 

ver- 
theidigen 

Vedlik 

häuten, 
mausern 



das Ende 

Vegy 

Gemisch 



Vehem 

füllen 

Vék 

Wake, Loch 



Pá, Stroh, auch Strohhütte. 

Sjih und jtth 薄, Strohlager für MenBchea' 
und Pferde. 

Má, Hanf, das älteste Material in China 
für Linnen. M wird mit Labialen oft ver- 
tauscht, so müh 木 wird in Hokkjen zu bök, 
wodurch erst die Aehnlichkeit mit dem Ma- 
gyarischen ersichtlich wird, da wmÄ-ö? 木 兒 
gleich bok-or, Gebüsch bedeutet. 

Syen, Linnen, Garn, assonirt zu szon. 

Cfr. das folgende vata. 

Hwa, schon an sich Baumwolle, z. B. 
pill hica 由 花, weisse Baumwolle. 

Tyé, assoüirt; Synonym. 

Wo, Skelett, auch gb. 

Sze, Tod, zu z erweicht und apocopirt. 

Hwá, zeichnen ; es wäre richtiger vazol kurz 
zu sprechen , schon zum Unterschiede von 
vdz, Gerippe, womit Zeichnen nur par force 
in einen logischen Rapport gebracht wird. 

Ol = Ii 史, assonirt, Hülfsverb. 

We', vertheidigen, schützen gegen einen 
Anfall; escortiren. 

Ta, Hülfsverb, apocopirt und zu d erweicht. 

P'é (p zu V erweicht), Canton pet, häuten, 
auch baryphonisch pö 刹, mausern. 
Li, Synonym. 
K ki 其, Pronom. 

We', Ende und Schweif. 
Ke, Ende, apocopirt. 

We, Mischung. 

Ye, pronom. Substantivbildner, in gy ver- 
härtet. 

Siehe vemh und vemhes. 

Wa, baryphon. Höhlung. 

KÜh, hohl, baryphon zu k apocopirt. 

7* 



废席麻 線 花 f 厄死肅 衞打 皮努 尾 靈猥也 窒舳 



— 100 — 



Vékony 

Rchmalydünn 

Vei 

mit 

Vél 

meinen 

Velő 

Gehirn, 
Mark 

Vemh 

Füllen 



Vén 

alt 



Vendég 

Gast 

Venyege 
Vér 

Blut 



We', schmal, winzig, figürlich abstract 
Kung und king 輕, hohl und leicht (ng=mf), 

Tibelanisclies Pronom, siehe val. 
Li, zusammen^ init, ein Paar. 

Wo', meinen, schätzen. 

Li, Hülfsverb, apocopirt. 

Cfr. we ^||, (lenken, betrachten. 



We', Junge werfen ist die Wurzel des 
Stummes vem, die auch in vi -sei, trächtig 
sein, vorkommt. Da das Wort auch als ve-hem 
■ vorkommt, müsste lum ein Analógon des ff« 
sein ; dies ist möglich, wenn wir beide in 
tce^-kim 胃 嫌, als Synonym für Magen und 
Baucli annehmen^ die Organe der Zeug^g. 

Wän, alt, im Tibetanischen van-pa = a-pa, 
der Vater, wo a und van für honorifique 
gelten, die Wurzel ist wa in wa'ta 大, 
alt und gross, woraus wang 王, der Könige 
eigentlich der Ael teste, ein Participial-Staram 
ist, dem tinnischen wan -ha entsprechend: 
ivaka ranlin icäinemimien. 

Cfr. icei 威, Würde, Majestät. 



Siehe vinyege, Rebe. 

Hiüe, coreanisch hiüör, Blut. 

Das finnische tderi, Blut, noch zweisilbig, 
ist mit dem Zeitworte icierí, fliesst, identisch 
unf] führt auf die Vermuthung, das Blut 
werde im Taranischen als flüssig par excel- 
lence so benannt. Dem entsprächen die chi- 
nesischen Wurzeln icei jf 遺, fliessen und 
ri 》 利, Synonym. 

Das lappoiiische loarr, war-ra, Blut, wäre 
mit den baryphoneu Wurzeln fä, coreanisch 



圾孔§ 儷爲史 



血 



― 101 一 



Ver 

schlagen, 
prägen, 
treiben 

Vércse 

Thurmfalke 

Verseny 

Wettstreit, 
Wettfahrt 



graben, 
meisseln 



Vese 

Niere 




far 法 und dem aspirirten hwä-hwä, corean. 
hwär 滑, fortfliessen, identisch. 

PiŐ, coreanisch j>jer, schlagen, hin weg- 
führen, auseinander schlagen. 

Die lauge Wurzel ist pe Jf^, ein Schlag, 
aus welcher pjen 弁, schlagen stammt. 

Híüé, coreanisch Miiör, Blut (siehe oben). 
Che, eiu Falke. 

Wé, coreanisch ver, eilen. 

Sony ist ein Participial-Stamm von shi 
eiu Wettren n-Pferd . 

(Cfr. das magyarische si-et, eilen.) 

Shing 乗, heisst wie ching < 正, Pferde 
treiben, überwinden und eilen; alles Merk- 
male der Wettfahrt. 

We', ein kurzes Schwert, von schneiden. 
She, Hülfsverb, apocopirt. 

Wo 我, eine baryphone Wurzel , heisst 
eine antike Waffe, wie auch woo 吾; heute 
bedeuten beide ich und wir; die kurze 
Wurzel lüuh 勿, heisst schneiden und gra- 
viren, woo aber fechten . 

Die Chinesen benennen die Eingeweide mit 
heute schwer zu deutenden Metaphern, wie 
die Niere, "üh-clw ]^, Perl - See. Ist 
es eino Metapher, so wäre das Magyarische 
durch ein synonymes pe-che 貝 池, Perl- 
See, zu belegen , ohne dass man auf das 
Motiv des Namens gelänge. 

Es mag aber, wie das Nierenfett, eine ris- 
kirte, phonetische Schreibung sein, wie ki- 
Mj 氣 海, welches wörtlich Luftmeer be- 
deutet , wo doch das chinesische háj dem 
magyarischen háj, Fett, entspricht und nichts 
mit der See zu thun hat. 



m 血噶 勿 桅使 




'/_ V r'ir 



1 ^»'j •■"••l 

Veot 

T *t,?J 七, * "七 \ 

¥et 

Vet 

Vét Vétel 

VeiekdL 
Veszékd 



Vezér 

Ffrldliíírr 



Ví 

kiÍJJJpffrIJ. 



茅 



Wé. :• .1 - Li.L. 



Ve • rz:.ir. 

>5riT vézna. 

響€. "WrrírrIL. "Wr^rrf^B 

Ta. a.}" ; Inef HíijfíTrrlt- 

Ta. Ä >■•■.••': zn^.-r- Hü-fSTrrilL 
V. u ve- sr. u-- r. kiafr-n. 



歹 í 



衛 

兒 



. -wrlk-.r. li-JrE. Meriten- 

Sze. :n ,:\ j^- :í- sTfrl^en. 

Ke. • ír-. ''u— i:iaúvc UDti inactive Hülfe- 

Lae. ' v-rliu. 



. wehrrD, s/liütren ^g>E*ii jeden An- 
^rin. Cir. 丄 

Szé. in ComjK'S. zu y' erweicht, Feldherr. 

C£r. iCr 師. liiv Arinet. 

Ol > Türkisch er 、,- coneret. Sufiix. 

響 ei. ein kurzv> Schwert und 9cei, ver- 
iLtíioiírcD, was- Kecht ist und bekämpfen das 

Wei. lechten. kämpf cd. ist im Magyaii- 

s^chvn eine Iie(hi]>lk-anoD. srlt-ichsam toet-fcei. 



fein. 委打^ 打 



― 103 ― 



WeÍ-8Íao ist ein chinesisches Compositum^ 
das Lächeln bedeutet. 

Das g von ki erweicht, ist frequen- 
tatives Hülfeverb. 

Wi, trösten und das Gemüth besänftigen. 

Wi, Geschmack, Genuas; an etwas Ver- 
gnügen finden; sich ergötzen. 

Ki, hoffen, wünschen. (Cfr. Id-wang, gleich 
dem magyarischen kíván,) 

Ke*, Wonne, Lust; magyar, kéj, apocopirt. 

Ve', hüten, warten. 

Yä, Synonym. 

Z = 8 使, inactives Verbal. 

P,ih, Spalte, Riss (p = v). 
(Siehe vicsor-og, fletschen.) 
YÖ, coreanisch yÖr, in Stücke reissen, ein 
Riss. 

Pih (p = v), ein Windstoss, in Compos. 
fung-pih 風 j| [百, Wind-stoss; füng ist ein 
Participial - Stamm von fú 酷, Blasen des 
Windes. 

Cfr. pth fung 風, Nord-Wind. (Fin- 
nisch poh'ja.) 

Mit dem Magyarischen identisch ist auch 
das finnische mh-anta, 

01, concret. Suffix. 

We', das Sonnenlicht, mit hohem Glänze 
leuchtend, 

Lá-ng, Flamme, ein Participial-Stamm von 
einer langen Wurzel Iá, die sich, als solche 
mit Vocal a im Chinesischen nicht vorfindet, 
wohl aber mit anderen Selbstlautern vor- 
kommt, als lö 裕, brennen, magyar, lob, als 
lü 爐, ein Feuerheerd, als Ii und Ue 列 
rasende Feuersbrunst. 

Hieher gehört: 

We', Sonnenlicht. 

Län und älter läm, Feuer rasend. 



fletschen, 
lachen 

Víg 

froh, lustig 



Vigyáz 

hüten, 
wachen 



Spalte, 
Kluft 

Vihar 

Sturm 



Világ 

Licht, Welt 



Villám 

der Blitz 



微笑 尉 1 味覬妓 衛押 劈虐 




兒. ST 期 



1 




— 104 — 



Vine 

Geilheit 



Virad 

es graut, 
es tagt 



Virág 

Blume 



Virgonc 

munter 

Visel 

tragen, 
trächtig- 
sein 



Hütte 

Ví88za 

zurück 

Víz 






史 



Yin, Liiöt, Wollust. (F coefficiens für w,) 
Tsze, Liebe, Leidenschaft^ apocopirt Zea- 




(Dies Wort ist mir blos aus dem Wörterbuche bekannt.) 

We', Lieht der au%ehenden Sonne. 
LÖ rö, Brand. 

(Cfr. iiiaj^ym', raytjog, leuchten.) 

Höchöt iutercäsant ist hier des lapponischen 
Gottes Rattjm zu erwähnen , dessen erstes 
Element rät, dem magyar, rad (in m-raií) 
und rad'tfoij O'ugf/og) entspricht, während 
tjan vollkommen dem chinesischen fjén 天, 
dem japau.- magyar. Um in is-tm ähnlich ist. 

We', üppige Vegetation der Blumen. 

Ul, reduplicirt in ul-ul, üppig* , mit dem 
ersten Gliede verbunden, gibt vir, das als 
Verbal - Stamm zu rnr-úl und vir-ü wird, zum 
Beweise, dass das Finale dg blos ein Sub- 
stantiv -Suffix ist, gleich Jd g^, vollzählig, 
assonirt, welches Collectiv-Hauptwörter bildet. 

Siehe vir-aszt, wachen, von virad. 

We', tragen, eine Last tragen ; 
We', Junge werfen. 

She, (IKi Zeugfii ugs-Organe. Cfr. ste 氏, 
Familie und she 也, Generation. 

Li, inactivcs llülfsverb. 

( Vi'sz, trafen ist dieselbe Wurzel.) 

We', ein Zelt. 

She, ein Zelt errichten, apocopirt. 

Uh und hu, oiu Zelt, eine Hütte, synonym. 

We', den Rücken drehen. 

So, Ort, Tibetanisch sa, Land, Platz. 

We', í^ro^su Anhäufung von Wasser. 
Sű, zu s apocopirt, ein Giessbach. 
Cfr. (las türkische yo sü, die finnische 
Wurzel m mz-nL schwimmeD. 



一 105 一 



Vizsa 

Weinstock 
reihe 

Vizsgál 



Volt 

gewesen 

Von 

ziehen 

VŐ 

Eidam 

Vevő 

der Käufer 



Völgy 

(las Thal 

Vörheny 

Scharlach 



Nach Lhuyd, Archaeologia Britannica, 
stammt das beutige Oxford vom celtischen 
uiz-ke, dessen Elemente turanisch sind (viz, 
Wasser, Fluss, ke Wurzel des magya- 
rischen ke-l, überfahren), deren Bedeutung 
erst durch das anglo-saxonische Synonyme 
ford ― Furt, ersichtlich wird : mz-ke wurde 
im deuschen Mundo zu ox verstümmelt, wie 
hundert andere celtische Eignen name d. 

Siehe vinyege. 



MIh (m -- v), das Auge, mit Japan ischem 
Stamm-Exponenten 8. 

Kia, untersuchen berathen. 

Li, apocopirtes, inactives Hülfsverb. 

Hieher gehört vizsla, der Spürhund, wo 
mih und la (im Magyarischen Id-t, sehen) 
Synonyme sind. 

Cfr. vala. 

und VO sind tibetanische Wurzeln, die 
sein bedeuten ; das t ist Praeterit - Suffix 
ta 打 im Chinesischen und Magyarischen. 

Wo, ill die Haud nehmen, pflücken. 
Na, auxil. Verb der momentanen Hand- 
lung. 

Wa, nehmen, baiypbon. 

Cfr. oben msz, neliiiien und kaufen. 

Im lappouiscben idwa und wiw, , Gener. Im 
Chincsischeu heisst der Eidam nö-sii ^"^, 
welches (las magyarische nő - szül, heiraten, 
erklärt; wie nä-tze ^ 妻, ein Weib nehmen, 
das magyarische nász, Hochzeit, illustrirt. 

Wan, das Thal, baryphon (n ^ l). 
Ye, Substantiv-Suffix. 

Hiüé, coreaniscli hiuör, Blut. 

Húng, roth. 



脒鉚吏 棵那悛 彎 也血紅 



― 106 ― 




Bágyad 

ermüdet 



Bálvány 

Götze 



Bámul 

staunen 



軟 




Páj = báj, ermüdet, erschöpft. 

Cfr. lappon, icaj, icaja, moeror luctus, wo 
die primitive Tenuis p in b und w erweicht 
erscheint. 

Ad = ta 打, Verbal-Suffix. 

Pá, kurze Wurzel, bedeutet dem Geiste 
der Strassen vor einer Reise ein Opfer dar- 
bringen. Die hievon stammende Gtxinsipdj 拜, 
heisst sich verneigen, anbeten. 

Cfr. das mongolische balvan, eine Statue, 
eine Säule. 

Váng ist nahe dem fung ^*, ein Idol. 

Pán, ältere Form pám, bám, staunen. 

Ul, subject. Hülfsverb, analog dem U 吏. 



Bab 

Bohne 

Báb 

Pappe and 

bábu 
Baglya 

Schober 

Bagoly 

Eule 



Pe, Herz, Nabely Eingeweide^ dienen 腿 
das Innere zu bezeichnen und sind durch 
Verlust ihres Accentes zu hiu-tgae 字, 
(leere Worte) d. h. zu Suffixen geworden, 
als solche aber zu b erweicht, nach den Regeb 
der Composita. 

Siehe die magyarische Flexion im An- 
hang. 

Bhabä, Sanscrit, Bohne, Idrchenslav. hM, 

Baba, im Sanscrit von unartikulirten Tönen 
gebraucht, lateinisch bab-ulus, plappernd, 
kirchenslavisch hüb-ati, stammeln. 

PÖ, in Hokkjen pök, ein Haufen. 

Lä-n, aufhäufen y von einer langen Wnnellá. 

Pje, in Hokkjen pek, pak, die grosse Eule. 
UT. concret. Suffix. 



to 



•9 



― 107 ― 



Pa, pi, prouominal. 

Nä und Nuj, in, darin, apocopirt. 

Fán uud hän 4^, bereuen, ein Verbal- 
stamm an sich, ohne inactive Hülfs verba. 

Pán, als Substantiv ein Minister an dem 
Hofe, ein Aufseher bei Tribunalen, sc'm pán 
三 3^, die drei Minister, par excellence. 
"TVon 



Slaven entlehnt, sowohl als La- 
teinern.) 

Fán, beleidigen, verletzen. 

Ta, actives Hülfsverb, apocopirt. 

PÖ, pä, reduplicirte Wurzel, mit Wasser 
besprengen. 

Z = se Hülfsverb in z erweicht. 
Pan, staunen. 

She und 8Ze, concret. Suffix. 

Im Chinesischen heisst t'ao 桃, Pfirsich, 
taV'Sze ipU, gleich dem magyar, tavasz, der 
Frühling = die Pfirsich-Blüthezeit. 

Pá, coreanisch par, hastig zurückkehren, 
voraus. 

Pan (pal) ;^, sich fortbewegen, ausziehen 

und pang herumstreifen. 

Lö, herumstreifen, patrouliren; hiemit ver- 
wandt ist das magyarisclie ló, das Pferd und 
das Verb lót, rennen. 

La 拉, in Hokkjen lak, sich nähern, zu- 
gesellen, woher lá-j 來, kommen, gehen, 
Id-n j^, einbrechen in ein Gebiet, Id-ng 《長, 
der Wolf (der Einbrecher in die Heerde). 

Páo (do = dr), hauen. 

D = ti 氏, Pronominal-Substantivbildner. 

PÖ, coreanisch por, dumm. 
YÜ, Synonym. 

Pao, Knospe, Sprosse (ao -= ar), 
Kiá, Synonym. 



Ban, ben 

darin 

Bán 

bereuen 

Bánik 

behandeln 



Bánt 

anrühren, 
beleidigen 

Baboz 

besprengen 

Bámész 

Gaffer 

Barack 

Pfirsich 

Barangol, 
Ballag 

streifen 



Bárd 

Beil, Axt 

Bargyu 

blöde, 
bornirt 

Barka 

Kätzchen 



彼內恢 班 犯打凝 膀士 . 拔邏 创帥愚 襟甲 



— 108 — 



Barlang 

HüUe 

Barom 

Rind 

Barna 

braun 

Bátor 

tapfer 



Bátya 

der ältere 
Bruder 



Be, ba 

in, hinein 



Bece 

Kalb, 
woinorlich 
Kind 

Bec8 









(Hievon wird barkóca, die Elsebeere ab- 
stauiincDy die Kätzchenreiche ?) 

PÖ, coreaniscli por (bor), eine Höhle. 

LÚng, eine Höhle. 

Pao (/") 二 ar), nähren, aufziehen (von 
Thieren). 

Ma. verkehrt Pferd. 

PÖ, eurean. pur {bor), sonnverbrannt. 
Na, Pronom, Adjectivbildner. 

Pá - tu - Iii , chinesischer Titel tartarischer 
Häuptlinge. 

Es wird eine chinesische Transcription des 
freniiltiii Wortes sein, dessen wirkliche Ety- 
; iiiologie im tibetanischen spa, Muth und 
'- tow = for p^, Gefecht, liegt. 

Pa uud pó ^^, alt, gleich d und ö im 
Tibetanischen und Magyarischen (o-pa), smd 
gebräuchliche Ehrenepithete der Gottheit, 
des Fürsten und der Eltern. 

Tjó, der Vater, eigentlich der Nachsichtige 
par excellence : im Tschiremissischen noch 
ohne Harmonie Orije, im Magyarischen aber 
zu fffu assonirt. 

Pe, Nabel und Centrum. 

Pe, Magen, Eingeweide. 

Pe, Herz und Nabel, Mandschu. 

0fr. obeu ha. 

Me, iu Ilokkjen he, blöcken, auch 羊, 
Synonym, Naturlaut. 
Tsze, Kind. 

0fr. das chinesische ho-poi und das finni- 
achü liopen = Geld und Silber. Ho ^(?* ist 
Frucht iiiul Cioticide überhaupt, als Artikel 
; (los Tausclios, verbunden mit pei Perl- 
I inii»(*liol, div his 200 v. Chr. als Geld diente 
I iiiul liior dem magyarischen be entspricht 



— 109 — 



•Cs 珠 ist chu, eine Perle, apocopirt, 
BeCSŰ-let ist die Schätzung nach Perlen- 
werth, wie das arische honos, Schätzung nach 
Gold und aestimo Schätzung nach Kupfer- 
werth. 

Cfr. die griechische Wurzel tio), schätzen. 
(Siehe pénz und fizet.) 

Pi und pe', haderi); zaukeu. 
Kj, frequentativ zu g apocopirt. 
Cfr. hece. 

Pe, Kropf der Vögel. 
Yé, die Kehle und schlucken, zu gy'or- 
härtet. 

Pjlh, in Hokkjen ptk, ein Kriegswall, ver- 
wandt mit dem mongolischen bélc, eine Burg- 
und Panzer. Es ist beinahe derselbe Ideen- 
gang, wie im Deutschen einfriedigen und 
der Friede : si vis pacem para bellum. 

Cfr. bék, der Panzer, deswegen Schild- 
kröte, verbunden mit hüi ^^, der Frosch 
oder kÖ jj^, Synonym. 

Siehe oben bék, der Friede basirt auf der 
Idee durch Wehr und Schutz gewährleisteter 
Sicherheit. 

Siehe bég und das chinesische pe und me, 
Pe, Eisen. 

Kjlh, gehämmert, apocopirt. 

LyaÓ, in Hokkjen lyó, Fesseln. 

Vergleiche die Wurzel be = íd, wozu 
Herz, Nabel , Eingeweide dienen und die 
vom Mandschu heje, Leib, Körper, als dem 
Inneren entgegengesetzt, zu unterscheiden 
sind. Wohl aber hängt damit die Post- 
position belé, hinein, aus derselben Wurzel 
der Innerlichkeit zusammen, verbünd gd mit 
dem Localsuffixe U 裡. 



Bég, bőg 

blocken 

Begy 

Kehle, 
Kropf 

Bék 

Friede 



Béka 

Frosch, 
Schildkröte 

Béke 

Friede 

Bekeg, 
mekeg 

blöckeo 

Béklyó 

fesseln 

Bél 

Eingowoido 



^0 腩咽 辟 辟蝦 辟意 姚屐 f 毘, F 



― 110 ― 



BelémL 
Belény und 
Bűiény 

Bilsenkraut 

Belezna 

Fehlwurf 

in der 
Leinwand 

Béna 

der Lahme 



Siehe bölény. 



Lohn, Sold 3 
ns 

rc, 
rek 

^1 



Bérese 



Berhe 

S<ílnirzf(íll 

Berkél 

SproHHon 
troibon 

Berz 

Kloo.tniin 
IMioHpho- 





01 不 
者 



Wohl vom polnischen IjeUzna , weisse 
Wäsche, Linnen. 



Píén bén. lahm, im ^lagrarischen die alte 
z\veisil!.iij2:t?" Form erhalten ; die Wurzel ist 
Däinlieh pjt j^, lahm, auf beiden Füssen, ver- 
bunden mit un pronom. Adj ecti vbildner. 

Pci, Perlmiisi'Iiel, siehe becs. 

Li = ri, apoeopirt r,, Werth. 

Pe', ein Hügel. 

Ri, tibetan. der Berg*, entsprechend einer 
langen chinesisclien Wurzel , aus welcher 
tm 林, der Hain und Tkng <^^, der Berg- 
rücken, abstain lueu. Tsze apocopirt, ein 

Bér-eg, stannnt von einer kurzen Wurzel 
pjt jj^p. coreanisch ? í/\ der Hügel, ek 个, 
apocopirt ko、 iuilividiial. Suffix. 

Pe«, llüorel. 

Ri, tibetanisches Svnonvm. 

Ché, proDoin. Siifrix, die ganze Gruppe 
icleich Sylvestris, par excell. 

Vfv, bőr, lias Foil uuil (las vom Persischen 
staninuMido /"•"•':""/, das Felleisen. 

(、ti'. barka. 



' P,íh, coroan. j))r, Bernstein, verbunden mit 
/tit'"t、 血 Blut -Bernstein, hwa 花祐, 
': g 《山 lümter Bernstein, ming 明^^ , glänzen- 

clor liernstein, meih la 蜜 Honigs 
wjuihs-Hornstein, d. h. gelber. 
( )(\\ horz-ail, stränben und pir. 



u é ^ e ü 

z B ^ B H 



一 111 ― 



Beszél 

sprechen 



Beteg 

krank 

Betű 

Buchstabe 

Betyár 

Räuber 



Bibasz 

Tölpel, 
. Tropf 

Bibe, bibi 

Wunde, 
Narbe 

Bibor 

Purpur 

Biceg 
-en, -ent, 

l^ackeln, 
hinken 

Bicsak 

Kneif 



Biga 

Schnecke 



Pe, inactives, profixives Hülisverb. 

Szé, Geschichtsschreiber, Erzähler. 

Cfr. szól in der dravidischen Sprache zum 
Beweise, dass es nicht vom slavischen bino- 
inen slowo entlehnt ist. 

Pyé, Canton pet, eine schxnerzliche Ge- 
schwulst, ein Geschwür. 

Ki, pronom. Adjectivbildner. 

Vom griechischen ßYj-ra? 

Pye, Canton pet, heftiges^ bösartiges Ge- 

müth, wie auch pje WCy jemanden zu Boden 

schlagen, niederschlagen. 

Yä und yé, verletzen, wehethun. 

Cfr. yay die Wüste, verbunden mit 
öl = r 兒, Sohn und concret. Suffix. 

Pi, böse. 

Pá, anmassend. 

S, indiyiduales Suffix. 

Pi, Krankheit, Schmerz, Schwären, Stein. 
Pa, Narbe, assonirt zu pe = be, in Com- 
positis. * 

Pu und 

P,aO (ao = or), Purpurkleid. 

Pi, lahm und hinken. 

K'jen, in Peking" sim, gelesen , synonym 
und schon im chinesischen pi-k'jen als Com- 
positum im Gebrauch. 

PI, schneiden, pi mit dem Messer 

schneideD. 

Ghá, in Hokkjen chäk, schneiden. 

Cfr. chö 亞, cTie 裝 |J, chüh 屬 斤, alle Sy- 
nonyme. 

Pe', Muschel. 

Ka und kwa, Schnecke, in Compos, ga. 



被史 w 其 撇 厭 丕伯 士痞疤 莆袍 跛褰 别割 貝蝸 



一 112 一 



Bigyeszt 

ausstelltiUy , 
zur Schau 

Bika 

Stier 



Sielio begy, Brust, sich in die Brust werfen. 



Bikfic 

ein 
arii)Solig;er 
Kerl 

Bilincs 

f (; SS(;lll 



Billeg, • 
Billen 

W.'Lllkc.ll, 
Hr,|i;iilkc.lll; 

Bír 



Bir6 



Birtok 

"1", 

IImIm- 



特 






it 

II 



Mongolisch buka, der Stier. 
Pe', mänulich, das Zeichen deutet 
;" 1, (lass es sich um Rinder handelt. 

Ka. ein dreijähriger Stier. 

(Hieraus stammt hm tze I^p, der 

Stíiinmtriuí^er und han tza, die Stute, als 

Suunmti'ii^rin, da sowohl Sohn als 
Toclittir bedeutet.) 

Plh, in ITokkjen püc, widerspänstig, böse. 
Fi. ent^j^iigesetzt dem Rechten, schlecht, 
unverscliäint. 

Tsz', concret. Suffix, 

Pi, der Gurt. 
Lien, Fesseln; 

n;irvj)lionos hin in lán-sö 緩 鎖, die Kette, 
(las Schürstiui, entspricht dein magyarischen 



Pje, srhwankon, wogen. 
Lan, Wi"fi:e und wiegen. 
Leg ist Iá 拉, schütteln, schwanken, 
jiKsonirt. 

Pji, ('.oreanisch j"r, der Daum der Hand- 

Bir, im Türkischen ist eins, vom Daumen, 
wir. /// im Chiiuisisc-hen der Ann und eins. 

Pi, v《'i""rú'l""i iiiul Urthoil fällen. 

LÓ ró, spalten, brechen und urtheilen. 

Pöih, l oivim. j"'r, der Daumen. Vide Wr. 
Tuh, K*iinl, ()|»t\irthiere, gleich fetidum fur 
Mi'm'H/. 



― 113 一 



Pí, Usurpator, Tyrann. 
Tang, widerrechtlich Autorität, Macht sich 
anmassen. 

Pe,, hängen. 

Tow, jemanden hängen, den Kopf abwärts. 
Pi, Usurpator. 

Tow = tor, von der Macht, der Regierung 
Besitz ergreifen. 

Pji, mit japanischem Stammexponenten 
piz, vertrauen auf, wie im pß-shing 必 勝, 
vertrauen auf Erfolg. 

Bizalom, das Vertrauen ist durcli das ab- 
stracte Substantive bildende lun nach 
Principien besprechen, untersuchen, wie wir 
es auch im mongolischen dorolon Gesetz 
und Recht, finden, welches dem chinesischen 
taő-U'lun entspricht. 

Píh {pik), ein gelbes Holz, ähnlicli dem 
Granatbaum (?) 

Die Magyaren mögen ihr altes Wort für 
europäisches Gehölz ebenso gebraucht haben, 
wie sie mit ihrem Worte huza, das in Asien 
Reis bedeutete, in ihrer neuen Heimath den 
Weizen benannten. 

Peih, mit japanischem Stammexponenten, 
wahrlich, nothwendig^erweise. Cfr. bezeg, 

Pe' bi, sich versammeln, synonym mit 
hem - zseg, in lappon, hem-zet, dem Men ; |^^, 
wimmeln, entspricht. 

Tsjlh = zseg, schwärmen. 

Ist ein verstümmeltes pers-icum malum, 
wie wir es im Pfirsich, peche und peach, 
sehen. 

Pa und po, reduplicirt und apocopirt, der 
Schopf. 

8 



- 114 



Bocsájt 

vergeben, 
erlassen 



被 






木 



Bocskor 剰 

Bundschuh 尸復 



Bódít 

betäuben, 
verrückt 
machen 

Bodor 

kraus, 
Tatze 

Bog 

Knoten, 
Knorren 

Bogár 

Käfer 
iDßect 

Bogdány, 

Lun^on- 

Baglya, 
Boglya 

Ii Wh 




玻 

uimI 



Bogyó 
Bogyolit 



Po, pi, causiitives Hülfsverb , nach der 
ältiisten chinesischen Sitte dem regierten Verb 
prätitcirt. Siehe Einleitung. 

Chai, vergeben, nachsichtig* sein. 

Ta zu f iipocopirt, actives Hülfsverb. 

PÖ, mit japauischem S tarn mexponenten 
pus, Fell und Haut. 

Kio, corean. kor, Hanfschuhe, also allerlei 
Schuhe. 

FŰ, betäuben. 

T,i, Körper; das Compositum bedeutet im 
■ Cliiuesischen betäuben ; im Magyarischen zu 
! hó-dt-t erweicht. Siehe hoho» 

I PÖ, kraus, p6 跌, kurzes Haar am Körper. 

T0W, (low, dor, der Kopf, Oxy phon in 
göndör kjUn toic 頭, synonym. 

Siehe fodor. 

Müh, in Hokkjen hole, Holz, Baum, woher 
hokor, Busch muh-öl 木 兒, Baumes-Sohn, 
Diniiiuitiv. Der Knoten im Holze heisst im 
Chinesischen tsle-muh 節 木, bok-szäk. 

PÖ, in Ilokkjen pok -- = hog, spalten ; von 
der Idee seccu'e , wie im latéin. In-sec-tum. 

■〜 k 

Ul, türkisch er 乂, concret. Suffix, 

Beide slavisclien Ursprungs, das Motiv 
der Beneuuung^ des Bratens nach dem hei- 
lii»ou Adeodatiis, ist mir unbekannt. 

(CiV. (Ue Etymologie von sirloin im Eng- 
lischen.) 

P,Ó, aufhäufen, in Form eines Hügels auf- 
ricliteu. 

PÖ, in ilokkjeu pÖky aufkramen. 

Lya ist liquides j/a, yu 庚, Heuschober. 

(Jfr. megy und mogyoró, Beere und Hasel- 
niiHH, (leren Wurzel me* afe, süss (m = b). 

Siíílie bonyolít, pan 斑, verwickeln und 

fun-iinn 紛标, synonym. 



一 115 ― 



Bohó 

Thor 

Bojt 

Zotte, 
Quaste, 
Pfropfreis 

Bojtogat 

schüren, 
anstiften, 
antreiben 

Bók 

Ver- 
neigung, 
Bückling 

Bokor 

Busch 

BÓI und bői 

aus 

Boka 

Ferse 



Bólint 

nicken 

Bolond 

Thor 

Bolt 

Gewölb 

Boly 

Haufen 
V. Insecten 



PÖ, Thor. 

Hao, in Hokkjen ho, Geistes - Verwirrung. 

(Cfr. hö'bQrt und hódit) 

P'yao, eine lange Quaste, Vriddhi, statt 
der magyarischen China , von der Wurzel 
pa 琶, Haarschopf. 

Ti, pronom. Substantivbildner. 

PÖ, anstiften, aufreizen, Guna. 

T'jao, in Hokkjen tjo, synonym. 

Ga ist ki ;^, Frequentativ; assonirt. 

T - ta 中, activ. Suffix. 

Cfr. bujtogat Hieraus bojtár, der Schäfer- 
junge, der Treiber. 

Pao, in Hokkjen pö, sich verneigen. Als 
Guna paj 拜, sich neigen vor Gott und 
Kaiser. 

Ki, apocopii't, beugen, z. B. M show 稽 首, 
den Kopf vorneigen. 

Müh, Baum, in Hokkjen hok. 
Ul = or, Kind, Diminutiv. 

PÓ, Pronom. 

Li, apocopirtes Local-Suffix. 

PÖ, zu Fuss reisen, wallen. 

Hiä und kia, Ferse, hieraus der Stamm 
kän ](; 良 und hän 期, Ferse, die wir im 
magyarischen sark und sar-kan-tyú finden. 

Po, an eine Seite lehnen. 

Lin, äusserste Érmüdung. 

Ta zu t apocopirtes Hülfsverb. 

Vom polnischen hlq,d, irre, mit eingeschal- 
tetem Schewa o, da im Magyarischen binome 
Wurzel nicht vorkommen. 



Vergleiche boglya. 



8* 



£ 牿影 氏撥祧 暴稽 木兒彼 裡娥輜 跛廪打 



一 116 一 



Bolyh 

Wolle, Zotte 

Bolyong 

hemm- 
schweifen 

Bomol 

zu Grunde 
gehen 



Bonc 

Schenkel, j 
Halskette : 

Bong 

summen 

Bor 

Wein 



Borda 

Rippe 



Borit 

zudockou, 
Uborziohou 



Borju 

Kall) 



玻 

玻 




柏 




大 

范 



勺 

und 
拔 



牛 



Siehe oben bojt. 
Cfr. p'i>, lit. 

PÓ, transitives Hülfeverb. 

Liäng und lang, vorwärts schreiten, hastig 
wandeln, hüpfend gehen. 

P ,! 10, reissen, brechen, zu Grunde gehen 
und richten, ist die Wurzel des Stammes 
bom, dem im Chinesischen pun, coreanisch 
pon, älter pom :^, in Verwirrung stürzen, 
entspricht. Cfr. bon-L 

Cfr. pwan 洋, coreanisch pon, vom Eis- 
brechen, so dass bomlik synonym mit zajUk 



ware. 



Pung, rauschen, lachen. 

Cfr. fung ^^, Biene, d. h. die Summende. 

Po, coreanisch por, Weintrester. 

Ul = r, gekocht. 

In den tartari sehen Gedichten, gesammelt 
von Raillt)ff, kommt bor viermal in der Be- 
deutung von Wein vor. Im Chinesischen 
heisst die Weinrebe, wie im Mag-y arischen 
só-Iő, wo sä 面胥, einen edlen Wein, lő 
aber die spontan wachsende Rebe bedeutet 

PÖ, coreanisch pör, gebraucht von Rippen 
und Schulter. 

Tá, gross, wird oft den Gliedern angefugt, 
so z. B. Schenkel, td t'üy 大 

PÖ, coreanisch pur, ein Teppich oder Vor- 
bang. 

Pao, in Ilokkjen po, einwickeln (ao = or), 
im Mougolischen hur. 

it ist doppelt inactives Hülfsverb. í-ta 
以 中 , íipocopiii:. 

( -ír. bár-om. 

Yew yu, Ochs, gewöhnlich new?. 
Cfr. ijew 幼, jung. 



一 117 一 



Borz 

Dachs 
und zottig 



Bors 

Pfeffer 



m 





PÖ, coreanisch por, kurzes Haar, das auf 
dem Leibe wächst. 

Seil (sző), Ilaare im Gesicht, apocopirt. 
Dies beweist, dass der lange Stamm szőr =•= 
Haar eine Composition ist, = szo-li 須 
wo Ii = Bart, Borste ist. 

PÖ, coreanisch por, Pfeffer. 

Shá, apocopirt zu s, langer Pfeffer. 




Boru 

Gewölk 

Borzogat 

schauern 
machen 



Bo68zant 

ärgern 

Bosszú 



Bot • 

Stab; Stock 

Botlik 

stolpern 



Botor 

dumm 



Botrány 

Aergerniss 



Pao, mongol, bur, magyar, bor, Wolken. 
II und YÚ, Regen. 

PÖ, kurze Haare auf dem Körper, und 
PÖ, Frost, Kälte, im Coreanischen beide 
pÖi* ^ bor. 

Es ist eine complexe Idee, die aus haar- 
sträuben und frösteln entsteht. 

Ga-t ist Td'ta 打, frequentatives und 
objectives Hülfsverb, assonirt und apocopirt. 

Cfr. das alterthümlichere, lappon, porsset 
gleich borzad. 

Siehe bOSSZÚ und bŐSZ. 

Pao, in Hokkjen po, wiedervergelten. 
Siöe, Rache. 

PÖ, Canton pot, mit dem Stocke schlagen. 

PÖ 炎, auch todt schlagen. 

PÖ, Canton pot, stolpern. 

Lie, in Hokkjen lik, Synonym. 

(Dass lik ein zweiter Stamm ist, beweist 
dessen Vorkommen im populären hotlik-csetlik.) 

PÖ, unachtsam ; auch pö 勃, leicht in 
Verlegenheit gebracht. 

Tö, stottern. 

Ul = r, concretes Suffix. 

PÖ, Canton pot, böse, schlecht. 

Lán (ran), Excess, buchstäblich und figür- 
lich; Verletzung, Entehrung, in fremdes 
Recht oder Eigenthum Eingriff machen. 



葆雨跌 




教雪樸 薄 




薄 姐 



― lis ― 



Bú 

Kummer 



柿 



Búb 

Schopf 

Buborék 

Wíisaer- 
blase 



Bucka 

Sandhüg^el 



BÚCSÚ 

Ablass, 
Abschied 

Buffän 



dumpier 
Schall 

Bug, bug 
Buga 

Bugya 



Buja 

wollüstig*. 






Das iníi«j:yarisclie /v/»// en t spricht einem 
cliiiu*äischcn /fhnj, Participial-Staiiim von der 
; Wurzel 1(1 刺 und 拉, ruchlos und brechen, 
I vorletzen. 
' Pú, liesoi'f^iiiss. 

Die kurze Wurzel ist pü y!^, Gram, Kam- 
in lm*, Kränkiiu^. 

(,fr. j)t( 痛, Krankheit. 

Siehe bób. 

Pú = bű, liervorquelleii, schäumen. 

PaO, mongolisch biii\ magyarisch bor. 

Ek ist /,/ 其, Pronum. 

Dio \ixi\\j:v Wurzel ist pn ^(|J, die Quelle 
und (ias (^iR-llen, vervviiDílt mit dem inag^va- 
riscliL'H fn in Icnt-fo, (Quelle. 

PÚh, Knlklt)ss, und 

Fuh, hoch uud weit, mit Japan. Stamm- 
Kxponenton. 

Kjä, Ilüjcel, Abhang. 

Pu, geben, helfen. Cfr. bocsájL 
Chú. veifi^ebeu. 

Siehe hocmjt, vergeben, das sich hier in 
einer anderen VocaJ-Scala wiederholt. 
Fú, heftiger Winds toss. 
Fan, Wiinl, ein Boot treibend. 



浮 

芽 

浮 

菊 



Púh, sj»riosst»ml, knospend; ältere zwei- 
silhiiifo Fiu'm. (Yr. üben bog. 

A und ya. div Knospe und spriessen. 

Puh. ausluvoiion, quellen. 

YÚ, "ill (; esH'Wür, dies ist die Wurzel 
(los maiifvarischcu (///«V, schwären. 

Fű, wo 11 üst it;:. 

Yü, JSyuonym. 

In MíuhIsoIiu, nitfiilma, ein niedriger, 
"milichiT Mo Usch. 



― 110 ― 



Bug 


逋 


Bújik, búvik 


sich 




verstecken 




Bujt 




Buk 


樸 


fallen 




Búkor 


痛 


Melancholie 









Bulikol 

girren 

Bulya 

dünn 

Bunda 

Pelz 




Im Sinne des üppigen Wuchses fu 扶 

und pü 園, Gemüse und Obstgarten, yüh 佚, 
üppige Vegetation. 

Vergleiche oben bög. 

PÚ, sich verstecken. 

Im Magyarischen als Guna und Vriddhi, 
das heisst mit inactivem i 以 und we^ ^^, 
gebräuchlich. 

Vergleiche bojt. 

PÖ und pú, in Hokkjen pok und pük, 
fallen. 

P'U, Krankheit. 

Cfr. pú 怖, Grain, Kummer. 

KOW ― kór, äusserstes Alter, hinfällig und 
nahe zur Erde zurückzukehren . ' 

(Senectus ipsa morbus est.) 

Siehe turbulékol. 

Siehe pulya. 

Fun, eine Art alterthümlichen Wollentuches. 

Tá 暴毛, ein Tuch, einst von Indien ge- 
bracht. In Compos, zu da. 

Cfr. 'p^ung und p'ing, tibetanisch ein Filz- 
teppicli-, pung ta 打, den Teppich ausbreiten. 

Pung, Streitkolben. Im Magyarischen volle 
Form. 

Siehe buja. 

PÚ, Besorgniss. 

Shi, Mann, concret. Suffix. 

PŰ, nicht (füh ^ , müh 沒, woo 無, Syno- 
nyme). 、 

Tá, scharfsinnig. 

P'Ú, Bett, Tischtuch, Teppiche ausbreiten. 
To, coreanisch tor, ein Sack, ein Geräth, 
um Kleider und Speise einzupacken. 



Bunko 

Streitkolben 

Bury ás 

üppig 

Bús 

traurig 

Buta 

Bútor, 
Bútyor 

Möbel; 
Reisesack 




— 120 — 



Búvár 

Taucher, 
Forscher 

Buza 

Weizen 



Buzog 

walle D, sich 
ereifern 

BŐ 

i'eich, weit 

Bog 

Knoten 

Bőg 
Bögy 

Kropf 

Bök 

stechen 

Bögöly 

Bremse 

BŐI 

von, aus 

Bölcs 

der Weise 



Bölcső 

die Wiege 









Sieho obon bujík. 

( 'fr. niHlt ist speciell taaehen. aitttr- 
siiik^'H (n)K ― hu). 

Pú. Kí'iincii und Spricssen der Pdanien. 

PÖ audi ti1>etanisch po, der Wein, 

so (luss huza eigentlich Weizensaat bedeutete. 

Sa, silen, Siiat. 

Í 'fr. Mandscliu huda, Reis, das in Europa 
I'll Wí'izen ersetzt wurde. 
PÚ, dir < Quelle. 

Sze, a.ssimirt zu k" zo, inactives Hülfsrerb. 
G k; 起, apdcopirtes Frequentativ-Soffix. 
Pe, fe, coreanisch po nnd fö, reich. 
PŰ 浮, iUierflüssig. 

siííhe bog iiD(l bug. 

Po, «las Lünten der Glocke. 
KÍ g, apocopirtcs Freqiientativ. Siehe Uj. 

Pe, coreiinisch 7〃; Kropf, Kehle. 
Yu = gy, iipocopirt, Synonym. 
CMV. hvAjii und hiijißHSzl. 
PÖ, in llokkjen pok, baryphon, stechen. 



PÖ, in Tlokkjrn pok, 
VAw bök, stochiiD. 
Ul, (ioiKiret. Suffix. 
Verirloiche ból. 



stechen, barjphon. 



PÍ ist die Wurzel dos Stammes bö4; es 
bedoutet das dcnkonde Princip der Seele, das 
geistige Klein ent des //iw-Princip's; hieraus 
stammt das participiale phig discutireo, 
hemth schlagen (71 - _ 1:), 

Ché, wissen, ist zu es apocopirt, wie nach 
Liquiden in törs, hor-s, (Cfr. das türkische 
hilmak dLJb^ wissen, erkennen.) 

Pjen, schwÍDí»^en, wippen (n = T), 

Chao, in 】Iokkj"n ch), schwingen, bary- 
phon CS, 了. 



― 121 ― 



Bögre 

Töpfchen 

Bök 

stechen 

Böjt 

Fasten 

Bölény 

Auerochs 
(Sylvestris) 

Böng 

summen 

Bönge 

Knospe am 
Baume, 
Nachlese 

Bőr 

Haut, Fell 



Bőrönd 

Koffer 

Bördösip 

Schalmei 

Börhe 

Schurzfell 
Reithosen 

Bőrnyű 

Made 

Börseny 

Räude 



BŐSZ 

Wuth, 
Raserei 



Pe', lange Wurzel , irdene ungebrannte 
Gefässe. 

Peih, gebrannte Thonwaaren, gleich bök, 
PÖ, in Hokkjen pÖk, stechen, baryphon. 



Pe', ein Hügel. 
Lin, ein Hain, ein Forst. 
Ling, Gebirge, ng = ny, so dass Auerochs 
ein Waldbewohner, par excellence, wäre. 

Fung, die Biene, die Summende oder die 
Stechende. Cfr. bőg und bök. 
Fung, eine üppige Vegetation. 
Fun, sammeln. 

KiS, Garben (k in Compos, zu g erweicht). 

P,e, coreanisch pö, Haut. 

Le, Haut (le-p'e umgekehrt =pe'le = hör). 

Das gegerbte Leder beisst cM-pó 徹 录 
( oser-zett bőr). 

Es stammt nicht von bor, Leder, dessen 
Stamm lang ist, sondern wurde aus dem Per- 
sischen entlehnt. Siehe börhe. 



P,Ö, coreaniscli pör, Lederhosen. 
Heu = hö, Lederhosen. 

Bőr, Haut, als bekannt vorausgesetzt. 

Yu = nyű ist ein Wurm, hier eine Haut- 
membran-Made. 

Bőr, Haut, verbunden mit tsin, jucken. 

Cfr. sin Krankheit und szenved, leiden, 
sjen ^|p, die über den ganzen Körper sich 
erstreckende Räude. 

Cfr. boszú, die Rache. 



2 璧 *^ 



每林 1 嶺蜂 苜粉 1 秆皮 



丄 




虫 



聲 

r 



― 122 一 



Böszke 

Stachel- 
beere 

Botke. 
Bötyök 



Bű 
Budö8 

stinkond 



Bukk 

Buche 

Bún 
Bürke 

Kätzchen, 
TaoDeD- 
zapfen 

Bürök 

»Schierling 

Bürü 

Brücke 

Büszke 

stolz 

BŰV 

Zauber 




Cfr. bök. stí'fheo , mit dem japaniic 
StaiinnuxpODCiiten «• 

Ke 其, proDom. SnbstAoriv-SufiSx. 

Peíh, <-,:mt"ii pt't, ilie Hand biegen. 
Ke 其, pronom. SuiiStantiv-SufiBx. 
(,'fr. /〃 块, «lun Fuss beugen and /Si 
bellet» II, untírr werfen. 

Fu. Zauber. 

Wu, <lic Zauberin. 

Dem magyarischen hü-bttj, Zauber, 
s]»riclit (las chinesische im - jhíJ 
ZiiuberHötf;. 

Wu, kotliiu'. 

Fu, stii]k(*ü<l. 
Tu, verfault. 

She, zu If iipocopirter Adjectivbildnei 



Vergleiche bik-fa. 



犯 Fán, sündigen (Stamm in o-Scala). 



Cfr. burok. 




拂 

巫 

法 



Fűh, corcaniscii fur, Brücke. 
Yu, Karrenbrücke. 

Fűh, stolz (mit japanischem Stamm-E: 
neutcn s). 

K,e, Synonym. Cfr. kevély. 

Wu, Zauber, baryphon, 
Fá zu r apocopirt, woher auch das 8; 
nyme fan 幻. 



一 123 一 



Nota. Ausser dem liokkjen-Dialecte kommt im Chinesi- 
schen wie im Finnischen keine Media von p -Tenuis vor. In 
Hokkjen entspricht das h meist einem m, so d'ass müh 木 
Baum, zu bok wird. Deswegen darf es nicht befremden, wenn 
wir die in ag-y arische Media auf die primitive Tenuis reduciren 
und derselben gleichstellen. Die Mediae b, g, d sind aus p, h, t 
in Folge der Composition entstanden, als solche, deren zweites 
Glied bildend, sich dem Hauptaccent des ersten und der Voll - 
tönigkeit der Wurzel - Tenuis, durch deren Erweichung, unter- 
ordneten. Dasselbe Gesetz der Composition treffen wir in den 
celtischen Sprachen am consequentesten durchgeführt, wie wir 
es in unserem Werke : ,Turaiiische Reliquien in den celtischen 
Sprachen^ ausführlich erweisen werden. 



Bütü 

Ende, 
Spitze 



41 
矛秀 



Pu, Anfang. 

TŰ, mit einem Stabe pointiren. 
(Ilieher gehört vielleicht büty, die Mücke 
auf der Flinte.) 
Fu, stinkend. 

Su, apocopirt, faul, vermodert. 



府 + 肉 Í 殉 



z 




― 125 ― 



Tajték 

Schaum 



Takar 

decken, 
bedecken 



Takony 

Rotz 



Tál 

Schüssel, 
Tasse 



Talaj 

Boden 



Talál 

finden 



Talp 

Sohle, 
Felge, Floss 




打 
甲 



簞 




打 
睐 

史 

踏 



Taj, ein brausend hinstürzendes Wasser. 

Tjíh = tik in Hokkjen tröpfeln. 

(Beides aus Causa pro effectu, nur approximativ.) 

Ta, inactives Hülfsverb. Es ist wie tagad 
noch eine Reliquie der präfixiven Sprach- 
periode. 

Kia, coreanisch k&r, decken, bedecken. 

T,Ö, in Hokkjen t,ok, Speichel. 

Ony ist der dem mandschuischen ongge, 
chinesischem ang und yang entsprechende 
Participial-Stamm. 

Tán, tibetanisch dal, ein kleines Geschirr, 
um Mundvorrath zu tragen (n = Z). 

Das magyarische tálal ist gleich dem chi- 
nesischen tdn 餓, das Speisen auftragen be- 
deutet. . 

Hieher sind noch zu ziehen tan 『, + j^, 
eine Holztasse in den Tempeln, in welcher die 
Gedenklisten der Verstorbenen aufbewahrt 
wurden, und tán das Opfer für die hin- 
geschiedenen Eltern, sieben Monate nach 
deren Tod, wo gewisse Trauerzeichen ab- 
gelegt werden. 

Ta, inactives Hülfsverb. 

Lai, gehen, schreiten ; also das, worauf 
man geht, der Boden. 

Ta, inactives Hülfsverb, alterthümlich prä- 
figirt. 

La, finden, ohne ta finden wir ein oxy- 
phones lel mit derselben Bedeutung. 

Li, Verbal-Suffix zu l apocopirt. 

Tá ist die kurze Wurzel, die man auch 
in täp'od, treten, stampfen, findet. 

Tál ist ein liquider Stamm, dem im Chi- 
nesischen tariy tun 頓 entspricht. 



一 124 ― 



T. 



Táca 

Tasse 

Tag 

Glied 



Tág 

weit, breit 



Tagad 

verneinen. 

wider- 
sprechen 



Táj 

Gegend 

Tájog 

richtiger 

Táljog 

Beule, 
Geschwür 



大 

und 
太 



假 





Siehe tálca. 

Wenn wir im Gliede die Idee der Bewegung, 
des Beugens als Motiv annehmen^ da wäre 
to, ta 瑞, bewegen, die chinesische Wurzel, 
der im Mongolischen Ellbogen, im Jakuti- 
schen Bug, entspräche. 

Tá, gross, ist die Wurzel des Magyarischen. 

Táj, breit, ausgedehnt, ist der gunirte 
Stamm. 

Da das magyarische tág lang ist, so moss 
es, nach unserer Einleitung, zusammengesetzt 
sein, da es keine lange, auf Consonanten 
auslautende Wurzeln gibt; hienach ist das 
zweite Element der Composition entweder 
ein Synonym, wie ki 格, ausgedehnt, brei- 
tend, wie die Aeste eines Baumes, oder ki 其, 
Pronominalbildner der Adjective, beide in 
eine Silbe crasirt. 

Ta, inactives Hülfsverb, das im Chinesi- 
schen stets präfigirt erscheint, hingegen im 
Magyarischen nur ausnahmsweise , wie in 
dem vorstehenden Falle, noch alterthümlich 
so erhalten wurde. 

Kiä, Canton kat, in Composition gat, fal- 
schen und kie 詰, Canton kat, widersprechen. 

Táj, eine hohe Terrasse, Hochland. 

Tán = tál, ein Geschwür. 
JÖ, in Hokkjen jok, ein heftiger Schmerz 
mit Fieber verbunden. 



― 125 一 



Tajték 

Schaum 



Takar 

decken, 
bedecken 



Takony 

Rotz 



Tál 

Schüssel, 
Tasse 



Talaj 

Boden 



Talál 

finden 



Talp 

Sohle, 
Felge, Floss 




打 



甲 




簞 




打 
目集 

史 

踏 



Taj, ein brausend hinstürzendes Wasser. 

Tjíh = tik in Hokkjen tröpfeln. 

(Beides aus Causa pro effectu, nur approximativ.) 

Ta, inactives Hülfeverb. Es ist wie tagad 
noch eine Reliquie der präfixiven Sprach- 
periode. 

Kiä, coreanisch kär, decken, bedecken. 

T,Ö, in Hokkjen t,ok, Speichel. 

Ony ist der dem mandschuischen ongge, 
chinesischem ang und yang entsprechende 
Participial-Stamm. 

Tán, tibetanisch dál, ein kleines Geschirr, 
um Mundvorrath zu tragen (w = 1). 

Das magyarische tálal ist gleich dem chi- 
nesischen tán das Speisen auftragen be- 
deutet. , 

Hieher sind noch zu ziehen tan 單, 
eine Holztasse in den Tempeln, in welcher die 
Gedenklisten der Verstorbenen aufbewahrt 
wurden, und tán jjjp, das Opfer für die hin- 
geschiedenen Eltern, sieben Monate nach 
deren Tod, wo gewisse Trauerzeichen ab- 
gelegt werden. 

Ta, inactives Hülfsverb. 

Lai, gehen, schreiten; also das, worauf 
man geht, der Boden. 

Ta, inactives Hülfsverb, alterthümlich prä- 
figirt. 

Lä, finden , ohne ta finden wir ein oxy- 
phones lel mit derselben Bedeutung. 

Ü, Verbal-Suffix zu l apocopirt. 

Tá ist die kurze Wurzel, die man auch 
in täp'Od, treten, stampfen, findet. 

Tál ist ein liquider Stamm, dem im Chi- 
nesischen tan, tun 頓 entspricht. 



120 ― 



Táltos 

ein 
HeídeD- 
príestcr 



Tám 

Stütze 



Tan 

Lehre 



Tánc 

Tanz 



禪 




炎 



Támad 

ent- 
spriessen, 
entstehen 



Tántor 





P ist ein apMo.'pirtes svnonjrmes pé 辟, 
vor Schmerzen stampfen. 

Tán. fur ííit- Verstorbenen ein Opfer bris- 
i^tu. Ctr. tan 旦, Gott, Geist nnd t,d» 租, 
<len liukf!!! Arm bei Wahrsagung entblössen. 
Siehe tdn 境, ein Altar fiir religiöse Cere- 
monien. Cfr. tál. 

To. die Zauber- and BeschwönmgsformeliL 

Tő, wahrsagen,, errathen. 

Shi, persönliches Suffix. 

Tá ist die kurze Wurzel, die lehnen, 
stützen bedeutet. 

Hieraus stammt das gimirte táj ^^, ein 
Pulpit, Bücherstütze and das equiinsdente tán, 
■ ältere Form tdm ^|^, eine Last tragen, nnter- 
: stützen und figürlich, verantwortlich sein. 

Tan, eine klare und bündige Beweis- 
fiihruDg, Discussion^ ans der kurzen Wurzel 
tä 逵, begreifen, scharf erfassen. 

Cfr. tan f 章, denken, urtheilen. 

Das baskische Zeitwort damsa heisst 
hüpfen wie ein Reh, von dama, das Reh, 
abstammend ; ausgehend von den Pyrenäen, 
breitete es sich über ganz Europa aus. 

Tán, ältere Form tám, ist ein Sproi 
j eine Knospe; andererseits ist tán und tám 
das Ei; in abstractem Sinne aber bedeutet 
tán und twán 端, die Quelle, den Ursprung, 
das Princip. 

So finden wir in dem coinplexen magyan- 
1 sehen tdm die dreifache Idee des Entstehens 
durch Sprosse, Ei und Princip gebunden. 
Ad ta 打, Verbal-Suffix. 

T'án, ein veränderliches Gemüth, unstet; 
die kurze Wurzel t^Ö j^, heisst taumeln. 

T'ÖW = tor, das Haupt. Dies ist auch im 
Chinesischen mit dem Zeitworte verbunden. 




— 127 — 



Tanu 

Zeuge 

Tanya 

Hütte 



Tányér 

Teller 



Táp 

Nahrung 

Tap 

tasten, 
berühren 

Tapad 

kleben, 
haften 

Tapló 

Zünder, 
Schwamm 



Tan, klar urtheilen, discutiren. 
U im Tibetanischen ist gleich o, ein Pro- 
nominal-Suffix. 

Tang, Pallast, Tribunal, Residenz (ng zu 
ny erweicht). 

Hia, als Postposition, unter, als Verbal 
bedeutet es Unterstand finden, demnach 
wohnen. 

Die magyarische tanya datirt noch aus 
Zeiten , wo der chinesische Pallast (wie 
kung = kuny-ho) noch durch würflige Ein- 
fachheit glänzte. 

Wir sahen oben, dass tál, Schüssel, mit 
dem chinesischen üin und dem tibetanischen 
ddl identisch sei; tányér jedoch ist dem 
italienischen tagliere entlehnt, wie wir es 
schon bei Boccaccio antreffen. Doch ist das 
Wort nicht romanischen Ursprungs. Siehe 
Diez: ,Etymologisches Wörterbuch der ro- 
manischen Sprachen^ 

Tá und to, essen. 

Pi, pronom. S ubstan ti vbildner . 

Táplál ist das Zeitwort nähren. 

Tá, in Hokkjen tap, berühren, betasten. 

Ta, inactives Hülfsverb. 
Pa bedeutet an sich kleben, wodurch die 
inactive Rolle des präfigirten ta ersichtlich. 

Das lapponische tliow-le, fomes, das in seiner 
alterthümlichen Form noch nicht harmonisirt 
erscheint, dürfte, als auf derselben Idee be- 
ruhend, wie das italienische esca, welches 
Nahrung und Zunder bedeutet, auf das vor- 
hergehende táp = Nahrung, gleichsam táp-ló, 
zurückzuführen sein. 

Cfr. lo ; 羅, eine Art Holz, um Feuer 
daraus zu gewinnen. 



1 堂下 




杂搭 打巴 



― 128 ― 



Tapog 
-od, -08 

treten 

Tapsol 

Beifall 
klatschen 



Tar 

kahl, 
glatzköpfig 



Tár 

öffnen 




Tár 

Sani lulling 

Tarack 

Morncr, 



Tárcsa 



搭 



秃 




怕 



Tä, in Hokkjen täp, mit Füssen treten. 
Og ist ki 起, Frequentativ, assonirt 

Tä, in Hokkjen täp, anfühlen^ berühren^ 
zusammenschlagen. 

Taps ist der Beifall, wo das 8 ein Rest 
von slié 是 Í8t, welches ein Verbum sub- 
stantivum und relatives Fürwort, Substantive 
bildet. 

Ol ist inactives Hülfsverb. 

Tu, coreanisch tur, glatzköpfig. 

Túr-nú 秀 Bj heissen die Mönche, eigent- 
lich kable Sciaven. 

0fr. tjurg, lapponisch Calvus et glacies 
Dudata nive. 

Dem magyarischen tarló, Stoppelfeld, ent- 
I spricht tur-ló 秀苗, kahles Feld. 

Tá, coreanisch tär, die Thüre. 

0fr. t,ü j^, Thüre und öffnen^ woher die 
Stämme tun und tung mit derselben Be- 
deutung' gebildet werden. 

Táo (ao - ár), aufhäufen, sammeln. 

Es ist nicht nöthig an das slavische tofcár, 
Waare, zu appelliren , dessen Etymologie 
selbst der Deutung bedarf. Cfr. Waare. 

Die Kanonenbenennungen hatten Anfangs 
lateinische Namen, und nach der Caliber- 
gröBBü wurden sie Tertiana, Quartana be- 
imimt, was zu vielen Verstümmelungen An- 
luHH {ruh. 

Tő, corciauiöch tor, hoisst eine Zielscheibe 
und in's Ziel schiossen. Das Magyarische 
inüHMtü hioiiach kurz tárcsa gesprochen wer- 
den, um aus der europäischen Verwandt- 
Mííhaft auf oigüno Wurzel reducirt zu werden. 

i/fr. (luH englische target, das firanzosiscbe 



一 129 ― 



Wie oben tar, so wurde auch tárS vom slavi- 
schen towaris abgeleitet. Dazu ist kein Grund 
vorhanden. Wie das lateinische conjux (von 
jug-o, ju7igo), anfangs die in dasselbe Joch ge- 
spannten Ochsen, später die in das Ehejoch 
gebannten Gatten bedeutete: so stammt von 
dem Mandschu tarame, pflügen, tarjalang, das 
Feld (das Gepflügte), das magyarische társ, 
der Pfluggenosse, dann Gefährte überhaupt. 

Se 士, das apocopirt zu s wurde , be- 
deutet auch den Collegén, wie hän-Un-hio-sze 
翰 林 學 士, das akademische Mitglied. 

Tás statt Mrs , scheint eine Corruption, 
es ist jedoch in manchen Compositis, wie 
paj-tds, gang- und gäbe, (paj im Chinesi- 
schen bedeutet Karten, also imjtds, ein Karten- 
genosse), in anderen zieht man társ vor, wie 
in baj-társ, Kampfgenosse. 

Tarhona ist eine nationale Speise der 
Mandschu, von tarho, fett. 

TaÓ (ao = ár)y Vernunft und Weg. Im 
Chinesischen wird der Gegenstand auch 
durch fow ^ (ow = or), Haupt und hiáng- 
fdw 向 頭 ausgedrückt, das gegen das Haupt, 
gleichsam vis-k-vis stehende. 

Cfr. auch taou (av = ár), gegen; ju, 
auch verdoppelt ju, ju ^^, die ferne Er- 
scheinung^ einer Person, eines Gegenstandes. 

Etwa von tar, kahl, von Ilaaren entblösst. 

Vergleiche folgendes: 

Tű, coreanisch tür, kalil》 glatt. 

Ló, Feld. 

TaverniCUS vom lateinischen taherna, woraus 
das französische Saveme, das deutsche Zobern 
stammen. 

Ta, coreanisch tar, sich lehnen, stützen. 
0fr. lapponisch tär-i-ot, fulcire, sustentare. 
T^ta 打, Hülfsverb. 

9 



180 ― 



Taszít 
(toszít) 



Tát 

í'íffnen, 
aufsperrcD 



Táv 

ferne 



Tavas 
Tavasz 

íler 
Frühling 

Te 

du 



Téboly, 

auch tÓY, 

Tóvely 

Irrthum 




桃 



弟 

nn«1 

W 




TÖ, stossen, mit dem japanischen Stamm- 
Exponenten t"H. 

l-ta, (loppelactivcö Hülfsverb, zu it crasirt 

Dieselbe Wurzel in, bildet mit dem Hülfc- 
v<irl> U 吏, tol, beinahe derselben Bedeutun». 

Siehe oben tár, often, das von M-f. dot 
, (lurcli (las íictiv(í II Ulfs verb fa sich uDter- 
's(,hí;i(líít. Die Idoi; des Oeffnens ist durch 
alle Vociile v(irtr(it.en, so to ^^, ^J^aiid 
ihn; A]>8tíin)iniingí;n tm、, tung, Cfr. aj-tó. 

TáO, 山"' Weg und tno 穷, sich erstrecken 
íí:egen — • Im Tibeten i sehen ist der Vriddhi- 
stiiinm noch vollständig in da-va, sich ent- 
fernen, wiihrcud im (JUinesischen und Ib- 
ii^yarisclien der Stamm als táv apocopirt er- 
: scheint. 

! Cfr. das lappoiiiRclKj, gleicMalls noch zwei« 
taf", i'egio lo— iigua und fmcanä. 
loii^nn^uo irr !, wo die Pennutution des r 
mit f interessant ist. 
Si(»he tó. 

T,áv, l)0(l(Mit(ít (len Pfirsich, das tibetani- 
s".h" tazit und (las 《,liin(jsisiíhe ts^r 節 aber 
(He Saison, so djiss wir (Iííí Zeit der Pürsich- 
blütlwi ills Krülilin«;' crliioltim. 

Té, soviel, ills der jüngere Bruder and 
als solclier sich Ixinclnnen. 

Cfr. 體, íloT Leib. Wir finden oft in 
《ien Nibelungen Loib für du und selbst, der 
jMagyíiiíí liebt einen Aelteren mit hn-tya =■ 
爹, íiltí'm' Vfiter Onkel, hingegen 
einen iManii von niedrigem Range mit te, 
il. h. im'in jüngerer Bruder anzusprechen. 

Ti, kurze Wurzel und mehr dem mi 
i'iscihen fr-v entsprechend, die lange Wi 
t<: 遞, vortäuschen (eins für's andere), irren. 

(In ti^hohf ist (las Vriddhi zu 6 erhärtet). 
I Oly ist Ii 理, gleich 、人0 丫 。;, Bildner abBtno- 
' ter Substantiva. 




― 131 一 



下 8SZ 

thun, 
handeln 



Tegez 

Köcher 

Tegnap 

gestern 



Tehát 
Tehén 

die Kuh 



Teher 

Last 



Tej, téj 

Milch 



Te, im Japanischen bedeutet die Hand, die 
mit dem inactiven se ^fí deponential wird, 
das deutsche hand-eln. Durch Verdoppelung 
der Wurzel entsteht tét, die Handlung; ein 
Participial - Stamm ist tény, der Act, ent- 
sprechend einem chinesischen ting 靜, rich- 
ten, begleichen. 

Te, als inactives Hülfsverb, ist dem bary- 
phonen ta 打 entsprechend, das auch durch 
die kurze Wurzel tß 的 und tili 得 ver- 
treten wird. Es bedeutet an sich das Ziel er- 
reichen, und wird den Zeitwörtern suffigirt, 
um die Thunlichkeit ihrer Bedeutung zu kenn- 
zeichnen. 

Tuh, nach französischen Wörterbüchern 
te, in Hokkjen tek, ein Köcher. 
Ez ist von tsze ^ erweicht. 

TJih, vergangen. 

Im Chinesischen heisst der Tag ßli 曰 , 
das im Norden und in Japan zu nits, in 
Verbindung mit pim 本 zu nippun (der Name 
von Japan = Sonnen - Quelle, Ursprung) 
wird. Dies könnte uns auf die Bedeutung 
vom magyarischen nap, Sonne, führen ; wir 
ziehen aber vor, es aus eigener Wurzel nie, 
in Hokkjen niep, nép jj^, zu deriviren, das 
Licht^lanz, Aufleuchten bedeutet. 

Siehe hát. 

Ta, te, inactives Hülfsverb. 

Hién, der erste Magen der Wiederkäuer, 
ta-hién wäre also ein wiederkäuendes Thier, 
und die Kuh als solches, par excellence. 

Tie, in Hokkjen tieh, Dinge über ein- 
ander aufladen. Der participiaJe Stamm 
ting ^^, bedeutet Ballast. 

01, tüi'kisch er 乂, concret. Suffix. 

T'Je-n, SÜSS; ist ein liqui<}er Stamm einer 
langen Wurzel té, welcher sowohl das gunirte 

9* 



一 7 使 



續 r^r^ 趺 



打嫌 Ä 兒 甜 



téj 
éd 



Milch, als auch das inverse magyarische 
süss, entspricht. 
Im Chinesischen finden wir ein baryphones 
t,aj 或, BÜSS, während tan 峻 den Geschmack 
bedeutet. 

(Zu erwähnen ist, dass der Chinese die 
jüngeren Bi-üder und Schwestern fé (éd, süss) 
und 涕 nennt, wie der Magyaré seine 
uäcliBtcn Verwandten und sein Vaterland 
also bezeichnet.) 

Te, Hand im Japanischen, mit dem Hülfs- 
verb hat, hat, (welches dem chinesischen kho, 
ho 可, entspricht) wird zum Deponentia!, 
das liaudeln können ausdrückt. Siehe tesz. 

Tje, in Ilokkjeii tck, rund, kugelrund, im 
Magyarischen noch zweisilbig- erhalten. 

T,Ö, in llokkjeii t、ik, baryphou, ein Trog. 
Näliüi- ist fje 碟, ill Ilokkjen tele, das eine 
Platte (Schildplatte), einen Trog* und Panzer 
(der Schildkröte) bedeutet. Das Zeichen 石 
beweist, dass es von Stein gefertigt war, 
also zur Steinperiode gehöre. 

Tje, ill Ilokkjen ivk, ist eine um den Kopf 
gewundene Kollc von weissem Tuch, gleich 
dein niagyarisclieu tekercs, Siehe teke. 

Er = Ul 而, Verbal-öufíix. 

Ta, te, inactives llülfsverb. 

Kin, sehen, scluiuen, auch besuchen. 

Die Wurzel ki 占 bedeutet den Seher, 
den Wahrsager, szé ki 師 占 j^, aber auch den 
Priester. ( Széke-ly ? ). 

Da es im Magyarischen auch tekm-t aus- 
gesprochen wird, so ist der entsprechende 
Stamm kién sehen, wahrnehmen. 

T ist actives llülfsverb ta 

Te, zu Grunde richten, ruiniren. 
KiÖ §^, Schmaus, Weingelbe, mit ja- 
panischem Exponenten koa, koz. 



一 133 一 



Tje, kalt, auch hß-tje 决 深, dem ma- 
g^yarischen hideg entsprechenJ. 

Lie, kalte Luft; tj^4jé zu einer Silbe cra- 
sirt 二 tél, da es nach unserer Einleitung 
keine auf Consonanten auslautende lange 
Wurzeln gibt. 

Cfr. tele, lapponisch Nix durior, noch zwei- 
silbig. 

Te, Erde. 

Lie, in Hokkjen lek, geordnet, in Reihe 
oder in Rang und Glied gebracht. Le Jjt , 
Sitz, Wohnung. Cfr. lapponisch talo, Villa. 

Tjén (n -- l), mit Erde füllen, füllen über- 
haupt. 

Cfr. das lapponische teu-et implere, wo dem 
l ein eu entspricht, wie in der Palóczer Mund- 
art. Siehe tölL 

Tjén, älter tjenij versenken. Das Zeichen 
土 zeigt an, dass es in Erde versenken 
heisst. 

Ta, Verbal-Suffix, assonirt et. 

Siehe töméntelen. 

Ting, ein Morgen Landes, Acker (71g zu 
71// erweicht) , von ti ; J^, Erde, d. h. frucht- 
bare Erde. 

Tang, Achse, baryphon. 
Ol, coücret, Suffix. 

Tung, die Tiefe und tief. 
Ting 淳, stockendes Wasser. 
Ol, concret. Suffix. 

Siehe tesz. , 

Ting, Ebene, Fläche. (2e 7^, japanisch 
die Hand.) 

Ol, concret. Suffix. 



Tel 

Winter 



Telek 

Grund und 
Boden 

Telik 

füllen 



Temet 

begraben 



Temény- 
telen 

Teng, 
Tenyész 

vegetiren 

Tengely 

Achse 

Tenger 

Meer 

Tény 

Handlung 

Tenyér 

die flache 
Hand 



深冽 地列 填 1 嶠 墊打 町耥 兒淌兒 IST 兒 



一 IM ― 



Tép 

ver- 
ächnimpfeD 

Teper 

niederwerfet: 

Tepsi 

Pfanne 



拔 



Tér 

Raum 



Térd 

das Knie 



Terebély 

weitgestreckt 

Tereh 

Last 



Terel 

treiben 








Té. rrls-s^rn. pdücken • BhuDtrB. Fracktei. 
Pá. pé. asíM inirt: i^i«* zwei Syn«>nyiiia snd 
cniäin. um ein l^n^es U'p za bildtriL. 

.Siehe törped. 



Siehe tífOT. 

Tjé. lü FI«,»kkjiía Uy、 Ei^en. 

Shih. ein < T»ríA<>, ein Geschirr. 

Ich tan<i «iasä^lbe Wort in der mungoli- 
sehen Mähre von B«»srd^ Gesser Khjun. in 
derselben Bedeutunic. 

'>V bi!'!et aaeh ein participiales «ig 
mit lierielben Bedeutmig'. 

Té. Enie. 

Le = re. apoc''pirt. Ort, Platz. 
T^r muss nach <ler Einleitung' ein Com- 
positum sein. 

Tc nur! te 氏. beiuj:en, bie^n, wie te jAor 
氏 lien Kopt Wiisrvn. 

Lé -J^, líeu^n. >viirinyra. 

D ist ein Kest von 憩. Körper und 
Articulation. Ctr. tu die vier Articular 
tionen. Siehe t,T,"f. 

Siehe terep, terűi, tér terjed. 

Tjé, e«»reanisch Vr, aufhäufen, aufladen. 

Ctr. t,i 勺' synonym, das dem barj- 
phonen f*ir, f"'',t'ir、 entspricht. 

Da (las Zeitwort f^rrhel ist, so muss Ac*/ auch 
BedeutuniT haben , eine oxyphone Wurzel 
dem h" ^jfcj". trasjen entsprechend, etwa he g 

heben, oder /"V aufheben, durch U ^ 

zum activen Zeitworte srebildet. 

Tjé, et»reaniseh tti\ vorwärts stürzen, wie 
mit Krieg^wägen sfegtin den Feind. 

TJe 构 bedeutet gferade leiten, fuhreD. 

Li 二 el, ííülfsverb, macht es activ. 



一 135 一 



Térgy 

das Knie 



Terit 

ausbreiten, 

decken, 
aufdecken 

Térít 

umlenken, 
ersetzen, 
bekehren 



Terjed 

sich 
ausbreiten 

Terv 

Plan, 
Entwurf 



Tesped 

stocken 



Test 

Körper 





軼 



帖 



揲 



伏 




Cfr. tjt 迫, ein Pfad, dem das finnische 
tietä entspricht, wo das magyarische út, der 
Weg" = ül 途 ist. 

Wir erklärten oben tór-d, mit einer biegen- 
den Articulation : statt d haben wir hier gy, 
(las ein apocopirtes yä 力 ist, das ebenfalls 
biegen und beugen bedeutet. 

Tje, corean. ter, Ausbreitung des Wassers. 
It ist das bekannte active, wie Ul das 
subjective Verbal-Suffix ist. 



Té, heisst zurückkehren, anlangen; im 
Magyarischen auch ohne Suffix -it, be- tér, 
einkehren. 

Li, ri = r, apocopirtes Verbal-Suffix. 

(T'e 蹄, heisst auch der Fuss und der 
Huf eines vierfüssigen Thieres und te 梯) 
Treppen und Weg, die zum Ziele führen. 

Térít, als Ersatz geben, wird durch te 
besonders durch te-pu 铺, ausgedrückt 

Tjé, corean isch ter, sich ausbreiten, aus- 
dehnen, überfliessen. 

Jé 也, subjectives Verbal-Suffix. 

Tjé, coreanisch ter, Papier-Rollen mit In- 
schriften, Documenten. Der Plan wird im 
Chinesischen durch baryphone Wurzeln 《o 度 
und tu 圖 gegeben. 

Tje, mit japanischem Stamm-Exponenten s, 
ruhig, träge, auch verdoppelt. 

Cfr. ting 淳, stockend, woher tenger, das 
Meer. 

To 惰 ist synonym, dem das magyarische 
tó, der See, entspricht. 

PÍ, auf dem Boden liegend, kriechend. 

T'é, der Körper. 

Die Wurzel ist in dem magyarischen te-tem 
verdoppelt. 



― 13C) ― 



丁 8SZ 

thun, 
handeln 

Tető 

Spitze, 
Gipfel 

Tetszik 

gefallen 

Tetü 

die Laus 

Téved 

Irrthum 

Tik 

die Henne 

Tikkad 

ermatten 
(vor Hitze) 

Timsó 

Alaun 



Tiló 

Hanf- 
brecher 

Tilt 

verbieten 

und tilalom 

Verbot 



Te, japiinisch die Hand, mit in active m 
sze zu tesz, richtiger tész gebildet. Die 
Wurzel dient, gleich ta 打, zur causativen 
Verb formation. 

T'e, coreanisch tö, rediiplicirt, das Haupt, 
die Stirne. 

Tö, als Wurzel ist te ; 

Ta und te, inactive Suffixe. 

Tsih, Gefallen, Vergnügen, Hokkjen tdk. 

Tseu (tzö) 趣, gefällig. 

Tszé ^f, Vergnügen. 

Tie, Canton tet, in allen Richtungen laufen. 

Ü, Participial-Suffix. 

Tí, Irrthum. 

(Populär wäre die Deutung von ti, Weg, 
Pfad und ive^ 遺, verlieren.) 

TJih, Canton tik, das Weib, die Mutter. 
Ki, die Henne. Siehe tyuk. 

Tjlh, Canton ük, Pflanze, gänzlich ver- 
trocknet. 

Kjä, Canton kat, Ermattung- von zu grosser 
Anstrengung. 

D ist ta 打, apocopirt. 

Ting, ein wüstes Land, nahe am Hofe 
gelegen, wo es gewöhnlich gegraben wird. 

Tso, Salz, vriddhirt tso-w g 秦, heisst Salz 
kochen, wie auch sjav (Hokkjen so), wo das 
w erscheint, das im Magyarischen in obliquis 
casibus vorkommt, só, savé. 

(Cfr. seih' tso ]^ 寫 ^|, mag-y arisch szik- und 
szék-só, die Soda.) 

T*i, auch chcj brechen. Es kann auch das 
inactive ti, ta ij^ sein. 

Lo, brechen. 

T% vor den Magistrat bringen. 

Té 帝 *, ist der Richter, und richten. Im 
magyarischen i-té-l, urtheilen, noch erhalten, 
da i •=. 以 ein inactives Palfix ist. 

Lé, Gesetze und Verordnungen. 



使 題 打澤軼 1^ 嫡難满 町鹺 析擦 提例 



― 137 ― 



Tincs 

Büschel 



Tinó 

Ochs 



Tipeg 

trippeln 

Tipor 

zertreten 

Tiszt 

Amt, 
Pflicht und 
Beamte 



Tiz 

zehn 



Das magyarische tílálom hat la als Wurzel, 
die im chinesischen Stamme lan als 
solche vorkommt. 

Lun --^ 丫 0;, ist gleich lom, lem, ein Bildner 
abstracter Substantiva. 

T1ng, ein Knauf von verschiedenen Farben 
auf dem Hute zum Unterschiede des Ran- 
ges getragen. Gebildet wie kincs = Idn-tse 
金 ^ j Goldsohn = Schatz. 

TT, niedrig, klein. 

(Cfr. té 弟, der jüngere.) 

Nyú, der Ochs. 

(Cfr. tu 犢, ein Kalb.) 

Ti, treten. 

Pie, in Hokkjen pek, synonym. 
(Siehe tapog,) 
Ti, treten. 

PÖ, coreanisch pÖr, mit Füssen treten. 

Ti, Benennung' eines Volks- oder Welt- 
regenten, ein Ehrentitel Gottes, oder des 
Kaisers. 

Sze zu 8z' apocopirt, ein allgemeiner Titel 
der Staatsbeamten. 

T ist ein apocopirtes te 氏, unter der Sung- 
Dynastie statt des modernen tßh 的 ge- 
braucht, Substantiv- und Participial - Suffix. 

( Tisztel, ehren, ist eigentlich jemanden als 
Beamten behandeln, betrachten. Cfr. emberei, 
istenei,) 

Te, im Japanischen Hand, das zur Bildung 
der Zahl zwei diente; es kommt als t und 
tő in M-t und kettő vor, wo das ké 枝, eben- 
falls Hand bedeutet, so dass hiedurch ein 
Dual entstanden. 

Se, erweicht und apocopirt zu z, welches 
fünf und fünffach bedeutet. 

Cz in nyol-cz 8, kil&n-cz 9, harmin-cz 30, 
scheint an sich selbst schon zehn zu bedeuten 



論項孑 底 牛躁蹩 蹈 跛帝士 一l^ 



― 138 一 



Titok 

Geheiin- 
niss 

TÓ 

der See 



Tobosz 

Schachtel) 
Büchse 



Tobzódik 

schwelgen, 
prassen 

Tódúl 

andringen 



Toj-ik 

Eierlegen 



Tokaj 

Ortsname 



und dies wäre eine Erweichung von sht 十 
gleich 10, oder was näher läge, ein ver- 
kürztes tsje 决, das eine Dekade bezeichnet, 

tsß fill 决 曰 , zehn Tage. 

Ti, dunkel. 

Tuh, in Hokkjen tok, tuk, Synonym, das 
Magyarische ist also figürlich genommen. 

TÓ, stehendes Wasser. 

T(OW 、》 薪, Synonym, dem mag^y arischen 
tava entsprechend. 

(Cfi\ das chinesische tang und ting und 
das magyarische tenger, die See.) 

Tu, in Hokkjen tüp = tob, eine Schachtel, 
eine Scheide. 

"Tow, eine Würfelbüchse. 

Osz ist das concrete Suffix tsze Ijp , assonirt. 

Aus derselben Wurzel werden tohar, Cy- 
pressennuss und toboz , Tannenzapfen ge» 
bildet sein. 

To und tä, in Hokkjen top, tap, gierig 
fressen. 

ZÓdik, ZŐdik, sind Formative der Gewohn- 
heits- Verba. 
TÓ, stossen. 

Tu, in Compos, dú, zu Fuss gehen und 
Menge. 

Li zu l apocopirt, Verbal-Suffix. 

"Taj, Schwangerschaft, Embryo ; täj 代, 
Generation ; fuj :|)^, Geburt ; 
-ik ist ki 其, Pronomen. 
Cfr. tan, das Ei. Siehe támad, 

Tuh, in Hokkjen tuk, türkisch tügh 
eine Fahne, die der Armee vorgetragen wurde 
und aus Haaren oder Federn bestand. 

Aj und gäj, assonirt, der Schatten. 

Nach der magyarischen Legende wurde 
Tokaj nach dem Halte des Heeres unter einer 
auf der Höhe aufgehissten Fahne also benannt. 



啼突 匱 1 骰 咆 柁 徒史胎 壽 藹 



― 139 ― 



Tócsa 

Lache 



Tóka 

Köder 

Tol 

stossen 



Tóka 

Ente 

Toll, tollú 

Feder 



Tolva] 

Dieb 



Tomb 

Stütze 




鲁》 

O 尸 
í 它 



jauchzen, 
vor Freude 
hüpfen 





担 



足 





Im aj will man alja, unter, sehen, wie es 
in Ortsnamen öfter vorkommt: Torn-alja, da 
wäre es gleich 'ja 下 , welches unter bedeutet. 

To, stehendes Wasser. Siehe tó. 
Cháv, eine Pfütze, das als csáva auch selbst- 
ständig existirt. 

Cfr. che 池, ein Teich. 

Tök, satt, wohlgenährt ; das Unterkinn 
überhängt eben bei wohlgenährten Personen. 

To, Wurzel, heisst stossen; tuj 椎, vor- 
wärtsstossen. 

Cfr. lapponisch tälr-wot, ducere und tav 
{av = ál in der Palóczer Mundart), führen, 
wie tow jf^j Synonym. 

To, ein See. 

Kja, Art wilder Gänse. 

Cantonisch, japanisch und coreanisch ka, 

Tow (oio = ol, in Palóczer Mundart), vor- 
wärtsstossen, schnellen. 
U und jú, Feder. 

Lapponisch täl-ke, pluma, wo das ke = 
ke wegfliegen ist. 

T'OW (oio = oV), stehlen, rauben, aus der 
Wurzel tö ^p, rauben. 
Waj, verrucht, Bösewicht. 

Tán und täm, tragen, erhalten. 

Cfr. ting und tung 棟, Säulen, Pfosten 5 
figürlich Staats-Minister, wie in der Türkei, 
und liaza osdopa, magyarisch. 

B ist ein Rest von apocopirtem pÖ ^|^, 
lehnen, sich stützen. 

To, stampfen. 

Tun 頓, synonym = tom, dem exact twan 
gleich ton, tiin 象, das Ferkel hüpfend^ ent- 
spricht. 

PÖ, durch Gras und Gebüsch wallen. 
Li, apocopirtes Verbal-Suffix. 



― 140 ― 



Tóid 

anstücken^ 
zusetzen 

Tompa 

stumpf 

Topog 

stampfen 

Tor 

Mahl und 
Kampf 

Torok 

Kehle 

Torlasz 

Damm 

Torol 

rächen 

Torpad 

stocken, 
ankleben 

Torz 

Carricatur 

To 

Stamm 

To 

Grund 

Több 

in ehr 



Verg^leiche tölt, füllen und töm. 



Tun, stumpf, figürlicli dumm. 

Pa ist das pronom. pa im Tibetanischen, 
das Adjective bildet. 

To, in Hokkjen top, stampfen mit nackten 
Füssen. 

丁' Ö, coreaniscli tor, schlucken, essen. 
To, coreanisch tor, fechten, kämpfen. 

T'Ö, coreanisch tor, schlucken. 

Ok, ek, concrete Suffixe. 

Cfr. tow JJg, der vordere Theil des Halses. 

TOW (oto = or)y anhäufen. 

Cfr. torul, sich anhäufen. 

Tow {oio or), kämpfen, fechten. 
Li, Hülfsverb, apocopirt. 

To, coreanisch tor, gerinnen, gefrieren. 
Pá, Hülfsverb. 

Tje, coreanisch tar, entstellt, bizarr. 
Auch mit kje 帖, in Hokkjen Ig'ép, ma- 
gyarisch kép 二 Bild, zu kje -tje verbunden. 
Te, coreanisch tő, Wurzel und Stamm. 

Te, coreanisch tő, Erde, Grund. 
(Baryphonisch tu 土 •) 

To, viel, ist die positive Wurzel, die wir 
schon in tdke, Kapital, getroffen mit 

Pe verbunden, welches vergleichen be- 
deutet und zum Bildner des Comparativs 
geworden ist. 

Im Finnischen ist das Suffix ampi, dessen 
an = na 那, pronominal, pi aber ganz das 
chinesische pi ist. An wurde im Magyarischen 
zu b assimilirt und hieraus entstand das 
Doppel- & 6. 







鈍 s ^ 楷 ^个 掇鬪 史澤杷 揭榜地 多拢 




―. 141 ― 



Siehe tÖldÖZ, toldOZ. 
Siehe tölgy. 

Tjé, in Hokkjen t^k, Melone, von der 
Wurzel té = éd, süss. 

lm Magyarischen heisst der essbare Kür- 
bis uri tök, dessen erstes Element dem 
mandschuisclieD tiri = Melone, entspricht. 

T,ih, corean. tök, Zeugungskraft, Potenz. 

Te, coreanisch t5, Land. 
Ke, Erbgut. 

(Lapponisch tuks, Penus.) 

T,ih, coreanisch tök, die Tugend ; gleich 
virtus ist es von der physischen Zucht zur 
moralischen Tugeod übertragen. 

Le ist Intelligenz, zu ily erweicht. Die 
Verbindung von Tugend und Intelligenz ent- 
spräche der Vollkommenheit. Le ist sonst, 
wie logos und logia, als abstracter Substantiv- 
bildner gebräuchlich, 

Tjen (n = l), füllen. 

Tu i 度, ist die Wurzel, anfüllen, woraus 
tu7i, füllen, stopfen, aufdämmen. 

Es wird auch die Wurzel tq 多 für voll 
gebraucht, z. B.: yu to ^ 多, federvoll. 
Hieraus stammt told, ergänzen, ausfüllen. 

Tjen und tun 敦 anfüllen, vollstopfen. 



Töm, nach obigem als erklärt angenommen, 
dessen Zeichen schon mit dem 山 Schlüssel 
der Berge geschrieben ist, kommt dazu 

Pe', zu b erweicht und apocopirt, einen 
Hügel aufhäufen, anfüllen^ vollstopfen und 
der Hügel als Synonym. 



— 142 — 




Tun, siehe töm. 

Ke, apocopirt zu eg, Anzahl, Quantität. 
Tömör, adjectiv mit dem Auslaute öl 兒 
gebildet. 

Tun, Athem, Luft. 
LŐ, Haut. 

Ting, der Stamm, von der Wurzel ti, tö 
蒂, die Stamm, Stengel und auch die Wurzel 
bedeutet. 

Té, coreanisch to, niedrig. 

PÖ, coreanisch pör, ein Zwerg. 

Cfr. das magyarische por, Atom, Staub. 

T'Ö, coreanisch tor, brechen. 
Tör und baiyphonisch törekszik, figürlich 
sich bestreben. 

Te, coreanisch to, ein Rasirmesser. 

Cfr. te 是 |j, schneiden, spalten. 

Le, apocopirt zu Z = stechen, todtstechen. 

Tao, in Hokkjen to, baiyphonisch eine 
Schlinge, verbunden mit fsze I? oder dem 
synonymen i'd 兒, concrete Suffixe. 

Siehe töpör, zwerghaft. 

Cfr. tu 4^^, kurz, corean. tur jjj^ ^ ^頁, 
Zwerg. 

Tow (ow ― or), baryphon. sich ereignen, 
geschehen. 

Tjén, ein classisches Werk, von tje 帖, 
eine geschriebene Urkunde. 

Et ist das pronominale ti J[j^, apocopirter 
Substantivbild ner. 

(Das in neuerer Zeit zu tör-tén angefügte 
elem ist überflüssig und schleppend.) 

Taó-li-wén sind die Elemente, aus welchen 
das magyarische Gesetz gebildet wurde. Die 
durch die hieroglyphische Schrift bewahrte 
Bedeutung" der Worte enthob die Chinesen 
vor deren Harinonisation ; als deren Sinn 



Tömeg 



計 



Tömlő 

Schlauch 

Tönk 

der Stamm 
and die 
Wurzel 

Töpör 

Zwerg 

Tör 

brechen 

Tőr 

Dolch 

Tőr 

Schlinge 

Törpe 

Zwerg 

Történet 

Geschichte 



Törvény 

Gesetz 



ST 氏 f 脫 



第 套兒 鬪典 




道例文 



sich bei den verwandten Stämmen im Laufe 
der Zeit trübte, trat als Compensation des 
Etymons die ästhetische Assonanz auf. 

Táo 道, bedeutet im Chinesischen, in 
concreto, den Weg, in abstracto, die Ver- 
nunft, das Princip der Intelligenz; also über- 
setzte Julien das táo von Lao-tsze mit schlich- 
tem yVoie -- = Weg', während er doch den 
weiteren Titel des Werkes txh 德; nicht durch 
physische Potenz, sondern durch die morali- 
sche Tugend wiedergab. Der Sinnreim zeigt 
die Verkehrtheit dieser Zusammenstellung. 
Der scharfe Kritiker Julien's, Klaencker, 
hatte auch nicht den Muth, trotz seines 
besseren Wissens, táo Üh mit Vernunft und 
Tugend zu übersetzen, er nahm eine Diago- 
nale und machte die Sache Doch schiefer, 
indem er den Titel mit ,Weg zur Tugend' 
erklärte. Victor von Strauss, als Anhänger 
Julien,8, wollte keinem Recht noch Unrecht 
geben, ja er vindicirte sich selbst kein Vor- 
recht, und übersetzte täo-tih gar nicht. 

Li 3Í|, bedeutet im Chinesischen auch Ver- 
nunft und Princip, táo-ll aber die rechte Ver- 
nunft; statt dessen nehmen wir ein passen- 
deres Etymon, Ii 例 nämlich, welches stän- 
dige Staatsgesetze bedeutet. 

Da ich auf meine Analyse des unerklärten 
magyarischen törvény die höchste Wichtig- 
keit lege, da ich darin das wirksame Medium 
sehe, durch welches die politische Civilisation 
sich von China aus Bahn brach, will ich in 
Kurzem Erwähnung machen der verschiede- 
nen Formen, unter welchen sich das chi- 
nesische taó-h bei verwandten Stämmen offen- 
barte, um dann meine Meinung über das 
taö des Lao-tsze zu geben. 

Je nachdem der emphatische Accent auf 
das taó oder auf das ti fällt, wird das zu- 



— 144 — 



Törvény 

Gesetz 



sam mengesetzte Wort bald mit dem ersten, 
bald mit dem zweiten assonirt. So wird 
tai>-ti im Mandscha doro~Ion, wo zu taó-lí 
3|| nrioh /un 論, Discossion, Debatte, 
angefügt wini. um anzadeaten, dass das Ge- 
setz ein öffentlich lierathenes sei. Im Alt- 
I Persischen wurde zu tore, indem Ii - rí, 

den Lautdrack slb sich riss. 

Nach dem Aecadisehen (Scythisch-Babv- 
Ipnischen^ von Francois LeDormand, heisst 
tar richten« wo das zweite fUement des tw't- 
li 、l ― r、. mit dem ersten zu einer Silbe 
crasirt erseheint, wie das alt-persische töre, 
im Mrmgolischen för. Der Richter im Baby- 
Ionischen aber heisst ti-tar gleich tí-taó-h 
\ 帝 der nach Gesetzen KichteDtle. 
i Merkwürdig Analogie mit dem Chinesiseli- 
, M;*^yarisohen ist er auch; dass tar «er- 
; schneiden und richten bedeutet. ^^Cfr. das 
j latéin isohe J<^*</-<^ne3 

Im Türkischen tínden wir tag-ri ^yäScj der 
Gerechte, wo das t'P» zn tag (wie das neatsche 
,Thau* im Soh we<i ischen zu da^\ sich eonsoli- 
• tiirte. während es sich im TsehuwassischeD 
\ zu tju-rt erweichte. 

Nach meiner Meinun? gebührt Uio weder 
der Sinn des We^s, in diesem Falle、 noch 
tier des Vernuntt-Princips, sondern der des 
Staates, der Regierung wie es aas Medharst's 
.English Chinese l>icn«>ii-\ I. Part, pa^r. 634. 
' col. 2. erhelJt. wo tier Passus fj^sk-hín^fbí^áo 
夭下 有^^ mit: The empire is well go- 
verne^i, das Reich ist nesriert, übersetzt 
ist. Diese Idee lebt iiu mongtolischeii fwnU. 

S» ist denn V't gleich fort gleich laJ-/i 
例 . ein Stjuits^setz, anado^r dem harr- 
pfatiDen t'vr im Aocad isohen. ra einer oxr- 
phonen Silbe crasirt. 



— 14Í) — 

Wie im Mand schiiiscKeD zu doro, noch ion 
gleich Ivm angefdgt wurde, um ein Aii- 
cutirtes Oesetz anzudeuten , ist an das Ma- 
gyarische noch véu) angefiig;t, das men 文, 
Styl, schreiben, entspricht, so ilasB tih-vény, 
Gin güschrichunes Staats-Oes otz bedeutet. 

Nach diesen PrämiBBen glaube ich, in 
meiner magyarischen UoberBctzang von Lan- 
tsze das tao-fíh richtig mit Staatskimst Über- 
setzt zn haben. 

Dos an tad-U ao^fUgte vén!/ könnte nach 
den Laut -Wechsel - Ghiaetzen gleich m^》 = 
ming stehen, wo müig 明> Licht und im 
geistigen Bereiche, die ÄnfldSraiig, dos Wis- 
Ben bedeuten würde. Da wäre iörvá^ gleich 
tao - Ii - ming, S taats-Gle eetz-Kunde, voi»Xs^ 
oder vajASAo^oí. 

Te, coreaE. tő, l&age Wurzel, wegiwischcn. 

Tji, coreanisch tör' wegkratzen. 

Ul 而, Hülfsverb. 

Te, coreaniscli t5, ist die lange Wurzol; 
(las lapponische tärssok ist ein baryplioaes 
Compositum dem in ^jar Ischen torzsa und 
törsök oDtöpreclujud. 

TÖ, coreaniscli tör, iet ein Stock, th J^, 
lange Wurzel, ein Ruder. 

Jö, in Hokkjen jök' ist ein Sjnonym- 
S tarn 111, item lapponischcn sok udiI dem 
magyarisch CD eSli entsprecliend, daB in töra 
apocopirt ist. 
Tö und tä, stampfen, treten. 
Tji, in Hokkjen tók, die Füsse Dach- 
Bchleppen. 

corean. iS, Spitze, Scliueide, Schärfe, 
ist ein vriddhirter Stamm, wie das 
baryphooe tow 頭, das aacli die Spitze, <las 
JÜnde und auch das Haupt bedeutet; 

,8 ist gleich ake 事 ein Ding, ein Nominal- 
Su£Gz. 



Staiiiiii, ! 
Stock und 

Tönök 



'öttyög 



涕别 mm 弱 « 



一 146 ― 



TŐZS ! 梯 

Handel 



Tuba 

Taube 

Tud 

Wissen 



Tuhad 

aii%ehiiuft 
werden 

Tukma 

Vertrag 



Tulajdon 

Eigeuthum 

Tulok 

ein Kall) 

Tunya 
Túr 



Kill, 

Hcilii 



Tükör 

,| 



ni 



讀 






飩 





Siehe obon tő, Stock und Capital. 
Shé, erweicht und apocopirt zu zs, ist der 
Markt. 

Cfr. das lapponische duWO, das englische 
dove, das deutsche Taube; arisch oder tu- 
ranisch? 

Tű, aufmerksani lesen, studiren, verstehen 
was man gelesen hat. 

Cfr. tu 園, rechnen, messen ; also Mathesis 
als Basis des Wissens. 

D = t, Rest des apocopirten Hülfsverbes 

Tűh, (lick, substantiell. 
Ad ta ff, Verbal-Suffix. 

Túh, Schilft<afeln, vor der Erfindung des 
Papiers, auf welche Buchstaben mit einem 
Stiele eing^eritzt wurden : später bedeuteten sie 
; ein g-eschriebenes Document, einen Vortrag. 
Ma, mo, prononi. Suffix. 



Tű, ein Kalb. 

LÖ, iu Hokkjen Jok, ein weisser Ochs oder 
"in Pferd mit schwarzer Mähne. 
Tun, stumpf, träge, dumm. 
( 'tV. tu)i pj^, atiVf^'nans. 
Yé, assonii tyrí, pronoin. Substantiv-Suffix. 
Tú, Liuul. 

Li, PHuo; und pflügen, apocopirt. 

T,ur für schiiiimeii, stammt von t*ii p 土, 

H|)llck(Ml. 

Tur, Sattoldruck, wird parallel mit tör, 
hroclioii, mit brechtin sein, das letztere wird 
auch (lutiir g^obraucht. • 

TÚ, süluíu, j\IaiHlschu fwa 細, sehen, wahr- 
iinliinnii. 

KiÜ6, cortííiu. kuör, ein Kreis, ein Ring*, wo- 
Imr (l(ir Stanim kiUen 圏, ein Kreis, umkreisen. 



一 147 ― 



Tüdő 

LuDge 

Tülök 
Tűnik 

Tür 

dulden 

Türköl 

mit Hörnern 
Rtosscn 

Tüszent 

niesen ' 



Tű 

Nadel 

Tüz 

Feuer 



Cir. das tibetanische kor, ein Kreis und 
Kreislauf des Mondes um die Erde. 

T'Ú, aus dem Munde entlassen , sei es 
A them, sei es Gedanken, hieraus gebildet 
tun f^, der Athem. 

DŐ = tö = te 體, Körper, Organ. 

Siehe tulok. 

Tun, eine grosse Flamme. Siehe tííz, Feuer ; 
ik -- = ki 卖, ProDom. 
T'0, tragen. 

Ü, apocopirtes Hülfsvorb. 

Tűh, coreanisch tur, mit Hörnern stossen ; 
hieraus tűrök, ein Horn. 
Kol, frequentatives Suffix. 

T'é, coreanisch to, niesen. 
Cfr. lapponisch fmsset, steroutare. 
(Sjen, Speichel, aus dem Munde kom- 
mend?) 

T, Rest von ta 打, Verbal-Suffix. 
Té, coreanisch tö, die Spitze. 
Cfr. tető, reduplicirt. 

Til, Morgenlicht, woher tun j)|^, grosses 
Feuer. 

Cfr. dúna, Sanscrit. Ustus. Tung 東, der 
Osten. 



吐 燈 吏, 出 嗉 鍵暑 



10* 



― 148 ― 



D. 



Dac 

Trotz 

Dacol 

trotzen 

Dadog 

stain 111 ein 

Dag 

Gesclnvulst 



Dajka 

Amme 



Dakos 

Dolch 



Dal 

iÍ(mI iiml 

Dana 



眦 




Qn«1 



+ 
出 



3m 



Tä, herausfordern, in Composito tä-tsze, das 
apocopirt zum magyarischen Stamme wurde. 

Tsze ist synonym, ein trotziger Blick. 
Durch das Hülfsverb U 吏, wird es verbal. 

i Tä, tő, undeutlich sprechen. 
Ki, frequentatives Hülfsverb. 

i Tuh, japanisch dok, Canton tok, empor- 
, ragend, convex. 

Tűh, Geschwulst, Geschwür, auch in Com- 
position chíing täh 广 + 重 毒, (^eschwulst 
T,Ö 免 ist, in specie, eine Geschwulst 
an den Fesseln des Pferdes. 

Dem slavischen dojka entlehnt , das im 
; Serbischen auch die Zitze bedeutet. 

Lautlich verwandt ist damit tdj, erweicht 
zu dáj 条 die Periode der Schwangerschaft^ 

wie taj 伐, eine Generation ; doch näher 
stünde pdj-neu 泰]^ , (daj-no) chinesisch 
I die Amme. 

Tűh, stechen, entspricht wohl dem Stamme 
ihxg, es ist jedoch zu erwägeh, ob das fran- 
zösische dmjue tiiranischen oder arischen 
Ursprunges sei? Cfr. sabre und szablya, das 
Schwert und viele Waffennamen, die vom 
Mtigyarischen entlehnt worden. 

Tan [iian dal), den Gesang mit einem 
Instriiiuent begleiten, 

Siüho unteu dan-ol, singen, das an das 
polnischo damiy Lied, erinnert, wie es 
im Hofrain kliDgt: 

Oj, dana moja, dana 
OjcJiyzna kochana. 



一 149 一 



Es wird wie kochac, lieben, gadaé, sprechen, 
dorn Turanischen entlehnt sein, da es in allen 
anderen slavischen Mundarten fohlt. 

Siehe ol-dal-(ma), die Seite (?) 

Cfr. dér, Reif = tje y 渠, Ii 猓, kalt, 
Synonym. 

Vom slavischen binomen drob - iti und 
drob'ty. 

Vom slavischen binomen drciSiti, reizen. 

Tá, hoch fliegen, wie das magyarische Lied 
sagt: magasan repül a dam, hoch fliegt der 
Kranich. Cfr. ta 大, ziehen, wie Zugvögel. 

Lu ("«^), in Ketten (Haufen) fliegen, ziehen. 

T'je, coreanisch ter, erweicht zu der, Eiseü, 
eisentarbig. 

Tje, ohne Aspiration, Eisen. 

Shi, Adjectivbildner. 

Cfr. deres szürke -二 eisengrau. 

Cfr. tivornya, vom lateinischen taberna, 
mitteldeutsch Zähem, französisch Saverne. 

Ti, Macht, Vermögen, überwältigen, die 
kurze Wurzel ist ti ^[, Potenz, Tugend. 

Hieraus diadalom, Triumph. 

Tji, Funke, Sternlicht, erlaucht. 

Che, prächtig, hell, crasirt zu dies. 

Dies ist die physische Begründung des 
Ruhmes, die moralische basirt auf tje í^, 
Tugend und che 吉§, höhere Intelligenz, Er- 
leuchtung. 

Tji, beben, nach vorn und nach rückwärts. 
Tje, kalt, coreanisch ter, in Compos, der. 
Ki, frequentatives Hülfsverb. 

Ti, einen Ersatz zahlen ; hieraus tjen íj^, 
der Zahler und kurze Wurzel tje 貝占, ver- 
pfänden. Dij ist ein Guua-Stamm, 



Dalma 

Rumpf 

Dara 

Gries, 
Schlosse 

Darab 

ein Stück; 
Imbiss 

Darázs 

Wespe 

Darú 

Kranich 



Deres 

eisengrau 



Deverna 

Schwelgerei 

Di 

Kraft, 
Triumph 

Dies 

Ruhm 







und 



I 

Didereg j 

vor Kälte '、 
zittern 

Díj 

Lohn. 
Preis 



盪^ 起抵 



— 150 — 



Dikls I 

Dolch 

Dinye 

Melone 

DÍSZ 

Pracht I 

Disz ! 

Luxus j 

Disznó 

Sau 

Divat I 

Mode, Usus 

Dob 

Trommel j 
und werfen 



I 



Dogány 

Fleischbank 

Dohad 

dumpfig 
werden 

Dóka 

ObeiTock 



Tjé, in Hokkjen tek, stechen, todt stechen. 
Ti |j^, stechen, mit Hörnern stossen. 
Cfr. dakos. 

Ti-en, süss = éd, inversum. 
TJe jj^, Melone. 

Cfr. nf/i^ Sprosse, Wurzel, Knollen. 
Tjl, Pracht, Sternenlicht, mit japanischem 
Stam m-Exponenten s. 

Ti, Luxus. 

Sze, apocopirt Sachen, Siibstantivbildner. 

Tjé, gierig nach Frass, mit japanischem 
Stamm-ExponenteD s, 
Ná, fett. 



To, iu Hokkjen top, mit der Hand schlagen. 
To, in Hükkjeu top, mit dei Hund stossen. 
To, iu Hokkjen top :- 二 dob, Lose werfen, 
werleu. 

To, ill Hokkjen töp, eine in der chinesi- 
schen Armee gebräuchliche, hölzerne Klap- 
per, um die Truppen zusammen zu rufen. 

To ^^, hiess die Stunden mit jener 
Klapper schlagen. Noch heute in der mar 
fi^yarisclien Cavalleric gebräuchlich, die Ab- 
füttcriingsstiinden durch Klöppeln auf Hänge- 
brettern kuud zu geben. 

TaOU, in Ilokkjeu to, bedeutet eine Kupfer- 
troiiimel, deren Alarmruf tung 鼓 小^^ , ma- 
gyarisch don(j, hiess. 

Griechisch-türkisch. 



Ta, tä, reduplic. im Chiuoslschen, dumpf. 
Ad 』 ta 打, Hülfsvcrb. 

Lateinisch toga, ein Beispiel, wie das Ma- 
«^yarische die froindeu Tonues in Medias, 
diese iu jene verwandelt. 




甜蘖 灼 林事 養肭 ^拓枕 




答 



、」 



一 151 一 



Dolog 

Arbeit, 
Sache, 
Ding 

Dolmány 

Dolman 

Dobzódik, 
Dombéroz 

schwelgen 

Domb 

Hügel 



Dong 

summen 



Dorbézol 

zechen, 
schlemmen 

Dorg-ál 

rügen, 
schelten 

Dormány 

Treibstange 

Dorong 

Pfahl 

Döbög 

pochen, 
klopfen 

Döbben 

erschrecken, 
erbeben 



To, bewegen. 

(To bedeutet die verschiedensten Hand- 
Functionen.) 

Lüh, vereinte Kraft und Anstrengung. 

Dölama, aus dem Persischen. 

Siehe dorbézol. 



Twan, coreanisch tom, ton, Hügel. 
Pei, apocopirt und zu b erweicht, ein Kegel- 
hügel. 

Tho |i| 商, lange Wurzel, ein Kreishügel. 
Tá 崎, Hügel an Hügel und ting tung 

Í 鼎 童, Hügel. 

Tung, Trommelrauschen. 

Ting, Laute unterscheiden, hören. 

(Laut und Gehör, correlative.) 

Tá, tá, coreanisch tar, schwelgen. 
Cfr. magyarisch tor, Schmaus, Fest. 

To, coreanisch tor, beschuldigen. 
Tow 圖, streiten, hadern. 
G == ki frequeotatives Suffix. 
Cfr. dörg, Donner. 

Tö, Steuerruder. Cfr. tüh 叔 + 貝, steuern, 
regieren. 

To, coreanisch tor, ein Stab. 
Cfr. kormány, Steuerruder. 
Vom polnischen drag. 

Siehe dob und dobog. 



Siehe dobog. 



瑞黝尋 段^ 鼓 i 聽始袷 咀 魏 



― 152 ― 



Döcög 

zotteln 

Döf 

bocken, 
stechen, 
stossen 

Dög 

Aap, Seuche 

Dögöny 

Stiiet 



傳 
i? 度 




■ 鲁癧 



Dől 

Bich lehnen, 
legen, 
um fallen 

Dölyf 

Stolz 

Döng 

dröhnen 

Dönt 

stürzen, 
fiillen, 
schütteln 

Dőre 

tliöricht 

Dörg 

iliöluioii 



侠 
桐 





Dörsöl 



Tűh, bar V phon , bewegen , schlagen und 
j 突; renucD^ stürzcu. 

To, mit den Füssen stampf en. 

Tuh, baryphon, stcchcu, stossen. 
i {F, als Stam m-Expouent^ für jn, pa, apo- 
copirt p, selten.) 

Túh, baryphon, Gift und 
Túh ^^, getödtet im Miitterleibe. 
Tigh, türkisch ein Schwert , ein Dolch, 
ein Stahl. 

Es kann aus der kurzen Wurzel (/lÄ 勺 赠, 
stechen, hauen, abstammen, es kann aber 
auch das deutsche Degen sein. 

Siehe dönt und dűl. 



Tű, kurze Wurzel, ist Mangel an Demuth. 
I TŰ 突, jemand mit Verachtung behandeln, 
i Tung, dröhnen, tönen. Die kurze Wurzel 
! ist ill dör-g und dor-gcU vorhanden. 

Túng, bewegen , schütteln von t'o 探, 
scliüttelD und t,üh f 蜀, t,un fl^, Synonym. 



佚 Túh, thöricht, woraus t,m P 吞, SynoDyin. 



To, coreaniscli tor, cin hohles Stück Holz, 
worauf die Chinesen die Stunden anschlugpeil. 
Hieraus (las participiale döng. 

G = ki iVequcntatives Suffix. 

TÚ ist dili lange Wurzel, die stark reiben 
bedeutet. 

Dör entspricht näher der kurzen Wurzel 
fn ;jj^, reiben, wischen. 

Sö-I ist ein synonymer Stamm gleich 

y}^, reiben, mit inactivem Suffixe Ii 吏. 



― 153 一 



DŐZ8 




Cfr. dor-bézol. 


Ibchwelger 






Dsida 




Cfr. Mongolisch und Mandschu. 


Lanze 






Dú 


奪 


T,0, auf Beute gehen. 


Raub, 


Hieraus stammt das magyarische aus, reich, 


Beute 




gleichsam Freibeuter. 


DÚC 


堵 


Tú, ein niedriger Wall, ein Strebepfeiler, 


Stütze, 


stützen, abwehren. 


Bausch 


子 


Tsze, concretes Suffix. 


Duda 


咄 


Tu, Lärm, lachen; tibetanisch tug, fon 


dudeln 




einer Kassel. 




姐 


Ta, Gekicher, Gejauchze, in Compositionen 
zu da erweicht. 


Dudva 




A 量", • 1 J ■ 、霧 . 

Cfr. das türkische dlld, Moretum. 


Unkraut 






Dúg 


度^[ 


Tu, lange Wurzel, ausfüllen, verstopfen, 


stopfen, 




verschmieren ; hieraus tmi (n = l) ilJJ, einen 


luJJon 




Damin zwischen r cldern aiistullen; ver- 






stopfen. 


Dúl 


Tu, ruiniren, verderben. 


verheeren, 


■ 


Li fi^, Verbal-Sumx. 


verwüsten 


1 


Duna 


■ vi* 

1 m 


Tun, tun, reduplicirt, wild rauschende (re- 


Donau 




! 1 气 M j • • -1 eil 

wasser und timg 洞, ein reissender btrorn. 
i T u 徐 ist als Wurzel schon em t lussname. 


Dunnog 




i Siehe dong. 


brummen 






DÚZ 


凸 


Tű, mit japanischem Stamm - Exponenten 


Knorren, 




tüs zu duz erweicht, empor- und hervorragend, 


Höcker 




vorspringend, convex, Hügel. 




y 毒 


Hieraus das verbale dttz-ad. 


Düh 


Túh, Gift, Hass, Zorn. 


Wuth 




Dül 




! Siehe dönt. 



sich lehnen 
seüken 



一 154 一 



Gy. 



Gyak 

Dolch 



牙 



Gyaka 

Aufhalt- 
gabel (am 
Schlitten) 

Gyakorol 

prakticircu, 
(studireu) 

Gyaláz 

tadelu 

Gyalmoz 

mit Zuggarii 
fíflchen 

Gyalog 

Fussgänger 



柙 





迓 



Ya, alles was hervorraget, wie eine Spitze, 
ein Zahn. 

Cfr. dik-is und ddk-os, Dolch, zu dem gyak 
sich wie eine Erweichung verhält. 

Ya, in Hokkjeu ij'éak, hinten anfügen, 
herabdrücken iiud niederhalten. 

Ya 丫, gabelförmig. Magyarische Form 
altertfaümlicli. 

HjÖ, ill liokkjcn hjäk, studiren. 



Yä, verlachen, verspotten. 

La gleich lau g 妻 und lu Pj^, verlachen. 

Z - sze iuactives Ilülfsverb. 

Siehe gyalom. 



Ya, gehcD, wandeln; mit inactive m Ii 史. 
wird es verbal, gleich jár (r l), 

Og ist das tVcqiientativc kl fi, assonirt. 
Cfr. (las finnische jalka (quasi g/jalhif 
《l"alóka), Fuss. 

Der Magyarc gebraucht populär gydog 
für al, cd jus, niedrig, uml zwar sehr glück- 
lich, 80: 

Gtjalog fa, Biiscliholz, 
― hodztt, wilder Hollander (Tanne), 
― fm!jü, Wachliolder, 
一 hui, (Brücke) Laufsteg, 
— Jdntó, (Klitsche) Sänfte, 
― orsó, Spindel, 
― szán, Keiuisclilítten, 
― tör, Laiifschlinge, 



一 155 一 



Gyalom 

Fischer- 
• garn 

Gyalú 

Hobel 

Gyám 
Gyanú 

Verdacht 




Gyanta 

Harz, 
Colo- 
phonium 



Gyáp 

Watte 
(Wolle) 



Gyapu 

und 

Gyep 

Wollgras 





香 

und 
桶 



軋 



Ya, niedrig" (a ja). 
Lo, Netz, Garn. 

M = mo, pronom, Nennwortbildner. 
Ya, schneiden. 

LÚy, hobeln, Guna von der Wurzel lüh 戮, 
schneiden und verwuDden. 

Yá und yán, älter ydm, sich stützen auf — , 
jemanden betrauen mit 一 . 

Yá, verdächtig, hieraus das durch Aspira- 
tion verstärkte 'ydn j^, Verdacht, auch 
'tjan-i 疑, Verdacht. Das i ist im Ma- 
gyarischen zu u assoüirt; in gyanít, Verdacht 
haben, erscheint das ältere { wieder. U ist 
sonst gleich u und ju 舆, Verdacht. 

'Yáng und Ijáng, das erste aspirirt, das 
zweite liquescirt, werden aus der Idee des 
Wohlgeruches im Chinesischen gebildet, zur 
Präcisiou verbindet man sie mit dem Namen 
des Baumes, wie mit Tanne süng-hjang ; 
香, Tannenharz. 

Ta ist 他 Pronominal-Suffix. 

Yá, in Hokkjen y&p, ein dichtes, feines 
Gewebe, das zu Tuch verwendet werden 
kann. Der Name des Schafes yang ^^, wird 
wohl ein Participial-Stamm aus der Wurzel 
! ja 二 Wolle, sein. 

Wata, japanisch, besteht aus hwa 花, 
Blüthe und Watte (wie die der Weiden bei 
uns), taj 帶, bedeutet Baumwolle sammt 
dem Samen. 

Ausser der in gyäp angedeuteten Ety- 
mologie ist in g,yapu die Idee des Wachsens, 
dos Blattansetzens enthalten, da je, in Hokkr 
jen j ép 葉, das Blatt, also blättrig, pÖ 食学 
aber wachsen bedeutet. 

Wie von ih, yíli 乙, die Knospe, der Ast, 
das chinesische ili und yili ~« das Eine, 
gleich dem tínnischen yh-tä, abgeleitet wurde, 
so führte die Idee des Blattes je, auf das 



― 156 ― 



Gyár 

Fabrik 



Gyarap 
und nyer 

gedeihen, 
gewinnen 




Gyász 

Trauer 



Gyáva 

feig 



Gyékény 

Matto, 
HinHoii- 
山 ick(5 



厄 



佚 




chiucöi&c'Iie je. vereinen , versammeln u 
das magyarische egf^ (Je zu gye erstarkt m 
umgekehrt). 、 

Yá, coreanisch Jar, das Drehen von Rader 
Grundprincip des Fabrikwesens. 

Gyár ist interessant als ein lebender Bele 
dass gif aus j consolidirt wurde, da man i 
Magyarischen sowohl jfarf als gyárt g-ebraucl 

Yé und njé, im Coreanischen jer nnd ij^'i 
Eigen thum, Geschäft, ein Gut, wird mit v( 
j balem |>a 巴 zu gyarap, gyarapiÜ, währei 
[ nt/er, ohne weiteres Verbalsuffix als Zeitw( 
; sich behauptet. 

Gyarap und nyer sind interessante B 
spiele der Consolidinuig der Wurzeln u 
Stämme, die aus primitiven Vocalen e】 
sprossen, durch Aspiration, J odirung u 
liquide CoefBcienten consolidirt werden. 

Áj, jáj, gáj, beweinen. 

Sze, die Todten. 

Cfr. gaj'Sze 哀 j|^, bedeutet Trau 
Kleider, das in gifdsz zu einer Silbe eras 
wurde. 

Yao, sehwach und deswegen yao ^ 
dienen. 

Die magyarische Form gyáva ist v( 
ständig erhalten, wie im Japanischen yöica 
die Feigheit. 

Die zwei Längen deuten auf ein zusanimc 
, gesetztes Wort, das aus einer Wurzel jé, j 
; und einem Pai ticipial-Stamine king = ké 
bestände. 

Jé 野, bedeutet alle wilden Thiere tu 
Pflanzen, hier also gleichsam Ried, Bins' 
und dergleichen zum Flechten sich eignem 
Voj^^ütabilicD. 

King 經, sind die Gewebefäden, der Ei 
H(*hlat> (lie beiden Elemente g'eben ein Riet 
Hinaeii-Oewebe. 



― 157 ― 



厭 



稀 



兒 



Ye, in Hokkjen Blatt, Gras. 

Ye, in Hokkjen yep, consolidirt zu gy 一, 
einschränken^ zügeln ; ye ;^, in Hokkjen 
yep, leiten. 

Leu (lő), ein Pferd. 

Cfr. kfűi erweicht zu gjíh, in Hokk- 
jen gyip und magyarisch gyep, ist der Zügel. 

Ye, in Hokkjen f/ep, Blatt, Rasen. 
U UD(1 ju, ein Zaun von aufgeworfenem 
Rasen. 

Er und ered sind die vocalischen Wurzeln, 
die durch j und g(//-Coefficienten consolidirt 
wurden. Die primäre Wurzel ist ér, die Veno 
und die Quelle, sie entsprechen dem chine- 
sischen le (re) 3||, das Venen im thierischen 
Körper sowohl, als in Steinen und Hölzern 
bedeutet. 

Li 泄, bedeutet das Wasser, welches über 
einen Abhang herabfliesst. 

*E, schütter. 

Im Chinesischen ist die vocalische Wurzel 
aspirirt, im Magyarischen j od irt, im Lappon i- 
schen nyar-de, rarus, Tenuis, liquidirt. 

R ist concret. Suffix. 

Ye, coreanisch yer, Nachkommenschaft ; 
primitiver Sinn, Blätter. 

Die Polen haben es von den Magyaren 
entlehnt, um mit giermek einen Edelknaben 
zu bezeichnen. 

Mek ist mje 蔑, in Hokkjen mek, Sprossen, 
figürlich Kinder. 

Cfr. mjé ! I 蔑, Generatio aequivoca. 

Cereata, aus der Kirchensprache, welche 
durch alle europäischen Sprachen mehr oder 
weniger verstümmelte Formen gebildet. Das 
französische cierge und der es vortrug con- 
cierge, die deutsche Kerze, und im Badischen 



Gyepü 

Hecke, 
Zaun 

Gyer 

komme! 



Gyér 

rar, 
schütter 



Gyermek 

Kind 



Gyertya 

Kerze 



Gyep 

Rasen 



ő h 1 

z z 



一 158 一 



Gyertyánfa 

Hagebuche 

Gyilok 

Dolch 

Gyík 

Eidechse 



Gyimgyom 

Unkraut 

Gyócs, 
Gyolcs 

Leinwand 

Gyógyít 

heilen 



Gyom 

Unkraut 



Gyomor 

Magen 

Gyón 

beichten 



戈 






耘 




in die Karze gehen, d. h. in die Spinnstube^ 
wo eine Kerze brannte. 

C in g'ff erweicht, ist im Magyarischen 
gang und gäbe, so spricht man logtßca statt 

logica, 

(Nach chinesischen Wurzeln hiesse die 
Korze jar -tje, harmonisch jfí 昔 的, beides 
licht, hell, bedeutend.) 

Yé, coreanisch tfer, Feuer, Gluth. 

Tjen 電, Blitz, Flamme. 

Fá 發, Vegetation, Baum. 

Yih, Pfeil, Spitze, ist die kurze Wurzel, 
woher : 

Yih zu gt/lk coDsolidirt, die Eidechse. 

Ks sollte kurz ausgesprochen werden, ISk 
in gytlok ist lo 各, in llokkjen lök, sterben 
und töd teil. Wäre gyü der Stern m, so ent- 
spräche (Icmselhen tjin ^^, Spitze einer Wafie. 

Yin, yTm zu (jfflm consoHH., üppig spriessend. 

Yun, Unkraut. 



YÖ zu (jjjt) con solid irt, heilen. 

Y, heilen (durch Zauberei ; gleich dem 
magyarischen ? wegen Hiatus zu gyi ver- 
stärkt. 

T ist ta 打, apocopirt, Verbal-Suffix. 

Yun zu coosolidirt, Unkraut. 

Gi/om - Idl heisst jäten, dessen zweites 
Element la j^, ausreissen , ausziehen be- 
deutet, mit dem Verbal-Suffixe Ii zu l 
apocopirt. 

Yä, coreanisch jär, zermalmen. 

Mo, mahlen, malmen. 

R, concret. Suffix. 

Jun, quasi gyun, sprechen par excellence, 
wie beichten von bejahen. Vergl. Grimm's 
Wörterbuch. 



― 159 ― 



Gyopár 

Ruhrkraut 

Gyors 

schnell, 
hurtig 

Gyök 

Wurzel 




Gyömör 

stopfen 

Gyönge 

schwach, 
zart 

Gyöngy 

Perle 



Gyönyör 

Wonne, 
Wollust 



Gyötör 

quälen 



走翟 




ti 




而 




玉 



姻 




YÖ, in Hokkjen jáp. Medicinal- Pflanzen. 
Gehört zu der Kategorie des ya 奪, spries- 
sen, des gjfcp Gras ; gyarap, wachsen. 

YÖ, corean. jÖr, hurtig-, vorwärts hüpfen. 

Shé, apocopirt, Hast. (Im Magyarischeo 
selbstständig in d-et, eilen.) 

Yä, in Hokkjen yäk, entwurzeln. (Bary- 
phone Wurzel.) 

Yűh, in Hokkjen tjuk, Wurzel schlagen. 

Als weitere Coefficientenbildung der voca- 
li sehen Wurzel ist interessant nye, in Hokk- 
jen nfjck (für gyök) das, was in der Erde 
zurückbleibt, nachdem der Baumstamm ge- 
fallt ist. 

Tjen, erweicht zu djm ― gi/ön und älter 
(Jil'öm, füllen, stopfen. 

Ör = ül - Ul, Verbal-Suffix. 

Ving zu gying consolidirt, ein neugeborenes 
Kind. Magyarische Form vollständig'. 

Cfr. zsönge, zart von Knospen. 

Yűh, glänzend, Perle, Eupras ist die kurze 
Wurzel. 

Hieraus gebildet yung ^||+ 曰, eine präch- 
tige Perle. 

( Yang 映, prächtig, glänzend ; ying ^||, 
Synonym.) 

Yin zu gyin consolidirt, ist die Braut (die 
Wonnige), Iman (hon) der Bräutigam, 
yin-hon ist die auf Basis der Ehe entstandene 
Familie. 

Siehe yin (jyn-ger und gyön-ör), der 
schaffende geniale Hauch, der Zeugungsreiz. 
Yin 淫, G eschlechts-Lust. 

Yin 陰, das weibliche Princip in der Natur. 

Yin J^, Hochzeit. 

Ylh, Canton yit, tyrannisiren. 
Yä, yé 壓, unterdrücken, zermalmen, zer- 
quetschen. 



― 100 一 



Győz 

siegen 



Gyöszte 

komm! 



Gyújt 

aD zünden 

Gyula 

Eigenname 

Gyúr 

kneten 

Gyűl 

anKammeliJ 

Gyűlik 

KchwäroD 

Gyümölcs 



Fruí'Jit 



Gyűr 

knitter II, 
KcJiürzei); 
rifi^;ííln 



und 
敵 



于 





m 



兒 



Yá SZe jin 壓 死 人, das Volk zu Tode 
quälen. 

Ör ist 而 Verbal-Suffix wie Ii 吏. 

Kjíh {kj zu gj erweicht), eine Lanze. 

Tjih (tj zu dj - gy erweicht), der Sieger. 

Cfr. yu = jő und gyö 愈, überwinden, 
wie die ob igen mit dem inactiven sze 使 
zu z erweicht, verbunden. 

YŰ, gehen (im Magyar. SLUchJösz und gyöß 
gebräuchlich, ein lebender Beleg der Stämme- 
Erhärtung durch stärkere Coefficienten). 

Sz, Suffix der zweiten Person, wie to, 
selbstständiges Pronom der zweiten Person. 

Yue, der Mond (der Glühende). 

Yűh, der Sonnen-Glanz. 

Yun, hell brennendes Feuer. 

Im Tartarischen steht es für einen Krieger 
und Helden, aus der Wurzel yu über- 
winden. 

Yá, coreanisch jar mit mjm ^|j, Mehl, 
heisst kneten; im CbÍDesischen in der a-Scala. 
Yu zu gf/ü erhärtet, sammeln. 
Li zu l apocopirt, Verbal-Suffix. 

YÚ, Pus, Eiter. 

Li 吏, Verbal-Suffix und ki 其, apoco- 
pirtes Pronom, neutrales Suffix. 

YÚ, die Mutter Erde, die fruchtbare, der be- 
fruchtende Einfluss der Natur ; hieraus stammt: 

Yun, älter f/um 雲, die befruchtenden 
Principien der Natur. 

Öl, Kind, concret. Suffix der Substantive, 
hIho (las Erzeugte, die Frucht. 

Yu, Wassíír- Wirbel. 

Hieraus //uen-//in 、) ^涵, Wasser -Wirbel 
und //un :唐, ein sich dahinwindender Strom, 
wie auch y 職 ying, Participial-Stämme. 

AiiH derselben Wurzel stammt gyUru, der 



一 161 ― 



S 

und 

Sája 

fest 

、 Sajdít, 
Sejdít, 

auch Sejt 
•ahnen 

Sajg 

brennen 
vor 
Schmerzen 

Sajka 

Kahn 

Saját 

eigen, 
eigen- 
thümlich 

Sajt 

Käse 



Sajnál 

bedauern 
beklagen 
bereuen 

Sajin 

emsig 



S. 

Shi, und, das Magyarische ist apocopirt 
von és, 18, das dem chinesischen shi entspricht. 

Che, fest, wie ein Berg, oxyphon. 

Yé, Substantiv-Zeitwort, Nennwortbildner. 

She ist eine Pflanze, von welcher 64 zu- 
sammeDgenommen, zu einer Art 卞 on Vor- 
bedeutuDg dienen, auch wahrsagen, 

i-t ist 以 打, Doppel-Verbal-Suffix. 

Shaj, ein langes Schwert, verwunden, Guna 
von Wurzel shä 殺, stechen, tödten. 

Cfr. tibetanisch shag und shang, die beide 
verwunden bedeuten. 

G ist ke 起, frequentatives Suffix. 

Shaj, tiefes Wasser. 

Cfr. haj 海, die See und hajó, Seeschiff. 

Ka ist ki 器, Gefáss, Werkzeug, assonirt. 

Tsze-jé-tjí wäre die entsprechende chi- 
nesische Wortgruppe, die selbst-sei-end oder 
selbst-hab-end bedeutete (?) 

Shaj, Presse, pressen und durch die Presse 
durchseihen. 

Tjih, Participial-Suffix 二 ge-presst. 

(Sajtó, die Presse, ist aus demselben Guna- 
S tarn ine gebildet.) 

Shan und San, Thränen vergiessen, gleich 
magyarischem szán. 

Saj, ist Schmerzenslaut. 

Sain, in Mandschu, gut. 
Saj, dankbar. 

11 



而 峙也楚 



酒 自也的 篩 的 




― 162 ― 



Sallang 

Franse 



Sanda 

schieläugig 

Sank 

Bodensatz 

Sanny 

verwelken 

Sánta 

lahm 

Sanyar 

Elend 

Sáp 

Blässe 



Sápog 

schnattern 
ratschein 

Sár 

Koth 



Sarampó 

Schranken 

Sarc 

brand- 
schatzen 

Sárcsa 

Blasshuhn 



Shan (n = l), lange Federn zur Zierde 
von Fahnen, auch Haare (Cfr. Tokaj), von 
der Wurzel sliä eine Fahne. 




Shan 娜, eine Damen -Kleider- Schleppe. 
Sha, ein Seitenblick. 

Da ist ta 他, Pronombildner, zu da er- 
weicht. (Cfr. kan-csaL) 
San, Bodensatz. 

(Im Magyarischen Participial-Stamm.) 
Shaj, verwelken. 

Cfr. tsdn 殘, hinwelken, sterben. , 
San, lahm. 

Ta, pronom. Suffix von Nennwörtern. 

Sang, verwundet, elend im Gemüthe (iig 
zu riy erweicht). 

Ar = ül 兒, assonirt, concret. Suffix. 

Sáj-píh, zu einer Silbe crasiii;, bleich, 
weiss. 

Cfr. shä 酒, das auch Schnee bedeutet, 
wodurch shäpih, schneeweiss würde. 

Oha, geschwätzig-, magyariscli in csorcsog. 

PŐ, in Hokkjen pök, Lärm des Gezänks, 
des Gelächters. 

Sha, Sand und Schlamm, so in ch'uy-sha 
吹 沙, ein Schlammfisch. 

R ist ein apocopirtes le 璃, Erde von 
Wasser aufgeweicht. 

Siehe SOrompÓ. 

Schatz, altdeutsch skat, hiess eine Steuer, 
Kriegssteuer, wurde das Wort durch Ein- 
schaltung eines r naturalisirt? 

Sár mag Schlamm, oder nach sdrga, gelb 
bedeuten. 

Oha ist ein Wasservogel. 

Cfr. cha 查, flössen, schwimmen, auch 
Name eines Wasservogels. 



乡 





他傷 lő 唾賺 沙 



札 +鳥 



― 163 ― 



Sárga 

gelb 



Sarha 

Schinder 



Sarj 

Sprosse 

Sarjú 

Nachmahd 
Grummet 

Sárk 



Sarkantyú 

Sporen 

Sarló 

Sichel 



Sarnyú 

Nachmahd 

Sármány 

Ammer 

Sarok 

Ecke, 
Winkel 

Sártök 

würziger 
Kürbiss 

Saru 

Bundschuh 



Ser, persisch Gold, d. h. gelb, par excel- 
lence. 

TsjÖ, coreanisch Uör, gelblich. 

K,a-ng, gelb, Participial - Stamm der im 
Magyarischen erweichten Wurzel ga, 

Sha, coreanisch shär, tödten. 

Im Chinesischen kommt das Compositum 
sh&^-hdj 5^ 害, tödten, vor, dessen zweites 
Element ein Guna der magyarischen ha- 
Wurzel bildet. 

Shär, tibetanisch^ heisst sj^rossen. 

Ya und yu (in sarj und mrjú), sind Sy- 
nonyme. 

Shär, tibetanisch, spriessen. 

Yu, yew, wachsen. 

Shar, tibetanisch^ etwas Stechendes; Her- 
vorragendes. 

Shä, coreanisch sh&r, stechen, tödten. 

Shä, coreanisch sh&r, stechen. 

Kán, die Ferse. 

Tje, Eisen, zu tyú assonirt. 

Shä, coreanisch shar, stechen, schneiden ; 
hieraus gunirt shaj 金 + 教, Scheere. 

Lo, bedeutet eine Garbe, oder vier hand- 
voll Getreide. 

Siehe sarjú. 

Shä, coreanisch shär, gefiedert. 

Mány, flattern, rauschen, hastig davoneilen. 

Shar, tibetanisch, Spitze, hervorragend. 
Siehe sark. 

Wird wohl Gold-Kürbis, gleich sárga-tök 
sein. 

Taapoüxia im Neugriechischen und Albani- 
schen, 

11* 



我 芽育 我我 良鉄我 擺 彩彩忙 



— 164 — 



Sas 

Adler 



Sáska 

Heuschrecke 





Satnya 


TM 


elend; ver- 


黑 +4 


kümmert 


Satu Saitn 




Kelter und 




Presse 




Sátor 




Zelt 




Sav 


酸 


Säure und 


Savanyu 




sauor 





Shä, Flügel, reduplicirt um den Beflügelten 
par excellence zu bezeichnen. 

Das lapponische Adverb aasti, celeriter, 
weist auf SOS als den Schnellen zurück, ti 底 
ist ein Adverb-Suffix- 

Shä, reduplicirt, Flügel. 
Kjä, Flügel. 

Das lapponische saska, saltus ambobus 
pedibus und hieraus aaskad jape (szökő év)j 
das hüpfende Jahr, d. h. das Schal^ahr. 
Die Flügel und Füsse, aus der Idee der 
Schnelligkeit, werden wie im lateinischen 
praepes, verwechselt. 

Sä, welken, welk. Canton sät 
Njé, assoniii; zu nya, Synonym. 

Sha, Canton shät, pressen; im Magyari- 
schen alterthümlicher. 

Cfr. chä ;j^, pressen, tsew cha 样, 
Wein-Presse. 

Shaj, gunirter Stamm, Presse. 

Cfr. sajt, der Käse. 

(5 ist Particip ial-Pr on om . 

Cfr. das West-mongolische cacor ger, ein 
Zelt mit Seitenwänden. Im Ost-mong-olischen 
cacar, offenes Zelt. 

Cfr. cha f^, ein Obdach hurtig errichtet. 

Tow (oic -= or mongol.), errichten, bauen. 

Tav ( av =- ar), einen Lehm wall bauen. 

Swan, im Magyarischen savan-yú, sauer 
und Säure ; so swan mej (savanyú 
ineyf/ ), saure Weichsel. 

Von derselben Vriddhi -Wurzel stammt 
mv-ar, Salzkraut. 

Es Huden sich im Chinesischen hieher ein- 
aehliigende Wurzeln und Stämme : 

Tüü 齒 十^^ , magyarisch só, Salz. 

I^eili tso 齒, magyarisch széh-só, Soda* 



一 165 ― 



Sáv, Sávol 

Strieme, 
Streifen 

Seb 

Wunde 

Seb 

Schnelle 

Séd 

Bächlein 

Seg 

After 

Segéd, 
-it, -ély 

helfen, 
Hülfe, 
Gehülfe 



Se 

nicht, 
auch nicht 

Sejt 

ahnen 

Sejt 

Zelle 

Sekély 

seicht, 
uotief 



Sjav 齒 + 食, in Hokkjen yo, magyarisch 
sav, in obliqu. casib., Salz und Salz kochen. 
Sjao 確, heisst Salpeter. 

Da die Wurzel lü 齒 auch Salz bedeutet, 
so ist es ersichtlich, dass Säuren und Alcalien 
durch dieselben Laute ausgedrückt wurden. 

Sjav, Strieme. 



She, Canton shép, auseinander brechen, 
reissen. 

She, übertreten, überfahren. 

She 馬, ein Wettrenn-Pferd. Cfr. si-eL 

Sje, in Hokkjen sjét, dahinfliessen. 

Cfr, cser-mely, csurgó. 

She, Excremente. 

She, tibetanisch, stinkend. 

Cfr. türkisch segill, der Schweif. 

She, inactives Hülfsverb. 

K,jen, Hülfe (n =^ l) , aus der Wurzel ke 
(kéz) 枝, die geschickte Hand. 

Dass die Hülfe wirklich von kéz, die Hand, 
abgeleitet ist, beweist das chinesische fu 
shhw 輔 Helfershand = Hülfe. 

Ke ist in Composition richtig zu ge er- 
weicht in géd, gély. 

Szé ist eine verneinende Partikel , vor- 
kommend in: 

Se-holi 辭 何 裡, nirgends. 

Se-wo 麽, nichts. 
She, Ahnung". 

í-ta, doppeÜDactives Suffix. 

Sejt zu einer Silbe crasirt, ist für se-i-L 

Shay, eine Zelle. 

T ist Pronom ta 他 oder ti 底, apocopirt. 

She, in Hokkjen shek, Furt. 

Ely ist gleich umg^estelltes Ii ^^, waten. 



g 析拾 g 屎使搶 楚以 打人 + 至渉 



― 166 一 



Szö, negative Partikel. 

Le, Nutzen, nützlich, gunirt. 

T, Pronom ta 他, Nomínalbildner. 

She, Cadaver, todt. 

Le, Ort und Local-Suffix. 

Se und 8Ze, rohe Seide. 
Lyen, wellenförmig gezeichnete Seide, (soie 
moiree). Also rohe und präparirte Seide. 

Chen (n = l), stottern, von der Wurzel 
che 骚, stottern. 

P ist ein Detritus von pi 彼, Pronomen. 

Vergleiche se. 

M ist mo 麽, Pronom. 

Sjen, eine Art von Krätze, welche sich 
allmälig über die ganze Haut ausbreitet. 

Cfr. senyedér, Krätze. 

Ep 兒, concret. Suffix, 
für sem-ki, rectius, se-mo-ki, Niemand. 

Cfr. 86 und sem. 



She, kurze Wurzel, verletzen, tödten. 

Dem Stamme sen und seny entspricht 
shén 活, intermittirendes Fieber; shin 
Krankheit, besonders des Unterleibes. 

SjüŐ, in Hokkjen s/öp, fegen. 

Er, inactives Ii 吏 (l = r). 

Ser, ägyptisch, ein gebrautes Getränke, 
aus der kurzen Wurzel she 析, cM, corean. 
sher, welche gleich dem tibetanischen sar 
und dem magyarischen serdül, spriessen, 
figürlich gähren bedeutet. 

Sze, Armee. 

Ljé, in Hokkjen lek = rek, eine Armee, 
ein wohlgeordnetes Heer. 

SÖ 8Ö, reduplicirt, coreanisch sör, sich in 
Haufen versammeln. 

Cfr. sereg, ein Heer. 



Selyem 

Seide 

Selyp 

stottern 

Sem 

nicht 

Semer 

Warze 



Senki 

niemand 

Sennyed 



Sereg 

I 
I 

Seregély 

Staar 



Selejt 

AusschusB 




維知 尸锂 躱漣詁 癬 維 麽其弑 



師歹 拍 




一 167 一 



SŐ, Borste und Blumenfaden. 
Rény ist ein Participial - Stamm gleich 
ling ^^, eine langvliessige Seide. 

Cfr. lateinisch seta, das Borste und Seide 
bedeutet. 

Gh,é, coreanisch ch,ér, rührig, thätig-. 
Cfr. shö 踢, coreanisch shör und süh 速, 
coreanisch sür, rührig, hurtig. Cfr. sürg, 
Eny ist Participial-Suffix. Siehe Einleitung. 

Shé, coreanisch sher, stechen. 
Cfr. 8ih 風, coreanisch sir, schell laufende 
Läuse. 

Cfr. das chinesische ke-tazé 雄 ^ , das 
Kopfnisse bedeutet, ist das magyarische ke 
in ser-ke, 

Shär, tibetanisch, Spitze und wie she 析, 
coreanisch sher, stechen. 

Kän, Ferse. Cfr. sarkantyúj der Sporn. 

Cfr. lapponisch akarg -etet, suggerere, ad- 
monere (sk = sch). 

Jé, coreanisch jer, brennend heiss. 

Pjih, in Hokkjen pik, am Feuer dörren. 



Jé, coreanisch jér, brennend heiss, brennen, 
rösten. 

Pun, pen, ein irdenes Gefass, ein Topf, 
ein Krug, ein altes Mass. 

Dies Wort ist ein höchst interessanter 
Beleg für die antike Zweisilbigkeit der chi- 
nesischen Stämme (nicht Wurzeln, die stets 
einsilbig und vocalisch auslautend gewesen 
und geblieben sind), da es im Japanischen 
noch funi heisst, wie zur Zeit der Trennung, 
der Auswanderung. £s beweist zugleich, dass 
die chinesische Schrift, als für einsilbige 
Worte erfunden, nach dieser Trennung statt- 
gefunden, da sie das japanische Wort funi 
(Gefäss und Schiff) nur durch zwei Chifíres 



一 108 一 



I 

Sért 

verletzt, 
verwundet 
beleidigt 



析 



bezeichnen kann, nämlich durch föw-m 浮 
泥, ohne Ahnung, class es dem chinesischen 
fun entspräche. 

0, jÖ, Pronominalbildner. 

Cfr. (las lappon ische sar-tüet, das finnische 
sárjen, dolorem ex vulnere percipio. 

Shé, coreanisch sher, stechen, ist eigent- 
lich ein kurzer Stamm, wie in den nordi- 
schen Sprachen , wie das magyarische seb, 
die Wunde; ser, als langer Stamm, moss ein 
Compositum sein aus sM stechen, todten 
und dem inactiven Ii 史 (l -- = -- r), woher sérv, 
Wunde, sér-iü, verwundet werden, abstammen, 
wenn wir nicht ein synonymes Ii |^,J, das 
stechen und tödten bedeutet, für das zweite 
Element lieber annehmen. 

She, wandeln, spazieren. 

T,Ö, Synonym. Cfr. táv 蹈, Vriddliistamm. 

Shi, weinen, greinen. 

Aus dieser Wurzel stammt shing ^^, ein 
Schrei. 

Shi, ein Wettrenn-Pferd, ein Segel-Schiff, 
schnell segelnd. (Lateinisch celes.) 

Ta, assonirt zu te = et. Hülfe verb. 

Von shih, in Hokkjen shík, essen, oder 
voD sh\ 失, pfeilschnell. 

Er 兒, COD eret. Suffix. 

Síh, ein kräftiger, junger Mann. 

Ed, Verbal = 

Er 兒, concret. Suffix. 

Shih, in Hokkjen sXk, reiben, glänzend 
machen, poliren. 

SMh, glatt. 

Shih, Frucht, Erfolg, Gedeihen. 
Er 兒, concret. Substantiv-Suffix. 



Shih, Unfähigkeit zu sprechen (zu hören). 
ChÖ 音 + 萄, in Hokkjen chÖk, taub. 
Et 二 ti 底, pronom. Suffix, 



Sigér 

Barsch 




Siheder 

ein junger 
Bursche 

Sik 

glatt, 
polirt 

Siker 

Erfolg, 
Gredeihen 

Síket 

taub, 
dumpf, hohl 



Seta 

Spaziergang 

SÍ 

heulen, 
weinen 

Siet 

eilen 



0s 璣打 



一 169 一 



Shih, verlieren und verloren gehen. 
Ad = ta 打, Hülfsverb. 

Sze, nicht. 
Lá-n, sehen. 

Sze, negative Partikel, nicht. 

Lyäng, gut. 

Vom russischen nLiana, Hut, wie auch 
dsak, aus dem böhmischen SiMJc, 

Aus der Wurzel sTk, glatt, abstammend. 

Syen 毛 + 先, glatt, ist auf demselben 
Grade der Abstammung, das Magyarische 
aber, als zweisilbig, alterthümlicher. 

Shin, sich erstrecken, ausdehnen. 

Shin, Niedergeschlagenheit des Gemüthes. 
Shin, Krankheit. 

Shih, nasS; feucht. Ist eigentlich ein Vriddhi- 
Stamm, wie er auch in sivány erscheint. 



Si, rufen, weinen. 

Cfr. chi 箭 + 虎, eine Rohrpfeife. 

Pjen, eine Pfeife. 

Cfr. peih 咸 + 角, ein Wallhorn, von Tar- 
taren geblasen. 

Shi, weinen, greinen. 

Li, Laut, Stimme: Im Magyarischen auch 
gesondert sí ri gebräuchlich, woraus sir zu 
einer Silbe crasirt wurde. Dies ist ein Finger- 
zeig für alle langen Stammbildungen. Siehe 
Einleitung. 

TsÓ, Salz, Salz kochen. 

Seih tsö 齒 + 差, Soda = magyarisch 
szék und sziksó. 

TSOW, Salz, ein Vriddhi-Stamm, dem die 
magyarischen obliquen Casus entsprechen. 



Sin 

Schiene 

Sin 

Leiden 

Sin 
Sió, sívó 

langsam 
fliessendes 
Wasser 

Sip 

Pfeife 



Sir 

weinen 



So 

Salz 




Sikkad 

verloren 
gehen 

Sila 

kurzsichtig- 

Silány 

gering 



失 s 賢 s 良 肥 



伸 




■ ■ 







差 d 奏 

K ^ 卜 



p n Aa t 



― 170 一 




Sodor 

Draht 

Sóhaj 

Seufzer 

Soha 

nie 



Sólyom 

Falke 

Som 

Kornel- 
kirsche 

Sonkoly 

Wachskuchen 

Sopánkodik 
Sopár und 
Sóvár 

filzig 

Sor 

Reihe 

Sorv 

Abzehrung 



Sovárg 

sehnen^ 
schmachten 

Sőre 

Mastvieh 

Sörte und 
Sörény 

Borste und 
Mähne 

Sőt 

ja, sogar 








糈 



而 
氏 



TsjÖ-ying und jung, ist im Chinesischen 
der Jagdfalke, mit einer geringen Anlehnung 
an das Magyarische. 

Swan, coreanisch 8om, sauer. 
Hieher gehören vielleicht die Eigennamen 
Somlyó, Somogyi 

Cfr. das italienische cioncolar und das ma- 
gyarische csamoszoL 
Cfr. sohaj. 



Show (ow ■■= or), folgen in Zeit, Reihe. 

Sow (ow == or)y mager. 
Cfr. lapponisch sarjetet, tabescere, sarwot, 
exarescere. 

Siehe das parallele oxyphone sérv. 

S0V, schmachten nach ― , verlangen. 

Sóvár -g ist ein Deponential von sóvár, 
Adjectiv, mit ki 起, frequentativem Hülfe- 
verb. 

Seil (sző), Korn -Portion (fiir's Futter). 
Le, re 驚, eine schwarzgelbe Kuh, Kühe. 
Seu, Haar im Gesichte. 
Li, ri 楚, krauses Haar, apocopirt. 

(Siehe serte und szfir.) 
She, auch. 

Ti, Genitiv und Adverbbildner. 



SÖ, corcan. sor, flechten, winden (Stricke 
und Saiten). (Analog: fö, fór, fodor.) 
So und 8Űh, seufzen. 
Aj und gaj, Synonym. 

Sze für ae-hd, richtiger se-hovd. 
Ho, woher hova, cfrasirt zu há, so : há mész 
statt hovd mész? wohin gehst du? 
Chog, tibetanisch, viel. 





索 敕 哀霉何 



― 171 一 



Sötét 

dunkel 

Sövény 

Zaun 



Suba 

Pelz 

Sudamlik 

schlüpfen 

Sudár 

Wipfel 
habend, 
schlank 

Sugár 

Strahl 



Súg 

flüstern 

Sugal 

einflüstern 

Suhan 

entwischen 



收 

und 





速 




P 



水 



速 



SjS, Canton yít, dunkel, finster. 
Cfr. s/íA und chth, Mond- oder Sonnen- 
Finsterniss. 

Show, Baryphonum, binden. 

Seil, magyarisch szö und szöv-et, weben, 
Gewebe, mit dem participialen ény an den 
Stamm szövény und szövevény angefügt; es 
kommt jedoch auch in szony vor, wo das 
Suffix an der Wurzel haftet. 

Shu, Eichhorn, Marder. 
P,e, das Fell zu pa assonirt und als Com- 
positum zu ha erweicht. 

Suh, schnell, hurtig, nimmt im Magyari- 
schen sowohl das h als das t zum Stamm- 
Exponenten an, so sudamlik und suJiam. 

Shu, ein Baum und aufrecht. 

Tow (ow = or), Ende, Spitze, Wipfel. 



Im Japanischen bedeutet j^fcxr den Sonnen- 
strahl, tzukar, den Mondstrahl ; kar, der Strahl, 
ist in Composition richtig zu gar erweicht ; 
fi, als Haupt und Sonne, ist mit Celtisch-Fin- 
nischem verwandt, m, oxyphonisch süt, heisst 
im Magyarischen brennen , scheinen, ent- 
sprechend dem chinesischen shu 曙, das 
Licht der aufgehenden Sonne und Licht 
überhaupt: so dass sugár als Sonnen- oder 
Lichtstrahl zu deuten ist. 

ShTh, flüstern und shüh 味, einflössen^ ein- 
hauchen. 

G = ki 起, frequentatives Suffix. 

Shüh, figürlich anlocken, verführen (durch 
Einflüsterung). 

Cfr. sóhaj, Seufzer. 
Suh, schnell, hurtig. 
An = na, inactives Suffix. 
Cfr. mdam-Uk, 



一 172 ― 



Suhanez 

Barsche 



iit 



Sunyik 

sich 
Terkriechen 

Suppad 

einainken 



huschen, 
entwischen 



reiboD, 
poliren 

Susog 

lispeln, 
BäUBcln 



Shüh UDU shih, reif, mannbar. 
An = na 那, Pronoin. 
Tszfl 子' concretes Suffix. 
Cfr, sili-eder. 




verwunde D, aber nicht tödten. 
doppelinactiveB Halfsverb. 



Chung (ng = ny ― ^), die Schwere, aniA 
moralisch für Ansehen, Respect, Participial- 
Stamm von einer Wurzel «ftä oder cAtí oder 
<Mk, versinken, desseii Gändüttini cháj 雜, 
das Gewicht an einer SUbtrWJi^. Im M&- 
gyariaclifln ist j zu lg gesteigert. 

Die moralische QraTität wird durch täh 痛 
kurze Wnrzel ansgedrOckt Cfr. sillyed um 
mvad. 

Shun, Lippen. 

Ta, in CompoBÍt. da, gross. 

Cfr. csúnija. 

Chung, grosse, überhängende Lippen haben. 
Chüng, Würmer ng zuni/ erweicht) ; hievon 
stammt simtfog, das figürlich ― sich krie- 
chen scIi, heimtückisch benehmeD, bedeutet 
Shüh, in Hokkjen süp, zu Grunde fijlea 
und fallen. 

Ad ist ta 打, inactivea Suffix. 
Shüh, schnell, hurtig renneDcl. 

coreanisch sur, Bchnell, hnrtíg^. 
Verbal-Suffix. 
Nur durch den Stamm-Sxponenten Ter- 
schieden von »tik-an, sud-am. 
Cfr. serihi// und sürög. 
Chö, coreanisch ckär, SdelBteine poliren. 
Lange Wurzel ist to 沙 + 手, reiben und 
tso 提, Synonym. 
Ol ist ü 史, inaotires SaiHx, assoniri. 
Siehe súg und sugal, wie auch Sl^aj. 
So, Uspeln, säuseln. 
G = ki jte, frequeDtatires Soffis. 



S ß i、 G 



熟 珠 以打重 春大 蟲 ^倏速 íí^ 唆 



― 173 ― 



Sustorog 

prasseln 

Sű 

Schwager 



Sül, sün 

1 Stachel- 
schwein, 

2 backen 



Sülyed 

versinken 

Süly 

Scorbut 

Sürge 

flink, hurtig 

Sűrű 

dick und 
dicht 

Süv 

Schwager 

Süveg 
Süvölt 

pfeifen 



Dem lapponischen sjouw-et, susurrare, ent- 
spricht der Vriddhi- Stamm tsav 耳 +曹, 
sausen, säuseln, flüstern. 

Shűh, japanisch sus, kochen, rösten am 
Feuer, figürlich reifen. 

{Torog, tereg, Koseformen.) 

Sűh, der älteren Schwester Gatte. 

Der Gatte der jüngeren Schwester wird 
8ZŐ genannt. Es kommt in no-azU-l, hei- 
rateii; vor. 

Der Gatte der Schwester der Gattin heisst 
a-seu 亞 ^i^, der ältere Schwager; in allen 
ist eine Verwandtschaft mit dem Magyari- 
schen ersichtlich, das leider dem deutschen 
Schwager gewichen ist. 

Im Chinesischen heisst das Stachelschwein 
tyen-chu 箭 ^*, gleichsam Pfeilschwein, für 
Staclielschwein. 

Sü entspricht dem diu ^j^, Schwein. 

L 刘, (Pfeil) spitzig. 

Shűh, kochen, rösten. 

Li, subjectives Hülfsverb zu l apocopirt, 
wie im activen sUt, ta 打 zu t geworden. 

Cfr. súly, Schwere, das Fallende, Sinkende. 

Chuy {uy zu uhj erstarkt), eine Krankheit. 

SŰh, flink, hurtig. Cfr. mrran. 
Ge 二 ke 起, Frequentativbildner. 
Ju-ju, dick. 

Luy-Iuy (l = r), Synonym. 
Cfr. chüh, coreanisch chur 遂, reduplicirt 
dick, substantiell. 
Siehe SŰ. 

Suh, kurze Wurzel des vriddhirten süv- 
Stammes, heisst Filz. 
Cfr. 8ip, Pfeife. 




»KT 



熟吏 



00 



Ht 



― 1 74 ― 



Beasts 



erpreas«. 

pmmU' 
一 

siren 

Zsarát 

Gloth 



Tymm 



Taache 

ZsmM 

zanken, 
schmolleo 



Zsenge 

, halb- 

reif und 

Zsong 

sprossen 

Zsertelődik 

spassen 

Zsíb 

Trödel 




m 



市 



mjgjiajiitfck-etinipgwrfett Magi. ráip, Pir- 

^jit enreuisek tőr: j$ 棄, eweuuBck jir 
nad ok5 著. e«€euBch dUr. eiprene» (6cld\ 
pIőnderB. in eis Gebiet exninck 

81 R £1' 史, ÍBaeczTOs HaIfcieiU, 

Sielie zsanL 

ftyh. die BcLsent&äcKe eines Bockes^ von den 
Türken aas dem Armbkehen. Ton den. Serben 
und Magyaren aas dem Tarkbchen endelint 

ShM und zIm% «her 雇, bekümmert 
Shw, älter MrtfjH, schmollen. 
ChilL grämlich, ärgeiiiclu 
Be-I ist doppelinJcdT pt-h za 
einer Silbe erasirt. 

Shing. blähendes Korn, von der Wurzel 
shA IS. reifen. 

Cfr. iiiirei£ 



Vom slaTisohen zert, Spass, mit Koseverb* 

Suffix. 

Shi, Markt, kaufen. 
Zsibvásár, Trödel-Markt. 



― 175 ― 



Zsibaj 

Lärm 

Zsibbad 

erstarren, 
einschlafen 

Zsíger 

Geschlinge, 
Eingeweide 

Zsigora 

Hundekolik 

Zsik 

Secken 
(bei Draht- 
ziehern) 

Zsilip 

Schleusse 

Zsinár 

eitel, Geck, 
geizig 



Zsineg 

Bindfaden 

Zsír, zsír 

Schmalz, 
Fett 



Zsivaj 

Lärm 

Zsivány 

Räuber 

Zsizseg 

prasseln 



口+窒 
失 




m 




月 + 血 



Shé, in Hokkjon shep, boloidigende Rede. 
Cfr. she 舌, Zunge und Rede. 

Shí, in Hokkjen ship, ersterben, einschlafen^ 
von Gliedern. 

Jigher, Leber und Lunge, moralisch der 
Muth, von den Türken entlehnt, die es von 
den Persern genommen. Verwandt mit dem 
lateinischen jecur, 

Cfr. szigor, Strenge, hier auf Digestiv- 
Functionen angewandt. 

She, dehnen, ausziehen. 
Ki, Werkzeug; apocopirt. 




Vom binomen slavischen ziep. 

Shin, lachen, lächeln, shin 甚, Vergnügen, 
Buhlschaft. 

Zsin als geizig, stammt von sjth 市 + 面 
geizig, habsüchtig. 

Är ist ul 兒, concretes Suffix. 

Shing und Ching, eine Leine, ein Strick, 
tibetanisch ching-va, binden. 

Die Wurzel ist slii 誓, binden. 

Sje, coreanisch sjer, fett. 

Im Serbischen ist zsir gleich Eiche und 
Eichel ; in welchem Kapport es mit dem 
Magyarischen stehe, ist unklar; vielleicht ist 
dessen Fehlen in anderen slavischen Mund- 
arten ein Beweis seiner exotischen Herkunft. 

Siehe ZSibaj. 

SlavischV 

Jih, dio Sonne (die Brennende). 

JS, in Hokkjen jek, in Lohe brennen. 



― 176 ― 



Zsizsik 

Kornwurm, 
Brand 

Zsong 

Stimme 



食 



Zsugor 

znsammen- 
geschmmpft 

geizig 

Zsummog 
Zsurol 

reiben 





ShTh, essen, nagen, reduplicirt. 



Shing, Stimme. 
Ch,ung, Wassergetöse. 
Cfr. 8üh 8Üh 口 + 束, gleich magyarischem 
zúg, tosen, Flügelgeräusch. 

Sűh, in Qokkjen sük, zusammenschrumpfen. 
Or ist id 兒, concret. Suffix. 
Geizig ist figürlich. 

Siehe zsong. 

Siehe surol. 

Das Vorkommen unter der primitiven här- 
teren Sibillante 8 und zugleich unter der er- 
weichten Z8 ist fur die Aequivalenz beider der 
evidenteste Beweis. So: szüaj und züaj, mit 
8 und z anlautend; wie viele andere Beispiele, 
die als Tenuis und Mediae vorkommen. 



― 177 ― 



Sz. 



Szab 

schneiden, 
festsetzen 



鈒 



Szag 

Geruch 



Szaggat 

zerreissen 

Száguld 



创 



mii 



Száj 

der Mund 

Szák 

Abschnitt, 
Zeit- 、 
periodey 
Fach, 
Schicht 




節 



Sä, in Hokkjen s&p, Säbel und schneiden, 
kerben. 

Szäb ist das Zeitwort, welches im Magyari- 
schen mit Gesetzen, für geben, gebraucht 
wird. Es wird wohl alterthümlich fur gra- 
viren oder kerben stehen, da vor der Er- 
findung der Schrift alle Documente, also 
auch die Gesetze, auf Rohrplatten gravirt 
wurden. Ir, magyarisch und Idr, finnisch, 
welche heute schreiben heissen, bedeuten 
noch immer im Chinesischen ritzen, d. h. 
graviren, 

Cfr. täks, lapponisch = nidor , wo ein 
Wechsel des Anlautes stattfände? Dem lap- 
ponischen kurzen Stamme entspräche fje, 
in Hokkjen tek, oxyphonisch für riechen 
und Geruch. 

SjÖ, in Hokkjen sök, Fetzen, zerrissenes 
Kleid ; szaggat steht für szak-gat, assimilirt. 

Vergleiche szäk, 

Suh, in Hokkjen szak, schnell vorschreiten. 

Cfr. suhan und szok-ik. 

Uld ist eino Kose- oder Dim inuti v - Verbal- 
form, wie szökellj vom Hülfsworte ul 而 und 
ia 打, apocopirt. 

Sáj, die Seite des Gesichtes und Gaumen. 

Tsuy 臂, sind Lippen. 

Tsje, tsjT, in Hokkjen tzäk (auch bei den 
Mongolen tzäk, für Zeit- Abschnitt), hat alle 
die Bedeutungen des magyarischen szäk. 



12 



178 ― 



Szakái 

Hart 

Szál 

Faden, 
Floss 



Szalad 

laufen 



掉 



Szálerdő 

Hochwald 

Száll 

fliegen, 
steigen 



條 



才十參 



Száll 
Szám 



册 



t 



Vom Türkischen. 

Sáv (av : al in Palóczer Mundart), eine 
! Ruderstange. Im Magyarischen ist es ein 
Individualitäts-Numerale, egy szál evező, ein 
Stück Ruder, da sonst die Substantiva, im 
Singular, eine collective Bedeutung haben. 

Yih sav sjen ~ - 掉 繊, egy szál sdyem, 
ein Faden Seide. 

Hieher gehört szalag und szálka, 
Sjav (av = al), laufen^ Vriddhi-Stamm. 
Die Wurzel m ist im Guna-Stamme sáj 赛, 
Wettrennen, ersichtlich. 

In anderen Vocal -Scalen kommt es als 
8ze 敏 und süli 速 mit synonymer Bedeu- 
tung vor. 

Sán (n =- l), Tannenwald. 
Siehe erdő, 

Shä, kurze Wurzel, Flügel und fliegen, 
das reduplicirt sas, den Fliegenden par ex- 
cellence, den Adler bedeutet. 

Dem magyarischen Stamme entspricht das 
chinesische shan 扇, wie ein Flügel sich be- 
wegen, daher ein Fächer und Thür. 

Das zweite I = Ii 史, apocopirtes Hülfe- 
verb. 

Sán (n - I), sich ansiedeln. 

Das I Ii 吏, apocopirtes Hülfsverb. 



Sán und alterthümlicher sdm, wie auch 
sdin im Tibetanischen, bedeutet drei und 
Zahl. Im Lapponischen heisst loki z ehn und 
Zu 111, woraus man beliebig Vermuthungen 
anstellen kann, ob der Horizon* der Chinesen 
odor (lor Lappen beschränkter gewesen? 

Sán und shán, Thränen vergiessen. Siehe 
sajnál. 

】ui Siüüc, EntBcbluss fassen, bedient sich 
: der Oliincöü des (magyarisch tó". 



一 179 



2 sich ent- 
schliesseii; 

3 Schlitten 



Szánt 

pflügen 



Szapor 



Szappan 

Seife 

Szar 

Excremente 

Szár 

Stengel, 
Halm, Stiel, 

Schaft, 
Schienbein 

Származik 

abstammen 





Í 足 
梢 




Herz und Muth), yew-dn-tß 有 心 的, ent- 
schlossen^ (hab _ cor- em , wo cor als Object 
zwischen Zeitwortstamm und dessen Par- 
ticipial-Suffix intercalirt ist). Sin als Vor- 
satz, Absicht, Entschluss, stammt von der 
langen Wurzel sze 思, bedeutet auch die 
Intention, besonders mit i 意, Idee, ver- 
bunden, i-sze, érsz, esz-me. 

Szán als Schlitten ist kaum magyarisch. 

Chan, bedeutet im Chinesischen Pflug und 
die Pflugschaar. 

T ist ta 打, inactives Suffix. 

Cfr. türkisch säban ^jL^, Pflug. 

Szán ; 1^ und dessen Wurzel sa, heisst 
säen, in welchem Sinne es in dem magya- 
rischen Compositum noch besteht: szántóvető, 
der Säemann, der Landbauer. 

Die tibetanische Wurzel sa heisst Erde, 
d. h. fruchtbare Erde, woher das participiale 
sang jf^ , schaffen, hervorbringen, leben. 

Sä, in Hokkjen säp, säen, bebauen, mit 
dem Concret- Suffixe ul j^, im Magyarischen 
or, im Lapponischen ar, wo sa'ppar den Penis, 
den Erzeuger, den Samenträger bedeutet. 

Ein europäisches Wort, das sogar in China 
adoptirt worden, nebst eigener Benennungen. 

TzÖ, coreanisch tzör, excremento. 

Sáv {av = al und ar), Stange, Ruderstange. 
Siehe szál, wovon szár nur durch den Stamm- 
Exponenten sich unterscheidet. 

Cfr. das lapponische sara, furca, mret, än- 
dere, die auf das Spalten der Stämme und 
Beine leiten. 

Sáv und tsáv (av ― ar), Vriddhi-Stamm 
der tibetanischen sa- Wurzel, heisst gebären, 
erzeugen, wie sang 生 oben, das wir bei 
szánt gesehen haben. Származik ist eine de- 
ponentiale Form, die aus einem vermitteln- 

12* 



— 180 — 



Szaru 
und Szarv 

Horn 



角 



Szatócs 

Kaufmann 



Szátyár 

unzüchtig 

Szaval 

declamiren 



Szed 

sammelo; 
klauben, 
pflücken 

Szédül 

.scliw iudeln 




兆 





den szárma (cfr. das neu- griechische coppia 
gleich Weintraube), woraus vermittelst des 
inactiven sze zu z erweicht, ein subjec- 
tives Zeitwort gebildet wurde. 

KjO, in Peking sjÖ gesprochen^ durch den 
Einfiuss des Jota zum Sibillanten oder 
Gaumenlaute aufgelöst (sj, ty und gy) im 
coreanischen kjor, bedeutet das Horn. Die 
beiden magyarischen Formen sind interessant 
als Modelle der Crasining zweisilbiger Stämme 
zu einsilbigen, wo u zum verwandten t;-Con- 
sonanten erhärtet. 

Cfr. szár und das lappoiüsche tjär-ve, dem 
ein finnisches sand entspricht. Sarva, Ran- 
gifer alces. 

Sätmak, heisst im Türkischen verkaufen, 
es wurde sicher aus diesem entlehnt. Die 
chinesischen verwandten Formen ist das aus 
sä abstammende siav kaufen, verkaufen, 
suk und shi 市, Jahrmarkt. 

Das finnische sakko mit dem Hokkjen- 
Stammexponenten k und das japanische sab- 
aki mit dem Canton - Stammbildner p, sind 
wurzelverwandt, doch in verschiedene Stämme 
g'espalten. 

Gehört der Marktkorb szatyor hieher? 
Siehe *j6 coreanisch yor, binden, flechten. 
Szé, ausschweifend. 

TJav iav^drj, ruchlos, ausschweifend und 
tjfu' verführen, wollüstige Verfuhnuig. 

Sjav, beredt sprechen. 

Cfr. sow p 受, mit Worten berichten und 
szó, das Wort. 

Sjé, Canton sjet, sammeln und zusammen- 
bindcü. 



Í > 一' 




Sze, inactives Prätix, 

Tu, die Vera HB ft betäuben , (figürlich) 
baiyphoü. 



― 181 ― 



Szeg 

* schneiden, 
2 säumen^ 
3 Nagel 

Szegény 

arm, noth- 
dürftig 

Szégyen 

Schande, 
Scham, 
Schmach 



Szék 

Stuhl, 
Thron 



Szekér 

Wagen 



Szék und 

Sziksó 

Soda 





Sjé, in Hokkjen sSk, einschneiden, impfen. 
Tsjih, in Hokkjen dk, nähen und säumen. 
Cfr. lappon isch segge, gracilis, tsekke, in- 
cisio, beide alterthümlich noch zweisilbig. 
SzjS, wenig. 

Kjén, mangeln, sje-kjen, in Composition sze- 

Tsi-tjen, sind zwei, Schande und Schmach 
bedeutende Synonyme. 

Regelmässig' wird die Tenuis des zweiten 
Elementes der Composition zu dy = er- 




gyare braucht gerne die Synonyme szégyen- 
g "alázat zusammeD^ gleichsam als ob er das 
chinesische tsi-tjen durch ein mehr verständ- 
liches gifoldzat erklären wollte. 

Sé-ki und umgestellt ki-se ist in beiden 
Sprachen ein zusammengesetztes Wort, da 
keine von beiden eine consonantisch aus- 
lautende lange Wurzel besitzt. 

Se, bedeutet rasten ; 

Ki aber einen Stuhl, zusammen einen Ruhe- 
stuhl. 

Se ist die Zahl vier, hier vierspännig oder 
vierräderig". 

Kew (mongolisch ew 二 er) ist ein Wagen. 
So wird aus pow im Magyarischen pór, 
ein nach dem chinesischen und magyarischen 
Feudal-Recht ein Neuntel entrichtend er Bauer. 

Cfr. se-cliing, ein vierspänniger Kriegs- 
wagen, zugleich ein Titel für einen solchen 
zu besteigen berechtigten Führer, im Ma- 
gyarischen die Familien Széchen und Széchényi. 
Wir finden in Ahulgazi, dass die fremden 
Fürsten diesen Titel seitens des chiuesisciien 
Hofes zu erhalten sich überaus bestrebten. 

Sjih, in Hokkjen sik, Sodaland. 

Chlh 斤, gleichbedeutend. 

TSO und tSOW 齒 + 奏, Salz, 



接連 些欠 $ 



栖兀 



TM- 

厂 1HT 



差 



+ 



― 182 ― 



Sjén (n - I), scharf, spitzig, aus der Wur- 
zel se, che, she. Cfr. szeg, schneiden und NageL 

Szín (n -l), das heftige Wehen des Windes. 

Aus der Wurzel sä stammt sav J§|^+ 瑟, 
der Wind, wie tsje 風 +析, die kurze Wur- 
zel, Wind bedeutet. 

Sze, auch se 細, sanft. 

Li, Synonym. 

Ti, apocopirt, Participial oder ti 氏, Pro- 
nominal. 

Cfr. szende, ' 

Sin (n : l)》 in die Weite gestreckt. 

Sze, heisst sehen, schauen. 
Müh, apocopirt zu m, das Auge, Knospe, 
Korn. 

Cfr. das finnische sü-mä, das die Com- 
position ersichtlich macht, das lapponische 
same-sjem bedeutet Schauung, vüio, wo das 
erste same noch zweisilbig, das zweite sjm 
schon apocopirt erscheint. 

Tsze, Scham. 

Me, Eckel, Scheu; auch ne jft, 
Ljén, älter Ißm, lern, Gesicht und figür- 
lich Scham ; wu-ljhi 無 臉, schamlos. 
Sin, Holzkohle, Feuerstoff. 

Sjen, zart, sanft, mild. 

Te zu de erweicht, Pronominal-Suffix, voll- 
ständig erhalten. 

Tsin, schlafen, ruhen. 

Cfr. das baryphone szun-yad, von su 宿, 
schlafen. 

Sjen, Speichel, Rotz, von sje ^^, schmutzig. 
Je, Pronom-Suffix, apocopirt. 

Sjen, dio über die Haut sich ausgebreitete 
Psora, Krätze. 

V aus ü, Pronominal - Suffixe zum Con- 
sonanten erhärtet. 




Szel 

schneiden 

Szél 



Szelíd 

zahm, sanft 



Szél 

die Weite 

Szem 

Auge 



Szemérem 

Scham - 
haftigkeit 

Szén 

Kohle 

Szende 

zart, sanft 

Szender 

Schlummer 

Szenny 

Schmutz 

Szenv 

Leiden 



娥 汎 幼糟的 申 思目 咨目臉 薪 掺氏 寢 诞也癬 




--— 183 ―— 



Sin, das Herz, als Central -Sitz der Ge- 
müths-Affectionen. 

Ely ^1 ist das griechische XoYoq, das fran- 
zösische ment, das englische doom, das deut- 
sche -thum, -heit, alles Geistesfunctionen, 
die zur Bildung abstracter Substantiva ver- 
wendet werden. 

Cfr. das magyarische sin, milodik und das 
chinesische dng * 性, tsing *^, die Gefühl 
und Leidenschaft bedeuten. 

Sjé, in Hokkjen sjép, ein reines, weisses 
Antlitz, die Weisse charakterisirte die Idee 
der Schönheit, wie fehér nem, das weisse 
Geschlecht, das schöne Geschlecht, wie bei 
den Slaven Kpaca, die Schönheit, von der 
rotten Farbe abgeleitet wurde. 

Tse, Reihe und Series, mit den Zahlen 
multiplicativ, egyszer, kétszer, einmal, zweimal. 
R = li, apocopirt, Menge, Viel. 
Sje, coreanisch ser, lieben ; sje jev 
der Freund; der geliebte Freund. 
Siehe das baryphone SZÓr, streuen. 
Cfr. sdr, lapponisch sárra und magyarisch 
szerte, seorsím, Cfr. sä und san. 

Se und she, reduplicirt, geistige Offen- 
barung. 

Dem szel-lem, Geist, entspricht das chines. 
sjen (n = l) 仙, Genien, welche, des gröberen 
Körperstoffes entkkidet, bald sichtbar, bald 
unsichtbar den Menschen sind. Sie werden 
von Störchen getragen, daher die populäre 
Sckeu des Volkes gegen diesen Vogel. 

Hieher gehört sze-szely, Laune. 

Szer-te, széj-jel, szelte und szét sind ver- 
schiedene oxyphone Stämme, die aus der 
Wurzel sa und sé gebildet werden, aus wel- 
cher auch szel, der Wind, d. h. der Zer- 
streuende stammt, der in szel-te, szer-te, mit 
dem lapponischen Adverbial - Suffix ti er- 



― 184 ― 



Szí 

saugon 



Ii 



Sziget 

Insel 



Szigor 

Strenge 

Szíj 

Riemen 

Szik 

Soda 

Szikár 

mager, 
schmächtig 

Szid 

schelten 

Szikkad 

austrocknen 

Szikla 

Felsen 






熄 
石 



scheint. In szét ist dieses Su£fix an die 
Wurzel selbst angefugt, wenn wir nicht den 
Ausfall eines l lieber annehmen wollten, 9zä 
für szélt. 

Sé und 8Í, saugen, gleich der kurzen Wur- 
zel 8Ö in Ilokkjen sop, magyarisch szop-ik, 
saugen. 

Als ein Saugwerkzeug des Blutes stammt 
von si, sin das Herz im Chinesischen, 
8ZÍV im Mag-y arischen. Während es hier als 
ein Symbol des Gefühls gilt, wird es im 
Chinesischen als Organ des Verstandes ge- 
achtet, indem es den complexen Stamm des 
Saugens und von der Wurzel szi denken, 
den des Gedankens in sich verbindet. 

Cfr. 8Zeg, in Spitze auslaufend, mit te 地, 
Land, verbunden, gibt die Idee einer cap- 
artigen Insel. 

Cfr. szigony, Dreizack, Angel, Harpune. 

Sih, in Hokkjen sik, streng, ernst. 
Or = ul 兒, concret. Suffix. 

Wird wohl aus der Idee der Zähigkeit 
abstammen, die aus der Wurzel szi (siehe 
oben), szíj, Guna und sziv-ós, Vriddhi bildet. 

Sjih, Salzland. Siehe székföld, széksó. 




concret. Suffix. 



Tsih, mager. 
Ar = 

Cfr. 80V sovány, mager. 
Tsih, Canton tétt, schmähen^ schelten. 
Cfr. lapponisch tsiddet, exprohrare, dessen 
Anlaut zum Chinesischen näher steht. 

Tsjih, in Ilokkjen sik, ausdörren , aus- 
löschen (vom Feuer). 

Slh, in Hokkjen sík, Felsen. 
La ist die Wurzel der Steingattung, pd-la, 
varla, der lü 碌, Stein und Steinberg (^Lugas) 
entspricht. Der Magyaré sag^t gerne kő-szíkla. 



一 185 ― 



um durch ein bekanntes Synonym das zweite 
zu erklären. Kö, Stein ist gleich ke, corean. 
kö Stein. 

SjTh, in Hokkjen »ik, flammen, schimmern. 

Ra ist die synonyme Wurzel im magya- 
rischen ragyog , mit einem frequentativen 
Guna-Stamme raj, ragy = chinesisch laj, 
das ich blos als einen organischen Reflex 
vorfinde, wo läj ^^, einen glänzenden Blick 
werfen, bedeutet. (Licht und Auge sind cor- 
relativ.) 

Cfr. ra-tjen, Gottes Name im Lapponischen, 
dessen erstes Element dem ägyptischen ra 
und dem magyarischen ra-gy-og entspricht, 
während tjen ganz dasselbe ist, wie tjen 
im Chinesischen und ten im Magyarischen 
is-tm und ten, den im Japanischen. 

Verwandte Wurzeln und Stämme sind: 
Lje 歹 |j, in Hokkjen lek; lö 赂, in Hokk- 
jen lob; län #賢 und läng [员, magyarisch 
láng. Flamme. 

Siehe szilaj, dessen beide Elemente so viel 
als Wild bedeuten ; Ii bedeutet, je nach der 
ZusaipimensetzuDg, verschiedene Bäume, so 
Ii 幸 mit tav 桃, einen Pfirsichbaum ; Ulme 

kann durch ü 木 + 列 bezeichnet sein, ein 
Baum von Wagnern benützt. 

Szi, reissen, schleissen, spalten. 

La, in Hokkjen laJc, ein schlechtes, zer- 
rissenes Gewand. 

Szi, kann auch Seide und Hanf bedeuten, 
die zwei Haupt-Materiale, aus denen in China 
Stoffe gewebt wurden. Siehe szilánk. 

Szi, ein wildes Pferd. 
Laj, ein wildes Pferd, sieben Fuss hoch. 
Si wird in szil und szila wohl auch wild 
bedeuten. 



― isG ― 



Szilái 

streuen 

Szilánk 

ein Span 

Szilárd 

fest, solid 

Szín 

Farbe, 
Vorwand, 

Bühne, 
Schoppen, 

Auswahl 

Szinte 

fastybcinahc, 
gleichkam 

Szipó 

saugend, 
ziehend 



Szirom 

Blumen- 
blatt 

Szirt 

Klippe 



Szít 

anfachen 

Szív 

Herz 



Vtr. szelte, zerstreut und das bary- 
plione sä und sdn, das wir in szd»tt gesehen 
luibcD. 

Szi, spalten and si 斯, schneideii. 
Láng, ein Stück IIolz, ein Winkel (?) 

Si, fest. Cfr. du 時, bei^fest. 

Ljav (nv : ar mongol.), reel, solid, wahr. 



Slh ist die kurze Wurzel, die sowohl Farbe 
als Vor wand bedeutet. 

Tzi ist die lange Wurzel des szín, Hütte, 
Bühne, Schoppen. 

Sin, gewählt und wie im mag^y arischen 
szin-arany, regtüinisches Gold, von der kur- 
zen Wurzel 8ih 索, wählen. 

Sin, treu, wahr, aufrichtig. Cfr. o-sdn-U, 

Te ist wie lapponisch ti, Adjectív und 
adverb. Suffix. 

Tai, in Hokkjen tsip, saugen. 

Cfr. die lang« Wurzel szí, saugen und die 
kurze Wurzel szdp, der chinesischen Wurzel 
8Ö ^^, in Hokkjen szÖp, entsprechend. 

ist proDom. Participial-Suffix. 

Chi, coreanisch chir, blühen and Blüthe. 

Cfr. magyarisch csira, Knospe. 

Om ist Pronom mo 麽, apocopirt. 

ShTh und Slh, coreanisch sir, ein Felsen. 

TI, pronom. Substantivbildner. 

Sih 石 kommt im Magyarischen mit dem 
Hokkjen und dem coreanischen Stamm- 
exponenten k und r vor, als szikla und sarL 

Tsi, Feuer anfachen. 

Ta, inactives Hülfsverb apocopirt. 

Sin, aus der langen Wurzel si ab- 
stammend, ein Vriddhi im Magyarischen; 
ein liquider Stamm im Chinesischen. Wäh- 
rend es im Magyarischen ein Symbol des 



渐梭 lU 辛僂色 次执 信底喵 殖石底 剌打 >5 



― 187 一 



Gemüthslebens ist, wo szivei soviel als lieben 
heisst, ist das alterthümliche lappon ische sivo, 
animus ; wie das chinesische sin f(^, ein 
Symbol der geistigen Function, aus der Wur- 
zel 8zi 思, denken, eine complexe Bedeutung 
ableitend. 

SÓ, eine Rede an das Volk; als Verb, das 
Volk durch Reden aufreizen, öffentliche De- 
batten. ' 

So 唆 heisst auch das Geplauder der 
Kinder. 

Sűh, in Hokkjen mk, Gewohnheit, Sitte. 

Ás ist im Japanischen 8a, ein Substantiv- 
Suffix, so: jó, gut, jósa, Güte; es entspricht 
dem chinesischen, beliebten pronominalen 
cha* 者, welches als Demonstrativ-Pronomen, 
dieser, bedeutet. 



SÖ, in Hokkjen szop, meisseln, hauen. Im 
mongolischen soborkan, eine Säule. 
Ul = or assonirt; concret. Suffix. 

So, Reden an das Volk halten. 
Li, zu l apocopirt, subjectives Hülfsverb. 
Cfr. 8Ö 索, reden ; sow und sav 售 + 容, an- 
sprechen. 

Cfr. das lapponische Ml (h = s) und das 
sulgitet, obloqui, von m ^^, calumnia. 

Im Dravidischen kommt sol in demselben 
Sinne vor; Cadwell nimmt es für eine Wur- 
zel, da ihm só als solche unbekannt war, und 
trotzdem, dass er sich gegen consonantisch 
auslautende Wurzel früher aussprach. 

Das binome slavische Wort slowo kann 
nur durch Restitution des ausgefallenen o 
analysirt werden, wozu das russische solowej, 
die Nachtigall, den Weg anbahnt. Da es 
in den slavischen Sprachen blos als Stamm 



― ― 



SaN i 笄 



SzÉr 



* ,一 



S2*nt 



Smtjí«g 



űsíSan. 





龃 

4- 



Torki'Sint, ist dessen Endehmmg- aus dem 
Tnraniä'irh'ea wahrsciMÄiilich. 

So. trink^ü. ist die kiuxe Wurzel des mi- 

J ; fi rin llesi TOO jm,, das in tzomjnkoe 
2 "e-r?:Äl*'ea ím cfid weiches entweder 
" 愁- TtrzhkU^n naeh. bedemet, 
í-irr tin SvtvnTrs Ae* Ehirste* ist. wie yee 
-」 二- X 十 Ig^ng znim Dürren und Dar- 
?>jc Cfr- ins en^lisclie to be dry). 

Swas. -? reA=;:5oÍL *j% 'zsíá 4>vBiy samer: es 
kinir rüiL^jArUoífi*? Traser ms der Idee 
-:rr SliTr, -w'-: :z -irz e::irv«^>äJ?r ,!! 《eil SprachciL. 

^om •'• * 二 0":L:^l£äoi - schätieln. nm 

L*fr. i*'. -二 •: ^j^- Kr^:«i and sien. 
Sé. - ,亡丄 ::50 三 f-íE^í^^ stCLdiren. 

- <Cí ^5^- ííH'iíre-n and nadh 

S9W 疾- 5n£ir*z- irícirftt. 

Ga. :rri ; "i-ísukdTt* SiiSx ja 起- jmmhítl 

Lmi 'V;, Sinix dkb^scinsbcter Sab- 

Show • »ä* H:U£«iL 

Cfr. Li:r':zÍ5*:íi íftfimuL űmiúich. 4wmt, K- 
^á:i5 i ..iü Lipjoaiicíiie ü'2r々4、 prehendm. 
Orr. ,*i:r^A23í*:[i *;r. mit Padén n- 

K isí: dopctflimjcchT* i-tiM n i 

Ctov ! h: = ':r mtia^:!^^!^ 、 sckniifieh. 



一 189 一 



Sző 

weben 



Szöcske 

Grashüpfer 

Szög 

Winkel 



Szőke 

blond 



Szőlő 

Weinrebe, 
Weintraube 

Szömölcs 

Warze 

Szőnyeg 

Teppich 

Szőr 

Haar 

(das Kopfhaar 

aus- 
genommen) 

Szörny 

Ungeheuer, 
Unhold 

Szörp 

Syrup 
schlürfcD 



Seu (szojy der Grundfaden des Seidecocons. 
SjÚ |^, weben, sticken, schmücken. 

Seil I [讓, Seiden-Gewebe. 

Die Spinne heisst che -dm die 
Spinnende. 

Cfr. lapponisch moj, instrumentum nec- 
tendis retibus. 

Súh, in Hokkjen mk, hüpfen, schnell dahin- 
fahren. Das Magyarische ist wohl verstellt 
für ein diminutives szök-cse 速 + 欠 子. 

Tső, lange Wurzel, der Winkel. 

Cfr. 8zeg, der Nagel und westmongolisch 
czög in önczög, der Winkel. 

G von ki 木 + 忌, ein Nagel. 

Sze, coreanisch sö, Seide im rohen Zu- 
stande, also Seidenfarben, wie man flachs- 
haarig sagt. 

Ke ist die Wange. 

Cfr. ke ^^, das Haar nach der chinesi- 
schen Mode geflochten. 

Seu (sző), ein edler Wein. 

Leu (lö), eine frei wachsende und peren- 
nirende Staude, liebe. 

Cfr. szem, das Auge, die Knospe, wovon 
szemer und szömölcs Diminutive sind. 

Seu (szo), weben, sticken. 

Nyé, in Hokkjen nyek, Fingerarbeit. 

Seu (8ZŐ), Haare im Gesicht, auch seu 鬚, 
der Bart, Staubfäden. 

Li (l =^ r) apocopirt, Haar, Borste. 

Suh, corean. sür, Todesfurcht und süh 肅, 
religiöse Scheu, Furcht. Effectus pro causa. 

Ny, apocopirt von nyü, yu 魚 (phonetisch), 
Wurm (Lindwurm). 

So, coreanisch sor, saugen, nippen. 

Pa, apocopirtes, inactives Hülfsverb. 




速 + 欠 il 0^0^ 繡检須 ^ 棘 敕仍 

B5 í ^ 



― 190 ― 



Szösz 

Werg 

Szú 

Holzwurm 



Szug 

Winkel 

Szúnyog 

Mücke 

Szunny 

Schlummer 



Szurok 

Pech 

Szúrt 

Excremente 

Szusz 

schnauben 

Szuszi 

schläfrig 

Szűcs 

Kürschner 

Szügy 

Brust, 
Vorderbug 



Szűk 

eng", schmal 

Szül 



Seu (sző) reduplicirt, die ersten, roheren 
Fäden des Seidenwurms. 

Siehe selyem, Seide. 

TSU, eine Made. 

TsjÚ 坦, ein Holzkäfer. 

Chú-ng 虫, wie csúszó, Würmer im All- 
gemeinen. 

Tsen, Winkel. 

Siehe szög und zug. Cfr. mongolisch sug, 
Winkel. 

Tsung, stechen, erstechen, aus der Wurzel 
tsu ^^, schneiden. 

NyÖ, in Hokkjen nySk, grausam. 

Sűh, schlafen, ist die kurze Wurzel des 
magyarischen Participial - Stammes, gleich 
dem oxyphonen tsin 寢, schlafen von si ||j|, 
ruhen, oder td Ruheplatz. 

Cfr. szuszL 



Sje, coreanisch ser, Excremente. 
Cfr. szär. 

Sűh, reduplicirt, oder mit dem japanischen 
Stamm-Exponenten s, schnauben, keuchen. 

Su-Si, schlafen, aus den zwei synonymen 
Wurzeln zusammengesetzt. 

Siehe 8ZŐ, sticken, nähen, mit dem, auch 
im Türkischen gebräuchlichen Gewerbssuffixe 
cM 之. 

Szü, bedeutet im Magyarischen auch das 
Herz, während sin im Chinesischen auch 
die Brust heisst, hjung - sin |^ ß^', szugy 
wäre zusammengesetzt aus der Wurzel sú 
gleich si und yth, apocopirt zu y JJ^, die 
Brust. 

Sűh, in Hokkjen suk, zusammenschrumpfen ; 
auch süh f 夙, Synonym. 

Sun (n = l), Familienfolge in directer Linie, 
der Sohnes- Sohű, Enkel. 



絮 



耶 縱虐宿 



渠 嗽 宿栖繡 



宿 

4. 

糸 



孫 



― 191 ― 



Szűnik 

stillstehen, 
aufhören 

Szűr 

grober 
Bauern- 
mantel 

Szür 

seihen; 
läutern, 
Weinlese 
halten 

Szürkül 

dämmern 

Szú 

das Herz 

Szüz 

keusch, 
jungfräulich 





夙 




Cfr. sein 産 und sang 生, gebären, 
a-Scala. 

Sjuen, langsam. 
Sűh, sew 宿, übernachten. 
Sung weilen, wohnen. 
Cfr. szunyod, ruhen, schlafen. 
Cfr. szőr. 



m 



Sú-li, den Wein läutern, damit er von der 
Hefe getrennt werde. 
Li = r, apocopirt. 



Sűh, coreanisch 8wr, Morgendämmerung. 
Ol, asBonirt von Ii 吏, Verbal-Suffix. 

Siehe szív. 

Su und 8ZU + tsze, eine reine, unbefleckte 
Jungfrau. 



― 192 ― 



Zab 

Hafer 



Zabla 

Zaum 



Zádor 

Stänker, 
Zänker 

Zagy 

Trübe 



Zaha 

Sodbrennen 

Zaj 

Getöse 




Z. 



Hafer heisst im Chinesischen tseö - mtA, 
(tsÖp-mag), d. h. Spatzenkorn. Im Magyari- 
schen ist blos das erste Element geblieben 
und dessen Urbedeutung verdunkelt. 

Das slavische zob, Hafer bedeutet auch 
Schnabel und Kropf der Vögel, es hat auch 
ein dem magyarischen zabál analoges De- 
nominativ zdbati; es ist fraglich, ob es 
nicht diesem entlehnt worden, da sonst das 
gemeinere slavische owes in allen Mundarten 
gebräuchlich ist. 

So, in Hokkjen sÖp, ein Strick, anziehen, 
bewältigen, 

Cfr. sje, in Hokkjen sap j^jj, Zaum. 
L6 (la), ein Strick. 

Sä, schlagen und tödten. 

Tow {pw = or mongol.), hadern, kämpfen. 

Cfr. magyarisch tor-ol, rächen. 

Saj, Trübe, Ungewissheit, Mangel an Zu- 
sammenhang- in Gedanken und Absichten. 

Cfr. tsaj 采, schillernder Wechsel der 
Farben. Wu tsaj 五 采, die fünf Farben 
der Chinesen; insbesondere das Email. 

Zagy ist eine Gunastamm-Form, deren y 
zu gy consolidirt wurde. Der Stamm nimmt 
als Adj ectivbildung noch das Vriddhi-Suffix 
wa an, zagyva, trübe. 

Ist dem slavischen záha entlehnt. 

Sä und 80, das Geräusch eines fallenden 
Dinges und sä 風, Sausen des Windes, sind 
die kurzen Wurzeln des magyarischen zaj, 



雀麥 



索糸 + 羅殺 



― 193 ― 



Zákány 

Hefe, 
Schlamm 

Zaklat 

pochen, 
rütteln 

Zakla 

Spund, 

das 
Speckige 
am Brode 

Zala 



Zamat 

Aroma, 
Geschmack 

Zanat 

Rauschen, 
Geräusch 



Záp 

faul 
(von Eiern) 

Zápor 

Platzregen 



das in dem organisch verwandten tsä pg, 
viel sprechen und chä f+ 答, ein unnützes 
Geschwätz und hievon in chaj als Or- 
gan des Sprechens, die Kinnbacken, wie 
auch das magyarische száj, der Mund, ent- 
spricht. 

Sa und sha, Sand. 

Kán, Koth, Schlamm. 

{Kdny entspricht einem Participial-Stamme 
hang»^ 

Sä, in Hokkjen mJc, schütteln. 

La, schütteln, z. B. la sliöw 拉 Hände 
schütteln, shake hands. 

T ist inactives Hülfsverb ta 打. 

Síh, in Hokkjen mJc, verstopfen, wie z. B. 
eine Quelle. 

La, etwa Stein, wie in szikla, pála, varia? 

Tibetanisch sa-la und la-sa, ist die hei- 
lige Stadt, Residenz des Dalai-Lama, als 
solche würdig die Geburtsstätte F. Deák's, 
des grossen Patrioten gewesen zu sein. 

Tsä, schmecken; kosten, ist die kurze 
Wurzel; ts,an Ü 商, älter ts'am, ist der Stamm, 
der dem magyarischen zam entspricht. 

At ist assonirtes ti 底, pronom. Suffix. 

Sä und 80, Geräusch irgend eines fallen- 
den Dinges. 

Cfr. shä 暖, eine heisere Stimme, tsä 
und dem magyarischen zan entsprechender 
Stamm tsan 口 + 贊, Lärm und Verwirrung. 

At ist te 底, pronom. Suffix. 

Su, fauler Fisch und süh 王 + 夙, verfault. 

P'Ö, Fäule, apocopirt zu p und zu einer 
Silbe crasirt mit sa, m. 

So, Regen ist die lange Wurzel gleich zá, 
mit identischen Varianten chä ^^+宙 und 
diu 爭 + 淮. (Cmrg.) 

13 



沙 撒拉塞 視锺 Í 殉娥 g 



― 194 一 



Zár 

Schloss 



Zászló 

Fahne 



Zátony 

Untiefe, 
Sandbank 




Zavar 

Verwirrung 

Závár 

Riegel; 
Schloss 

Zegernye 

Gestöber 



Zeke 

Rock 

Zerge 

Gemse 



und 





剩 





淅 




層 1^- 



+ 

世 



PÖ, coreanisch por, ist Platzregen und 
pb 霍, Hagel, von derselben Idee wie eső, 
das Fallende im Magyarischen, da pÖ z. B. 
in pÖ yÖ > ^勺 勺, einen fallenden Stern be- 
deutet. 

Sö, ein Schloss und Fesseln. 

Die kurze Wurzel ist sö 索, Draht und 
zusammenpressen, magyarisch szőrit, finnisch 
sormi, der Finger, chinesisch show die 
Hand, aus derselben Idee des Fassens, Zu- 
sammenpressens gebildet. 

R ist vi 兒, concretes Suffix. 

Cfr. sä + 索, eine Kette, in lan-sä = 
magyarisch láncz. 

Sä, eine Fahne in einem Tempel. 

Zász ist eine Reduplication von sä-sä zu 
einem langen Stamme crasirt. 

LŐ und lyű, sind lange Flaggen, Bänder 
an einer Fahne. 

Sa and sha, Sand. 

Tung {ng zu ny erweicht), Tiefe wie auch 
fan ^1, Untiefe, seichte Stelle. 

Sa- fan würde nach der letzten Etymologie 
eine Sandbank bedeuten. 

Sav, verwirrt, getrübt, aufgeregt. 
Ar ist ul 兒, concretes Suffix. 

Siehe zár, Schloss, wo das gefundene lange 
sö, vl iddhirt zu sov, mit demselben Concret- 
8ufiixe ul 兒, wie in zdr vorkommt. 

Sjlh, Keg-eDg-eräusch ; sjűi, sík, magyarisch 
szakad, falleu, vom Regen. 

Ernye, eine seltsame Koseform. 

Sjé, in Hokkjen sjek, die dein Körper am 
Nächsten getragenen Gewänder. 

Die magyarische Form alterthümlicher. 

Sjé, coreanisch ser, kauen und wieder- 
käue d, weiden. 



― 195 ― 



應 



Zihál 

keuchen, 
schwer 
athmen 

Zílaj 

aus- 
gelassen 

Zivatar 

Gewitter 



Zok 

Stampf- 
mühle 



Zokog 

schluchzen 

Zólyom 

Altsohl 
(Stadt) 



Zombor 

Sommerburg 
(Stadt) 

Zongora 

Klavier 






瀏 



Ke, ein rehartiges Wild mit Hörnern und 
kampflustig. Im Composition zu ge regelrecht 
erweicht. 

Cfr. y(i 想, coreanisch ser, scheu, furcht- 
sam und zörren, entweichen, aus der Wurzel 
86 und sJie 此, hurtig entschlüpfen, rennen. 
STh, mit Schwierigkeit sprechen und 
Sjih 息, athmen, seufzen, keuchen. 



Szi, ein wildes Pferd, wild überhaupt und 
wild par excellence szi der Löwe. 

Laj, arglistig, tückisch. 

Cfr. sjih in sßh Ifäi 浙 歷, Geräusch des 
fallenden Regens. 

Ziv ist ein Vriddhi dieser Wurzel, im 
Magyarischen vollständiger als ziva erhalten. 

Tav 倒 (av -一-二 ar) ist Fall. 

So, in Hokkjen sök, stossen, auspressen. 

SÖ und shö, Geräusch des strömenden 
Wassers. 

Cfr. tsuh, in Hokkjen tsuk 足, der Fuss, 
der Stampfende. 

So und 8Ű, in Hokkjen sok, keuchen, 
seufzen. 

Og ist ke 起, Frequentativ, assonirt. 
Tso ist Salz. 

Lyu ist tiefes, stehendes Wasser ; lyu 流, 
fliessen. 

Cfr. 8Ó, das Salz. 

Es besitzt also eigene Wurzeln und der 
deutsche Anlaut Sohle ist nur zufallig ähnlich. 
Der deutsche Eigenname verdorben? 



Cfr. zeng, tönen, vom oxyphonen Stamme, 
durch einen noch dem Volke innewohnenden 
Instinct geleitet, ist das Wort in die bary- 
phone Scala verlegt und neu gebildet worden. 



13 



― 196 ― 



Zord 

rauh, wild 

Zok 

Stoss 

Zöld 

grün 




Zömlény 

Sémiin 
(Stadt) 



Zöm 

Masse 



Zöpög 

IcÍ8e 
»chluclizen 



Zölőp 

Säule 

Zörd'ít 

klirr ('AI, 



噂 



敕 




em 



asser- 



Es ist ein Participial-Stamm von sü 浙 
Ton, wie chung tsung 流 綜, Getöse. 

So, coreanisch sÖr, mit einem pronominalen 
Suffixe ti Jfj^, oder dem participialen ü 的 
ist tyrannisirend, erpressend. 

Cfr. zok, Stoss- und Stampfmühle, wohin 
s6 資, grob gemahlener Weizen gehört. 

Dem Stamme zöl entspräche ein mn 孫 

(n = l), Grummet, oder tmn 

üppiges Gras, von Wurzel Uö ^ , 
Pflanzen. 

D ist ti Jfj^, Pronom-Suffix. 

Siebe zimony, das aus dem slavischen zemyn 
entlehnt ist, und welches ursprünglich unter- 
irdische Hütten bedeutete, wie die Schweizer 
Dunken ; das Wort ist so lange her jure 
civitatis donatum, dass man es passend für 
Tunnel gebrauchen könnte, dessen, aus einer 
Partikel al, gebildeter Name Alagut, schlep- 
pend ist. 

Tsun, älter tsum, zahlreiche Personen ver- 
sammelt und sich besprechend. Hieraus 
zöm-öJc, Adjectiv. 

Cfr. töm und tömeg, welchem tun und 
tum {"i^, dicht, undurchdringlich, wie auch 

tun 敦 entspricht. Verwandt ist auch dm- 

öczköl und csom-oszol. 

Suh und SO, seufzen. 

Cfr. zok-o(j, das sich von zö-p blos durch 
den S tarn m-Exp o n enten k unterscheidet und 
um so interessanter ist, als es beide Formen 
verbindet. 

Siehe CÖlÖp. 

Siehe ZÖrej, Gerassel. 



― 197 ― 



Zörej 

Gerassel, 
Geräusch 

Zörren 

erklirren^ 
rauschen 

Zöttyen 

stossen 
(von Wagen) 

Zúdít 

empört 



Zug 

Winkel 

Zúg 

rauschen 



Züh 

plautz! 

ZÚZ 

zermalmen 



Zúza 

der Vogel- 
magen 

Zür 

Chaos, 
Wirrwarr 



嗽 





起 



捽 




So und 8Ű, coreanisch sor, sxir, keuchen, 
husten, seufzen. 

Mit frequentativem Suffix ke 起, zórg und 
zörget. 

Sűh, coreanisch sür, die hastigen Tritte 
eines Wildes, huschen, d. h. mit Geräusch 
enteilen. 

Ren = Ijen 連, die Bewegung des Rades. 

Siehe zök-ken. 

Tyen ist gleich fjen ; 眞, schlagen, stossen, 
trommeln. 

So, das Volk durch Reden aufreizen, em- 
pören ; das d scheint blos zur Vermeidung 
des Hiatus eingeschaltet, um zú von it gleich 
i'ta 打, d oppelinactivem Suffixe , zu 
scheiden, sonst müsste man di = ti als eine 
zweite Wurzel annehmen, was in zúg mangelt. 

Mongolische zDh und 8Ík - Stämme sind 
dem Magyarischen am Nächsten. Vergleiche 
auch 8zög und szöglet. 

So, das Rauschen von Muscheln, die gegen 
einander sich reiben. 

G ist das erweichte, frequentative Suffix 

fc' 

Cfr. suh 8üh 厥, Windes-Rauschen. 

Suh, zu Boden werfen. 

Hieraus zuhan, zu Boden fallen; zuhany, 
Wasserfall. 

Su, rednplicirt und zu sus crasirt, die 
Weinreben zerth eilen und den Wein von 
der Hefe durch Pressen läutern. Auch Guna- 
Stamm tmy bedeutet zerquetschen. 

Ist ein Derivativ des obigen zúz, das zer- 
malmende, scheidende Nahrun gs-Organ. 

Shu, Verwirrung. 

Auch zür -zavar. 

R ist vi 兒, concretes Suffix, 

Cfr. csür und csavar. 



一 198 ― 



CfiL 



Csáb 

Anlockung, 
Reiz 



招 



Csacsog 

plaudern 

Csafar 

drehen, 
winden 

Csahő 

Eichhörn- 
chen 



Csahol 

1 kläffen 
* Feuer- 
schlag^n 



雜 
勺 

氣+勺 




Cháv, ao führen, verlocken. Der Vriddhi- 
♦Stainin zu h erhärtet von einer Wurzel 
cJi'a ^é, irren, täuschen, ans welcher auch 
cml, betrügt?!! and csalfa, falsch, stammen. 
(L 二 r in Paloczer Mundart.) 

Chá und chö, plaudern. 

G ist ki frequentatives Suffix. 

Csafar für csar-ar, dem cJioic , herum- 
streifen, umkreisen entspricht. 

Ar ist verbales Suffix gleich al, aus Ii 史 
zu ri verhärtet und apocopirt. 

Chö, ein Eichhörnchen. 

Im Chinesischen heisst es gewöhnlich fei- 
shu, die fliegende Maus; jedoch chdj bedeutet 
auch das Eichhorn , ausserdem aber an- 
muthige, wellenartig« Bewegung, welche auch 
im radicalen cha ^^, fluthend, vorkommt 

Chá. ein gellender Laut. 

Hav (ar, or = ol), heisst kläffen. 

Das magyarische csahol bedeutet zwei ganz 
verschiedene Sachen, es muss aus verschiede- 
nen Ideen abstammen. 

Cha 奸 ist das lebhafte Prasseln der 
Flamme; hieher ist auch dia zu ziehen, 
welches mit der Hand reiben , also eine 
antikere Form des Feueranzündens kenn- 
zeichnet. 

Ho ist 火, (las Feuer, und die zwei Wur- 
zeln werden durch das denominative Suffix 
Ii verbal. 

Feuerschla<^en heisst im Chinesischen aach 
Ux ho 打 火, das einer späteren Periode 
ang^ehören mag. 



一 199 一 



Csaika 

Kahn 



Csal 

betrügen, 
verlocken 

Csalán 

Nessel 

Csale 

hott! 

Csak 

nur 



Csáklya 

Bootshacken 



舟 

+ 



{f5 



Í4- 



只 



孑 



In ,KaIewala^ erfahren wir, dass Väine- 
möineD, beim Erscheinen des weissen Pro- 
pheten nach dem Norden zog, wo man das 
Feuer noch nicht kannte, nnd diese Aera 
bezeichnete die Zeit der lapponischen An- 
siedelung- im hohen Norden. 

Wir finden jedoch in dieser Sprache tsak- 
ket für ardere, zünden und brennen, das 
einer kurzen Wurzel entstammt, etwa tsjö, 
in Hokkjen tsök, f^, eine brennende Kien- 
fackel. 

Cha als Verb, heisst flössen, als Substantiv 
bedeutet c/ia ein grosses Boot, wie auch 
chwdn j^, (magyarisch csön-ak), eine Barke. 

Ke, assonirt ka, überfahren, über den Fluss 
setzen. 

Die Wurzel cha ist im Magyarischen gunirt, 
wie in sajka, wo shaj die Schnelligkeit 
der Bewegung bedeutet. 

Cha, Irrthum, Excess und Trug, Falle. 
Li ist apocopirtes Verbal-Suffix. 
Siehe csáb. 

Cha, beisseii; stechen. 
Län, brennen, rösten. 

TSO, links. 

Le, Local-Suffix; also links. 

CsaléS, der Ochs auf der linken Seite. 

Chlh, in Hokkjen chäk, nur, allein. 

Cha, stechen und stecken. 

Cfr. ch,a 差, ein kleiner Speer, stechen 
und todt stechen. 

K ist ein Rest von keu 狗, stechen, apo- 
copirt. 

Chá, ein Boot, auch ch'a 权, eine Art 
Harpune. 

Kye, assonirt kya, ein Hacken. 



( e 

<s .耶 

c s 



— 200 — 



Csákány 

Streit- 
hammer 

Csalfa 

falsch 

Csamp 

eine Keule 



杆 




戰 

扑 



Csámcsog P 麄 

schmatzen 



Csalit 

Gebüsch 



小 
林 




Csámpás 

schwerfallig, 
krummbeinig 

Csámporú g+Hg 



sauer 



榑 



Csángó 

acli locht 
klin«;ond 

Csánk 

Fusssohle 





Ch'a. schlagen, streichen. 

Kan. ein Kolben. 

Cfr. hang 枉, ein Pfahl. 

Cha. irren und tauschen. Siehe csáb. 

Fa ^> Gesetz, ist ein Suffix abstracter 
Nomina, wie tar, le, tun. 

Chán. älter cJtam, Kampf, Krieg, Gefecht, 
aas der Wurzel cha ^w, treffen, schlagen. 

Po und pú, ein Stock; hieraus das par- 
ticipiale pung 木 二邦, eine Keule. (Magya- 
risch hunkó alterthümlicher.) 

Chan, älter cham, nippen, kosten (oxypho- 
nisch csemege). 

Chö, in Hokkjen chok, mit dem Löffel 
essen, löffeln, wie chö mit dem Schna- 
bel nach Fatter picken. 

Sjäv, klein ,Vriddhi einerWurzel ya und cha, 

Lin. Hain, Gebüsch, von einer Wurzel Hh, 
in Canton Itt, in Hokkjen Itk, (Cfr. ligä, 
Hain.) 

Cfr. Ißh JJ^, Kastanie, nach anderen Wall- 
Doss, wie Ifih ^^^, Eiche; vielleicht ein Hain 
aus allen drei Baumarten bestehend. 

Chäng, die Handfläche, das im Magyari* 
sehen die Fusssohle bedeutet. 

Siehe csánk, 

Chan und chám. saner. 

(Cfr. sican and satant/.) 

PÖ, coreanisch par, brennen, ätzen gleich 
dem hot im Englischen, das von starken Ge- 
würzen gebraucht wird. 

U, pronominal. Adjective und Participien 
i bildend. 

Ch*ang. sprechen, singen. 

Ö und gö, sohlecht, falsch. 

! Chäng. bedeutet im Chinesischen die flache 
Hand, während die Idee der Fläche im Mar 
j gfvarischen auf den Fuss bezogen wird. 



一 201 一 



Csap 

schlagen 

Csáp 

Antenne^ 
Fühlhörner 

Csaplár 

Schank- 
wirth 



Csapa 

Fährte 

Csárda 

Kneipe, 
Schenke 

Csat 

Schnalle 



Csata 

Schlacht 

Csataj 

Lärm 

Csatak 

Schmutz 



Csarma 

Gebüsch 



Csang heisst im Magyarischen auch das 
Sprunggelenk bei Pferden. 

Oha, in Hokkjen cha/p, schlagen, wie den 
Wall 'eines Hauses. 

Cfr. lapponisch tsah-met, pulsare. 

Chä, mit den Fingern (Index) fühlen. 

Pjlh, fühlen mit dem Daumen, apocopirt. 

Das Wort kommt im Lapponischen als 
tsap-ket-ef, obtiirare, verzapfen , verstopfen 
vor. Ist es da ebenfalls aus Germanischem 
eotlehnt, so würde man eher einen Stamm 
tap erwarteo, da die Lappen ihren deutschen 
Wortvorrath meist dem Aoglo-Sächsischen 
verdanken. 

Che, in Hokkjen chäp, eine Radspur. 

ChÖ, in Hokkjen chöp, eine Spur. 

Csapa ist eine antike zweisilbige Form. 

Chá, coreanisch chä/r, eine Hütte, 

Ts'av {av ar mongolisch), Schoppen. 

Ti 邸, in Composition di, ein Gasthaus 
für Reisende, zu da assonirt. 

Cha, Canton chat, binden ; die lange Wur- 
zel 6ha 角 + 又, die Schnalle. 

Cfr. che 角 + 渠, in Hokkjen chät, eine 
(Horii-)Schiialle. 

Cha, Canton chat, Schlacht und schlagen. 
Im Magyarischen eine alterthümlichere 
zweisilbige Stammform. 
Cha, Lärm. 
Taj, gross. 

Cha, Canton chät, ein niedriges, feuchtes 
Land. 

Sje, Canton sät, kothig. 
Lange Wurzel sha 沙, Koth, Schlamm. 
Ak gleich ki 其, Pronom oder ko 个, In- 
dividual-Suffix, assoDÍrt. 

Chá, coreanisch char, spriessen, knospen. 
Ma ist ein gewöhnliches Pflanzen-Suffix. 



爾 5^ 辟 輒 S: ^ 草礼 ® 讖 太潘蝶 苗 




― 202 



Csécse 

Blatter 

Csék, Csök 

1 Ziemer 
2 Vorsteck- 
nagel 

Csekély 

gering, 
seicht 

Cseklész 

Nachsteller 

Csekken 

fallen, sinken 



Sä, (Jiinton sat, krach cd, (ieki'adi. 
Ch,á, prasseln, vom Feuer. 
TÖ, in llükkjen tok, brechen. 
TÖ 錄, in Hokkjen tök, klappern (die 
Stunden). 

ZhOV, das Led er gerben, sanft machen. Das 
Ma«;y arische alterthümlicher. 

ChOV, drehen, winden. 

Cfr. die kurzo Wurzel chu 逐, coreanisch 
csuvy drehen. 0fr. magyarisch csiir und csür- 



Ist show die liaiid, etwa die Drehende? 
TSOY, lierumstreifün. 

Arg, alg ist ein Doppelinactiv- und Fre- 
(^uciitativ- Suffix ― Ii 吏, ki ^^, assonirt 
und apocopirt. 

Chä, die ersten Knospen in Frühling. 

Cfr. csalit, csarma und sarj. 

Te, ein Pílanzenname. 

Wenn das Wort magyarisch ist, wogegen 
sich die arischen Analogien anführen Hessen^ 
so entspricht es einer verdoppelten Wurzel 
szé f 勇, die an der Zitze nähren bedeutet, 

Cfr. szopik und szL 

Che, reduplicirt, knospen, spriessen, meta- 
phorisch. 

Chu, Ziemer (baryphon). 

K ist ein apocopirtes ke Werkzeug, 
Organ. 

Was csök als Nagel anbelangt, vergleiche 
die Etymologie von szög. 

Shíh, seicht und tyth ^j^, Synonym. 
Ely ist le 璃, dünn, seicht. 

Ché, listig", arglistig und sMh 

Die lange Wurzel ist che 黍 + 毒, eine Falle. 

Cfr. csekle, Dohne. 

Siehe csökken. 




Csavarg 

herum- 
streifen 

Csaté 

Riemen- 



Csattog 

knallen, 
krachen 

Csáva 

Beize, Lohe 

Csavar 



走 



ffi 苐 



s 

a 



8 r 

Dee 

c 5 ^ 



? te u 

E 



r- 



锺妊拓 g 



― 203 ― 



Chen (n = I), schlaue, gewandte, ver- 
lockende Rede, von der Wurzel che 智, 
schlau, listig, spitzfindig. 

Nach den Verben, mit denen csel gebraucht 
wird, wie szo, weben ; vet, werfen, ist es mit 
csekle, die Falle, desselben Ursprungs und 
wurde erst aus dem concreten Namen zur 
ab Straeten List. (Cfr. das baryphone csaL) 

Schon cseles ist possenhaft, aus der Wurzel 
cÄe"^+ 致, lächerlich ; csél als Stamm ent- 
spricht dem Stamme shän ^jjfl-, Synonym. 

Chap ist chä 晋 十答, in HokkjeD chäp, 
flatterhafte Rede und chä Geschwätz. 
Cfr. sha Spässe. 

Che, thuD, ist die Wurzel des mit Suffixen 
überladenen Verbums. 



Chä-ng, herumstreifen, im Chinesischen 
eine participiale Stammform, von einer ge- 
meinsamen Wurzel dia, che jf《, ein ablenken- 
der Weg, cVa aus dem rechten Wege 
ablenken. 

Ljé 敏, in Hokkjen leg, über einen Raum 
schreiten, mit grossen Schritten überschreiten. 
Leng 二 Ung 給, herumhüpfen. 

Kjä che, die Knospe spriesst, wo das che 
die Wurzel bildet, des magyarischen csem- 
Stammes, welchem ch*en 鬧, entspricht, das 
öffnen, erbrechen, sich ausbreiten bedeutet, 
alles das Blühen und Spriessen bezeichnende 
Zeitwörter. 

Cfr. das baryphone ch'ü 出, die Bambus- 
Sprossen und ch*un 春, der Frühling = der 
Spriessende. 

Das oben angeführte kjä 甲, Sprosse, 
kommt im Magyarischen , wie im chinesi- 
schen fa-kja 發 甲, mit dem verbalen Suffix 
ta 打, vor, als fakad, spriessen. Cfr, csoma. 



— 204 — 



Che, ein aDgenehmer GeBchmack und 
die 截 und 睹, Geschmack finden an — . 

Me', süss. 

Ge ist ke 其, pronom. Suffix. 

Sjen, schmatzen; shin J^, Lippen (die 

: Seil matzenden ?) sä-shin P 逮 j^, schmatzen. 
' Che, ill Ilokkjen cJiek, das Maul in Be- 
wegung; citih ]f 早, Schmatzen der Lippen. 
I 111 diesem Compositum sind der Stamm 
I und die Wurzel zusammengesetzt , wie es 
' meistens der Fall ist, selbst in den arischen 
I Spracheo, 、vo die reduplicativen Praeterita 
beinahe uie dieselbe Wurzel oder denselben 
Stamm wiederliolen. Tű-tü-dü sind quantitativ 
verschiedene Wurzeln von einem participialen 
fumi'O, wo die Wurzel aus dem Stamm ab- 
: j^eleitet wird! 

Siehe csel, SvDonyiii, wodurch l und m 
als Stanun-Exponenten sich für äquivalent 
erwoisoD. 

P ist j)i 彼, pronom, Suffix. 

Chen, pliindorn. 

Ciw lenk und ciuk-os, 

Tsing (ml - ))(]), Stille, in arischen Par- 
ticipiüii sowohl -i)d als -wg üblich. 

CtV. das Folo^ende: wo cseng und csend-iü 
f^leich gebrauolit wird. 

Ching, (í locke und läuten. 

Cfr. chnuij, Glockenstimme. 

Diü Wurzel ist che 鼓, Laut. 

Ché, iu Hokkjen csep, klares Wasser. 
Cfr. tjth 滴, in Hokkjen tpp, der Tropfen. 

Baryphone Wurzeln sind chö ßj^, in Hokk- 
jen cht>p, nud chä 满, Tropfen. 
Shé, in Hokkjen shep, Flegel. 
P ist pi 彼, pronom, Suffix, 

Zhu, baryphone Wurzel, Werg. 



- 205 — 



Cserfa] 

Z erreiche 

Cserese 

Ohr- 
gehänge 

Cserdít 

schnalzen 

Csere 

Schacher, 
Tausch 



Cserge 

Fries, 
Kotzen 

Csermely 

Bächlein 



Csesz 

reiben, 
streifen 



Csésze 

Tasse, 
Schale 



Csetlik 

stolpern 



m 



析 



涙 
底 






Querem, lateinisch^ wird zu cser, wie im 
Deutschen zu zerr verbildet sein. 
Cserz, gerben. 

Che, coreanisch chér, klar, prächtig, schim- 
mernd wie Sterne und Sonne. Wird auch 
che, lang, gelesen. 

{Che ifL teisst auch herabhängende Ohren.) 

Che, coreanisch eher, Geprassel, krachen. 

Siehe csörg. 

Che, coreanisch eher, Tauschhandel. Die 
magyarische Form alterthümlicher. 

Cfr. csere-bere, wo bere dem türkischen 
veris in alia-veris, Kauf und Verkauf = Handel, 
entspricht. Cserél, verbal. 

Chen, ein Teppich, von einer Wurzel 
chih j^, coreanisch cJär, weben ; cht j^, 
grobes Seidentuch, aus welchem Kleider der 
Studenten verfertigt werden. 

Che, coreanisch eher, rauschen. 

Tsö tso, das Gemurmel des Wassers. 

Min (71 = 1), Wasser, wie auch ming 
(ng-^ny-ly). 

Che, ein weicher Stein, worauf Meissel 
gerieben, d. h. geschliffen werden. 

Sje, reibeo. 

Cfr. das baryphone cha ; einreiben. 

Sz ist 8ze 使, inactives Hülfsverb. 

Che, ein Gefass" zum Trinken. Nach dem 
Zeichen 角, von Horn. 

Se, Rhinoceros bicornis. 

Sze, Büffel, auch Rhinoceros unicornis. 

tíze kwang ^ 航, bedeutet ausdrücklich 
ein Trinkhorn. 

Che und 

Ljé, in Hokkjen lék, bedeutet beides 
stolpern, im Chinesischen wird es auch durch 
shih kjö 失 脚, Fuss verlieren, ausgedrückt, 
wofür im Magyarischen eine analoge Redens- 
art gebraucht wird : lábat veszt. 



— 206 — 



Csetepáté 




Schlacht- 




getümmel 




Csettent 




knallen 




Cső 


m 


(csév, cséve) 

Spule, 


是 


Kinne 




Cseveg 




schwatzen 





Csiba 

Hinaus ! 



Csibe 

Huhn 

Csicsereg 

zirpen 

Csicsígat 

zum Schwei- 
gen bringen 

C8ÍC8ÓZ 

zieren 






【 Da cset ein kurzer Stamm ist, so müsste 
demselben ein ché, Canton diet, entsprechen; 
wir finden ein chih 足 +^|5, Canton cJiä, 
Fussspur, so dass chih Ijcj die Spur ver- 

: lieren, d. h. stolpern hiesse. 

; Siehe csata. 



Siehe csattang, 

Ché, coreanisch 6k5, Federspule, 



Ché, schwatzen. 

Ve scheint intercalirt wegen Hiatus, um 
die Wurzel che von dem frequentativen eg 
zu trennen^ welche sonst damit zu cseg zu- 
sammenflösse. 

Chi, forttreiben, wie einen Hund durch 一 • 
Pá ist ein Imperativ- S uffix im Chinesi- 
schen, wie im Finnischen. 

Die Lexicologen erklären es durch einen 
Ton, der häufig am Ende des Satzes (nach 
dem Zeitworte) gebraucht wird, wenig oder 
i g;ar nichts bedeutend ! 

Chi, Hühner-Geschlecht. 

Pi, gleich fi, Kind. Cfr. harom-fi, 

Pe , Embryo. 

Siehe cserg. 

Chi, Ruhe, Stille, Stillschweigen, reduplicirt 
Gat 二 ifce 起 打, Doppel-Frequentativ 
und Inactiv-Suffix. 

ShTh und 

Shűh, zieren, Zierrathen. 



― 207 ― 



Csiga 

Schnecke 

Csigát 

Pferde 
antreiben 

Csigolya 

Wirbel 

Csihol 

Kläffer 

Csík 

Streif, 
Strieme, 

Nudel, 
Wetter- 
grundel 

Csíklánd 

kitzeln 



Csikó 

Füllen 

Csikorog 

knirschen 

Csikar 

kneipen, 
erpressen 

Csillag 

ein Stern 



Sze, eine Schnecke mit Spiral- Schale. 

Kwa, eine Schnecke mit gewöhnlicher 
Schale; ka zu ga im Compositum erweicht. 

Chi, in Hokkjen chik, antreiben (mit der 
Stimme). 

At = ta 打, Hülfsverb. 

Siehe CSUklÓ. 

Siehe csahol. 
Chi, hochroth. 

HTh und leih, schwarz, nebeneinander 
gestellt, bilden eben Streifen ; die Wetter- 
grundel wird eben wegen derlei Streifen 
also benannt sein. 

Chav und zhav 携, kitzeln, sind baryphone 
Vriddhi - Stämme aus cha und zha - Wurzeln, 
während cJiik eine kurze Wurzel ist. 

Cfr. jÖ :^, kitzeln. 

Lan deutet den Excess in dem vor- 
hergehenden Zeitworte an, und wird meist 
durch sehr, in hohem Grade übersetzt. 

D ist ta 打, Hülfsverb, zu d apocopirt 
und erweicht. 

Chi, nackt, roth, Band, klein. 
Keu, ein Füllen. 

t den Zähnen 
knirschen, baryphon. 
Orog, Kose - Verbform. 
Tsih, in Hokkjen tdk, Geld aus dem Volke 
erpressen, figürlich. 

Ar, al, von Ii 吏, Hülfsverb. 
Chin (n " l) , klar, prächtig, schimmernd, 
von che und che JJ^, glänzend wie Sonne 
und Sterne. 

Chin, ein Stern. 

Lag = Ije, in Hokkjen Ijek und lek, Feuer, 
heftig; brennend. 



螺蝸叱 亦黑抓 赤齣齒 + 足^ 畛 奠烈 



• 1 

m 



C 



D 

e 

•J 

k 

o 

H 



n 

i 



c 



― 208 一 



Csillap 

besänftigen 

Csile 

ein schma- 
ler Wagen, 
Floss 

Csillent 



Csima 

Strunk 

Csimaz 

Wanze 

Csimbel- 
kedik 

sich an- 
klammern 



Csimba 

Schaukel 



Csimpolya 

Dudelsack 

Csin 

1 Kniff, 

2 Unart 

Csin 

Nettigkeit 



Chin, besänftigen (n = l). 

Chin (n = l), ein Karren. 
Die magyarische Form älter. 



Chén, ergreifen, usurpiren. 
Ljen Sachen wegführen, von einem 
Orte zum anderen. 

T ist ta 打, inactives Suffix. 
Siehe csen. 

Shin, älter shim, der Stamm eines Baumes; 
sonst bedeutet shin den Leib, vielleicht Trun- 
cus pro toto. Cfr. csoma. 

Chin, älter chim, kriechendes Insect, ebenso 
auf die Wanze, als auf csimbe, Laasfiiege, 
passend. 

Chih ist die kurze Wurzel, wie che 待 
die lange, beide ankleben, anklammern be- 
deutend. In demselben Grade der Abstam- 
mung' ist tsin ; j^, das heften, anknüpfen 
bezeichnet. 

Aus derselben Wurzel entsprang csimpaj, 
die Klette, paj ^|j^, sich in Aeste vertheilen, 
und mit einer leichten Differenz csimbókj 
der Knoten (binden, heften). Cfr. csomó. 

Chin, schütteln, bewegen. 

Shin, älter shim, Bewegung erregen, und 
shing J^, schwingen, schaukeln. 

Ba, va, pa, pronom. Suffixe. 

Chin, Sack (Balg?). 

PÖ, Glocke, läuten. 

Lja-ng [I 良 particip. Stamm, blasen. 

Chin , haschen, greifen , und chin 衫, 
schlecht, verkehrt. 

Hieraus csiny , Unart. 

Chin, Edelsteine^ als Ohrringe getragen. 

Chin, vortrefflich, ausserordentlich gut, 
werthvoll ; chin klar, prächtig ; im mo- 




珍 



占 



身 陳 + 虫 



九 



震辰 帳縛 核 



眞 



珍 



一 209 — 



Csinál 

machen 



Csip 

zwicken, 
kneipen 



Csipa - ás 

Augenbutter, 
triefäugig 

Csipe, csípő 

1 Hüfte, 

2 Zange 




柝 



汁 



Csira 


禾+辟 


Keim, 




Sprosse 




Csiriz 


í 麥 


Kleister 




Csirke 




Handel 








Csiszámlík 




Csiszol 




fegen, 




schleifen 




Csit 


? + 九 


pst! 



raiischen Sinne ist cliiii 眞 treu, aufrichtig, 
rein und geistig. Alle aus der Wurzel 
chih 直, moralisch gerecht, aufrichtig. 

Ching, machen, handeln, diing j^, zu Ende 
bringen, vollführen, aus der Wurzel chi 之, 
die thun, machen bedeutet. 

AI ist Ii 吏, Verbal-Suffix. 

Chíh, in Hokkjen chip, spleissen^ brechen, 
Auch erpressen (Steuern); lapponisch tsip-so-ty 
extorquere. 

So = 8Ö 索, pressen und erpressen, ma- 
gyarisch 8zor-Ü. 

Chi, in Hokkjen chip, Saft, Feuchtigkeit. 

Tsjih, in Hokkjen tstp, Eiter. 

Die magyarische Stammform antik. 

Chih, in Hokkjen csip, der Leib oder ein 
wesentlicher Theil davon. 

(Cfr. cJiih 石 + 質, die Basis einer Säule.) 

Als Zange ist csipo das Participium von 
c8ip, zwicken, kneipen, welches siehe. 

Chi, alles was jung und zart, ist also ge- 
nannt ; junges Korn = keimendes. CMchi 
heisst im Peruanischen der Keim. 

Cfr. csima und csoma (siehe Morison 490). 

Csíra ist eine antike Form. 

Hieraus csirdg, Spargel, der Sprosser. 

Tsji, coreanisch tstr, Firniss. 

Che, coreanisch eher, zwitschern. 
Cfr. cserg, csiripel. 
Ke, Henne. 

Cfr. sikj sima und csúszik. 

TsÖ-Shí, im Chinesischen umgestellt, ist 
der Schleifstein und Steineschleifen ; die 
Gruppe wird durch 1= Ii 史, Suffix, verbal. 
(ßhi 后 ist Stein, tsö 錯, schleifen, poliren.) 

Chi, Canton chU, Stillschweigen (absolut* 
Imperativ = schweige !). 

14 



― 210 一 




Das englische siskin lautet toranisck in, 
wo sis Zeisig, kin aber Vogel bedeutete. 
Kin, gleich dem modernen deutschen dbi, 
kann aber auch ein Diminutiv sein, wShraid 
sU eine Nachahmung des Vogelg^saDges wire. 

Chi 鳴 ist im Chinesischen bloss duidi 
einen gewissen Vogel wiedergegeben ; dd 
als Verb ist überhaupt Singen der V' 
wie ché, coreanisch ctór, magyarisch aerg 
und csiripel, 

Tse 1^; in Compos, ze, zu z apocopirt, 
ist ein Klageton, Gesang. Csíz ist als langes 
: Wort nothwendig aas zwei Elementen cnsiit 

Sjlh, mit japanischem Stammexponentenn^ 
; bedeutet Holzschuhe ; 

MÖ (mäj, Schuhe überhaupt. 
I (Von Slaven entlehnt.) 

ChÖ, in Hokkjen dtöp, bespritzen, und 

ChÖ, giessen aus einem Geisse, und eil 
' anderes füllen. 
' An ist ein Verbal-S affix. 

Cs*Jjay c^^obiiivf und csobáne, TVassereimer, 
öind Abstain mungen aas der kurzen Wund 
ch\ chtjp, nur als zweisilbig alterthOmlicher. 

Das oechische dzhan, der Krag*, an sich 
imerklärbar, wird eine durch fUision der 
Schewa's verstümmelte Entlehnung* aus dem 
Maj^ryarischen sein. 

ChÖ, eine ungewöhnliche Erschein img ; 

Chö 走, 卓, jemand durch Schrecken 
oder Lärm in Erstaunen setzen. 

Es kommt im I n terrogadv-Pronomen mi- 
ofoda, was fur ein? vor. Die Antiqnitit 
der Fürwortbildung verbüi^ dessen Auto- 
nomie gegen eine Vermuthung slavisclier 
Entlehnun;^. 

Chew, kauen und wiederkäuen. 

Chwa. in Diaiecten cha, svnonvm. 



― 211 



ChÖ, in Hokkjen chok, schnäbeln. 
(Magyarisch mit coreani schein Stammex- 
ponenten auch csor, der Schnabel.) 

ChÖ und chav, in Hokkjen caö, Vogel- 
Btimme ; chö 翟島, ein wildes Huhn. 
Kjä, Vogel gezirp. 

Chun, älter chum, spriessen. 

Die magyarische Form älter, wenn a nicht 
gleich a oder ja 牙 ist, welches ebenfalls 
einen Keim bedeutet. 

Chun, eine Gruppe, ein Bündel von Bambus- 
rohr. 

Cfr. chun und shun Seidenfadenknäuel. 

Ó (tibetanisch), ein Participial- Suffix. 

Cfr. die kurze Wurzel csökor j^, ein 
Seidenfaden an den Pfeil gebunden, um ihn 
zurückzuholen, 

Chű, kurze Wurzel, mit Füssen treten. 

Chö, mit den Zähnen zermalmen, mahlen. 

Mo, mit der Hand reiben, mahlen. 

So, mit der Hand reiben. Mo-so ist schon 
im Chinesischen ein Compositum. 

L ist Ii 吏, inactíves Suffix. 

Chow {ow = ol in csolndk), ein kleines Boot. 

Chwän, coreanisch csőn, synonym. 

Ak, etwa gleich apocopirtem ko Barke. 

Chu, als lange Wurzel, ist ein Stamm. 

Chung, der Participial-Stamin, ist 木童 ein 
Theil des Baumstammes. 

Hieher gehört chung 么 ,J, magyarisch csonka 
und csonkít, verstümmeln, abhauen, und die 
kurze Wurzel cho verstümmeln. 

Chö, kurze Wurzel, bedeutet stark und 
hart, daher dem Stamme cson im Magyari- 
schen, ein chwän im Chinesischen entspricht, 
welches im Coreanischen chon ausgesprochen 
wird. Dem csont aber ist gleich das par- 

ticipiale chwang J|Jt, hart und stark. 

14* 



Csók 

Kuss 

Csóka 

die Dohle 

Csorna 



Csomó 

Knäuel 



Csomoszol 

zusammen- 
stampfeo; 
mostein 



Csónak 

Barke 

Csonk 

Stamm 



Csont 



啄 睹拾屯 



春 




足 



-厚砂 舟 




力 



•a 

e 

B 



― 212 ― 



Cfr. (lie gunirte Wurzel chu-y 追, 
der Knochen par excellence, der Rück^at. 
Siehe CSUpor. 

Cho, in Hokkjen csop, eine lärmende Menge. 

Or mag* gleich öl 兒 sein, das Kind und 
concret. Suffix ist. 

T 底 ist ein Pronominal- Substantiv- 
Bildner. 

ChÓW {oio = or mongol.), sich umdrehen, 
umwälzen, revolvere. 
Cfr. csiir und csavar. 
ChŐ, coreanisch chör, picken, schnäbeln. 

TsOW \ow = or mongolisch), zahnlückig. 
Cfr. chö t+ 豕, coreanisch chör, hauen, 
höhlen. 

Ba ist gleich pa und wa, vriddhibildende 
Pronominal -Wurzel. 

ChOW {oic or mongolisch), sich drängen 
(von Menschen und Thieren) ; chow ^^, eine 
Anzahl von Men sehen, eine Classe, Art 

Chű, coreanisch csur, Hausthier e. 

Das böhmische binome 6reda und das 
(Uuitscho Ihmie werden mit dem Magyari- 
sche ii voi'i>;liclien, sub judice Iis est. 

Chű, coreauisch cmr (cfr. cmrg, magya- 
ris('h\ heisst quellen, wallen. 

G ist entweder ke 起, ein Frequentativ- 
Sul'lix, (>(1(M- (lio tibetanische Wurzel go, die 
Kopf uiui Quelle bedeutet, analog dem ma- 
j»varischou htffo, 

Sioho csuszog. 

Chö, zernjui^en. 
T,Än, OS son. 
Türkisch? 



Csopor 

ein Napf, 
Topf 

Csoport 

Gruppe 



u 卓 



Csorg ^111 

ritmoln 



Csoszog 
CftótAn {jji \ 



CaätAr 



Csór 

Schraube 

Csor 

Schnabel 

Csorba 

zahnlücki^ 



Csorda 




啄 酋" II; 綢音 



― 213 一 



Csóvál 

schütteln 

Csóva 

Schaub- 
Stroh 

Cső 

Köhre, Spule 

Csöcs 

Zitze 

Csőd 

1 Knöchel, 

2 Concurs 

Csök 

Ziemer, 
Gemachte 

Csöllő 

Spule 

Csög 

Knoten, 
Kegel 

Csöllönk 

Klapper 

Csömör 

Eckel 

Csönd 

Ruhe, Stille 

Csönget 

läuten 

Csöp 

Tropfen 

Csör 

Schnabel 

Csördít 

schnalzen 

Csörge 

Speckgriebe 



ChOW, schütteln. 

(Cfr. show 手, die Hand, die bewegende.) 
Cfr. ts'av iSr, Stroh. 



Siehe CSév. 
Siehe CSeCS. 

Ché, coreanisch cheu, Knöchel. 
Tseú, Concurs. 
D ist te 底, pronom. 
Siehe CSék und CSÖkkÖnÖS, hartnäckig 
(ab orgasmo libidinis). 

Che, coreanisch cheu, Spule. 

LŐ ist die Wurzel des chinesischen ling 劍, 
Federkiel. 

Chűh, Bambusknoten, Sprossen. 

Cfr. das oxyphone tsjih 節, ein Knoten, 
ein Knie an Pflanzen. 

Ching, ein klingendes Instrument, wie 
die Klapper auch in der Armee gebräuch- 
lich. 

Cfr. das slavische éemer, dessen Etymo- 
logie mir nicht einleuchtet und Zweifel 
bezüglich seines Ursprungs zulässt. 

Siehe csend. 
Siehe cseng. 

Siehe CSep. 
Siehe CSOr. 

Siehe cserdit. 

ChÖ, coreanisch csÖr, brennen, rösten^ csm- 
terisiren. 



游 5r 



羽 + 是竹 



― 214 



Csörgő 

Schelle 



Csősz 

Feldhüter 

Csúcs 



Csudál 

wnDdern 
( »ich) 

Csúf 




Ge, medium von k'é 氣 (phonetisch), 
Nierenfett, im Composito ke -háj, wo das 
zweite Element, auch phonetisch ge- 
schrieben, dem magyarischen háj, Schmer, 
entspricht. 

Che, coreanisch eher, läuten, schellen. 

G ist Frequentativ-Suffix ke ;^, erweicht 
und apocopirt. 

ist ein Participial-Suffix. 

Show, in Hokkjen skb, hüten, wachen, 
baryphoner Vriddhi-Stamm. 

Sze, she, apocopirtes Concret-Suffix. 

Chü, Spitze, Höhe; entweder reduplicirt 
chü-chü, zu CSÚC8 crasirt, oder dem lappo- 
nischen tsuo-tse, cacumen, analog clm4íé 
^ wo der letztere, sanftere Sibillant 

dem radicalen schärferen assimilirt wurde. 

Siehe CSOdál. 



apoco- 



Chu, ein verzerrtes Maul. 
Chue ^^, Synonym. 

Chung 唇, überhängende Lippe (^csúnya 
und csüng). 

F ist ein seltener Vertreter vom 
pirten Vriddhi-SufBxe wa. 

Chu, ein Soldaten-Rock, der bis über die 
Knie reicht. 

Cfr. chu 秋, rothes Gewand, TJDiform? 

Chu 巾 + 著, ist ein über den Sarg ans- 
gebreiteter Mantel. 

Ha entspricht dem chinesischen Jga 夏, 
Sommer, das hier umgestellt gebraucht wird, 
hja-chu 夏 4 韋, Sommer-Bock, auch hja-p^ 
Sommer-Tuch. 

Chue, in Hokkjen chuk, binden, zasanmieih 
fügen ; tsüh 械 + 足, verriegeln, und mit 
langer Wurzel Idn-tsu 欄 阻, Kette, 



― 215 ― 



Csuka 

Hecht 

Csuklik 

schluchzen 



Csukor 

Masche 

Csuma 

Fruchtstiel 

Csupa 

bloss, 
lauter 



Csúr 

drehen, 
winden 

Csurg 

quellen, 
rieseln 

Csusz 

Strunk 

Csúsz 

schleichen^ 
kriechen 





株 

矢 
J? 



gyarisch láncz, also nicht aus dem Slavi- 
schen entlehnt. 

Chue, in Hokkjen ckük, überhängende 
Lippen (? ). Eine ältere Form. 

Chö, in Hokkjen chök, ein gewisser arti- 
culirter Laut, mit welchem, durch einen An- 
schlag der Zunge an den Gaumen, das harte 
chinesische, das r vertretende l, ausge- 
sprochen wird. Cfr. das polnische l und 
das russische Ji vor a, o, y, m. 

Li ist Ii 吏, inactives Hülfsverb ; 

k aber ein pronominales ki 其, das neu- 
trale Verba bezeichnet. 

Siehe CSOkor. 

Chun, älter chum, knospen, sprossen. 
Cfr. csoma. 

Die Chinesen drücken das Nackte durch 
roth, purpurroth, wie es ein neugebornes 
Kind etwa ist ; so ist t^h nackt und 
roth, und das baryphone chu 妹 ist roth 
und purpurn. Cfr. csóré, nackt. 

Pa ist ein Hülfsverb, hier participial, 
gleich wa und ó. 

Csupán, bloss, nur, ist Adverb, durch das 
modale Suffix an ^ gleich ul 而. 

Chu-en, ist ein Stamm von csú, drehen, 
das r = Ii 史 zum Verbal- Suffixe hat. 

Siehe chavar, chow 4^+>^, umschiffen, 

umkriechen, und jow 樣, flechten, stricken. 

Siehe csorg und csordúl. 



Chu, ein Stamm, Stengel. 

Sz 子 = tsze, apocopirt, concret. Suffix. 

Shlh tsuh ist der chinesische Ausdruck 
für schleichen, schlüpfen, eigentlich den 
Fuss verlieren. 



― 216 ― 



Kriechen wird durch süh ^ ausgedrückt, 
dem das inactive sze 使 apocopirt suffigirt 
wurde. 

Chu, Stamm, Stengel. 

Cfr. chü 竹, knospen, keimen, Canton chut, 

Ak ist das concrete, individuelle ko 个, 
apocopirt. Cfr. csoma, 

Tsjll, ist der allgemeinste Name für Wein, 
der dem magyarischen cm entsprechen mag; 
tora muss dann ein alterthümlich erhaltener 
Stamm sein, der einem chinesischen tö (co- 
reanisch tor) oder einem Vriddhi-Stamme 
tow (ow = or mongolisch) entsprechen würde. 

TÓW g (ow = or mongolisch), ist ein 
antikes Gefäss , bei Opfer-CeremoDien ge- 
braucht, von der Wurzel to 口 + ^^ , trinken; 
schlucken. 

Cfr. das magyarische tor, ein Fest, Trink- 
gelag. 

(Tyu tav 酒 萄 ist Wein von Reben 
gemacht). 

Cfr. das türkische chötra 5^^^, das tibe- 
tanische kalacha und das magyarische kulacs, 
Feldflasche. 

Die Chinesen nennen den Todtenvogel 
ku-ku-njaVy das von den Türken auf die 
Serben als KyKynaB überging. Njav 鳥 ist 
ein Vogel. 

Chu-j, Rheumatismus, besonders mit shin^, 
Schmerz, verbunden ; das zweite ist identisch 
mit dem magyarischen sin. 

Chu, Gipfel, reduplicirt oder chu tse 、 
子, assimilirt. 

Tsu-n, kauern, wo tsu die Wurzel bildet, 
gleich CSU im Magyarischen, das reduplicirt 
mit inactivem Ii 史, suffigirt ist. 

Cfr. tsö 坐, sitzen. 

Sbűh, dazu gehören, haften. 

Das zweite ^ = ke ; j^, frequent. Suffix. 



― 217 一 



Csügged 

den Kopf 
(Muth) 
hängen 
lassen 

Csüd 

Sprungbein 

Csűr 

Scheuer 

und 

Csűr 

drehen 

Csürhe 

Ferkel 

Csüröl 

spulen 



Chűh, besorgnissvolle Gemüthsverfassung. 
Ed ist ta 打, inactives Bülfsverb, assonirt. 



Chue, Canton chut, springen, hüpfen. 
Hieraus auch das gleichbedeutende csülök, 

Shu, eine Feldscheune. 

Li = r, apocopirtes Local-Suffix. 

Siehe C8ur, csavar. 

Chu-tze, die Sau. 

Cfr. chow 袖, (mv == or, mongolisch) und 
sow Synonyme. 

Siehe CSÜlle. 



拙 鑲 野 + 土里 猪子 



― jri- ― 



a 



Cif 

Lappen 




Caké 

Storch 



種 



n 





Camnog 

zotteln, 
trotteln : 

Cangár 生 

ftchrriächtig^ . 



Cankó 

Hefe 



Der Viiddbi-ExpoMBt rs kt im Migj»- 

riicJien zu f erfaártef. 

cmdn^ nsAam^ dem ten f-^j^ catspridK, 
za stammen • dem jedodi das binome dim 
ente^r^^cnstelit. auiBcr wcu wir de» Stamm 
za oímJ = eamg erm-ehen, wie das Fvti- 
cipial-Siiffix in aruclm Sprjchca, leb-ead, 
lor-űig erschollt. 

Tsá, ist TerschiedenCwbi^r gestraft ge- 
sprenkelt. 

Tsá 捷, «dl und dá ist óer Laatt áer 

Fische Terschlackenden Wasserrögd^ auch 
d&B Geklapper der Unten und Störche. 

HÖ. ist die Stimme des Su»tdie&. 

Der Storch ist bei den Chmesen lieflig, 
da er als Ferge die sjen 仙 oder Geni^ 
verfuhrt. Die fünf Genien im 仙, 
sind der Himmel, die Götter, die £rde, dü 
Wasser und die menschliche Seele, Reo wjek 
通 仙 za den Genien gehen, ist ein £iiphe- 
mismiis fur sterben. 

Tsán, älter Uam, mit Hast Torwarts eil 饥 

Og ist ke 起, assonirt, firequentatíves 
Suffix. 

Säng, mager, schlank. 

Taäng "| 監, hässlich, bösartig, ungestüm, 
ist auf das Moralische bezogen. 

Ar ist ul 兒, concret. Suffix* 

Tsä und chá 米+卞 bedeuten schon als 
Wurzeln die Hefe. 



- --" 219 — 



Céda 

schelmisch 



Ceklye 

Schlinge 



Cenk 

kleiner 
Hund 

Cibak 

Haarzopf 
und Cibál 

bei Haaren 
ziehen 



Cibe, Csibe 

Hühnchen 



擠 
恣 




fi 

爭 




雌 



Aus dieser Wurzel ist auch der Vriddhi- 
Stamm tsav 糟, in tsav-p'ö 糟 泊, Wein- 
hefe, gebildet, während im Magyarischen 
sich ein liquider Stamm caw, oder ein par - 
ticipialer Stamm cank, und ein antiker Stamm 
cankoj erhalten hat, was auf die Wein-Cultur 
beider Völker zurückweist. 

Cfr. tyang 紫, eine verdickte Flüssigkeit, 
Syrup, Eiter. 

Tse, Verdacht, Eifersucht, Aerger; Ueber- 
eilung. 

Tszé, Intrigue, Leichtsinn, unanständige 
Frechheit. 

Da ist ta 资, rasch, verwegen, oder ta 他 
Pronominal-Suffix . 

Tsjíh, in Hokkjen t»ík, den Hanf in Fäden 
drehen, flechten. 

Lje, in Hokkjen Ijek, jagen, wilde Thiere 
fangen, verfolgen. 

Tsäng, hadern, streiten, zanken, nach ver- 
schiedenen Seiten zerren, daher ein Kläffer, 
ein Hund. 

Türkisch? 

Tsze, Schnurbart; 

Pá, herausreissen, jäten, mit der Wurzel 
herausziehen. 

L = Ii 吏, inactives Suffix mit pä zu pal 
crasirt. 

Tszi, ein Vogel, das Weibchen ist so 
genannt; von tszi 華, erzeugen, gebären. 

Be ist ein in Composition erweichtes 
pé paaren, begatten, hier als Participial- 
Passiv, durch Paarung erzeugt. 

Pe Jj^ ist, wie das davon gebildete 
pin 牧, im Magyarischen alterthümlicher er- 
erb alten als pina, Vulva, das weibliche 
Zeugungs-Organ . 

Cfr. 2?e* j^, Embryo. Siehe csibe. 



― 220 - 



Tszi, hinken, humpeln; 

Pe, in Compos, zu be erweicht, synonym; 

Kel ist ein Doppel-Hülfsverb = ke Im 
起 來, sehr häufig im Chinesischen ge- 
braucht. 

Tsi, die Lippen bis an die Zähne in ein 
Gefiiss stecken, nippen, schlürfen. 

Tsa, kosten, das Maul in Etwas stecken. 

Tsi, redupHcirt, nippen, schlürfen. 
Cfr. szí und csecs. 




Tsze, Seide zurecht geordnet ; tsze 
die Schleppe eines Kleides; tsze ^^, elegant. 

Tso, Frische und Schönheit eines Stoffes. 
Ma, RIO, ist Pronominal-Suffix. 

Tsíh, seufzen, stöhnen, ein Laut der Aspi- 
ration. 

Cfr. tsi j^, einen steilen Berg hinan- 
steigen. 

Tsä, bellen. 

Tsíh, ein unarticulirter Ton des Zischens, 
woher das magyarische cihogö, die Peitsche, 
dem tsih 策, die Gerte, die Rosspeitsche 
entspricht. 

Og ist das frequentative ke ^g. 

Tsíh, eine Liste, ein Register. 

Tsjih, eine Bambusplatte, auf welche in 
alten Zeiten die Worte eingeritzt wurden; 
hieraus eine Liste, ein Buch. Das Ritzen 
selbst hiess ih und yih 率, Styl, coreanisch 
ír, woraus das magyarische iVy schreiben; 
und nach der Aussprache von Hokkjen ik 
und tßiky woraus ebenfalls das magyarische 
iktat, in einen Register einritzen, eintragen; 
ferner hiess das Ritzen kih 资 J, Styl, ein 
Stahl, coreanisch Jdr, woraus das finnische 
kirja, das Buch, eig-entlich die eingeritzten 
Bambus tabletteD; stammen. 



Cibekel 

hinken 



Cica 

Katze 

CÍC 

Zitze 

Cicoma 

Aufputz 



Cihelodik 

sich 
mühsam 
aufraffen 
und Cihog 

kichern, 
belfern 



Cikk 

Artikel 
Liste 



赵跛 噴 咂 噴 



次 * 糸 麽喏 



昨噴 



册耩 



― 221 ― 



Cika 

Keim 



Cikkáz 

1 zucken 
(von Licht 
und Feuer) 

2 kreuzen 

(von 
Schiffen) 

Cipe 

Schuh 



Cipó 

Weissbrot 



Cirógat 



Cirom 

Schmutz 

Civakodik 

zanken 



Tsjih 刺 heisst gerade etwas mit dem 
Stahlstyle einritzen. 

Tsih 則, Linien ziehen ; abstract, Gesetze 
einführen. 

Tsjih, in Hokkjen tsäk, das Beste der 
Getreide-Arten, und die Göttin , die der 
Frucht vorsteht. Shay tsjih 社 稷, sind 
Götter der Erde und des Kornes. 

Die magyarische Form ist vollständiger 
erhalten, gleich csoma, Spross. 

Tsih, in Hokkjen tsik, die Strahleo der 
untergehenden Sonne, mit sze De- 
ponential-Suffixe assonirt. 

Tsih, eine Classe schmaler Boote. Die 
Idee der Kreuzer vervollständigt tsüh 賊, 
rauben, plündern. 

Si, Strohschuhe, Schuhe überhaupt. 
Pe, Leder, also Stroh und Leder, d. h. 
alle Arten Schuhe. 

Cfr. sßh 鳥, Holzschuhe = csizmu. 

Tszi, ein Kuchen ; 

Paou, in Hokkjen po, backen, rösten unter 
heisser Asche , oder umgeben mit einer 
Kruste von Thon. 

Tszi, Liebe, Zuneigung*. 
Lav, in Hokkjen lo = ro, lieben. 
Cfr. lö 樂, Wonne, Wollust. 
Gat ist Doppelverbal-Suffix ke ta 起 打, 
inactiv und frequentativ. 

Tszi, Flecken, Mahl. 

Rom entspricht Ián Koth (l " r). 



Tseu, ein Ton des Aergers und der Ver- 
höhnung. 

Kodik ist wie gat ein frequentativ-inactives 
Doppel-Suffix. 




昃 舟 + 乍 Dt 皮 





疵 I 子 



一 222 一 



Cobák 

Schenkel- 
Keule 

CölMk 

Knebel, 
Klotz 

(Cölöp und 

Cdvek) 

Stift,Pflock 

Cuca 

Geliebte 
(gemein) 

Cudar 

schnöde, 
nieder- 
trächtig 

Cupp 

Schmatz 

Curhó 

Hure 



Cuhelődík 

sich 
aufraffen 



豚 

桎 



t ■ * 

租 
担 

m 

嚇 

宿 
和 



Cfr. das lapponische tsab-bey eras, sora, wo 
die erste Silbe mit dem magyarischen cob 
identisch, be aber aus pe Bein, Lende. 

ChÖ, in Hokkjen chap ist die Lende. 

Tsjuen (n = Ij, ein Keil. 

Ein radicales tsö bedeutet auch einen Keil. 

Die Stämme CÖl und CÖV sind nach der Par 
lóczer Mundart stellvertretend. Das Vor- 
kommen beider Stamme ist um so in- 
teressanter. 

Tsu, ein hübsches Weib, eine Wittwe, 
eine schwangere Frau. 

Tsä, herumstreichen, vulgpivag^ 

Tsu, rohen Gemüths, neidisch, eifer 
süchtig, und Um jjfl, gemein, roh. 

T'av (áv : ár), berauscht, versoffen (cfr. 
tav 盜, rauben, plündern), t in CompoB. zu 
d erweicht. 

Tsu und TsÖ, in Hokkjen tsup^ mit den 
Lippen schmatzen. 

Suh, coreanisch mr, in Composition sÜhr 
chang 宿 娼, eine Hure. 

HÓ, im Compositum ho-kjen ehe- 
brechen. 

Siehe cihelődík. 



La 

siehe! 

Láb 

Fuss 



Labda 

Spielball 

Lacsak 

Koth 

Lafanc 

zerlumpt 



Lafog 

rauschen 
(vom Kleide) 

Lagzi 

Hochzeit; 
Schmaus 



L. 



La-n, älter lám, wie das gleichlautende 
magyarische sehen, sieh! Aus der Wurzel 
la, die mit dem inactiven ta zu lát wird. 

La, in Hokkjen lap, gehen , wallen in 
langsamem Schritte. 

Cfr. la-jen ^ 4^ 然, langsam, Adverb, 

magyarisch lassan, 

Cfr. lapponisch läpa, planta pedis ; der 
ursprüngliche Stammexponent pa ist hier 
noch erhalten, während er im Magyarischen 
zu b erweicht und mit der Wurzel crasirt 
erscheint. 

Eine oxyphone Wurzel ist le ^^, ma- 
gyarisch lép, treten. 

La heisst haschen, fangen, so la - show 
^*, bei der Hand erhaschen ; eine kurze 
Wurzel lä wäre lap in Hokkjen. 
Da ist ta 他, Pronominal-Suffix. 

Cfr. LuC8-k08. 

La, auch lä sä 華 + 立 籠, zerlumpte 
Kleider. 

Fá heisst verderben, woher fan 疲, eine 
schlechte, unordentliche Person. 
C ist tsze 子, concret. Suffix. 

La, in Hokkjen lap = laf, bedeutet auch das 
Rauschen des Windes, gewöhnlich brechen. 
Og ist das frequentative ke 

LÖ, in Hokkjen lok, Vergnügen, froh- 
locken. In primitiver Form erscheint es in 
lakoma, Schmaus, während es in lag er- 
weicht ist. 




一 224 ― 



Lágy 

weich und 
müde 



Lajha 

träge 
und Léha 



und 



i 




Lak 

Wohnsitz 




Lakat 

Schloss 



Lám 

siehe da! 

Lánc 

Kette 




Lamos 

HcJilaniini^ 



Zi kann Ud 妻, Weib, Weib nehmen, 
oder das fiir diese Ceremonie dargebrachte 
Opferfest tsi 祭 bedeuten. 

Das Magyarische ist ein zu gy consoli- 
dirter Guna-Stainm, dem im Chinesischen 
ein Vriddhi-Stamm lav ^{|[, entspricht. 

Siehe laj-ha. Hieraus gebildet : lágyék, 
die Weichen, Flanke, Leiste. 

Lá-n, träge, ist ein liquider Stamm aas 
einer Wurzel la, von welcher laj-ha eine 
Guna ist. 

Luy, träge und müde. 

Ha ist eine synonyme Wurzel, die im 
Stamme hdn und hjen 関, faul, vorkommt 
Dem hjen 関, entspricht das magyarische 
hentje. 

LÖ, in Hokkjen lÖk, bedeutet primitiv 
fallen, dann zusammenfallen und ein Dorf 
bilden. Hea tó 下 落 bedeutet eine Wohn- 
stätte, die Residenz. 

Cfr. das lapponische lakk, prope habitans. 

Ich finde im Chinesischen einen liquiden 
Stamm Id-n der beschliessen bedeutet, 

und ein participiales la-ng ^^, eine Art 
Schloss. 

Siehe la, dem das demonstrative 脚 麽 
angefügt wurde, gleich dem französischen 

voi-lä. 

Lan, ein Tau um Schiffe zu ziehen. 
Ljen ^^, eine Kette, auch lan-sÖ und 

Ijen-sö ^^ + ^1, das dem magyarischen 
Iduc entspricht. Die Polen, Slovaken und 
Serben haben es von den Magyaren ent- 
lohnt. 

(、fr. die kurze Wurzel la WS • die auch 
binden bedeutet. 

Lan, älter lám, Ueberschwemmung, See- 
waHBcr. 

Os ist Adjectivbildner. 



― 225 ― 



La ist die kurze Wurzel, die eine Art 
Sehwert (stechen) bedeutet. 
Sä, eine Lanze. 

Dieselbe Wurzel, die nach der Hokkjen- 
Aussprache auch das magyarische szab und 
szablya, hauen und Säbel, bildet. 

Lang, klar, glänzend. 

Das lapponische lem, tepidus, führt auf 
einen oxyphonen Stamm Ijen, älter Ijem, 
dem Ijm 凍 entspricht, welches Seiden- 
Cocons in etwas Warmes tauchen bedeutet, 
um die Endföden zu finden. Ljm 球 heisst 
sonst Metalle durch Wärme läutern , wie 
ljm solche schmelzen. 

Lang, ermüdet. 

Lang und leang (ng = ny), die Braut. 
Das im Magyarischen gebrauchte : férjhez adó 
leány, eine mannbare Jungfrau, scheint das 
leány als etwas Exotisches zu erklären ; der- 
gleichen Wiederholungen sind Fingerzeige 
für die Analyse, wie z. B. szégyen - gyalázat , 
Schande, wo das Letzte als bekannter voraus- 
gesetzt, uns veranlasst, in szé- und gym, zwei 
synonymen Stämmeii, nachzuforschen. 

Cfr. láb, Fuss und das lapponische lapa, 
Fusssohle. 

Lá-n ist ein liquider Stamm aus einer 
Wurzel Id, der ein Moor bedeutet. 

P ist ein Detritus von pronominalem 
pi 彼, das Substantive bildet, und in lapa 
noch voll erhalten ist. 

Unter w-Scala kommt es als lüh f 皇, Moor- 
land, und hl 抽, Salz-Moor, vor. 

Lan 穴 + 監, ist ein liquider Stamm, aus 
einer kurzen Wurzel lä, der flach, platt be- 
deutet. 

Hieraus lapály, lapos, lapít, Substantiv, 
Adjectiv und Zeitwort-Formen. 

15 



― 226 ― 



■ 

Lapp 




L*app - 








Lassan , 


然 


Lát 




seben 




十 




視 



Lapu 
Láz 



u 




',、 



.1 



lm Lapponischen heisst lapa nativa mon- 
tium spelunca, eine Berghöhle , die zur 
ältesten Wohnung gedient hat; cfr. lappo, 
Müschs liehen Islandicum, das ihnen die 
erste Nahrung* gewährt hat. 

La-jen heisst langsam gehend und langsam. 

La, untersuchen (mit dem Auge). 

Lá-n ist ein aus einer langen Wurzel 
la gebildeter liquider Stamm, im Magya- 
rischen mit dem ioactiven ta crasirt. 
Also kommt es auch im lapponischen lat-ko 
vor, welches spectrum, Gesicht, Gespenst 
bedeutet. 

Cfr. das Vriddhi Ijav 瞭, klar sehen. 

Von dem Stamme láp, flach, mit pronomi- 
nalem u gebildet. 

La, kurze Wurzel, ist böse oder unge- 
horsam. 

Cfr. Iwan [^, Empörung. 

Lä-Sä, zerrissen, zerlumpt. 

Lán 濫, lose, besonders moralisch. 

Lé, herabsteigen, wie das zweite herab- 
flicHSCD, von Höheren gebraucht, für sich 
herablassen. 

Hieraus ist gebildet lin ;^, niedrig, auch 
moralisch, und lin 港, das Thal. 

Cfr. das lapponische leke, Thal, wo le der 
maj^yarisch-chin esi sehen Wurzel, der Niede- 
rung" entspricht; während ke gleich ke im 
Chinesischen jnn-ke ^ ^ ist, das eben- 
falls ein Thal bedeutet. 

Altahu kommt in Radloffs ,Tartarischeii 
0(5(1 ich ten' im Sinne: über die Berge steigen, 
i vor ; um (lern Magyarischen die Bedeutung 
' des llerabsteigens zu verleihen, musste der 
1 Stamm mit der Partikel le, hinab, verbunden 

j Das magyarische áld, segnen, stammt von 
! einer ganz anderen Wurzel ab. Siehe áld. 



― 227 ― 



Leáng, die Braut, wo das participiale ang 
in any orweicht wurde ; an die ältere Form 
erinnert leányka, wo nnyka g^leich dem mand- 
schuischeD Participial-Suffix anga anklingt. 

Léw, die an einer Fahne flatternden Bänder^ 
ebenso die von der kaiserlichen Krone, wo 
hinten ihrer sechs und vorne ebenfalls sechs 
hingen. Der Stamm ist ein Vriddhi von 
le fliegen. 

Dem chinesischen Stamme entspricht lev- 
egő, (lie Luft ; in leb, lebegő ist va, ve der 
Vriddhi-Exponent, zu h verhärtet. 

Baryphonische Wurzel ist lä 玄 die fliegen, 

besonders als Compositum lä-tä 女 g 朔 + 衆 
bedeutet. Cfr. rep. 

Ljé, in Hokkjen lek, primitiv ein glühen- 
des Feuer, hieraus ein fúr Tugend und Vater- 
land erglühendes Gemüth bedeutend. Im 
Allgemeinen bezeichnet os etwas im hohen 
Grade Ausgezeichnetes ; hieraus ist dessen 
Befähigung, im Magyarischen als Superlativ- 
Suffix zu dienen, erklärbar. 

Cfr. legmy, Junggeselle und Ije-nö (hg-^iö) 
烈 女, keusche Jungfrau, dio den Tod der 
Entehrung vorzieht. 

Le, klar, hell, glänzend. 

Ke, Luft (umgekehrt ég, Him met). 

Lég, als lange Silbe, ist nach unserer 
Einleitung ein ziisamniengesetztes Wort, das 
aus zwei langen Wurzeln, U und ké, crasirt 
wurde. 

Statt lé, als hell, können wir, der popu- 
lären Redeweise gemäss, welche Ufj auch 
levegő 勿, gleichsam der schwebende Aether 
oder TTimmel, benennt, die gleichlautende 
Wurzel lé, fliegen, annehmeD. 

Cfr. Ije, in Hokkjen lek 夠, das kalte 
Luft bedeutet. 



228 ― 



Leh 

Athem 

Léha 

gering, 
schal, leicht 

Lejt 



Wenn die magyarische Sprache in uralter 
Zeit die Tugend besass y zwei lang^ (syno- 
nyme) Wurzeln in eine Silbe zu crasiren, 
muss dieses entweder vor der Erfindung der 
chinesischen Schrift, oder ausserhalb deren 
Beeinflussung, ganz autonomisch; geschehen 
sein. 

Ich werde die Parallele weiter ziehen bet 
Analyse uralter chinesischer Stämme in der 
japanischen Sprache, die als zweisilbig' noch 
heute aus der Epoche datiren, wo die chi- 
nesische Sprache ihre Stämme aus einsil- 
bigen, auf Vocale auslautenden Wurzeln, 
durch Anfügung' von bedeutenden Stamm- 
exponenten bildete, deren Vocal im Laufe 
der Zeiten einen Detritus erlitt. So erhielt 
sich in Japan : funi, Schiff, zweisilbig, wo 
das entsprechende chinesische fu-n zu einer 
Silbe apocopirt wurde. 

Le, Gras und Heu. 

Ke, kauen, essen. 

L ist le 史, inactives Suffix. 

Lé, heisst fliegen, das magyarische ist ein 
Guna-Stamm ja znj apocopirt und, als Aus- 
laut, zu gy erhärtet. 

Die englischen Lexicographen haben le 
und lei, glaube ich, in Eins zusammen ge- 
worfen, während sie in me und mei, in pe 
und pei scharfhörig genug waren, den Unter- 
schied zu bemerkcD. 

Ljé, in Hokkjen lek und ISh, die kühle 
Luft. Wir haben in lég, Luft, die langen 
Wurzeln analysirt. Durch Ii ^^, wird es 
deponential lehel, athmen. Cfr. Uheg. 

Siehe lajha und lihe. 

Le, herabsteigen, das im Magyarischen 
zur Partikel geworden ; wird durch das 



Legel 

weiden 



藜幾 IM 洌徒 




doppelinactive i-ta ^ deponential, mit 
der primitiven Bedeutung des le 范, ab- 
wärts goheD; tanzen. Cfr. Iq), schreiten. 

Le, forschen, mit dem Auge untorsachen^ 
ansehen. 

Wir hahen das baryphone Analógon in 
ta-lcU gefunden, wo ta, ein altcrthüiulich 
präiixiyes Hülfsverb, mit der Wurzel lä Jjj^, 
finden; verbunden ist, während das oxyphone 
Ul, ohne Vermittlung eines Präfixes ge- 
bräuchlich ist; bloss durch das inactive 
Ii 史 sufíigirt. 

Ist wie leg, Alcohol, eine Neubildung. In 
lélek, Seele, werden beide constitutive Ele- 
mente analysirt. 

Lé, die Prinzipien in der Natur, durch 
welche solche regiert wird; die Vernunft im 
Menschen. 

Leg ist gleich léhy das nach Hokkjen Art 
gesprochene Iß 夠 Luft, Athem im Magya- 
rischen. 

Es ist bemerkenswerth, dass die redupli- 
cirten Wurzeln quantitativ stets verschieden 
sind, cfr. im lateinischen tundo, im redupli- 
cirten Perfectum tü-tü-di, tendo, tS-ten-dL 

Aus der Wurzel le ^^, stammt das par- 
ticipiale ling ^^, die Seele, das einen Re- 
flex wirft auf das magyarische lény, das 
hiemit nicht nur Essenz (Wesen), sondern 
auch ein geistiges Wesen bedeutet. 

Ljen, älter Ijem, dünn, flach. 

Ez ist pronominales Suffix tszé 此. 

Le, fliegen, ist die Wurzel des participialen 
Stammes lend und leng, dem das chinesische 
ting 劍, Flügel und Federn entspricht. Es 
bedeutet die Ehrenfedern, welche, wie die 
Pfaufeder, von den Mützen herabhängen. 

Lé ist die bedeutende Wurzel, die im 
Magyarischen zur Partikel hinab; geworden, 



— 230 — 



Lény 

Wesen, 
Sein 



Lep 

bedecken, 
überfalieD, 
über- 
raschen 



Lép 

Milz 



Lép 

schreiten 

Lép 

Wíichs- 
scheibe 
(Honig") 

Lép 

V()f>vlltiim 

Lepe 

Selnmittor- 



Lepény 








禾來 

UDil 
称 



diese nahm das adverbiale an, en und in 
lent noch ti 地, Erde, Ort, apocopirtes Local- 
; Suffix. 

I Siehe lész, sein werden, dessen Wurzel 
i lé ist, wie es aus dein Imperfectum ersicht- 
lich ist, wo wir nach Elision des inactíyen 
8z' ! 决, sehen. Uny ist eine alter- 
thümlicfae Participialform, die das Seiende, 
! Wesende, also auch Sein und Wesen bedeutet 
I Scheint ein autonomes magyarisches Wort 
1 zu sein, zu dessen Analyse wir in le das 
Í prätixive Hülfswort le annehmen müssen, 
welches mit pt ^jj^, decken, zu einer Silbe 
crasirt wäre. 

Hieraus : lepedő, ein Leintuch, von der 
Idee des Deckens, wie lepel, Schleier. 

Cfr. tó 洛, in Hokkjen löp, fallen, über- 
fallen, 

Ljén, die Milz, aus derselben Wurzel 
lé stammen, mit dem pronominalen pe 彼. 

Cfr. das lapponische lep-sos, Abdomen, 
Adeps. 

Lé, ein Schritt und 

Pe, SvDODyui. 

Lá lieisst Wachs in der baryphonen Scala, 
weisses Wachs ist lä-pth 白, wahr- 

scheinlich in eine Silbe crasirt. 

Le, eine Art Leim (ISchuster-). 

Pe 彼, IVonoiiibildner. 

Le, flietj^eD, ist die lange Wurzel des 
Fluges (siehe U'g*i, die Fliege), eine bary- 
phone kurze Wurzel ist lä, in, Hokkjen 
fttp 敏蓦 (^dei* y^) fliegen, flattern. (Siehe 
hh und lebeg, schweben.) Magyar, antik. 

Laj und le ist Weizen, ^«i</ ein Kuchen, 
mj im Magfyarischen zu niß erweicht. 




― 231 ― 



Le und ljé, in Hokkjen lep, ist Vogel- 
gezwitscher. Eg ist frequentatives he 
Cfr. rebeg. 

Le, als lange Wurzel bedeutet schauen, 
untersuchen, woraus der Stamm Ijen 5^, 
spähen, gebildet wurde. Das magyarische 
les, als kurzer Stamm, wird dem chinesischen 
íjé japanisch les, jagen, wilde Thiere 
fangeo, d. h. durch Hinterhalt und Schlin- 
gen, entsprechen. 

Für Schlinge findet man ein baryphones 
lö j^, das mit demselben Stammexponenten 
lös gäbe, als lange Wurzel aber 16 j^. 

Lé und sze, crasirt, sind zwei Hülfs verba, 
die als inactive Suffixe an indifferente 
Wurzeln und Stämme angehängt werden, 
also deponentiale Zeitwörter , sowohl mit 
der Intention von Sein als Haben bildend. 

Diis altparticipiale lé-ufj. Sein und Wesen, 
haben wir bereits oben analysirt. 

Le nimmt im Iinperfectum als auch im 
Participial-Präsens , statt des Hülfsverbes 
sze 使, das Hülfeverb wei 爲 an, wodurch 
es levék, ich war, und levő, seiend, bildet. 
Im Präteritum wird das sze mit dem 
Vergangenheits-Suffixe ta 打 assimilirt zu 
lett, im Infiuitivum mit dorn Suffixe, ni zu 
lennL Dies ist die wahre Deutung der 
Doppel Suffixe. 

Léz-eng ist eine diminutive Verbalforin, 
genesen, d. h. wieder existiren. 

Le, ein dünner wässeriger Wein. 

Im Coroanischen lö, cfr. lore, magyarisch. 
Hieraus leves, die Suppe, Brühe. 

Siehe leh und lég. 

Li, wild. 

Ba, Wurzel von pav wilde Gans. 

(In Composition p zu b.) 



― 232 ― 



Libeg 

schweben 

Libbent 

krumm- 
gehen 

Liget 

Hain 



Liha, liheg 
Liszt 

Mehl 



LÓ 

Pferd 



Löb 

Flamme 



Loccsant 

spritzen 



Cfr. lebeg und lobog. 

jí 卜率 j Lih, Hokkjen tip, nicht vorwärts kommen. 
■ (Etwa wackeln, von Wm, die Gans ?) 



力 





裕 



洛 
Pi 



Lib, ein Gebirge. Tibetanisch ri. 

Et 地 te, Land, P]rde. 

Cfr. lüh 先, ein hoher trockener Hügel. 

Cfr. magyarisch hfgos. 

Cfr. léha lind lehel. 

Li, Weizen. 

Sze, klein und klein machen; 

T ist tih 得, geworden, gemacht. 

LÖ, ein Maulesel von einem Pferde-Hengst 
und einer Eselin. 

LÖ, ein weisses Pferd mit einer schwarzen 
i Mähne. 

Low, das Pferd, den casibus obliquis des 
ló, lovat entsprechend. 

Das magyarische lo-t ist ein Deponential 
von der Wurzel lö kreuzen, patrouilliren, 
herumgeheo, vermittelst des inactiven ta 打. 

Cfr. hu Bt, ein Maulesel. 



LÖ, Hokkjen lÖp, brennen. 

Low 火 +"^, Synonym. 

Hieraus lobog, flattern wie die Flamme; 
lobor nominell der Pyramide nachgebildet. 

Wie im Französischen la ßamnie auch die 
Flagge, so bedeutet auch im Magyarischen 
lohogö, das Lodernde, Flatternde, die Fahne. 

Og ist ke 起, Frcquontativ. 

Ó, Participial. 

Cfr. leh und levegő, 

Lö, eine schimmernde Wasserfläche, 

Ch,a, spritzen. 

An ist na, Hülfsverb. 



233 ― 



Bewegung 
setzen 

Lohad 

abnehmen, 
verwelken 

Lohog 

sich trollen 

Lom 

allerlei 
Pack, 
Schmutz 

Lop 

stehlen 

Lomb 

Laub 

Lomha 

faul 

Lót 

herum- 
rennen 

LŐ 

schiessen 



Lök 

stossen, 
schleudern 

Lőre 

Trester- 
Wein 



LÓ bedeutet einen Hebel, einen Tragpfahl, 
an dessen beiden Enden die Last herab- 
hängt. Ló g heisst dann im Magyarischen 
hängen, mit ke frequontativem Suffixe. 

It ist das doppel-inactive i-ta 以 打. 

LÖ, Hokkjen loh, abfallen. 

Ad ist ta 打, in actives Suffix. 

Lo, cfi、 lo-t 

HÖ, hastig eilen. 

G ist ke j^, Frequentativ. 

LÖ, Pack; Kram, Lumpen-Plunder. 

M = mO, Pronom. 

Loncsocs, schmutzig ; lom und Ion sind wie 
im Chinesischen von zwei verschiedenen 
Epochen, die Stämme auf om sind bereits 
obsolet. 

LjÖ, in Hokkjen lop, stehlen. 
(Magyarisch ?) 

Lwän, coreanisch lom und Ion, träge. 
Ha, wie in Wha, Wurzel des synonymen 
Stammes hwän |^, faul; lässig. 

LÖ, kreuzen, patrouilliren, herumgehen. 
T ist inactiv ta 打, apocopirt. 
Cfr. ló, das Pferd. 

Léu (lő) und low, Aufwand von Kraft, 
ist die nächstverwandte Wurzel in der chi- 
nesischen Sprache, nebst lő + 呂 , frei- 
williger Wuchs, welche in szőlő, Rebe, eigent- 
lich wilde oder freiwillig wachsende Rebe, 
vorkommt. Sző ist edler Wein. 

Leuh, in Hokkjen Ijtík, wegwerfen, dadurch 
scheiden. Es ist eigentlich die kurze Wurzel 
des obigen lő, schiesseu; schleudern. 

Le, coreanisch lő, dünner, schwacher Wein. 

Re, dieselbe Wurzel zu r erhärtet. 



Lodt 




洛 邁霍椋 



椋 懶 




萄 

+ 



酷 




一 234 一 



Lúcfa 

Kienholz 

Lucskos 

schmutzig 



ti 



籠 iiH 
LUU 


Avvl 




m 

m 


Lug 




Lauge. 




Lúgos 


碌 


Hain 




Lük 


将 


pocheo, 




stossen 





Vom slavischen «lyni», Kienfackel, mit An- 
hang vom magyarischen fa, Holz. 

Lüh, Abfluss, Schlamm, Hefe, mit japani- 
schem Stamm-Exponenten s, Cfi、 lappoDÍscb 
lussk-os, humidus. 

Cfr. Iocs von 16 路, Abfall, Rest. 

Lu, ein Wasservogel , und lüh 参, hoch 
fliegen. 

D ist ein Detritus von da = tä, in Gruppen 
und sehr hoch fliegen. Umgestellt geben 
die zwei Wurzeln dam, den Kranich. 

Cfr. rucza. 

Es mag" eine arische Entlehnung sein vom 
böhmischen luh oder polnischen lug, 
Cfr. Iii 齒, Natiu'-Salz, Natron ? 

Lüh, in Hokkjen lük, felsige Gegend, und 
lüh 逢, ein hoher, trockener Hügel. 

Ljúé, in Hokkjen ljük, mit den Fingern 
pflücken, fassen, tasten oder reiben und 
Ijüh ^+^^7 fortstossen, scheiden. 



Ly. 



Lyány 

Mädchen 



Lyuk 

Loch 



鄙 Lang, Braut, und Ijang 銀, Synonym, 

wie im Magyarischen mit hart und weich 

im lautendem l. Férjhez adó leán'tj, mannbares 

Mädchen, erklärt die primäre Bedeutung 
des Ifjdntj als Braut. 
录 Lüh, graviren, aushöhlen. • 



― 235 ― 



Ma 

heute 



Madár 

Vogel 




In dem Compositum mo-lo ß+ 麽 目 
welches Sonnen-Finsterniss bedeutet, ist mo 
die Sonne, und nach dem allgemeinen Brauch, 
wie nap Sonne und Tag, muss es auch den 
Tag bedeuten. 

Aus der magyarischen Wurzel findet sich 
ein Vriddhi-Stamm in dem chinesischen Com- 
positum sze-mav 死 卯, Todestag, gebildet. 

£s kann gefragt werden, ob ma nach 
Mandschu Erde, oder, nach dem Japan, mi- 
doHj Wasser bedeute. Je nachdem wird madár 
einen Land- oder Wasser -Vogel bedeuten. 
Dies ist aber nur eine Qualification der in 
ddr steckenden Idee des Vogels. Dár als 
Stamm entspricht dem chinesischen Stamme 
tav 壽 {civ = (ír mongolisch), welcher Federn, 
Schwingen und aus diesen verfertigte Flaggen 
bezeichnet ; hienach wäre dar (t zu d er- 
weicht in Composition) ein befiederter, be- 
schwingter Vogel. Das japanische mi-dori, 
Wasservogel, enthält den Stamm noch voll- 
ständig, auf die Epoche zurückdeutend, als 
die zwei Sprachen, vor ihrer Trennung, 
noch zweisilbige Stämme besassen. Cfr. fun 
und funi. Das Magyarische steht mitten 
inne, da es an seinen Stämmen den End- 
vocal meist abgestreift, jedoch noch eine 
grosse Anzahl in ihrer primären, vollstän- 
digen Form gerettet hat. 

Dár und táv stammen von tä 日 
fliegen und hoch fliegen, wie wir es in 
da-ru (das dem japanischen dort entspricht) 
und als Detritus in lu-d, für 7i^ce, besitzen. 



一 236 ― 



誠 ádra 

Gebär- 
mutter 



Madzag 

Bindfaden 



誠 ag 

Same 




Maga 

selbst, 
allein 



百 



Máglya 

S<;h<íi ter- 



ül 

Magyar 




馬 
^•1 雅 I 



Cfr. das historische tund, das in deru-Scala 
in tuh fl f 毒, coreanisch tur, ebenfalls Federn 
und Flagge heisst und mit dem concretes' 
Suffixe ul 兒 den Vogel par excellence^ 
den Adler bezeichnet. 

Es wird griechischen Ursprung« sein, 
durch das slavische nadry vermittelt ; ma 
bedeutet im Chinesischen wie im Tibet 
sehen die Mutter, jedoch nicht von der Func- 
tion des Gebarens, sondern von der Ernäh- 
rung, da ma die Brust, die Zitze heisst, wäh- 
rend die Gebärmutter durch pin hu ^ 戶 
bezeichnet wird. 

Es scheint mir fremd, and könnte nur 
durch m(i- sö 麻 索, Hanf-Strick, erklärt 
werden, das in Hokkjen ma-sök, in Com- 
position ma-dzog klänge. Im Chinesischen 
heisst ma-sjen Hanf-Band. 

.Muh, in Hokkjen muk, mak, das Korn 
überhaupt ; míh ^?, in Hokkjen mak, aber 
in Specie der Weizen. 

Müh 目, das Auge, ist wie szem im Ma- 
gyarischen ein Numeral discreter Quanti- 
täten ; gleich dane, Perle, im Türkischen. 

誠 ag, Auge, wird als Numeral der einzel- 
nen Körner, ferner fiir einzeln, allein, selbst 
gebraucht worden sein. 

Aus vulg, granuMi; bildete man magla, 
Granit, durch Anfügen des in szikla, pala 
vorkommend CD la, das man instinctmässig 
für Steinart annahm. 

Müh-Iliy 木 墨 ist im Chinesischen ein 
Holzliaufen, dem das magyarische lange mag 
nicht ganz entspricht. 

Ma, bedeutet das Pferd, doch, wie im 
Englischen horse^ auch den Reiter, Ritter, 
im Tibetanischen aber den Helden. 

Ya heisst gerecht, zu gya verstärkt 



― 237 ― 



Máj 

Leber 



Majdan 

bald, schon, 
fast 



Majom 

Affe 



Makacs 

halsstarrig 



兒 



抹 



Ul far), wie er^t im Türkischen, der Knabe, 
der Mann, ist ein concretes Suffix. 

Wie alle Eingeweide-Namen sehr schwer 
zu analysireD; da hiefür die Chinesen meist 
nur phonetische Zeichen brauchen, die auf 
die Bedeutung keinen Schluss erlauben. 

Cfr. háj, Schmer, welches durch háj 海 
bezeichnet wird, das eigentlich das Meer 
bedeutet. 

Die Analyse von ma gab uns Sonne, Tag 
und als Adverbial heute; dan ist in Com- 
position erweicht von tan 旦, Morgenröthe 
(wie wir es im doppelsynonymen haj-dan ge- 
sehen haben), das wir in i-tan 以 旦 mit 
,auf morgen' übersetzen können, so dass 
mori-tan von heute auf morgen ergäbe. 

Mej, ein Affe, oxyphon, von der Wurzel 
me ^|^, mit derselben Bedeutung. Dieser 
Wurzel entstammt auch das türkische meymün 
[jy^y der Affe, dessen zweiten Element 
mun dem chinesischen mun 把 entspricht, 
welches mit der Hand betasten, anrühren, 
ergreifen, schütteln bedeutet, und von der 
Wurzel mu 牡 stammt, welche die Finger der 
Hand bezeichnet. Als Verb ist hieher zu ziehen 
mü 募, berühren und nachahmen. 

Mä, in Hokkjen mäk, bedeutet auch an- 
massend, woraus das participiale mang 
heftig, grausam^ beleidigend. Mäng ching 
J§ ist eine tyrannische Regierung, und 
San ta mäng 三 大 ^g^, sind die drei grossen 
Leidenschaften, nämlich Neid, Verläumdung, 
und Aufruhr. 

Acs ist chay 者, Pronominal- Suffix der 
Adjective. 

Hieher gehört makranczos, grillenhaft, 
eigensinnige dessen zweites Element dem 
chinesischen lan —監 entspricht, welches 
bösartig; schadenfroh^ garstig bedeutet. 



― 238 ― 



Vom slavischen mik, rait Dehnung des 
kurzen Vocales, das befremdend erscheint. 
Ob arisch ? 

In máknyi, mohnkorngross, ist das ma- 
gyarische Suffix nyi gleich dem chinesi- 
schen A 泉, so gross als 一 , angfefíigt worden. 

Má, Geschwätzigkeit, Reden im Rausche 
(cfr. md-mor, der Rausch). 

KÖ, in ITokkjen kok, Geschnatter. 

Soferne es magyarischen Ursprungs wäre, 
was ich bezweifle, entspräche dem Stamme 
med blos das chinesische mav 毛 {av al 
Palócz.), das die Borste, also ein Borstenvieh 
bedeuten würde. 

Mal, jedes Ding, welches als Eigenthum 
geschätzt werden kann, Geld, Effecten, in den 
Provinzen Schafe. Die Türken entlehnten 
CS von den Arabern, sie benennen damit 
ihr Finanzwesen : fimüru-mriVíy-yé &aJLo kjaV 

Cfr. das französische mcäle-poste und das 
englische mail. 

Ha ist hjä und kjä 厘, ein Koffer. 

Mo, mahlen. 

Li 厲, SyDonym. 

Mo4i ist ein chinesisches Compositum. 
Mo 殊, kurze Wurzel, heisst in Staub 
zermalmen, und mÖ 抹, Staub. 

Cfr. mo 磨, die Mühle, die malmende. 

ik ist Id 其, pronom. 

Ma, von Kill dem mnma und o-ma 媽 
(alte Mutter, honorifique) genannt. 

Mav, Vriddlii-Stamm^ von mä Hj^, Rausch. 
MÖ, coreaniscli imtr, im Rausche sprechen. 

Man, langsam wallen. 

Ko, eine Schaft, ein Ast, Handhabe ; also 
ein Stab zum Wallen. Hieraus Krücke. 



― 289 一 



Manó 

Kobold 



Mar 

beissen 

Már 

schon 



Marad 

bleiben 

Marok 
und Marék 

hand voll, 
Faust 



Márig 

schon jetzt, 

schon , 
sobald, und 

Máris 



抹 



抹 



誠0, Dämon, Teufel. 

NÖ kommt in Lao-tze als ein Genius der 
Thäler vor. Dies mag* sich auf das finni- 
sche wdnö beziehen, wie es statt Väine- 
möinoD ín ,Kalewala《 vorkommt, wo wd 鬼, 
hoch, erhaben, und J^, majestätisch^ Ehren- 
epithet ist, gleich a und o in a-tje ö-ma, 
Vater und Mutter. 

Mo, coreanisch mor, mit den Zähnen fassen. 
Cfr. wiÄ. 默, coreanisch mtr, ein Hund. 

Dies ist ein suffigirtes ma, das wir als 
Sonne und Tag erkannten. Das locale 
Suffix ist im Tibetanischen ru, im Chinesi- 
schen geht es durch U, lo, lu hindurch, es 
drang in's Cd tische, und ist im Magyari- 
schen als ra, re gebräuchlich. In már wurde 
es apocopirt. 

Mo, coreanisch mor, ruhig bleiben. 
Mjlh 本, coreanisch mir, Ruhe. 
Ad ist in actives ta 打. 

Mä und niS, coreanisch mar, mit der 
Hand fassen. 

Ek kann M 枝, Hand, sein, gleich dem 
magyarischen kéz, Hand. 

Ok, assoDÍrt. 

Aus dem • Stamme mar, mit der Hand 
ergreifen, werden mehrere Ableitungen ge- 
bildet, wie mar-c, der Raub, auch aus der 
Wurzel mä jj^, coreanisch mar, sich eines 
fremden Gutes bemächtigen; mar-kol greifen ; 
marc-ona, wild, grimmig. 

Ma, már, als «analysirt voraussetzend, 
werden dem local snffigirten Stamme, die 
Partikeln tg, gleich th und ßh ;^, Grenze, 
das zum Terminativ-Suffixe geworden, und 
18 而 == she, das eine copulative Conjunction 
ist, angefügt. 

Cfr. most 



— 240 — 



Marha 

Vieh 



Maróka 

Erdfloh 

Márt 
(Merít) 

tauchen, 
tunken 



MarúI 

verrenken 
(von der 
Faust) 

Más 

ein Anderer, 
Copio, 
(Porträt) 

Mász 

kriechen 



貌 



Verwandt dem turanischen mal, das Vieh 
und Gut bedeutet, ist das magyarische marha 
von den Gelten (wahrscheinlich in Böhmen, 
wohin das Volk aus Südwest-Ungarn vor 
der ADBiedlung der Slaven ausgewandert)^ 
an die Cechen gekommen, und diesen von 
den Magyaren entlehnt. 

In der cel tischen Sprache heisst mark im 
Manx, im cornischen marJi, im irischen mark, 
das Pferd ; hievon der Ritter, dessen Titel als 
Marquis (irl. mairceis), europäisch geworden 
ist. Das von Frankreich aus in allen Armeen 
als Commandowort adoptirte : Marche ! ist 
eigentlich an Fussvölker gerichtet ein Non- 
sens, da es diesen unmöglich ist zu reiten. 

Cfr. mar, beissen. 

MäV {av = ar mongolisch), das Schwellen 
des Wassers, hoch ansteigendes Wasser. 

Ma, Wurzel als Wasser angenommen, heisst 
der Guna - Stamm máj ^| eintauchen, be- 
sonders in Composition máj-müh -jjB^ 沒. 

Aus einer Wurzel mje, stammt coreanisch 
mer-mjen 油, eintauchen. 

Mer bedeutet schöpfen auch als nackter 
Stamm, gleich mer-ü, wo i-ta :j^, dop- 
pel-inactives Suffix. 

Siehe marék, handvoU, Faust, dessen erstes 
Element mit dem Suffix ul 而, deponential 
wird. 

Má-V, heisst ein Gleichniss, ein Portrait 
zeichnen. 

Cfr. mu 墓, zeichnen. 



Ma, im Mandschu, Erde, lapponisch. masat, 
kriechen. 

Sz ist inactives sze apocopirt. 



― 241 ― 



Maszlag 

Stechapfel 

Mávog 

miauen 

Máz 

Schmelz, 
Glasur 



Mázsa 

Zentner 



猫 



Mécs 

Nacht- 
lampe 



Meddő 

unfrucht- 
bar 




曆 



晰 




Ma, zum liquiden Stamme erhoben, man 
sind kriechende Pflanzen. 

Cfr. lapponisch rnato, vermis und mask, 
Wurm, schwedisch ; aus dem Finnischen? 

? 

MáV und mjáV, die Katze. 

Máv und mjáV 雜, heisst im Chinesischen, 
wie vas macska im Magyarischen, der Anker. 

Vom slavischen mazati, schmieren? 

Es existirt aber kein Nomen substantivum 
dem Magyarischen entsprechend. 

Cfr. mö 抹 und met 能, die anstreichen, 
überschmieren bedeuten. 

Z ist Pronominal-Suffix. 

Mä-tsze bedeutet im Chinesischen Mass 
und Gewicht. In Canton heisst ma die 
Elle. Da das Wort mit 石, dem Zeichen 
der Steine geschrieben wird, in dem das 
ma 馬 bloss phonetische Geltung hat, ist 
das Wort in die Steinperiode zu verweisen. 

Gundert und Cadwell haben eine Menge 
Sanskritworte auf dravidische Stämme zu- 
rückgeführt; dies wäre auch eines, das dem 
sanskritischen ma-sa-ka zum Vorbilde gedient 
haben mag. 

Me, Sonnenlicht. 

Me, im Tibetanischen Feuer; die Wurzel 
kommt auch im magyarischen meleg, warm, 
vor. 

Che, hell, leuchtend wie die Sonne oder 
die Sterne. Lese auch chl. 

Mécs ist nach der Einleitung^ ein zusammen- 
gesetztes Wort; cM, um mit me crasirt zu 
werden, musste apocopirt werden. 

Wir finden, umgestellt im Tibetanischen, 
du-me, die Wüste. 

Med ist im Tibetanischen eine privative 
Partikel, welche aus einem bedeutenden 

16 



衝 7 裏 tMB: mí; aerstören, aasrotten, ge- 



S 《-, if^ coreanisch W, die Erde, 
- ib Ttichtbare, wie das lateinische 
气 etM«fi Urbedeutung erst durch das 
:r,:》íTr 、- in sterilis, unfruchtbar, her 雷- 
:»uÉMiJwm: -rird; von der Wurzel te -jjjj^ stammt 
*^ Fff. der Acker, nämlich die frucht- 
' iHim g mie Erde, das mit dem magyarischen 
.tfyncatialeD ten-yész, vegetiren, identisch ist. 
."Sr. die kurze Wurzel ter-em. 

HL ^osse Ausdehnung" von Wasser. 
T]i. coreanisch ter, in Composition der, 
^suiächen, überfliessen. 

litbatiischen Ursprungs, Sylvestris, durch 
viie Slaven vermittelt, die es adoptirt haben, 
aime den primären Stamm metys, der Wald, 
selbst sich anzueignen. 

Hé, Hokkjen mek, thun, zu Ende bringen; 
es wurde gebraucht wie im Englischen do, 
Md、 mit einem zweiten Verb, dessen Inten- 
tion es zum Schlüsse bringt. Meg-tette, er 
hat es (gfe-than. 

Dies ist das Suffix des türkischen Defi- 
uitivs, der dadurch mehr die Nuance von 
fiusse als esse erhält. 

Mei, Numeral für discrete Quantitäten, 
ein Stück von einer Art, wie man egy szál, 
oiu Stilin m, braucht für Bäume, Schwerter. 

G ki, apocopirt. 

Me', die Artbenennung aller Steinfrüchte, 
(lor Zwetschkon insbesondere. Das Guna i 
ist im Mapfyarischen zu gy erstarkt. Die 
Ausi^Hn^iil^^e liegt in me» 美, süss, dessen 

pHnillelo kurze Wurzel mjili 蜜, der Honig, 
gleich dem mag-yarischen méh, die Bieoe, 
mill Mííc, Ilonig, ist. Cfr. mehiläinen, finnisch. 



一 243 ― 



Megy, men 

gehen 



Megye 

Comitat, 
Grenzstein 

Méh 

Biene 



Méh 

Gebär- 
mutter 



Mell 

Brust 



Mekeg 

meckern 

Méla 

trübsinnig 

Meleg 

Wärme 



Mely 

welcher, 
der 





面 



f 米 
剌 

曆 
列 




Me heisst eingehen, herumgehen. 
Min 敏, mit Schnelligkeit vorwärts schrei- 
ten. 

Cfr. mén, der Hengst, quasi Gänger. 

Siehe mesgye. 



Mjih-fung, d. h. Honigbereiter, ist der 
chinesische Name der Biene, während im 
Magyarischen bloss der erste Theil des 
Compositums stehen blieb, und der Unter- 
schied zwischen Honig unä Biene durch 
verschiedene Stammexponenten gekennzeich- 
net wurde, méh und méz. 

Me, in Composition me-lun 論, die 
Naturprincipien . 

Mei 膽 ist der Busen, der Schoos, im 
Magyarischen mej und mell, im Lapponischen 
mial-ga, Brust, dem ein verbales mjen 免 
entspricht, welches gebären bedeutet. 

Mien (n = l), als Partikel gegen. 

Lapponisch midlg und mjalgd, die Brust, 
melke und apocopirt melt, gegen (die Brust), 
wie das von mell abstammende mellé, mellette 
an der Seite, eigentlich an der Brust. 

Mo, (las Blöcken der Schafe, 

Kjé, in Hokkjen kek, schwatzen. 

Mé, das Gemüth in Verwirrung, 
La, ungesellig, unfreundlich. 

Mé, das Licht der Sonne, 
Ljé, in Hokkjen lek, brennen. 
Lég ist hier synonym, und kein Adver- 
bial-Suffix, denn mdeg ist ein Adjectiv. 

Mo, demonstratives und interrogatives Für- 
wort. Cfr. med 每, jeder, Pronom; 

Li, Art, Weise; auch Bildner, gleich Xoyo? 
und )、。 丫 ia, abstractiver Substantiva, zu ly 
apocopirt. Cfr. müy und milyen. 

16* 



Méí ist die Wurzel vom in^-Stamme, 
Epithet in Alter und Ehren vorgerückter 
Personen ; dem Stamme entspricht mjen 坡 
j (n = l), eine Art Krone, in alten Zeiten 
getragen vom Kaiser und den Vasallen- 
Fürsten. Ma mjgn le yay jjjj^ die 
Linnen-Erone war der Kopi^utz nach der 
Etiquette. Nach und nach galt mjen ftir eb 
• edles, frankes und würdevolles Betragen. 

Um die Allegorie darchzufuhren^ vermöge 
welcher Würde mit Krone zasammenhing; 
ist hervorzuheben, dass tö soviel heisst 
! als tragen, also Kronenträger, gleich ehr- 
würdig. 

M ist in Hokkjen in der Regel mit La- 
bialen vertauschbar, wei heisst majestä- 
tisch, würdig, einen hohen Posten mit feier- 
lichem Ernste und mit Ehre bekleidend. 

Me ist die Wurzel des m^Zt^-Stammes, 
j welche eine mächtige Aasdehnung von 
I Wasser bezeichnet. 

Min-min (n = l) 泥, ist tiefes, trübes Wasser. 

Mjen heisst in tiefem Wasser ver- 

sinken. 

Min heisst verloben. 

Ming 盟 (ng = ny)j Verlobung kraft Eid- 
legung. Diese EidleistuDg heisst auch díé 
nu'ng 矢 盟, wo she (magyarisch umgestellt 
in eS'kü), Eid, soviel heisst als das Blut aus 
den Adern des Annes bei dieser Ceremonie 
in eine Urne fliessen lassen ; kii ist Jyii 速 
gleich ming , die durch Heirat angestrebte 
Alliance, Verlobung. 

Mjen, mit Hast fortschreiten ; lapponisch 
man-etf gehen. 

Et ist die Partikel te 第, dativ. und ad- 
verb. Suffix, gleich ti, im Lapponischen. 

Kann wie ló, Pferd, Wurzel des lót, laufen, 
vom Stamme men, gehen, abgeleitet werden; 



― 245 一 



Menny 

Hímmel 

Mennyi 

wie viel 

Meny 

Schwieger- 
tochter 

Menyét 

Wiesel 

Mer 

1 wagen 

2 schöpfen 



Mered 

steil empor- 
ragen 

Ment 

ver- 
theidigen) 

ent- 
schuldigen, 
frei, los 

Mente 



Méreg 

Gift 




seiner Bestimmung aber ist als Wurzel 
me* jl^, Paarung und hieraus mjen ge- 
bären, Nachkommen erzeugen, näher. 

Mé, Sonnenlicht. 

Min, herbstlicher Himmel. 

Ming {ng zu ny), lapponisch muen-je, Licht. 

Mo, Pronominal - Interrogativ , baryphon. 
Nyi, Suffix der Quantität, wie gross? 

Mjon, Kinder zeugen. 

Cfr. méh. 

Das Volk dürfte es für ein Bräutchen 
nehmen^ ein Diminutiv von meny. 

Cfr. das folgende mered, emporragen, dessen 
moralischer Reflex das kühne Erheben des 
Muthes ist. 

Me 靡, giessen^ vergiessen. 

Mer als schöpfen ist mehr mit mjé Ijj^ 
coreanisch Tner, herausziehen, verwandt. 

Mih, coreanisch mir, steile Hügel, die eine 
Art Amphitheater bilden. 

Ed ist inactives ta 打. 

Mjen, befreien, zuvorkommen. 

Tjih, Participial- Suffix, apocopirt zu L 



MTntan, türkisch, eine kurze Jacke. Im 
Magyarischen hcisst es ein kurzer Huszárén- 
Pelz, der heute in der Armee dem längeren 
Attila gewichen. 

Mé, berauschend, narcotisch, und me 
blöde machend. 

Ljé, in Hokkjen lek (l " rj, eine offici- 
nelle Pflanze, die bösartige Infectionen ver- 
treibt. 



曆要明 麽碟娩 密免的 ^ 酉 + 迷莉 




一 246 ― 



Míh, coreanisch mir, ein Maass, ungefähr 
fünf Schuh lang. Shing mäi ]^ ^^, Mass- 

schnür, mérőzsineg, auch mih-fa 法, 
mérőfa. 

Cfr. ma 瑪, Mass und Gewicht. 
Cfr. lapponisch merä, monsura. 

Mo, Pronominal-Interrogativ. 

Li = ri, Vernunft, Ursache, im Magyari- 
schen umgestellt^ wie auch in ér-t, verstehen. 

Ti, Adverbial-Suffix, apocopirt, im Lappo- 
nischen noch vollständig, z. B. in sas-ti, 
celeriter. 

Mié und mei, ein Hügel, eine Art Altar 
von Erde erbaut. Es dürfte der Grenzsteb 
zum religiösen Cultus gehört haben. 

Die Entlehnung von den Slaven ist um 
so zweifelhafter, als die Analyse, nach ari- 
schen Elementen, keinen Aufschluss gewährt 

Yé ist ebenfalls ein Hügel, zu gye 

erhärtet. 

MÖ-mÖ, ferne, mit japanischem Stammex- 
ponenten möSf baryphon. 

Tsze ist ein altes, chinesisch-mongolisches 
Präfix, mit der Bedeutung von ― her. Isze 
mÖ 自 von Weitem^ von ferne her. 

Me, Räthsel. Cfr. mende, Sage. 
She, Geschichte. 

Cfr. (las lapponische mess-et, recitare, ser- 
monem r epe tere. 

Cfr. (las arabische mezsei JlJuo, eine Parabel. 

Me, auch tibetanisch, Sonnenlicht, Feuer. 
Sze, Stein, zu einer laugen Silbe crasirt. 

Mjé, Canton met, gänzlich abschneiden. 

El ist Ii 吏, inactives Hülfsverb. 

Hiemit ist verwandt der mit sze cra- 
sirte Stamm metsz, mit derselben Bedeutung. 

Cfr. das baryphone mo-sze 抹 歹 )|J, Canton 
möt'Sze, zu Tod stechen. 



― 247 ― 



Mé in méreg, Gift, als erklärt angenommen^ 
bleibt der Stamm tely zu erklären : Tjen 
(n =^ Ij auch te radical), bedeutet einen schäd- 
lichen Dampf, ein Miasma. 

Me-me, lustig, elegant, mit schönen Farben 
geschmückt. 

Ting (ng = ny), wachsen, gedeihen. 
Magyarisch teng, 

Mjé, mit japanischem Stammexponenten z, 
hüllen, bedecken. 

Mjlh, mit japanischem Stammexponenten z, 
Honig. 

Cfr. me* 美, süss. 

Me', ein fruchtbares Feld. 

Seu, im Compositum zeu = ző, Hügelland. 

Mező ist auch in die celtischen Sprachen 
übergegangen, a-mez, d müssen = im Felde. 

Ni bedeutet ich und wir, das als Suffix 
in der Regel sich zu m erweicht. Das ma- 
gyarische én, ich, ist nicht identisch mit dem 
finnischen und chinesischen ni ; dies sind 
selbständige Formen , die als solche im 
Chinesischen al^ én, jén 俺 und 7u 你 vor- 
kommen. Ni bezeichnet sowohl die spre- 
chende als die angesprochene Person, wess- 
halb es für die erste sowohl als für die 
zweite Person gebraucht wird. Siehe Med - 
hurst : ^Engl.-Chin. Dictionary^, Vol. I, p. 696. 

Mo, interrogatives Fürwort, baryphon. 

Dies kommt in verschied enen Verbin- 
dungen vor, als : 

Mig, bis 一 zum, gleich mo-ih 麽 ;^, 
in Hokkjen ik, bis zur Grenze, ein Termina- 
tiv- Suffix. 

Mo, Pronom. 

Til, Morgen-Zeit und Zeit überhaupt, im 
Magyarischen i-dö 已 暑, d. h. vergangene 
Zeit. Cfr. das mongolische Ude, Mittags-Zeit. 



一 248 ― 



Miért 

warum? 

Miként 



Mikép 

wie 

Mily, milyen 

wie 
geartet? 

Mímel 

nachahmen 

Minap 

neulich 
Mind und 

Minden 

jeder, Alle 



Mindég 

immer 

Mint 

gleich wie, als 

Mirigy 

Drüse 

Miután 

nachdem 



N ist gleich na 內 und nuy, ein apoco- 
pirtes Local-Suffix. 

Mo und me' 每, Pronom. 

Li, ri, Vernunft, Ursache. 

Te, für, Dativ-Partikel. 

Mo, Pronom. 

Kjén, gleich, ähnlich (dem englischen Wce 
und deutschen lieh entsprechend). 
Ti, Partikel zu t apocopirt. 

Mo, Pronominal-Interrogativ. 
Kje, in Hokkjen kjep, das Gesicht, im 
Magyarischen auch das Bild. 

Mo, Pronominal-Interrogativ. 
Li, Grundsatz, Vernunft, und Ijln J^, die 
Wange, das Gesicht^ analog dem mii 

Siehe majmol. 




Ii gehen, vorübergehen, hier vergangen. 
Näp, Sonne und Tag, von nje, in Hokkjen 
näp, Licht. 

Min, Volk, von méh und mjm, geboren. 

D = ti 底, Adjectiv-Suffix. 

Den entspricht erweicht dem tjen ^^, die 
Familie um eine Zahl vermehren, so tjen 
ting 添 丁, um ein Kind (einen Nagel, 
Kegel) die Familie vermehren. Cfr. dm im 
Celtischen Mensch. 

Mind als erklärt angenommen ; 
Eg ist gleich k,é ^^, Zeit. 
Cfr. ki-kelet, die Frühlings-Zeit. 

Mjen, Gesicht, Bild, Gleichniss. 
Ti, Adjectiv und Adverbial-Suffix. 

Mo, Pronom. 

TÚ, Weg, raagyarisch umgestellte Wurzel. 
An, Adverbial-Suffix . 



麽理 第麽^ 麽頰 麽理 00 民 面底 麽途安 



― 249 ― 



Mű, mivel 

Werk und 
wirken 



n 



Moccan 

sich 
rühren, 
bewegen, 
mucksen 



Mocsok 

Schmutz, 
Schmach 

Mocsár 

Sumpf 

Mócsing 

Flechse 

Mogy 

Beere 



妹 



沬 




Mu, die Finger der Hand; die primitiven 
Werkzeuge. Hieraus das verbale mu 暮, 
formen, bilden, zeichnen. 

Mo 、 磨 ist die Mühle, die erste Maschine. 

MÍV ist ein Vriddhi-Stamm, dem ein ba- 
ryphoner, analoger Stamm entspricht in 
mdv ^^, Modell, Manier, Bild, Gesicht. 

Das von mu stammende participiale mung 
^Hj^y dem ein vollständigeres magyarisches 
munka ^entspricht, heisst im Chinesischen 
ernten, einheimsen, arbeiten par excellence; 
also mit dem slavischen mvka, Pein, in 
keinem Rapport stehend. 

Mo, japanisch wioc, mechanische Gewerbe. 
Mo 磨, die Mühle. 

Ein analoger Process fand in den euro- 
päisch-arischen Sprachen statt, wo dem sla- 
vißchen mäch, momentum, das altitalienische 
macca, die Mühle, entspricht, aus dieser 
stammen die maccaroni, und brauchen die 
Bestätigung von Diez nicht, der ihre be- 
glückende Tugend von Hellas leitet ((xoxa- 
(n。;). • 參 

Cän 趙, vorwärtsschreiten, sich drängen. 

Cfr. mozog. 

MÖ, Speichel. 

Chö 淀, in Hokkjen chok, Hefe, Satz. 

Vom slavischen mo6ar, das aus dem Stamme 
動 Je, moHti entspringt. 

Mo, bewegen, mechanische Künste. 
Ching, bewirken, zum Erfolge bringen. 

Siehe megy. 

Die Idee des Süssen, me* bildete megy und 
mögy, das in mogyoró, die Haselnuss, noch 
eine weitere Formung erhielt, wo dem ersten 
Stamme noch die Wurzel Ih = rh 蔵 angefägt 
wurde, die Frucht bedeutet. 



— 250 — 



Mogorva 

düster 

Moh 

Moos 

Mohó 

hastig 



沬 



Mokány 

muthwillig" 



Mokog 

mucksen 

Molyh 

Pflanzen- 
wolle 

Moly 

Motte 



Mond 

sagen 



Mony 

Hode, Ei 
und Penis 




渴 




毛 




敏 



牡 



MÖ und tibetanisch mÖg, finster, düster; 
hier gemüthlicher Reflex. 
Vom slawischen moch. 

MÖ, eine Negation, die eine superlative 
Bedeutang dem folgenden Adjective verleiht. 

HÖ, eilig; gleichsam wie man im Franzö- 
I sischen sagen würde: il est od ne peut plus 
I rapide. 

MÖ, superlative Negation. 
Kán, halsstarrig, und noch mehr dem 
Stamme kang entsprechend, kang jfj^, ver- 
wegen, begeistert im Angreifen des Feindes. 

Siehe mekeg. 

Mav, in Hokkjen mö, Tuchflocke. 

H ist ein Rest von hwa 花 in hca-mat. 
Pflanzen wolle. 

Mo, reiben, mahlen, zerstören. 

MÖ, reiben, schaben, schneiden ; alles Verba, 
die die Zerstörung anzeigen. 

Ly, apocopirt, steht für lyu aus yu 魚 
(phonetisch) zu hju verstärkt, das eine Motte 
bedeutet. Cfr. wd-ffu, Büchermotte. 

Min, frei und frank sprechen und niing 名, 
benennen, von einer oxyphonen Wurzel 
yne fj 4 ^ ( gleich me' und mthj, auch wie-ne 

口 + 墨 > eine schlaue Rede. 
Cfr. mende, Sage. 

D ist apocopirtes ta 打, Hülfsverb. 

Mov ist ein Vriddhi-Stamm, anstatt des 
participialen Magyarischen ; er bedeutet das 
männliche Geschlecht bei Thieren, primär 
den Thürriegel und den Penis. 

In tüc-mony, Hühner-Ei, ist das Magyari- 
sche dem lapponischen mon-ne, ovum, gleich, 
nur ist die letzte Form, wie immer, voll- 
ständiger. 



一 251 一 



Cfr. mov'pin 牡 männlich und weib- 
lich {mony pina, Penis und Vulva). 

Cfr. möv 茂, blühende, üppige Vegetation. 

Mo, coreanisch már, Rauschen des Wassers. 

Aj ist umgestelltes yay 也, Verbal-Sub- 
stantiv als Nomen-Suffix. 

Cfr. morg, rauschen mit ke Frequen- 
tativ-Suffix. 

MÖ, coreanisch mor, dunkel, düster. 

D ist Rest von te 底, Pronominal- Suffix. 

Siehe mogorva. 

MÖ; coreanisch mÖr, die Ueberreste vom 
Reiben, Schaben, Schneiden. 

Zsa gleich chai/ 者, Pronominal- Suffix. 

Mo und mú, mit japanischem Stammex- 
ponenten s, waschen, baden. 
Cfr. müh 突, tauchen. 

Bei der Analyse von ma, heute fanden 
wir in der Composition molo, Sonnenfin- 
sterniss. Dieses mo als Sonne und Tag 
liegt dem mo-s-t zu Grunde mit der Be- 
deutung von heute ; das apocopirte s ist 
she 時, Zeit und Stunde, und ti ist Ad- 
verbial-Suffix, wie im Lapponischen, gleich 
dem erweichten d in majd. 

(Seegras in Ungarn?) 

MÖ und mu, suchen durch tasten, filhleii, 
angreifen. Im Cantonischen mÖt, mit inactivem 
zu z erweichten sze sufligirt. 

MÖ, mit japanischem Stamm exponenten 
mÖz, mit der Hand fühlen. 
Mo, mechanisches Gewerbe. 
Siehe moccan. 

Siehe mell. 

Vom deutschen Mauchert. 



Moraj 

Geräusch 



Mord 

düster 

Morzsa 

Krume, 
Broschen 

Mos 

waschen 



Moszat 

Seegras 

Motoz 
Mozog 

leise Be- 
wegung 
machen 

Mög 

neben 

Muhar 

Mauchert 




― 252 — 



Múlik 

vergehen 

Mulya 



Munka 

Arbeit 



Hurra 

Spreu 

Mutat 

zeigen 



殁 




ti 



末 



Mű 



Mű, vergehen, sterben. 
Li 史 apocopirt zu l. 

Min, tibetanisch ming, dumm, blöde (n = l), 
Yay 也, Verbal-Substantiv als Suffix. 
Mungonahu, kalmückisch, geißtesverwirrt 
werden. 

Mu, die Zeigefinger, mun die Hand 
anlegen. 

Mung j^, einheimseiiy Arbeit par ex- 
cellence. 

Mo, mű, coreanisch mör, mär, kleine üeber- 
reste von Dingen. 
Mu, der Zeigefinger. 

Ta 打, doppel-inactives Suffix, das Erste, 
um das Hauptwort deponential, das Zweite, 
um es transitiv zu machen. 

Siehe mivel. 



一 253 ― 



N. 



內 Ná und nuy, Local-Suffix. 

十 Ná im Japanischen sind überhaupt Vege- 
tabilien. 

Na 賢, chinesisch, ist ein Hain, Wald. 

Na ,+賢 mit kan (süss) als kanna, 
ist der Olivenbaum. 

Es erhellt hieraus, dass die Wurzel na 
parallel ist der oxyphonen Wurzel nö ^jr , 
die Weib und wachsen bedeutet. 

Das Röhricht mag im Magyarischen die 
Vegetation vorzugsweise repräsentiren. 

D ist ti 底, Pronominal-Suffix der Haupt- 
und Beiwörter zu d erweicht. 

Ist nadály, Blutegel, ein Rohrbewohner ? 
da wäre der gedehnte Accent von der ersten 
Sylbe auf die zweite d, dl verschoben. 

辆 Ná-ná, reduplicirt, ist die Wurzel des 
magyarischen Guna-Stammes. 

Wie im Germanischen die Idee des Grossen 
aus dem Verba to grow, wachsen, so kann 
das magyarische nagy von dem oben er- 
klärten na 十, Pflanzen und Hain, ab- 
stammen. 

Náj 及, zu 做 erhärtet, entspricht dem 
magyarischen nagy. 

Ná-li, bei ihm; na ist ein Fürwort, suffi- 
girt mit dem localen Ii das im Ma- 
gyarischen einen Detritus erlitt, im Chine- 
sischen sich durch die monographische 
Schrift erhielt, welche der Abschleifung und 
Crasirung der Composition steuerte. 



(on, en) 

auf 

Nád 

Rohr 



Nagy 

gross 




— 254 — 



Das Local-Suffix ist eigentlich aus K 里, 
Ort, Dorf, Stadt, zum Ii ^|, das heisst zu 
einem Qiiu-tszé 虚 字) leeren Worte (Par- 
tikel) geworden, das seines Accentes ver- 
lustig, sich dem Accente des Hauptwortes 
unterstellte. Dass es hiezu noch das Fürwort 
ná angenoinineD, führt auf die Vermuthung 
hoher Antiquität, wo die Sprache noch in 
ihren Stämmen zweisylbig gewesen , und 
einen trochäischen Gang besass. So ist das 
magyarische nak, hol, ndki, holi im Chine- 
sischen. 

Njá, in Hokkjen njep, Schein, Glanz, 
Leuchten. 

Das chinesische zhih 日 , Sonne, wird im 
Japanischen nits gelesen, mit pün ^Jj, zu- 
sammengesetzt^ das Quelle, Wurzel bedeutet, 
wird es zu nip-piln assimilirt; welches den 
Osten, und par excellence Japan bedeutet. 

Trotz der bestätigten Thatsache dieser 
normalen Permutation des zh in n, zogen 
wir es vor, das magyarische näp von eigener 
Wurzel zu deriviren, und bemerken noch, 
dass im Accadischen, d. h. Babylonisch-scy- 
tischen, nap, und mit dem Ehrenbeiwort 
a (alt, gross, gleich á und ó in China und 
im Magyarischen) a-nap, die Sonne, den 
Gott der Sonne und den Tag bedeutet. 

Bei der Analyse von nősííl, heiraten, die 
wir durch no Weib, und tso ^^, nehmen, 
gegeben, stand das Object vor dem Zeit- 
worte ; in nász steht das Object nach dem 
Verb, nämlich tse, Weib. 

Nä 女内 bedeutet nehmen und insbesondere 
ein Weib nehmen, heiraten, tse aber 
das Weib und zwar das legitime Weib, wel- 
ches zum nä, so zu sagen, ex superabun danti^ 
hio zugefügt wird. Dies tse könnte auch 齊 



― 255 ― 



Ne 

da! 
Interjection 

Ne 

nicht 
(prohibitiv) 

Ned 
(nedű, nedv) 

Saft 

Negéd 

Affectation, 
Caprice 

Négy 

vier 





V 




Néha 

manchmal 



Néki 

ihm, dem 



逆 



那 



那 

oder 



sein, welches die Ceremonie nä 
crasirt, bedeutet. 

Nä, nimm, baryphon. 



I, zu nász 



Me statt ne, negativ. 
Cfr. das folgende : 

Ne und Mo, fliessendes Wasser, und njS, 
Canton njet 澄, Flussschlamm. 

D kanji auch apocopirt sein, etwa gleich 
té, y^^, tröpfeln, abfliessen. 

Nje, in Hokkjen nek, hartnäckig, unge- 
horsam, engl, contumacious. 

Ed ist te 底, Pronominal-Suffix. 

Die Länge des Vocals deutet auf eine 
Composition, es muss né für sich ein selbst- 
ständiges Numeral sein, wie wir es im tibe- 
tanischen ni finden, das zwei heissL 

Im Dravidischen heisst vier nal, dessen l 
das chinesische id = zwei entspricht, 
das na gleich dem tibetanischen ni ange- 
nommen, erhalten wir 2X2 = 4. 

Das finnisch - lapponische ml-jä ist eine 
weitere Fortbildung, mit Ansatz von yay 也, 
Verbal-Substan tiv absol" das im Magyari- 
schen aus ly zu gy verschmolz. 

Na, pronomen demon strativura, baryphon. 

Ha ist gleich ho 何, Pronominal. 

Im Magyarischen heisst der selige Vater 
néhai, dessen né gleich dem chinesischen 
tié íí|^, den verstorbenen Vater bezeichnet, 
nachdem er in der Halle der Ahnen beige- 
setzt worden. 

Na, Pronominal-Demonstrativ, das im Chi- 
nesischen eben sowohl als im Magyarischen 
für Substrat des Casus Dativus dient, wäh- 
rend die Energie des Falles in kjih 及, das 
primitiv sich erstrecken gegen 一 , eine Be- 



― 256 ― 



Nemi 

irgend ein 



Néhány 

einige 



Némely 

irgend ein 



Nehéz 

schwer 



Néhol 

irgendwo 

Néhogy 

damit nicht 



Nem 

nicht, nein 



Ziehung haben, als Partikel gleich z 11, an be- 
deutet. Es kann im Chinesischen unmittelbar 
an den Stamm gefugt werden, im Magya- 
rischen wird es stets, wie nah, nek, mit dem 
pronom. na verbunden, gebraucht. 

Na-mO ist eine baryphone Composition 
von zwei Fürwörtern, die im Magyarischen 
auch némi-nemüy dessen zweites Element von 
nem, Art, Gattung, adjectivirt ist. 

Néha (siehe oben), wird noch das Quan- 
titativ-Suffix nyi, gleich so gross als, 
suffigirt. Es kommt auch weiter gebildet 
als néhányszor, einigemal vor, dessen szer, 
Uze-li 次 ^1 二 mal; siehe unter Sb. 

Na-mo-li sind die baryphonen Elemente 
des oxyphonen magyarischen Pronominals, 
dessen schon erklärter Stamm, némi, durch 
das abstracte Suffix Ii bis zur persön- 
lichen Bedeutung gesteigert wurde. 

Der lange Vocal in der zweiten Silbe ist 
ein Fingerzeig, hier möge die Energie des 
Wortes liegen. 

Hé 1^ heisst heben, nje ist synonym. 

Z ist concretes NomÍDal-Suffix sze -f- , apo- 
copirt. 

Na, pronom. Baryphon. 

Holl, cfr. hol, wo ? ist das mit Ii ^| apoco- 
pirte Local-Suffix. 

Ho, Pronom. 

Gy = Í 以, instrumental. Chinesisch ha-i, 
wie? 

Me, statt ne, Negativ- und Prohibitiv- 
Partikel, verbunden mit dem erklärten ho-j 
何 以, erstarkt im Auslaute zu hogy. 

Me, negativ, statt ne. 

Mo, Pronom. 
Cfr. sem. 



那麽 那 侑 嵴 那麽理 • 攝 那何裡 侑 靡靡麽 



― 257 ― 



Nem 

Geschlecht 



Néne 

die ältere 
Schwester 

Nép 

Volk 



Nesz 

Geräusch 

Nesze, 
netek, 
nesztek 

da hast du 
es, da habt 
ihr es 



Ne, lange Wurzel, identisch mit no ^^, 
Weib und wachsen, bedeutet das freiwillig 
vom vorjährigen Samen wachsende Korn. 
Hieraus stammt nj&n 禾 |5, japanisch nen, ma- 
gyarisch nem^ eine Art Getreide. 

Cfr. die kurze Wurzel nje in ma7ig 
nje 萌 ^^, die ersten oder jungen Sprossen. 

Von einer baryphonen Wurzel stammt ry'cm 仏 
honorifique a-njang 亞 银, die Mutter, an'qa, 

und naj-naj "Vm j^, die ältere Schwester, 
magyarisch ne.-ne. 

Vermittelst des inactiven sze wird der 
Stamm verbal, nemz, zeugen, nemz-et, die 
Nation, wie auch né-p, das Volk. 

Né-né, reduplicirt, die Frucht Tragende, 
Fruchtbare, generatio spontanea. 

Im Chinesischen wird auch naj-naj "tím "tím^ 
die mit Milch Nährende hiefiir gebraucht. 

Ne, freiwillige Generation. 

Cfr. nő 女, Genius des Wachsthums, auch 
die Göttin des Thaies, im Lao-tsze genannt. 
Diese Tugend ist in wei-no statt Wäinämöineii; 
in ; Kaiewala' apotheosirt, wo wei 威, Ehren- 
Titel der Götter und Könige, gleich a-o, bildet. 

P, in dem langen Stamme, wird ein apo- 
copirtes Synonym sein, gleich pi J^, sich 
paaren, vermehren. 

Cfr. ne 足, ansässig, angesiedelt, erweitert 
die Idee des Volkes. 

Njé, mit japanischem Stammexponenten 
nhz, das Maul plaudernd, murmelnd. Neszel, 
anif Geräusch horchen. 

Cfr. na, übergeben, übertragen und als 

Partikel da, mit persönlichen Suffixen der 

zweiten Person behaftet : sze, d u, steht hier 

vollständig", während es in der Conjugation 

apocopirt erscheint, ir-sz, du schreibst ; ba- 

ryphoDisch assouii't kommt es vor in ad-8za, 

17 



Ä ÄÄ Ä 耳 Ä 那 

卜 f + f PI RR 

禾 ír 禾 禾 



一 258 一 



gieb! das auch im Mongolischen in der- 
selben Form gebräuchlich ist. Dieses sz ist 
im Chinesischen eine ohrenvolle Anrede, die 
in Gesprächen von Confucius mit seinen 
Schülern, als Uze 子 vorkommt, mit der 
Bedeutung, o Weiser! 

Siehe ne, negativ und prohibitiv und to- 
vább, weiter. 

Siehe ne, negativ und prohibitiv und talán, 
vielleicht. 



Né, rufen; aD rufen, nenDen. 

Der magyarische Stamm als lang mass 
eine Zusam m (3D setzuD g sein, entweder mit 
dem einfachen inactiven wa, we' "J^. das 
Vriílílhi bildet, oder mit einem synonymen 
Elemente, wie wd 謂, rufen, nennen. 

Im niiveSy berühmt, haben wir einen Finger- 
zeig zur Erklärung des Processes, demnach 
die langen Wurzeln noch heute zu kurzen 
werden, ausser dem in der Einleitung be- 
zeichneten Vorgange , wo lange Wurzeln, 
durch Anfügung von (pa-ki-ta) mit Tenues 
anlautenden Stamm Suffixen, den Verlust der 
Quantität, durch die specifisch schwereren 
Tenues compensiren und den langen Vocal 
kürzen. 

NjÖ, lachen, eine baryphone Wurzel, die 
im Magyarischen als Vriddhi-Stamm nev mit 
ÍDactivem ta, fe 打 verbunden ist. 

Né, sehen, mit inactive m sze zu n& 
crasirt. 

Njé 桌 ist eine kurze Wurzel, die zielen 
und 'das Ziel bedeutet. 
Ne, ni, sehen ! 

Ni; negativ, siehe oben, reduplicirt? 
Chi 之, apocopirt zu C8, l)articipal - Suffix. 



― 259 一 



Ny, 



Nyafog 

quäcken, 
unverständ- 
lich spre- 
chen 

Nyaggat 

martern 

Nyáj 

Heerde 



Nyájas 

höflich 




t+ 余 



77TÍ 
耐 



Ná, ín Hokkjen näp-näf, ein sinnloses 
Geschwätz und nä 讓, Stammeln der Kinder, 
schlechte Aussprache. 

Og ist das assonirte frequentative ki 

Ná, in Hokkjen nak, schwer auf jemanden 
pressen und na 攀, ergreifen und verfolgen. 

Gat ist doppel-inactives ki ta 起 打. 

Ná, zusammentreiben , versammeln. Das 
Magyarische ist als langer Stamm entweder 
ein GuDa; oder ein Compositum mit i 拂, 
Thiere, i 驚, Pferde, oder i 泄, eine Menge. 

Naj, ertragen, schonen. 

As ist she 士, assonirt, concret. Nominal- 
Bildner. 



Nos 

nun 

Nosza 

wohlan ! 
NŐ 

Weib, 
wachsen 



Nünüke 

Maikäfer 



NO, treiben. 

Die inactiven gat und dit beweisen, dass die 
Wurzel no ist, jenes ist ki ta 打 assonirt, 

frequentativ-inactiv, dieses ti-ta ij^ 打. 
No, pronom. demonstrativ. 
Shi, Zeit, apocopirt. 

Cfr. nesze. 

Neu (nő), das Weib. 

Wir haben gesehen, dass ne 未 + 足 die 
Frucht, das wild, d. h. spontan wachsende 
Korn bedeutete. Dies wird in Corea nő 
ausgesprochen. 

Im Volke ist auch die Form no-l, wachsen, 
gleichsam ein Deponens von nő ^^, mit 
dem Verbal-Suffix Ii 史 gebräuchlich. 

Cfr. nyű, Wurm, das vom chinesischen 
ju mit liquiden Coefficienton verstärkt worden. 
Cfr. wa-yu 娃 魚, Bücherwurm. 
Ke, Diminutiv, cfr. kis. 



D 

Ca H b 

,n— t 



— 260 — 



Cfr. lapponisch njakko, clinus, inclimis; 
von der Idee des Beugens ist das magya- 
rische nyak, dessen primäre Wurzel yä 力 j^, 
in Hokkjen yäk, beugen und ya das 
Genick, zu nyäk verstärkt wurde. 

Siehe nyál. 



Njé und jé heisst beissen, kauen, ver- 
schlingen. 

Cfr. lapponisch njall, Taberna. Das zweite 
l ist das locale Ii 里, apocopirt, was im 
Lapponischen selten geschieht. Njal-et, lin- 
gere et deglutire. Njal-me, os, der Mund, 
der Verschlingende. 

L ist Ii 吏, inactives Suffix. 

Njan und njen (n = l), jede klebende 
schleimige Substanz. 

Njan und njen, packen, festhalten. 
Ab ist pa ; JJJ, Synonym. 

En, jen, njen (n^-l), den Kopf hoch tragen, 
ein würdevolles Betragen, Achtung gebietend. 

Ka ist kja ^^, Haus und Hausherr, Herr, 
Mann überhaupt, ehrenvoll. 

Cfr. nyal, nyel. 

Hjá-li bedeutet im Chinesischen den Beginn 
des Sommers. Die aspirate Vocal- Wurzel 
ja wurde im Magyarischen mit einem liquiden 
Coefficienten zu nya consolidirt. 

Im Chinesischen wird hjd entweder mit 
Ii 立 {fill, beáll, stehen, einstehen), oder mit 

cid 至, stehen bleiben, verbunden ; das erste 
Compositum nyá-r, bedeutet das Eintreffen, 
das zweite die Culmination (solstitiiun) des 
Sommers. 

Jav-gav {av - ar mongolisch) heisst wan- 
dern, herumstreichen (zu Pferde?). Jav ward 
im Magyarischen mit einem stärkeren Co- 



― 261 ― 



Nyárlik 

schleimig 
werden 



Nyárs 

Spiess 

Nyavalya 

Krankheit 



Nyávog 

miauen 



Nyefeg 

keifen 



Nyel 

schlingen, 
schlucken 



Nyel, nyél 

Hand stiel 




猫 



ft+ 內 

und 
Í+ 兒 



efficienten zu nyár; gav blieb mit dem in der 
Paloczer Mundart gewöhnlichen Lautwechsel 
des al in av. 

Bringen wir dieses Wort mit nyár, Sommer, 
\ in Rapport, so könnten wir aus der Sommer- 
saftsteigung auf ihre Verwand tschaft rück- 
schliessen. 

Cfr. nyivj nyirk. 

Yä, coreanisch jär, stechen ; im Magyari- 
schen mit w-Coefficienten verstärkt, wie nyár 
und nyargal. 

Gewöhnlich vom Slavischen abgeleitet, 
dessen ne-wolja jedoch nur als Nebenidee 
das Leiden bezeichnet, das als Folge der 
Unfreiheit, der Sclaverei eintritt. 

Nav 嫁, Stamm, bezeichnet Krankheit 
und wird im Magyarischen noch vollständig 
als nava, Vriddhi - Stamm, erhalten sein. 
Ya ;^, zu lya verstärkt, bedeutet eben- 
falls eine schwere Krankheit. 

Njáv, miauen und Katze. 
Og ist Ja frequentativ, assouirt. 
Cfr. das lapponische njao-kos-et, de felibus 
dicitur. 

Im Chinesischen njao und mjao. 

Cfr. nyafog. 

Hieher gehören auch die Stammbildungen 
nyegget, nyeg-le, von der kurzen Wurzel 
njé in Hokkjen njek, meckern, raunzen 
machen. 

Njé, schlingen, von der vocalischen Wurzel 
yé und yen |^, schlucken, wie yin ^j^, von 
der kurzen Wurzel yih i^, schlucken. (N 
Stammexponent entspricht dem l im Ma- 
gyarischen.) 

Ná, baryphon, mit der Hand ergreifen. 
Njé, erfassen^ woher njen 枯, erfassen, 
handhaben. (N -= 1.) 



― 262 一 



Nyelv 

Zunge 



Nyer 

gewinnen, 
erwerben 



、 



Nyereg 



Sattel 






几 


Nyerít 




wiehern 




Nyers 


蘖 



rauh, grob 




Nyes 

schneiden 



Nyest und 
nyüszt 

Marder 



Nyi 

Nylfog, 
nyihog, 
nyiszog 






呢 



Yen, schlucken, doch auch t/m "^, sprechen, 
also Organ der Nahrung and des Redens. 

Yen wurde zu njen verstärkt. (N = l.) 

V, aus participialem ö, U zum verwandten 
Consonanten consolidirt. 

YŐ und njé, coreanisch njér, Geschäft, 
Beschäftigung, Erwerb, das, was man durch 
Arbeit erwirbt. 

YP und ist ein interessantes Beispiel 
der Coefficienten-Consolidirung, die uns den 
Weg auch für andere Fälle andeutet. 

Ye, coreanisch yér, etwas zum Sattel ge- 
hörendes, der Sattel selbst? Im Magyarischen 
das y zu ny consolidirt. 

Eg gleich k^, Sitz, Bank. 

Nyé, coreanisch nyer, schwatzen, murmeln. 
Cfr. lapponisch ner-eh-et, hinnire. 

Nyé, coreanisch nyer, grüne Sprossen von 
der Wurzel auslaufend, denen Kinder der 
Koncubinen verglichen werden. 

She 是, Verbal - Substantiv ens, apocopirt. 

Lapponisch nuores crudus, ist eine bary- 
phone, vollständig' erhaltene Form. 

Nyé, japanisch nyeSj scheeren, abzwicken. 
Lapponisch nesket , ab rädere , mit dem 
doppel -frequentativ- inactiven Suffixe ke-ta 

起 打. 

Né, ein rehartiges Thier (?) das Zeichen 
der Klauen ist dem Marder näher. 

Cfr. lapponisch nete, martes. 

Te lapponisch, t magyarisch ist te 底, 
Pronominal- Suffix. 

Cfr. now 需十 ;^, eine Art Ratte oder Hase. 

Nyi, so gross als 一 ; ujj-nyi , fingergross. 

Ni lioisst jemanden anreden, wesswegen 
ni auch = Du, d. Ii. die angeredete Person 
ist. So ist m, ich = én, yen ^J^, aus der 



― 263 — 



Nyíl 

Bogenpfeil, 
Donnerkeil 



Nyír 

scheeren 

Nyirk und 
nyírok 

Lymphe, 
Baumsaft 

Nyísz 

schneid en 

Nyolc 

acht 



Nyom 

Fussstapfe 
Spur und 
drücken 



Idee des ym 晉, sprechen und ansprechen, 
so dass m, ich, der Sprechende, bedeutet. 

YÍ ist die vocalische Wurzel des zu nyi-l 
verstärkten Stammes ; dessen baryphones 
Analógon wir im lapponischen njuol ünden, 
das aus der Wurzel nü stammt, welches 
die Steinspitze des Pfeiles bedeutet, und 
durch das Zeichen der Steine sík 石, 
(szik'la, Felsen) auf die Steinperiode zurück- 
weist. 

Das accadische ri 簡, Pfeil (n = l), ist von 
711Í 努, Armbrust, gebildet. 

NyTh, coreanisch nyir, ein gewisser Baum. 

(^Nyih 溺, ins Wasser tauchen, sinken.) 

Es mag zwischen nyir, Birke, und mjir-k, 
Baumsaft, derselbe Unterschied sein, wie 
zwischen nyár, Sommer, und nyár-lik, es 
steigt der Saft, ergiesst sich. Desswegen 
haben wir auch nyír-fa, Birke, und nyárfa, 
Pappel, von der Exuberanz ihres Saftes. 

Nyé, coreanisch nifer (siehe n^ßes), Scheere^ 
Zwicker, Zange. 

NyTh, coreaüisch nyír, unter Wasser sinken. 

K ist M 其, apocopirt, Demonstrativ- 
Pronom. 

Siehe Nyes. 

Cfr. das tibetanische ni gleich zwei; das 
chinesische 16 und hjo vermindern, gleich- 
sam minus, und tsje jw^ gleich zehn. Die 
complexe Gruppe gäbe also den Philologen 
Recht, die 8 = 10 ― 2 erklären. 

NyÖ, kurze Wurzel, bedeutet das Volk 
bedrücken (mit Füssen treten?), das auch 
durch njé ausgedrückt wird. 

Nyu 扭 sind Fusstapfeu. 

M ist das pronominale mo 麽, Hauptwort- 
bildner. 




— 264 — 



YÖ und nyÖ, grausam; tyrannisch behandeln; 
das Elend, also die Conseqiienz einer tyran- 
nischen Regierung. Nyom, Druck. 

Or - ul 兒, Nominal-Suffix. 

NÓ und GnÓ, zur Ruhe gehen. 

SD 宿, Nachtlager. 

Li 里, Ort. 

Yay 也, Verb-Substantiv, Nominal-Bildner. 
Njé, schwatzen, murmeln. 
Siehe nijefeg, nyafog. 
Núh, stammeln. 

Die vocalische Wurzel ist yu 3j^, seufzen 
und yüh p 敢, eine Ausrufung des Schreckens 
und der Besorgniss. 

Yu, der Schlaf, ist die lange Wurzel, zu 
nyu erhärtet. 

Yu, schlafen. 

Das Substantiv Ruhe wird durch tun 論, 
im Magyarischen lom, Suffix der ab Straeten 
Nomina gebildet: Nyugalom. _ 

Yu-n, dehnen, woher njun- und mm-Stämme. 

Nu 努 ist eine ernste Anstrengung der 
Kraft, woher nü 努, die Armbrust, stammen 
mag. 

Der magyarische Bogen, íj und iv, stammt 
ebenfalls aus einer Wurzel i 度 + ^^, welche 
dehnen, spannen bedeutet. 

Njll, die Fusstapfen von Füchsen und 
anderen Thieren ; springen, hüpfen. 

Nu, zart, einschmeichelnd, und hievon nun 
(n -- l)j fein, sanft, jung. 

Cfr. das lapponische nyul-tet, salire, hüpfen. 
Da wäre mjul gleich dem cel tischen lampe, 
der Hüpfende = der Hase, welches in die 
deutsche Thierfabel überging: Hase , der 
Lampe. 

Cfr. das tibetanische neu-li, ein Kaninchen, 
und das chinesische now-li, 需 + ^^^ Jjj-f 
dasselbe. 




― 265 ― 



NvúI 

Hj Ml 




die Hand 


nach etwas 




aus- 




strecken, 




, , 
berühren 




NvÚ7 

ny MA 


w 


abdecken, 


und 


abwetzen 


í+ 委 


und nyű 


Nyű 


魚 


Made 



Njú, näher kommen, sich nähern (im Ma- 
gyarischen, mit dor Hand). 

Nyúl ist ein subjectives Zeitwort mit dem 
verbalen U 吏, dem das objective nyújt 
entspricht, mit den causalen Suffixen i-ta 

以 t- 

No, abreiben, mit inactivom sze zu z 
erweicht. 

Cfr. das lapponischo ntjuor-et, pellom de- 
trahere, schinden. 、 

YÚ, zu nyü verstärkt, ist sonst der Fisch, 
phonetisch bezeichnet es auch den Wurm, 
so wortjü 娃 魚, Bücherwurm. Hiovon nyüves, 
madig; und nyüzsögj wimmeln. 



一 266 ― 



R. 



Die chinesische Sprache hat keinen r-Laut, diesem ent- 
spricht jedoch das harte polnische l, dessen Aussprache die 
Lexicographer! durch chÖ 口 í jj^ (im Magyarischen csuk-lik, 
schluchzen) ausdrücken, da in der That, um diesen Laut hervor- 
zubringen chuen she hu 轉 舌 呼, d. h. ein Umkehren der Zunge 
(nach dem Gaumen zu) nothwendig' ist, um lo oder tu 嗜 
auszusprechen y welches die Mandschu und Buddhisten^ wie 
auch die Japanesen mit ro und ru wiedergeben. Hienach ist 
es ersichtlich , dass i = r ist und für die Etymologie der 
magyarischen also anlautenden Worte es füglich als dessen 
Aequivalent gelten kann. 



Rá 

auf 



Ru, tibetanisch, Local-Suffix, dem im Chi- 
nesischen U ^1 als Local-Suffix entspricht, 

das von Ii 里, Ort, Dorf, Meile hiezu ver- 
wendet wurde. 

Ra findet sich als Suffix auch in den cel- 
tischcn Sprachen, mit der, nur den turani- 
schen Sprachen innowohnenden Eigenschaft, 
persönliche Suffixe, wio das magyarische rd-ra, 
rd-d, rá, rá-nk, rá- tok, rá-jok, auf mir, auf 
dir etc. anzunehmen. Cfr. O'Donovan, irische 
Grammatik. 

Es kommt im Chinesischen auch als lo 兹 
vor, z. B. in sJiih-lö 賈 落, Ernst und als 

lu 盧 z. B. in tang lu 當 墟, ein Ort zum 
Weinverkaufe. Dies entspricht dem tibetani- 
schen ru, welches primitiv wie ri) auch Ort, 
Gegend bedeutete, dann zum Local -Suffixe 
wurde, ungefähr wie das alt- englische inn, 
das Kirche und Kneipe bezeichnete, später 
zur Partikel in herabsank. Cfr. Lagamon 
14263 und Ormulum 12739. 



― 267 ― 



Vom Slavischen entlehnt, wie auch rabol, 
rauben. 

Li, ein Gitterwerk, woher das participiale 
ling 木 +赛, Gitter. 

Chav j^, Synonym, dessen Wurzel im 
magyarischen es steckt. 

La, böse, un gesellig", unmenschlich. 
TÓV 圍, zanken, streiten, kriegen. In Com- 
position zu dó erweicht. 

Im Tibetanischen und im Celtischen heisst 
die Hand (cfr. das alt-latein. prae-hand-ere) 
lag = -- rag, im Chinesischen heisst das verbale 
lä "jjfif , in Hokkjen l&k, greifen, die Hand 
fassen, auch schütteln, wie im englischen 
shake hands. 

Das Kleben hängt mit lä Wachs und 
Harz eines Baumes zusammen, woher lorcha, 
im Tibetanischen das Siegelwachs. 

Läov (av = dg), im Coreanischen werden 
die giftigen Arzeneien (die caustischeu) also 
benannt. 

Hieraus stammt figürlich rágalom, die Ver- 
leumdung, mit lun 論, dem Bildner abstracter 
Nomina verbunden. 

Lüh, junge Bambus-Sprossen, ist die Wur- 
zel von rügy, das gleich luy ^^, ein Guna- 
Stamm ist, und Oeffnen der Knospen und 
Blumen bedeutet. Dem lüh entspricht riih, 
die Krätze, welche wie ragya, die Blattern, 
nach der chinesischen Analogie, von knos- 
pen, blühen abgeleitet worden. Die Blattern 
heissen im Chinesischen tjen hwa 天 花, 
Himmelsblüthe. 

Läj ist ein bösartiges Geschwür ; sang 

laj 生 瘤, (lie Krätze. 

La bedeutet die Zeit um die Winter- 
Sonnenwende, es mag mit dem lapponischen 
raten, Gott, der Sonnen-Gott, d. h. der glän- 



—— 268 ― 



Rak 



Raló 

SpÍeKH^JCK(;llo 

Rándít 

; ill hícJi 
rt'.íHHcu und 

Rángat 

hin- und 
h(;rr(5ÍHH<5n 



t+ 賴 



m 
赛 



Ravasz 

hcJiIhu 

Ravatal 

hölzíürií'H 

i il'lí\)lUll\ 



了 



zende fjen (is-ten) aus der Wurzel te 昏, 
die Sonne, sein, wo das ra auf das ägypti- 
sche o ra erinnert, Epithet der Götter und 
Könige und mit dem magyarischen ragyog, 
glänzen, vom Guna-Stamme laj zu ragy con- 
sol iclirt; zusammenhängen mag. 

Og ist ke 起, Frequentativ-Suffix, assonirt. 

Cfr. tó 格, heísst brennen, in Hokkjen 
lop, magyarisch lob, ägyptisch \oiiui; ardere. 
Lüh 昧, in Hokkjen IvJc, 

Lá, in Hokkjen läk, die Waaren ordnen 
und sondern, sie nach Art und Gattung zu- 
sammenlegen. Siehe oben unter rag die Fuoc- 
tioueu der Hand. 

Cfr. japanisch Ije 列 und Hokkjen rak, 
logen. 

La uud Iá, ergreifen, ontreissen. 
LÖ, herumstreichen. 

Siehe ráz, schütteln. 

Lan, (3r[)re8öün, von der Wurzel lä 拉, 
(lie räijad, roisscn entspricht; Idn be- 
(lout(it Hinj^riff thun und lau \r alles an 
Hich roissen, anmassen. 

Rán-t ist rdn-ta 赛 打, mit dem inactiven 
Siiffixo ta crasirt. 

Ráng, Participial-Stamm, entspricht lang 敏, 
(Ihm Zucken und Zerren eines Insektes be- 
(lííutíit. AiiH der Idee des an sich Rcissens 
wird wohl Idnij J^, der Wolf und arszldn, 
ílííi* Li) wo, Htammen. 

Ljav, kluji^, listig- weise. 

Asz ÍHt coiicret. Suffix 8ze — f-*. 

Ljáv, "in Opfennahl dem Himmel dar- 

\rv])viiv]\{ y auch yaw ljáv jjs r ,奈. 

eine Korbart, die Opfertheile 
ííntliahíMicI ; gleichen Sinnes mag' sein tci -- 
,〃〃 Li H"l55tdler im Tempel, um die 

NuiiHíütalnln dor VerBtorbenen darein zu legen. 



― 269 ― 



Raz 


拉 


schütteln 




Rebeg 




(robog) 




und repül 




fliegen 




Rebeg 


stamm ein 




Rece 


羅 


、T 

Netz 


Réce 


翏島 


Lnte 


孑 


Redő 




Falte, 




Kunze! 




Redv 




morsch 





Reg 

Morgen 



Rege 

Sage 



烈 



喇 

und 
喊 



Die mytholoia^ischen Bezüge als die ältesten 
sind auch die interessantesten . 

La, heisst bei der Iland schütteln, um Be- 
kanntschaft zu schliessen oder zu bekräftigen. 

Z ist sze inactives Suffix. 

La, in Ilokkjen läp, fliegen. 

Eg ist ke ^g, freqiientatives Suffix. 



Lä-Iä, in Ilokkjen lap = rap, schnattern, 
schwatzen. 

LÖ, oin Netz, baryphon. Wurzel. 

Cfr. Z/e^H^, wilde Thiere jagen, mit Netzen ? 

Tze ^ y concret. Suffix. 
Ljü-tsze, eine Ente. 

Cfr. das baryphone ruca und le :, ré 狭, 
die Stimme eines Storches, eines Kranichs, 
darnach wäre réce die Schnatternde. 

Cfr. rebeg, recseg, rekeg. 

Le, eine Runzel. 

Tje, falten ; auch baryphonisch td 皮 4 達, 
Synonym. 

Lá, baryphone Wurzel, verfault. CaDton 
lät, rät» 

V ist ein Rest von wd 歹 + 委, Synonym, 
redves, faul. Cfr. röt-had. 

Ljé, in HokkjeD lek = rek, glühend, bren- 
nend, vom Lichte, wie Morgen, murky , von 
Dämmerung. 

Mit dem Morgen, der Frühe hängt rég, 
frühe, lange her, zusammen ; es wird aber 
als langer Stamm aus Ii g, hell; klar, glän- 
zend und ki 者, alte Zeit, abstammen und 
ist natürlich ein Compositum. 

Cfr. Id ming 敏 明, Morgenstern. 

Le und Ijé, Stimme, Laut. 
Cfr. rebeg und rekeg. 



― 270 一 



Rejt 

vorstijckeu 

Reked 

stockcD, 
heiser 

(Rekeszt) 

trausit. 
sperren, 
hemmen 

Rekenyő 

Kauken 

Rekkenő 

schwül 

Rém 

Schreck, 
Spuck 

Remeg 

zittern 



Remény 

Hoírriung 



Rend 



r 



Rendít 



籬 



籬 



列 





令 



Siehe die Wurzel re in rodo, Falte, welche 
mit dem doppelinactiven Suffixe i-ta 以打 
soviel, als in Falten einwickeln, gäbe. 



Le, einzäunen mit Bambusstauden. 



Siehe rengő, Weinranke. 

Ljé, in Hokkjen lek, brennend, flammend. 
Kin ist ein Stamm von leih ji^j brennen. 
Lin (rin ), ältere Form rim, Furcht, von 
,操, schaudern. 



if 



Lin (rin) , zittern vor Kälte. 

Eg ist frequentative^ ke 

Die Wurzel ist Ip '操, schaudern, zittern. 

Cfr. lapponisch raimes, horridus. 

Siehe rezg, reszket und reng. 

Im Tibetanischen heisst die Hoffnung 
ré'va, das wohl im Magyarischen existiren 
musste, da es noch in dem Familiennamen 
lUvay erhalten ist. 

Dem rrmifj entspricht min j^, die Wünsche 
des Herzens noch unerfüllt. 

Im Chinesischen heisst die Hoffnung auch 
ki'Wdng 期 望, das mit dem magyarischen 
Id-vdn, wünschen, übereinstimmt. 

Ling, ordnen und verordnen, d ess wegen 
auch Gesetz. Unnöthig ist es vom slavischen 
riid abzuleiten. 

Es mag ein Participial-Stamm sein von 
einer kurzen Wurzel, wie Ije 歹 eine Ar- 
mee in Ordnung aufstellen, überhaupt ordnen. 

Siehe remeg und retteg. 



Til 



― 271 一 



Rendül 

erbeben 

Reng 

läuten 

Reng 

beben 

Renyhe 
und rest 

faul 



Repíi 靈 

fliegen 



Reped 
und repeszt 

zerreissen 
neutr.u.act. 

Rész 

TheU 



Rét 

Wiese, 
stratum. 



錄 



懒 






Siehe remeg. 

Ling, eine kleine Glocke, an Fahnen ge- 
hängt; ling-Ung, Geklingel. 
Ling 镇, eine Lerche. 

Siehe remeg. 

Län, baryphon, faul, müssig. 

He ist die Wurzel von hjen 閑, magya- 
risch ältere Form Jienye, 

Rest stammt von einer kurzen Wurzel 
ab, wie Ith 足 + 率, nicht von der Stelle 
kommen. 

La, iu Hokkjen lap, fliegen, baryphon. 
Ül ist Verbal-SufBx ul 
Cfr. lé ^^, laDge Wurzel, die ebenfalls 
fliegen bedeutet. 

LjŐ, in Hokkjen lep = rep, zerreissen, spal- 
ten, öffnen. 

Cfr. lapponisch rdpeset, rimari, aperiri, 
rápo, apertus. 

Le, theilen, entzweischneiden ; Ij'e 列, zer- 
reissen, theilen. 

RÍ8, im Tibetanischen Gegend, wie im 
Magyarischen világrész, Weltgegend. 

T'on-rls, Himmelsgegend, Paradies. 

Sz ist gleich 8ze 事, Ding. 

Le = re, Gras und Heu. 

T ist gleich te 地, Land. 

Dass dies das zweite Element ist, beweist 
auch ein anderer Name der Wiese, tsav-te 
草 地, Gras-Land. 

Als Stratum kann es von Ije 列 stammen, 
das theilen, iu gewisser Ordnung (Schichten) 
einrichten bedeutet. Von der Idee der Schich- 
tung wird die nationale Speise rétes , die 
Strudel benannt, die im Türkischen die Buch- 
(Blätter-)Speise heisst. 



― 272 ― 



Retteg 

sich 
furchten 

Rév 

Hafen 

Rev 

Fäule 

Réz 

Kupfer 



Rézg 

zittern 

Rí 

weinen 



獵 



m 



防 



慄 
喙 



Rideg 

ödo, ein- í 
mm J Starr 

Rigó 

Drossel 

Rigy 

Ast^Knoapo 

Rih, rüh 

Krätzo 




茶 



Ljé, Cant. IH = ret, jemanden erschrecken. 
Eg ist das frequentative Suffix ki 起. 
Aus dieser Wurzel stammt rém, rémes, 
reng, rezg. 

Lé, ein Boot, woher ling 舞 +^^, ein Schi£ 
We' apocopirt zu v, Schutz, Obdach. 

für red-V, welches siehe. Cfr. rot-had. 

Llh, Mineral -Venen im Erdreich, le 理 
(re = ér), die Ader. 

Z ist ein Rest von M roth, das auch 
in km-tsi ^jj^, rothes Erz, gleich Kupfer 
gebraucht wird. Ex superabundant! sagen die 
Magyaren auch: vörös réz, rothes Kupfer. 

Lji, mit japanischem Stamm-Exponenten 
7nz, zittern. 

Li = ri, Schrei, Laut. 

Im Magyarischen kommt es auch als zwei- 
tes Element in si-r vor, gleich si- Ii 樣 
in einen langen Stamm crasirt; ein schlagen- 
der Beweis der langen Stammbildung durch 
Composition zweier langen Wurzeln. Das ma- 
gyarische Beispiel ist eben durchschlagend, 
da es als sí- rí und zusammengezogen auch 
als sír vorkommt. 

Lje, Canton let, rét, starr. 
Eg, pronorn. Suffix khe 
Cfr. // 卄 +|^, solid. "、 
Li, Vog^lstimine, Gesang. 
GÓ, singen iind recitiren, was auf die Dros- 
sel insbesondere passt. 

Siehe rügy. 

Lüh, junge Knospen; metaphorisch alle 
llautexanthenie, die sogar im Griechischen 
uuch der Blütke benannt sind. 



― 273 一 



Riha 

Buhldirne 



Ring 

wiegen 

Ripó, rípők 

Bauern- 
lümmel 

Riad 

aufschreien 

Ringyó 

Lustdirne 



RÓ 

kerben 



Robaj 

Getöse 

Rogy 

stürzen 



销 



Röh 

Fäule 

Roham 
und rohan 








Siehe léha, tajha. 

Hiemit hängt der Stamm rima zusammen, 
dem Un, älter lim gleich rim 建 entspricht, 
mit der Bedeutung der Begierde. 

Ling = ring, schwingen. 

Li, rl, Pflug und pflügen ; Ii 頓, roh. 
PÖ, bäurisch und pvh 僕, der Knecht. 
Cfr. pvh 朴, Erdscholle. 
Cfr. rí, schreien, wovon auch ri-hog, H-kat, 
rik-kant abstammen, wie riv-alg, rimánkodik. 

Cfr. rima, welches dem rin und chinesi- 
schen Un 建 entspricht, während gyo = yö 
und lö 藥, wie auch yü 愁, Lust und Wol- 
lust bedeuten. 

Lo (ro), schneiden, spalten und low 續, 
graviren, das dem magyarischen rov-at, Kerbe 
entspricht. Lüh 录 und hievon luy 曹 + 糸, 
gehören der w-Scala. 

Loy (rov = rob), das Geschwätz der Kin- 
der; low-lo Í8t, durch tobende Bitten lästig 
fallen. Rob-an und rob-og, verbal. 

LÖ, Canton löt rot, fallen und lÖ 歹 + 各, 
sterben. 

Dass fallen auch im Magyarischen gleich 
sterben gelte, beweist das populäre esett juh, 
das gefallene = krepirte Schaf. 

RÖgy steht für rot-je 落 也 . 

LÖ, in Hokkjen roh, das Fallen welker 
Blätter. Auch mit cantonischem Stamm-Ex- 
ponenten rot-had, es fault. 

LÖ, in Hokkjen loh = roh, ein weisses Pferd 
gleich Renner, wie ló = ló ^^, gehen, wallen. 
So hätte man für das Magyarische eine con. 
Crete Wurzel, aus welcher die Deponential- 
Nenn- und Zeitwörter weiter gebildet wurden. 

Cfr. lö 洛, Name vieler Ströme in China, 
die gleich dem celtischen rhod-anus, vom 
Strömen, schnell dahinfliessen, abstammen. 

18 



― 274 ― 



Rojt 

Franse 

Róka 

Fuchs 




狢 



Rokkan |^ 

kreuzlahm ! 
werden 

Rokkon 

verwandt 



RÓI 

von 

Rom 

Ruine und 

Ront 

zu Grunde 
richten 

Rop 

tanzen 

Robog 

Roskad, 
Rogy 

zusammen- 
stürzen 

Rossz 

böse, 
schlecht 




L 

打 




落 



田 




Lo (ro), Seide auf besondere Art geordnet 

Lo (ro) ist in Composition hwan-lo ,+宜 務, 
ein Element der Benennung des Fuchses, 
wo Atron bald für einen Hund, bald fiir einen 
Wolf genommen wird. 

Cfr. das lapponische räk-ot, latrare, bellen^ 
woher auch das schwedische ^/Eol rokka, Felsen- 
Fuchs stammt. 

Low-kang ist eine krankhafte Geschwulst 
des Genicks. 

Luh-kwän, coreanisch hon, die sechs Ver^ 
wandtschaften^ im japanischen ^ so wie im 
magyarischen rokkon gleichlautend. Sie bilden 
die ethischen Verhältnisse swischen Gott 
und Menschen, dem Kaiser und dem Volke, 
den Eltern und den Kindern, zwischen Oe> 
schwistern , zwischen LaDdsleaten^ endlich 
zwischen den Chinesen and den Gästen, d. h. 
den Fremden. 

Ru, tibetanisch, auf; siehe oben unter rd. 
L ist Ii 裡, Local-Suffix. 

Lwan, coreanisch lom, Ion = rom, Revolu- 
tion, Empörung, hieraus: 

Lwan-ta, mit dem inactiven Suffix. 



LÖ, in Hokkjen lop = rop, jauchzen, froh- 
locken. 

LÖ, mit dem Frequentativ- Suffix Td 起. 

LÖ, mit japanischem Stamm - Exponenten 
los, fallen, sterben. 
Ka = hjá 下, hinab. 

LjÖ, japanisch ros, verletzen (Person oder 
Eigenthum) und Ijö 掠 (in Hokkjen auch 
lÖp) stehlen. 



275 ― 



Rost 

Fibern 



Rothad 

faulen 

Rottyan 

eine Blase 
werfen, 
prasseln 

Rózán 

nüchtern 



Rozga 

lahm, 
verfallen 

Rozs und 

Rozsnok 

Roggen 
und Trespe 

Rőce 

Rauschen- 
bach 

Rög 

Erdscholle 

Rögtön 

plötzlich 

Röhög 

laut lachen 




裕 




碌 



p 




LÖ, japanisch ros, feine kriechende Aeste, 
die alte Bäume umwinden, sie heissen auch 
nyu'lö 女 羅 (phonetisch 女), magyarisch 
nyúló, die sich erstreckenden. 

Siehe rohad. 
Siehe robog. 

LÖ, mit Canton - Stamm - Exponenten rÖt, 
brennen, prasseln; mit Hokkjen-Stamm-Ex- 
ponenten lop, rop gleich dem m agy arischen 
lob, Flamme. 

Lo , ordnen und lo j 羅, ein Mann von 
höherer Begabang in Verwaltung der An- 
gelegenheiten. 

Zan ist gleich zhan eine formative 
Partikel, die dem Adjective ungefähr die 
Nuance verleiht, wie 一 lieh im Deutschen^ 
gut, gütlich. Solche Partikel sind im Ma- 
gyarischen: lag, rag, tag. 

Cfr. józan, das mit yew -sin und yew-mn, 
nüchternen Herzens und nüchterner Ein- 
geweide bedeutet. 

LÖ, japanisch röz, lahm. 

GÖ, synonym, es heisst auch ló fcjöj^ 紫 脚, 
wo das primitive kjö in lö-gö zur Media er- 
weicht wurde. ― Für fallen cfr. rogy. 

Sind dem Slavischen entlehnt. 



Aus dem slavischen rewuca, dessen Stamm 
rew, mit dem lateinischen riv-us, Strom ver- 
wandt ist. 

Lüh, japanisch rük, steinige Beschaffenheit 
des Landbodens. 
Lüh, rűk, fliegen. 

Tön ist tun 滩, strömen, rauschen. 
Lu, lachen, lange Wurzel. 
Ldh ,条 Lärm, Geräusch. 

LÖ 樂, jauchzen, frohlocken. 

18* 



― 276 ― 



Rököl 

schluchzen 

Röp 

Flug 

Rörődik 

sich durch- 
reiben 
RÖ8t 

Rost 
Rőt 

rothbraun 

Rövid 

kurz 

Röz 

grobe, un- 
gebleichte 
Leinwand 

Ruca 

Ente 



Rúd 

Pfahl, 
Stange 

Rúg 

stosseü; 
ausschlagen 

Ruzs 

hässlich 
und rút 



Ul-kíh (phonet.), unaufhörliches Seu&eii. 

LŰ, in Hokkjen lüp, rüp, hoch fliegen. 
Cfr. lappon isch rapok and magyarisch 
röpke, flügge. 

Le, le, coreanisch lö-lö = rörö, reiben. 
Cfr. Ißh (rtk) ^ 歴, reiben. 

Siehe rost und Rost. 

Ljlh-8Íh ist kastanienbraun. 

Cfr. lüh 侈, sich schämen, erröthen. 

Leu und low (röv, rav), auch in low -kmc 
傻 《切, kurze, faässliche Gestalt; krummen 
Rückens. 

Leu, Hanf-Leinwand, Stücke Linnen, die 
als Strafe für versäumte Frohnarbeit ent- 
richtet wurden. 

Z ist ein Rest von sm (sző), der grobe 
Rand von einem Hanf- oder Seiden-Tuche. 

Cfr. sző, weben. 

Lu (ru), hochfliegend. Cfr. das zweite 
Element von da-ru, der Kranich. 
Lu und lö 鳥 + 各, Zugvögel. 
Ca (phonetisch), eine kleine Grans. 
Cfr. lu 驚, ein Vogel, der in Gruppen fliegt. 
Siehe réce, 

LÚ, ein langes Ruder. 
Cfr. lu 盧, eine Rohrstange von 12 bis 
25 Fuss lang. 

D ist te 底, proDom. 

LÚ, schütteln, erschüttern. 

G = Ae 起, frequentatives Suffix. 

Cfr. das serbische pyxaH^ hässlich. 
Lu, hässlich, niedrig, bäurisch^ kleinlich. 
Zs ist sÄe 士; T ist 底, concrete Suf- 
fixe. 



兒泣夢 厲厲 票色僂 縷 驚子^ 榷 陋 



一 277 一 



LŰ, junge Bambussprossen. 
Leu (lö, rö) 未 •》 呂, freiwillig (wild) wach- 
send. 

Siehe szőlő, Weinrebe. 

Leu, Knospen und kratzen. 

Leu ^ ^赛, chronische Geschwüre. 

Ljué ^jr&y mit den Fingern reiben und 
kratzen. 

Ljué, in Hokkjen lup = rup, gemein, 
niedrig. 

PÖ 朴 in Hokkjen pok, bäurisch. 



一 278 一 



J. 



Jaj 



捱 



Jámbor 



zahui 



Jár 

lahruu, reisen 

Járom 

Jorh 



Játék 

Siiiííl 



lavak 




Yáe, Guna-Stamm von yä 5^, Interjection 
der Besorgnlss, wie yäe p^, ein Ausruf, eine 
Interjection. 

Yä 厭, kurze Wurzel, bedeutet unterjocht, 
unterdrückt, tyrannisirt werden. 

Jaj-baj ist ein Compositum vom synonymen 
yae-pae |^ 慮. 

Yang, mit Ehrfurcht, Bewunderung, Liebe 
gegen Jemand aufschauen. Der Stamm ist 
yä 雅, anständig, correct, einfältig. Ja, tibe- 
tanisch, vornehm, gut. 

Yán 彥 (älter jiVm), Epithet ausgezeichne- 
ter Männer. 

PÖ 模 (coreanisch por) in chSh-pÖ 質 接 
heisst ehrlich, aufrichtig. 

Yá, fortgehen. 

R ist inactives ul 而, Suffix. 
Ist vom Slavischen entlehnt. 

Siehe ijász. 

Ya, ist Elfenbein. 

Tuh, baryphon, einst ein Substitut für 
Papier ; Tabletten ; Karten, so dass játék eigent- 
lich Kartenspiel bedeuten würde. 

Ja und jan, tibetanisch, vortrefflich. 

Yav, angenehm ; yav 堯, gut, gebraucht 
an Grabdenkmäler hehrer Männer, die sich 
durch Tugend und Gerechtigkeit ausgezeich- 
net haben. 

Ak, Plural-Suffix. 

Cfr. jóy magyarisch und japanisch. 



一 279 ― 



Vom Slavischen. 



Yav, genesen, von Krankheit. Es ist der 
Vriddhi- Stamm von ya ttg, gut, mit dem 

denominativen Suffixe ul 而; wie javit, bes- 
sert, mit dem DoppelSuffixe i-td 以 打 zum 
transitiven Zeitworte geworden. 

Ye-n, ausserordentlich kalt, auch yen-ying 
y 嚴 凝, von einer Wurzel jäa, wie sie im 
Finnischen erhalten ist und die dem magya- 
rischen entspricht, da das lange jég natür- 
lich aus zwei Wurzeln crasirt ist. 

G ist apocopirt kjS j^, binden, das mit 
yen und ying verbunden erscheint. Yen -kje 
凝結, frieren, zu Eis gebunden werden, 
eine Metapher, die von Kry stallen und 
Blumen gebraucht wird. Statt kjé 結 wird 
im Chinesischen auch k'é 氣 in Composition 
gebraucht, sei es für Luft selbst; oder als 
phonetisch, läng k'é 冷 氣, eiskalt. 

• Siehe Jel, Zeichen. 

Yen, auch mit hwän, coreanisch hon jjj^, 
zu hon-yen verbunden, Verlobung. 

Yen (n = l), ein schwarzes Mal im Ge- 
sichte oder sonst am Körper. 

Yén (n = l), ausgezeichnet, elegant. Hieher 
gehört yen das Auge, das Zeigende, wie 
es auch im Deutschen aus dem Auge ge- 
bildet erscheint, cfr. Notker' s ,Uebersetzung 
der Evangelien^, wo wir statt zeigen, 
ze-öugen finden. In Heliand finden wir 
es ohne ze, vers. 1754: ,erl6 gihwilik 6git 
selbo, hwilikan he mód habat:^ der Helden. 
Jedweder zeigt selber, welchen Muth er 
habe. 



— 280 — 



Yé, Substantiv- Verb, gleich seiend* 
Ljén, das Gesicht, wie man lateinisch in 

facie 】oci, fur gegenwärtig- sagt. 

Rest eines obsoleten Zeitwortes, das ans 
ér, ered, Ader, Quelle, entspringen, durch 
einen j od irt en Coefficienten verstärkt worden. 

Diese Art von Schatz der yocalisch an- 
lautenden Wurzeln durch Aspiration, Jo- 
dirung und Assibilation ist allen Sprachen 
eigen, cfr. Erde, alt -englisch yearth, earl, 
nordisch yarl. 

Wichtig and unerforscht ist der Ueber- 
gang von langen Wurzeln, wie ér, él, in 
kurze Stämme éred, eleven, 

Yoi ist im Japanischen gut, das auch das 
Individual-Suffix Id, gleich dem chinesischen 
ko 个, annimmt, yoM, was im Magyarischen 
nur der Comperativ johh-ik gestattet. Jóm 
ist die Güte, gleich magyarischem jóság. 
Das oben analysirte javár, Güter, ist eine 
Vriddhiform von já, jó, Wurzel und gyö-gyü, 

heilen ist yÖ 蔡 zu gyo verstärkt. Yoi^ 
heisst auch im Japanischen ein Quacksalber. 
Cfr. yu 與, gut. 

YÖ, in Hokkjen yok, binden, das englische 
hond, ein Contract, Vertrag, Uebereinkommen. 
Hieraus das Recht. 

Yu, heisst sprechen. 

Shé 楚, ahnen, wahrsagen, siehe sejt. 
Yu, gut; oder yew 有, haben, besitzen. 
Sa heisst im Tibetanischen Land. 
K ist ein Suffix der Collectiv-Substantiva 
gleich kl gj-, vollständige Zahl. 

Yu, gut. 

Tsan, in Compos, zan, ein frugales Mahl, 
nippen. Cfr. das japanische sameru ij- r^J^y, 
nüchtern werden. . 

Cfr. rözan. 



― 281 ― 




Jő 

kommen 
auch Jön 



JÖVŐ 

die 
Zukunft 



Jűh 

Schaf 
auch lh, 
woher 

Juhar und 
Iharfa 

Ahorn 



TU, begegnen, sich ereignen. 

Yun, von einem Orte an einen anderen 
gehen, von der Wurzel yu 敏, ein Fuhr- 
mann. 

Hieher gehört jut, hinkommen. 

Ist das Particip von jő, kommen, mit dem 
tibetanischen Suffixe o, ö assonirt, das v 
wurde wegen des Hiatus eingeschaltet. 

Wie von jut, jutalom, so stammt von jövő, 
jövedelem, wie auch das französische refoe- 
nues von venir gebildet wird. 

Yűh, meckern, gurgeln. 

Cfr. ih, Schaf, das von yih 樊, wandern 
von Ort zu Ort bedeutet, und als Reprä- 
sentant der nomadischen Lebensweise an- 
genommen werden kann. Hiezu kommt die 
Idee von yih 妹, geil, lüstern, die auch im 
yüh 欲, lüstern und yüh 育, gebären (hieraus 

yüh ig fruchtbar) vorkommt. 




一 282 ― 



A. 

Bevor ich an die Analyse der mit Vocal anlautenden ma- 
gyarischen Worte gehe, muss ich zwei wichtige Bemerkangen 
voraussenden. 

1. Jacob Grimm behauptet, es gäbe keine vocalischen 
Wurzel überhaupt und keine in den arischen Sprachen ins- 
besondere. Dies ist ein Irrthum und nur durch das Bekennt- 
niss zu entschuldigen, welches diese Behauptung entwaffiiet, 
nämlich das Bekenntniss der völligen Unwissenheit in Betreff 
reeller Wurzeln, welche die Sprachgelehrten zwingen, sich mit 
hypothetisch aufgestellten ideellen oder fictiven Wurzeln zu 
begnügen. Die richtige Consequenz dieser eingestandenen Un- 
kenntniss wäre nach meiner Meinung die, welche das französische 
Sprichwort anrathet : dans le doute ahstiens-toi, das heisst: ent- 
halte dich hypothetischer Analysen, die aus unbekannten Prä- 
missen ebenso wenig auf exacte , wissenschaftliche Methode 
und demnach auf verlässHche Erschlüsse rechnen dürfen, wie 
chemische Analysen ohne oder vor der positiv aufgestellten 
Lehre stechio metrischer Elemente; von irgend welchem wissen- 
schaftlichen oder praktischen Interesse sein würden. Hier hilft 
nicht einmal das Genie oder die Dialectik eines Spinoza, wenn 
er über Metamorphosen des Schwefels spricht; in der Retorte 
bleibt; als caput mortuum, nicht ein Aufschluss der Wahrheit, 
sondern nur der Geist, welchen der Forscher selbst hinein- 
gegossen hat. 

Nehmen wir als Cynosure der Frage das Wörterbuch der 
chinesischen Sprache, z. B. den zweiten phonetischen Theil 
von Morrison, so finden wir von den 1062 dreispaltigen Seiten 
97; also beinahe ein Zehntel des ganzen Wortschatzes, vocalisch 
anlautenden Wurzeln und hieraus gebildeten Stämmen an- 
gewiesen. Rechnen wir dazu die aspirirten Worte mit 114, die 
ainirten (mit g oder ng, d. h. mit c gezeichneten) mit 21, die 
mit w, d. h. halbvocalisch anlautenaen mit 27; zusammen 162 
Seiten, so erhalten wir ein Ergebniss von 252 Seiten, also 



— 283 — 



beinahe ein Viertel des Wortvorrathes vocalisch oder halb- 
vocalisch anlautender Wurzel and Stämme. Berücksichtigen 
wir die polynesischen Idiome, welche die Monotonie der Vocali- 
sation kaum durch liquide Consonanten zu einer menschlichen, 
d. h. articulirten Sprache erhoben, so können wir auf den Ur- 
zustand der Sprache überhaupt den Rückschluss machen, dass 
die primäre Sprachepoche durchaus nnd zwar Jahrtausende 
lang, vocalisch gewesen. Vergleichen wir mit den Australiern 
als Antipoden die Nordvölker Europa' 8, die Lappen und Finnen, 
so werden wir das, bis auf den heutigen Tag sich nämlich er- 
haltene Factum constatiren, dass diese im antiken Sprach- 
zastande verharrenden Völker ausser den Liquiden nur die 
Tenues 卫, 1c, t, ohne ihrer medialen Wandlung und von den 
Sibillanten das einzelne 8, ausgebildet haben. 

2. Die Existenz vocalischer Wurzel und Stämme ist also 
evident; die nächst wichtige Frage aber, ob alle vocalisch an- 
lautenden Worte radical oder mit Präfixen verbunden seien, 
ist in der chinesischen Sprache eigentlich keine, da durch die 
monosyllabische Natur der Schrift alle Präfixe, seien sie nomi- 
nal, pronominal oder verbal, durch besondere Zeichen angedeutet 
und vom Körper des Wortes geschieden geschrieben werden. 
Diese Frage ist aber sehr wichtig für turaniscfae Sprachen und 
für das Mandschuische, Mongolische und das Magyarische ins- 
besondere , und kann nur auf dem Wege der Comparation 
gelöst werden. Praktisch verhält sich die Sache so: haben wir 
z. B. das magyarische Wort apa, der Vater, vor uns, so werden 
wir versucht, sein Aequivalent im Chinesischen oder Tibetani- 
schen unter dem Anlaute ap zu suchen. Da suchen wir aber ver- 
gebens; hingegen bietet uns das Tibetanische pa als Vater, po 
das Chinesische, beide also analoge consonantische Wurzeln, die 
also aus zwei Elementen bestehen; deren erstes fur sich zu er- 
gründen bleibt. Und da kommt uns das Glück zu Hilfe, das 
der Wurzel pa, als Ehrenepithet, a vorsetzt, welches tibetanisch 
durch a, chinesisch durch 亞 und mandschuisch durch o 阿 
bezeichnet wird, die ursprünglich alt bedeuten, und als Ehren- 
epithete Gott, dem Kaiser und den Eltern präfigirt werden. 

Im Tibetanischen ist a bereits, wie im Magyarischen, zum 
Artikel geworden, während das chinesische a, wie das mand- 
schuische o, noch stets ein Ehrenepithet blieb. 



— 284 — 



Auf diesem Wege fanden wir, dass in opa der vocalische 
Anlaut ein selbständiger und keineswegs zur Wurzel pa ge- 
hörender sei: die Composition ist die zweier Nominal- Wurzeb, 
die im Chinesischen und Tibetanischen geschieden geschrieben 
werden a*pa und a-pö 亞 ^^, während im Magyarischen die 
zwei,* eins bedeutenden Silben so innig zusam men wuchsen^ dass 
sie im Volksbewusstsein nicht mehr getrennt gefühlt werden. 

Vergleichen wir das ähnlich anklingende Verb ápol, pflegen, 
so sind wir durch die in der Einleitung aufgestellten Gesetze 
für StammbilduDg im Voraus verwarnt, dass dp, als langer 
Stamm, nothwendiger Weise aus zwei Elementen crasirt sei, 
die meistens Synonyme, häufig aber aus einem inactiven 
Verbalpräfixe (i, pa. Id, sze, Ii) und dem hiedurch gleichsam 
mobil gemachten Verbelemente bestehen, welchen, zur grösseren 
Energie, oft noch ein zweites Verbalsuffix (i, ta, sz, Id, laj) hinten 
angefügt wird. Trotz der Laut- Aehn lichkeit zwischen apa und 
ápol, darnach man das zweite als eine Deponens des ersten 
anzunehmen geneigt wäre and pflegen, gleichsam als väter- 
lich behandeln erklärte, wird man durch die Verschieden- 
heit der Quantität von ä und a auf deren radicale Differenz 
aufmerksam gemacht. Hier kommen wir auf den charakteristi- 
schen Vorgang der chinesisch - turanischen Sprachen, kraft 
dessen sie durch inactive Präfixe (oder Hülfsverba) die nach- 
folgende Wurzel zum lucb - tsze 活 d. i. zum lebendigen 
Worte oder Zeitworte potenziren. Wir haben in der ^Einleitung 
die inactiven Hülfsverba bestimmt, und wiederholen hier in Be- 
zug auf den vocalischen Anlaut das im Chinesischen als Causativ 
am häufigsten gebrauchte t 以, das in den verwandten Sprachen 
mit dem verblichenen Bewusstsein der radicalen Bedeutung, 
nach der hienach sich bahnbrechenden Harmonie der tiefen 
und hohen Vocale zu a uud o sich assonirte. Hier ist der Platz 
des turanischen Einflusses auf die analoge Inactivirung' der 
celtischen Verba zu jy^edenken, die besonders in dem brittischen 
Zweige herrschend geworden und selbst von dem gründKchen 
Zeuss nicht richtig als inactives und exotisches Hüfswort er- 
kannt wurde. Rev. Robert Williams bezeichnete a in seinem 
cornischen Wörterbuche als „an auxiliary particle used in the 
most tenses before the verb : mi a war, I know. Mi a dhanvon^ 
I will send." Ferner sagt derselbe: „et is the sign of the present 



― 285 ― 



participle^ which is formed by placing it before the infinite 
mood, as cusga, to sleep, a cusga, sleeping; mos, to go, a mds, 
going. A is used in Irish and Gaelic, as a dusgath, awakening 
(a-wakening). In Armoric 6, as 6 carta, singing. In Welsh yn, as 
yn cysgn, sleeping." Cfr. die englischen Formen : I was a- walking. 
Go a-hunting. They go a-begging, die vom Celtischen entlehnt 
worden. 

Wenn Herr Williams a als blosse Partikel und als 
Zeichen anfuhrt, ist er der von Herrn Julien über i 以 mit 
vielem Apparate, aber auch mit gänzlicher VerkennuDg der 
inactiven Natur dieses Hülfszeitwortes geäusserten Meinung 
sehr nahe, vermöge welcher l 以 blos ein aadeutendes Zeichen 
wäre eines nach dem activen Zeitworte folgenden Accusativs ! 
Hätte Herr Julien das ihm naheliegende Bretonische eines 
kurzen Studiums gewürdigt, er hätte aus dem einfachsten; von 
Marquis, de 】a Villemarqué veröflfentlichten Liede, die Rolle 
der inactiven e, i, o-Hülfsverba, bestimmen können. Er hätte 
nicht nach Hawaii segeln müssen, um dieselbe Thatsache zu 
constatiren, dass in der fernen polynesischen Sprache die in- 
differenten Wurzeln durch e und i-Präfixe zu activen und tran- 
sitiven Verben gebildet werden. Um auf unser Beispiel zurück- 
zukommen, werden wir á in ápol, als ein inactives von l 以 
zu a assonirtes Hülfsverb aunehmen, das dem chinesischen 
pav Hokkjen po, präfigirt wurde, um ihm die transitive 
Kraft zu verleihen, jemanden zu nähren, zu beherzigen, zu 
schützen, d. h. zu pflegen. Das auslautende l ist Ii 吏, ein 
apocopirtes Verbalsuffix. Ein schlagenderes Beispiel bietet uns die 
Analyse von itél, urtheilep, dar, wo wir in i das präfixive Hülfs- 
verb i 以 finden, welches die nominale Wurzel te 帝, der Richter 
und Weltrichter (woraus tjm 天, im Türkischen aas tjen-li 天 3|| 
tanghri abstammt), zu einem Deponential-Zeitworte steigert und 
durch Anfügung des verbalen Ii 吏 zu i-té-l gruppirt. 



A 

Artikel, 
der, die, das 



亞 



A ist im Tibetanischen Artikel und Ehren- 
epithet von Gott, Kaiser und den Eltern. 
A'j/a, der Vater, wie im Chinesischen a-tie 
亞 爹, beide dem magyarischen apa und 
atya entsprechend. 

Cfr. das türkische ebä LI und ata 



— 286 — 



A, wie o Jf^ im Mandscha^ bedeutet eigent- 
lich der Alte, das der grösste Ehrentitel ist, 
. wie das finnische wanha, im Chinesischen 
I wany 王, den König bezeichnet. 
I Autt a ist im Magyarischen ein Vriddhi- 
i stamm: avtdt = veraltet, auch avaa, Adjectiv 
: von av-cui, veralten, geblieben. O ist noch als 
j Wurzel gebräuchlich, auch als Compositum 
ödon, antik; welches siehe. 

A und ja, unter, niedrig, gering. 

PÚ, Tuch. 

Cfr. das türkische aba. 
Vom slavischen oblok, 

Äv und jáv, Phantom. 

Ra ist dieselbe Wurzel wie la, welche mit 
dem inactiven ta :J^, Iái formt, welches 
sehen und Gesicht bedmitet. 

Hieraus ist ábránd, die Miantasie, durch 
das Participial-SufBx -ang und -and gpebildet, 
welchem ein chiaesisches athlang entsprechen 
würde. Wir tínden jedoch läng blos als 
klar, scheinend, prächtig, aJso blos in 
sinnlicher, uicht geistiger, Bedeutung. 

Ljdng 兩 aber ist eine Fee, auch wang- 

Ijang 虫―网 ! (| + 兩, eine mythologische 
Figur, üiuem Kinde von drei Jahren ähnlich. 

Chaj ist eine Ghinaform der apocopirten 
Wurzel cha, welche im Magyarischen mit 
einem Pronominal- oder Verbalpräfixe a tibe- 
tanisch oder 》' W, chinesisch, assoniri, ver- 
bunden ist. Clia 查, Wurzel, bedeutet Floss- 
holz, wie chd 相, Balken; cha >^ aber, Holz 

hauen, fällen. Dass á gleich 以 ein inactives 
Hülfswort sei, beweist der chinesische Name 
des Zimmermanns, ta-chaj-tjüi 的, wo 

Htatt einem i 以, das inactive ta präfigirt 

ergcbeint. Tßh 的 ist participiales Suffix. 



—― 287 —― 



Ac8a 

Wasser- 
jungfer 



Ácsorog 

1 herum- 
streichen, 

gaffen; 
2 ein Tölpel 



Ad, ád 

geben 



Adáz 

rasend 



Áfonya 

Heidelbeere 

Ág 

Zweig, Ast 



Agár 

Windhund 







芽 

oder 

Y 




A ist der Artikel. 

Oha bedeutet ein Mädchen, nach derselben 
Idee gebildet, welche dem deutschen Namen 
und dem französischen demoiselle zu Grunde 
liegt. 

隱 zu a assonirt; in actives Hülfsverb. 

ChÖ, coreanisch chör, ein schleppender, 
tändelnder Schritt, wie chÖ 走 + 卓 , weit 
wallen und chÖ 每 + 卓, ein Pferd, das nicht 
vom Flecke kommt. 

Og ist das frequentative ki ^g, assonirt. 

Tölpel wird durch das oxyphone ch,i 痴 
bezeichnet. 

I ist inactives Hülfsverb, zu a assonirt. 

TÖ, entsprechend dem dunklen magya- 
rischen ta, welches die Engländer mit 
bezeichnen, heisst geben^ anvertrauen. Adsza 
ist ein anomaler Imperativ, der sich auch 
im Mongolischen vorfindet. 

A ist Artikel. 

T'an ist der Stamm der im erweichten 
dá'Z liegenden Wurzel ta, der den Rasenden, 
Wüthenden bezeichnet. Im Chinesischen ist 
t*a mit na 那, im Magyarischen mit sc = ze 二 z, 
verbunden. 

WalachischV 

A und yá ist ein Zweig, gabelförmig ab- 
stehend. 

Nach der Einleitung muss ág, als langer 
Stamm, aus zwei Elementen crasirt sein, 
g ist ein erweichtes, apocopirtes ko, M ijp^y 
das ebenfalls einen Zweig bedeutet. É,i 
岐, zweigend. Cfr. ok im Dravidischen, 
äkse im Lapponischen^ agdcs im Türkischen. 

Ok und jok, Gant. 

隱 h und ylh sind Flügel und fliegen, und 
von (1er Schnelligkeit übertragen auf íh, yili 
die Post und Postpferde. 




— 288 - 



Am 

alt, Greis;, 

Aggódik | 

sich 

Agglamos 

Hochzeitfr- 
vater I 



Agy 

I Schädel 
Gehirn 
^Xabe 



Agy 

Bett, Beet 



Ar ist das Aeqaivalent im MoDg'olischen 
för át und dies« giebt uns den AuiBchlnss 
des zweiten Elements. Av und gav 大 
. ist ein grosser Hund, so dass in (ig-ár die 
Schnelligkeit und die Grösse verbunden 
wären. 

Agg ist eine parallele kurze Wurzel des 
oben analysirten langen á und rf; wir finden 
im Chinesischen blos ein üh, yüh , das 
eher ein Gemüthsreflex ist, nämlich besorgt 
grämlich, welches dem magyarischen aggódik, 
sich grämen, entspricht. Senectas ipsa morbus. 

Agg, als alt angenommen, ist lam gleich 
Iwan 1^ (corean. man, welche Permutation 
des l in m interessant ist), heisst lieben, und 
zwar physisch lieben , wie Iwan 乡 ß die 
Hoden and Vogeleier bedeaten. 

Os ist she 土, concretes Suffix apocopirt 
I Cfr. das lapponische äj-voe, caput, und 
, das finnische aijon and aiuxm mente moKor, 
praemeditor^ die den Schädel und dessen 
Function andeuten. 

Aus einer Wurzel ya stammt yav und mit 
: einer Liquiden ^stützt, n-av J^, das Gehirn. 

Agtj als Nabe, wäre richtiger zum folgen- 
den águ zu ziehen, obzwar wir daför eine 
lange Wurzel, //e* 幸牙, und eine kurze, yué 朝, 
, finden, die beide eine Radnabe bedeaten. 
j Cfr. das lapponische aj^t, qoiescere, welches 
I eine analoge Gonaform mit dem Infinitiv- 
Suffix -ot bietet ; im Magyarischen ist das 
j zu giß coDSolidirt. 

Agy, als Schlafstätte, ist aus derselben 
Wurzel gebildet , duixh das Guna- Suffix 
yay 也, wie d-lom, Schlaf und Traum, durch 
das abstracte, Substantive bildende Suffix 
lun so dass d als Radical aUein ver- 
bliebe. Wir linden einen Participial-Stamm 
ang oder ffäng 陽 hieraus gebildet, der in 



― 289 ― 



Agyú 

die Kanone 



í+ 育 



Agyag 

Thonerde 

Agyar 

Zahn 

Ajtó 

Thüre 

Ajang 

zweifeln 

Ágyék 

die Lende, 
auch 

通 ágyék 
Ajánl 

empfehlen^ 
anpreisen 



Ajándok 

Geschenk 



iL 

牙 



呀 

才 § 

以 

und 
羊 






yäng taj 陽 die Schlafstätte, das Bett be- 
deutet. 

A oder i 以, Pronominal- oder Inactiv- 
SufBx. 

YŰ, Glühen des Feuers, zu gyu consolidirt. 
Gyúl mit Ii 吏, subjectives Hülfsverb, be- 
deutet brennen, wie gyújt mit i-ta 以 打 
transitiv wird, oxy phonisch aber gyiü-ik eine 
pathologische Entzündung bezeichnet, von 
yu ein Geschwür. 

A, Pronominal-Präfix. 

Ya, Hokkjen yäk, Thonerde. 

A, Pronominal-Präfix. 

Yä, der Zahn, in specie, der Schneidezahn. 

R = 兒, concretes Suffix. 

Yá, öffnen, gähnen, umgekehrt aj, 

To, schliessen. 

隱, inactives Präfix. 

Yang, wandernd, hieraus das Schaf von 
ya ^^, wallen. Nomade, wie die Hirten. 

Jav ist eine Vriddhiform, die einem ma- 
gyarischen Guna-Stamme áj = ágy entspricht. 
Das zweite lágy-ék führt uns auf die Idee, 
welche in lágy, weich, liegt, wonach auch 
das deutsche die Weichen gebildet wurde. 

隱, inactives Präfix. 

Yáng, participialer Stamm, aQpreiseü; von 
der Wurzel yä HjS^j welche einen biedern, 
rechtschaffenen Mann bedeutet , und das 
zweite Element in una-gya-r bildet. 

Cfr. yang 羊 |[, anrathen. 

L ist Ii 史, Verbal-Suffix. 

A, Pronominal-Präfix, 

Yüng, gutmüthig, mild; im Magyarischen 
ist ng in nd erweicht ; der Participial-Stamm 
kommt von yú -f*, geben. 

Ok = ko ist 个, ein Suffix discreter 
Quantitäten. 

19 



— 290 — 



AJ baj 

Beschwer- 
lichkeit 



Ájul 

ohnmächtig 
werden 

Ajtó 

die Thüre 



Akad 


柙 


haften. 




hängen 




Ak'rts 




Dorn spitze 




Akar 


犓 


wollen 


Akként 




a 

• pH 

o 




Weise 


臉 



欵 

nod 
椋 



m 



m 



Aj und gaj , eine Interjection oder ein 
Seufzen über einen Verlust. 

Aj und gaj , ein schmerzliches Gtef&hl, 
Mitleid, Trauer (aj-i f+ 哀 手, Trauerkleid). 

Cfr. jaj 厄, sich unglücklich fühlen; von 
yä 力 L, unterdrücken , und jaj IJ^, Ach, 
Auweh ! 

Baj ist als Compositum erweicht von 
páj 效, durch Ermüdung oder Krankheit 
völlig erschöpft sein. 

Aj und gaj, ein euphemistischer Ausdruck 
für sterben; 

Ul ist 而 Verbal-Suffix. 

Aj und gaj, eine Thüre verriegeln ; 
Cfr. jaj 溢, ein enger Durchgang. 
Tu, schliessen. 

Aj, kaj 開 heisst aber auch öffaen, so 
dass ajtó öffnen und schliessen bedeuten 
würde. Cfr. die kurze Wurzel ä xmdjä jjí^, 
die Thüre öffnen und schliessen. 

Zum (y-Stamme gehört auch ajz, den 
Bogen spannen, wozu auch im Chinesischen 
kaj 開, öffnen, gebraucht wird. 

A und ja, Hokkjen äk, anhaften, anhangen. 
Ad ist ta 打, inactives Suffix. 

A und ja, Hokkjen äk, stechen, so ja die 
壓 紙, Papier an die Gräber stecken. 
Tszé ist Dorn, im Magyarischen apocopirt. 

Uh und juh, Hokkjen vk = aky wünschen. 
Ar ist inactives ul 而. 、 

A, tibetanisch, Artikel und demonstratives 
Pronomen. 

Kjén (auch Ijen) , Gesicht , Bild , gleich 
akkép, welchem kje, Hokkjen kfep die 
Wange, das Bild, entspricht. Kép im Magya- 
rischon Gesicht und Bild, hat die Bedeutung 
und den Accent noch bewahrt. 



—― 291 —― 



T ist das adverbiale te 第, wie ti im 
Lapponischen. 

A, tibetaDÍsch; pronominal. 

Kor, tibetanisch; bedeutet den Umlauf des 
Mondes, die Zeit des Umlaufs und die Zeit 
selbst. 

Kor, Zeit im Magyarischen hat noch den 
Accent und den ursprünglichen Sinn be- 
wahrt. K&p und kor sind die besten Beispiele, 
wie aus bedeutenden Worten SufExe ge- 
bildet worden; T^m 臉, im Chinesischen 
noch bedeutend, im Magyarischen nur im 
Gefühle, nicht im Bewusstsein bewahrt. 

Uh und yüh, flechten, Winden, Hokkjen 
tík = ak* 

LÖ, ein Faden. 

Vom slavischen okno. 

Vom slavischen okow. 

A, tibetanisch, Artikel. 

KÖ, ein Gemach. 

Kjué ist ein Schweinstall. 

Kew 麻, ein Pferdestall, auch Km 
das Stroh, worauf die Rinder liegen. 

A, unter, niedrig. 

Li, apocopirt, Localsuffix. 

Alant, Adverb, fügt noch das Doppel- 
Suffix an 安 und ti 第 hinzu, um , darunter^ 
zu bezeichnen. 

AI nimmt die persönlichen Suffixe alám, 
alád, alá etc" an. 

Im Lapponischen ist unten, wuol subter., 
allabiirt ; jedoch alag heisst westwärts, und 
alle, ad plagam occidentis, wo cd, Stamm, 
gleich dem Magyarischen auch unten, be- 
deutet. So ist im Celtischen vorn und hinten, 
gleich Ost und West, rechts und links, 
gleich Nord und Süd. 

19* 



一 292 ― 



Alak 

Form 
Figur 

Alap 

Grund 

Alamár 

schläfrig 

und álom 

Schlaf, 

Aluszik 

schlafen 



立 
亞 




AI 

falsch 

Aid 

segnen 



AI fei 

After 



Alig 

kaum 




A, tibetanisch, Artikel, oder i J[^, causa- 
tives Präfix ; 

Ljlh, Canton Uk, aufrichten, errichten, 
formen, anlegen. 

A, das Untere, 

Lap, Seite, von einer Wurzel lä, flach, 
eben. 

通, assonirt zu a, ist inactives Präfix. 
Lu, oder lju, heisst schlafen ; 
Lu-ma 馬, Bettstätte, ma ist phon&- 
tiscli, für ma, Erde, Stätte. 

In alszik, er schläft, ist das radicale u 
ausgefallen, das in aluszik und alunrd wie- 
derkehrt. Alom ist gleichsam öZun, der 
Schlaf. 

AI ist identisch mit dem aspirirten hál, 
schlafen. 

An und yan (n = l), verfälscht, nach! 
macht, äng und ydng, Participial-Stamm 

AI entspricht dem tibetaniBchen la und Ida, 
welches heilig bedeutet. Hla-sa, die heilige 
Stadt, wie Za-la im Magyarischen. Le-ald, 
welches von der untergehenden Sonne gesagt 
wird, entspringt aus einer ganz anderen 
Wurzel, nämlich dem mongolisch-tatarischen 
cdtahu, das steigen, und mit der Präposition 
le, herabsteigen = untergehen, bedeutet. 

Mit der tibetanischen Wurzel sind ferner 
verwandt : áldoz, opfern, áldomás. Opferfest, 

Dies ist eine echt chinesische Wortbildung 
durch Verbindung zweier entgegengesetzter 
Begriffe, wie Unten, Oben, die sich so zu 
sagen in der Mitte begegnen. 

Siehe al und fei. 

A-Ii, yih ist der Terminativ von cd, unter, 
nieder, mit íli oder yih 域, im Magyarischen 
uj, die Grenze. 




― 293 一 



Alkot 

bilden, 
schaffen 

Alku 

Handel 
Vertrag 



All 

stehen 



A-ll-je, zu alj crasirt, ist ein Substantiv 
aus dem Adjectiv al durch das Suffix jie 也 
gebildet. Hieraus stammt neuerdings ein 
Adjectiv, aljas, niedrig, wie aus dem al- 
Stamme durch sze 使, ein transitives Zeit- 
wort, aláz, erniedrigen, gebildet wird, 

La, in la-show 拉 -^, die Hand greifen, 
ist dem umgekehrten al des zusammen- 
gesetzten Wortes, entsprechend. Es ist das- 
selbe, das wir im türkischen älmak, 
fassen und kaufen, und im Compositum yiJI 
yi," älish-verishj der Handel, finden ; aires 
im Lapponischen ist oommodus, facilis, aire 
commodum. Das magyarische alku, Handel, 
Vertrag, bietet den Weg zur Erschliessung 
des zweiten Elements, indem es dem tür- 
kischen veriah ein synonymes Im 沾, kaufen 
und verkaufen, oder ku 估 , den Preis ent- 
gegensetzt, das in der A-Scala auch kiá, 價, 
der Preis , gleich dem magyarischen ka, 
enthält. 

Lom ist das Substantive bildende lun 論. 
Siehe : alhi. 

Siehe alak, die Form, wovon alkot, ein 
Deponential ist. 

La, greifen, nehmen ; analog dem magya- 
rischen vesz, er kauft, von ; er nimmt' um- 
gestellt. 

KOO •/ 土, verkaufen ; die zwei Elemente 
bilden aber die zwei Grundbegriffe des Han- 
dels, das Nehmen und das Feilbieten. 

Alku-8Z ist ein Censal, neue Form, mit 
sze 士, concreter Substantivbildner. Alkuszik 
und alkudik ist ein subjectives Verbum mit 
sze 使 oder tih 得 Hülfsverben. 

通, Inactives Hülfsverb. 
Ljih, stehen. 



Ali 

Grund 



Alkalom 

Gelegen- 



# 



亞里也 拉價論 以立 拉 以立 




Durch Anfäßniif: von ^^, doppet- oder 
objectávem Hülfisverben, entsteht éXUty stellen, 
anfstelkou auch mne Mfimmig behjuipten. 

A. das Untere« 
, Li, Local-SiifBx (?). 

Daß fiimiBche omMMi, der Apfel, leitet auf 
daß PaJóczer ooíml^ wo das Z in oo aufíg^elöst 
wurde, ohne auf den Sinn ein Licht zu 
werfen. Es bleibt uns nichts übrig, als die 
Bedeutimg' des oZ, mich der Form, der 
Farbe, endlich nach dem Zwecke zu ent- 
r&thBelii. 

i AI Í6t der torkiBche Stamm von älmak, 
i greifen, h&ben, dem in oxyphoDer Scala 

el, die Hand, entspricht, woraus eZma UJI, 

der ApfeL g-leiehsam der Greifliclie. 
I AI J\ ,tarkÍ6ch-ambÍBch, ist scfaarlachroth, 
'. äUi Üf , ist gesprenkelt, wie es der Apfel 
I roth Tuid weiss za sem pflegt, so heisst äla- 

häjUk ^^JL Ül, die Fordle, nämlich der 

gesprenkelte Fisch. 

! Hieher gehört das westmongolische alak, 
I bunt, scheckig, gesprenkélt^ wie auch das 

ujgnriBche tUk, die Hand, mit denen das 
I westmongolische aUmoHy der Apfel, zusam- 
1 menhüngt. 

Endlich bedeutet an fär cd, wie yan fur 
I yal jf^, verschlingen, nnd ^^, schmausen. 
Ma ist im Chinesischen eine verbreitete 

Endung für Veg«tabilieii wie la für Mine, 

ralién. 

Siehe méla und elmél-kedik. 

A-Ii, das Untere, durch pronominales mo 
zum Substantivum gebildet. 

Es bedeutet eigentlich den unteren Wind, 
dem das lapponische fd, der Obere, als 
Nordwind entspricht. 



― 295 ― 



Álom 

der Schlaf 



Am 

gewiss, frei- 
lich, aber 

Ama 

jener 

Ámul 

staunen 



Anda 

sinnen 

Andalg 

phanta- 
ßiren 

Anya 

Mutter 



Apa 

Vater 

Atya 

Vater 



Anyós 

Schwieger- 
mutter 




嗎 



i FIT 

歷 

以 

悶 




娘 

亞 
彼 




Cfr. im Celtischen die BestiinmuDg der 
Himmelsgegenden nach Vorne (der Ost), 
und Hinten (der West), wodurch auch Ir- 
land, als das Hinterland d. h. Westland 
benannt wurde. 

Cfr. a-IU8Zik, schlafen, wo lú als das Ideen 
tragende Radical erscheint, durch i 以, asso- 
nirt und inactivirt. 

Om ist mo 麽, Pronominalbildner. 

Mä, eine interrogative Partikel in Con- 
versation und in Dialogen. 

A, tibetanisches Pronomen, 
Mo, Pronomen. 

通, inactives Suffix, zu a assonirt. 
Mun (n = l)j besorgt , bekümmert sein, 
von der Wurzel mű, 慕 , aufschauen, sinnen. 
Siehe hámul, 

Ang und yang, bilden, formen. 

Das participiale ng, oft wie in arischen 
Sprachen zu nd erweicht. 

Das Magyarische anda, entsprechend dem 
Mandschu anga, ist alterthüm lieber. 

A ist ein Ehrenepithet, wie bei a-tw, der 
Vater. 

Nyäng ist die Mutter, im Chinesischen als 
Participial-Stain m . 
A, Ehrenepithet. 
Pá und pá ^ , der Vater. 

A, Ehrenepithet, alt, gross. 

Tyé, der Vater, im Chinesischen noch 
nicht assonirt. Kommt im Chinesischen und 
Gothischen als ata vor. 

Dass a alt und gross bedeute, wird durch 
das synonyme lav jé 老 爺, der Vater, er- 
sichtlich. 

Eine Ableitung von anya, die Mutter, im 
Chinesischen als Participial - Stamm njang 
gebräuchlich. 



一 296 ― 



Apáca 

Nonne 

Apad 

ebben, 
abnehmen 



Ápol 

nähren, 
pflegen 

Apor 

Gestank 

Apró 

klein 

Ár 

der Preis 



Árad 

íluthon^ an- 
Hchwííllen 

Arany 

Gold 

Arc, arca 
Árka 

Sappn 

Arenda 

Route 

Arat 




A-pÖ heisst im Chinesischen eine alte 
Mutter, mit tsze ^ assonirt zu ca wäre es 
ein Mütterchen. 

PÖ ist eine Welle, pö 剰, fallen, mit einem 
inactiven i 以, zu a assonirt; die Verbindung 
der Welle und des Rollens gibt das com- 
plexe Wort im Magyarischen. 

Cfr. das persische lautverwandte ap, 
Wasser. 

隱, inactives Verbal-Präfix, assonirt zu a, 

Pav, Hokkjen po, nähren. 

L ist Ii 沾, subjectives Verbal-Suffix. 

Pö, coreanisch pör, ist die Hefe, vielleicht 
von dem Gerüche ? Pö 薄, bedeutet auch 
schlecht und eckein, 

P'Ö, klein, woher pör, coreanisch der Sand. 
Pb zu ap verkehrt. 

LjÖ, japanisch ro, klein. 

Im Magyarischen kommt ár und ér im 
Sinne des Werthes und Preises, baryphon 
und oxyphon, vor ; im Chinesischen kommt 
blos Ii, ri 利 , gleich ér, Werth und Gewinn, 
vor. Ist hiemit ara, die Braut, verwandt? 

Av, jav, im Mongolischen ár, jár, bedeutet 
uuormesslich tief. 

Ad ist das Verbal- Suffix ta 

A, Artikel. 

Läng -- ráng, glänzend, lauter, auch läng 
、伶 , hell, klar, glänzend. 

Saj, guuirt, das Gesicht. 
Was ist av- und or-ca ? Etwa ein syno- 
nymes xdy tir P 而, die Wange ? 
Vom slavischen apOKb. 

Vom It 111 ionischen. 

A und ya, schneiden. 
I La, ra, dio trennende Wirkung des Messers. 



亞 婆子泊 以保柏 頗屢利 濱 亞期 麒 亞刺 




一 297 一 



At ist ta 打, inactivos Suffix. Während 
im Magyarischen szánt so viel heisst als 
pflügen, bedeutet sdn ^ij das Mähen ; es ist 
ersichtlich , dass beides vom Schneiden ab- 
geleitet wird. 

Ljáng ist überhaupt das Maass, im mora- 
lischen Sinne, ein grossmüthiges Gemüth. 

Die verwandten Örv und Ürügy leiten uns 
auf die Deutung des ersten Elements des 
Compositum s, das wir mit flechten, stricken 
übersetzen, nach 16, ro , das im 網 
lo wang ( iind mang = many ), Netze, Schlingen 
stricken, und moralisch Ränke schmieden 
bedeutet. 

Ö 奄, coreanißch or, ist ein Netz mit 

feinen Maschen. 

Wei 每 ist ein Vogelnetz, die beiden ö und 

wei zu orv crasirt. 

Av und jáv, mongolisch ar, jar, bedeutet 
Schatten. 

Ist ny ein Participial-Suffix, das an das 
liquide r angehängt wurde, oder, da dies 
ein zu seltenes Beispiel der Consonanten- 
Anhäufung wäre, so wählen wir lieber das 
dem magyarischen nyék entsprechende nyíh 
匿, cantonisch ník, verstecken, verhehlen 
und njij Hokkjen njek 因 , mit derselben 
Bedeutung. 

Cfr. ár-véső, Grabstichel. 

La und la, brechen, verderben (inversa 
Radix) oder i(a) la ta, 以 拉 打, crasirt in 
eine Silbe (? ). 

Cfr. lä 刺, verrucht. 

Ö, coreanisch 6r, böse, schlecht; schaden- 
froh, hieraus das magyarische or, der Dieb 
und orz, rauben, stehlen ; yö 欲, coreanisch 
yor, raubsüchtig. 



Arány 

Proportion 

Ármány 

Ränke, 
Intrigue 



Arny und 
árnyék 

Schatten 



rr 

lie 
rt 

iden 



Arszian, 
Oroszlán 

der Löwe 



B 



— 298 — 



Áru 

Waare und 

Árul 

verkaufen 



Árva 

Waise 

ÁS 

graben 



Ásít 

gähnen 



Asszony 

die Frau 



A8Z 

Dürre und 

Aszik 

dörren 



Sz kaDD 8ze ein inactives Suffix sein, 
das aas or das verbale orz, rauben, bildet; 
es kann aber auch sze 御, der Löwe, sein, 
dem noch das Epithet láng 狼, wild, an- 
gefügt wurde. 

Cfr. das türkische ärsslan ^jiLi**^l. 

LÚ, ein edler Stein, als Tausch- oder Ver- 
kehrs -Werth. 

LÚ, Geld, Vermögen zur Bestechung. 

A ist entweder Pronom im Substantiv, 
oder assonirtes i 以 im Zeitworte, das noch 
l = Ii 吏 als Verbal-Suffix anfügt. 

Aus der Idee der Bestechlichkeit wird 
driiló, als der Verräther par excellence, ab- 
geleitet. 

Av und jav, im Mod goli sehen ar, jar, früh- 
zeitig sterben ; ist es mit cp^avo; in Rapport ? 

Shá und sháj, schneiden, stechen. 
Shaj 截 ein Speer, eine Scheere. 

Cfr. sä 级, der Pflug (auch eine Lanze), 
woraus szánt, pflügen. 

隱 zu a assonirt; inactives Hülfsverb. 
Chi, gähnen. 

T, apocopirt von ta, Verbal-Suffix. 

A ist entweder ein Ehrenepithet, wie in 
a-tya, a-pa, a-nya, oder ein inactives Hülfs- 
verb gleich i 以. 

Sáng, gebären, ein Participial-Stamm von 
m, tibetanisch Erde, nämlich die fruchtbare. 

Cfr. das mongolische assohu, ernähren, er- 
ziehen, von der Wurzel mh j^, die Nach- 
kommenschaft fortsetzen 5 chuen suh 賴, 
die Familie fortsetzen. Cfr. szül, gebären. 

Sa-V ist ein Vriddhi-Stamm einer Wurzel 
sa, die auch in szárad vorkommt, mit der 
Bedeutung von trocken und trocknen. 

Cfr. das lapponische asme, aridus und das 
japanische atsza, dörren. 



雜 1 賂 完我 以咚 打以生 娥 



一 299 一 



Aszat 

Unkraut 

Által 

durch, über 

Átok 

der Fluch 

Atya 

der Vater 



Avad 

veralten 

Avar 

dürres Gras 

Avat 

einweichen, 
einweihen 

Äzik 

nass 
werden 



der, die, das 

Azsag 

Ofenkrücke 



齒+塞 



咀 




阿 




m 




Tsä, Canton tsät, das Unkraut jäten. 
Cfr. moszat 

Cfr, das mongoliscli-tartarische altdhu, über 
einen Berg steigen. Auch mit ausgefallenem 
I》 dt über. 

TÖ und tä, in Hokkjen tök, täk, gegen- 
seitige Lästerung, mit einem Pronominal- 
Präfix. 

A, Ehrenepithet (alt, gross). 

Tje', Benennung des Vaters, besonders im 
Norden von China o-tje^ 阿 爹, ehrwürdiger 
Vater. 

Im Tscheremissischen noch ohne Assonanz 
atye. 

Ö (á), alt, ist die Wurzel des av-Vriddhi- 
Stammes. bildet ódon, antik, wie á, avúlt, 
in oxyphoner Scala év, Alter, Jahr. 

Av und jav, Gras, üppige Vegetation. 

Ar 兒, concretes Suffix. 

Av, jav und gav, in Wasser tauchen. 

At ist ta 打, inactives Suffix. 



zu a assonirt; inactives Hülfsverb. 
Si, in Composition zi, nass. 
Ki zu k apocopirt, Pronom. 

A ist Artikel im Tibetanischen. 
Sze 斯 und tsze 兹 zu z apocopirt, ist 
proDomen demonstrativum. 

A, Pronom. 

Zhe, in Hokkjen zMak, brennen, sieden; 
zhe shwuy 水, heisses Wasser, die sin 
熱 A!l、, ein glühendes Herz, warmes Ge- 
müth. 



— 300 — 



E. 



E, ez 

dieser 

Eb 

Hund 



伊 



Eber 

wach 



Ebéd 

Mittags- 
mahl 





and 
咽 



E, persönliches und demonstratives Fürwort. 

Ez ist ein Compositum von e und 
tsze 此, dieser hier, erweicht und apocopirt. 

É, ein starker Hund. Dies ist eine lange 
Wurzel, wogegen eb einer kurzen Wurzel e 
oder 7/e entspricht; der Stamm en oder i/en ^jf 
ist daraus abgeleitet, mit der Bedeutung des 
Jagdhundes; es muss nun dieses Merkmal 
auch in der Wurzel e und ye, magyarisch 
eb, wie Hokkjen ep, vorkommen. Im Chine- 
sischen ist yé zu Ije |j^, jagen, consolidirt, 
wie ye zu nye-r im Chinesischen und 
Magyarischen potenzirt wurde. 

Das mandschuische ehideme, zu Mittag essen, 
führt uns auf die kurze Wurzel é, yé 咽, 
Hokkjen t/ep, verschlingen ; die Gefrässigkeit 
könnte im magyarischen eb repräsentirt sein. 

É, heisst ein grosser Hund. Das Magyari- 
sche dürfte hier rückwirkend zur Erklärung 
des langen é beitragen, indem es eine pas- 
sionelle Eigenschaft des Hundes, nämlich 
die der Wachsamkeit, zur Basis seiner Be- 
nennung erwählt. 

In be ist das causative p*e ^^, das un- 
richtig als blos passives Suffix bezeichnet 
wird, enthalten^ da dessen Energie durch 
p^é 俾, bewirken dass, befähigen zu, näher 
erklärt wird. 

R ist ur 兒, ein concretes Suffix gleich 
dem türkischen er 乂. 

É, lange und e, ye, kurze Wurzel heissen: 
jenes zu Mittag essen, dieses einfach schlin- 
gen, verschlingen. 



― 301 ― 



Ecs und 

ecset 

Pinsel 



Éd 

Süsse 

Edény 



Bl 

台十凡 



Edz 

härten 
(den Stahl) 



Eg 

Himmel 

und 
brennen 



/?辛 



祇 



Das magyarische eb-é-d besteht aus Re- 
duplication der kurzen und langen Wurzel 

in Hokkjen ep 咽 und é 拖 mit dem pro- 
nominalen te 底, Substantivbildner , zu d 
erweicht und apocopirt. 

Ecs war ursprünglich der Stylus, mit wel- 
chem die Buchstaben auf Bambustafeln ein- 
geritzt wurden. Che 蟹, in Canton cMt, ist 
der Stachel eines Insects, che und che f 析, 
die Spitze einer Lanze ; che heisst die 
Inschrift, besonders auf einem Grabmal, das 
Zeichen 戈 beweist, dass dieselbe eingeritzt 
wurde. Ché ^jj^ heisst, was die Römer acu 
pingere, d. h. sticken, nannten. 

Aus späterem Zeitalter mag ché 蒂, das 
Papier stammen, wie auch chet, der Pinsel, 
von che 智, ein Bündel Haare, gebildet 
worden sein. 

Té, süsser, rother Wein. 

Hieraus der Stamm tjen 甜, süss. 

E, ein Krug. 

Dény, in Composit. erweicht von ting 餘, 
das chinesische weisse Kupfer, eine specielle 
Industrie China, 8, die heute unter dem Namen 
China-Silber im Handel bekannt ist. 

Se, hart, umgestellte Wurzel. 

£s mag aber auch der vocalischen kurzen 
Wurzel e, yé 碟, brennen, entsprechen, aus 
der im Chinesischen yen 炎 abstammt, wel- 
ches Metalle härten bedeutet. 

Z ist sze 使, inactives Hülfsverb, erweicht 
und apocopirt. 

Ke, umgestellte Wurzel, wie tjen 天, Gott 
und Himmel. Siehe isten. 

Eg, brennen, als langer Stamm, ist ein 
Compositum, das aus e brennen und 

ke ^g, dem erweichten frequentativen Suffixe 
zusammengesetzt ist. 



— 302 — 



Egész 

ganz 



Egerfa 

Erde 

Eglel 

necken, 
quälen 

Egyik 

der eine 



Egyszer 

in mal 



Együtt 

/liKanifiien 



Eger 

Maus 



Das Adjectiv k'e 后 heisst glänzend, der 
Morgenstern; k^e ndng 后 明. 

K'e heisst nagen, desswegen k*e ^^ + ^ eine 
Maus. 

Cfr. ih und yth 易 +益, Maus. 
Er ist vi 兒, concretes Suffix. 
E und yé, vereinen. 

Egy entspricht dem chinesischen yé 葉, 
ein Blatt, als Verb vereinen, eben so wie das 
finnische yh-tä dem chinesischen íh und yth 

• verwandt ist, das gleichfalls ein bedeutet, 
von yik 乙, die Knospe, der Sprosse und 
ein. 

Ih und yih, in Hokkjen \k, ein, gleich dem 
magyarischen egy, wird im Chinesischen auch 
für ein Ganzes genommen, yh ytJi — » 昔, 
die ganze Nacht. 

Vom Griechischen. 

E und yé, in Hokkjen ek, jeg, heisst ver- 
letzen. 

Ljé, reissen , zerren , mit dem activen 
Suffixe Ii 史. 

Egy, ein, mit dem Individualitäts- Suffix 
ki, ko 个 verbunden. Dies Suffix nimmt 
,da8 magyarische Adjectiv nur im Comparativ 
an, jobb'ik, der bessere, während es im Ja- 
panischen auch an den Positiv antreten kann, 
so jo, joki, der Gute, einer der Guten. 

Das Suffix der OrdiDal-Zahlen im Magya- 
rischen ist dik, dem das chinesische ti-Jd in 
mn-ti-ki 三 第 j^, der Dritte, entspricht. 

Im Chinesischen yih tsze, ein Mal, ohne 
weiterer Suffigirung, im MagyarischeD nimmt 
8ze noch das tibetanische Local - Suffix ru, 
apocopirt zu r, an. 

Yih-yu-ti, sind die Elemente des magya- 
rischen együtt, statt egy-ffyü-tt, dem chinesi- 
schen u oder yu S3L entsprechend, das meh- 




厭 



厭裂 一 个 



1 次 一 與第 



Q i 



— 303 — 



Éh 

der Hunger 
Éj 

die Nacht 



Ejt 

fallen lassen, 

Esik 

fallen 



1 Keü, 
2 Schmuck 



Eke 

Pflug 



Ei 

Schärfe, 
Spitze 

Ei 
hinweg 




野 



Í 猗 



剞 

und 
概 



利 




rere vereinen, zusammenlegen, hieraus eine 
Classe, ferner die Partikeln zusammen, mit, 
und ― bedeutet. 

Tl ist Adverbial-Suffix, apocopirt. 

He und ke, Hunger. 

Ke, ko, Hunger und Durst. 

Ya' (je = y), die Nacht, das magyarische 
^ ist gleich e finster, dunkel und yot' 野, 
die Nacht^ also gleich finsterer Nacht. 

Cfr. das türkische yö, die Nacht; das ja- 
kutische ilöl, die Dämmerung; das lapponi- 
sche ija. 

Das finnische eJUo, der Abend entspricht 
dem chinesischen ih, yih 黑 + 色, dunkel, fin- 
ster und dem magyarischen est. 

E ist die Wurzel des mit inactivem i-ta 
以 打 suffigirten magyarischen e-it, sie be- 
deutet die Welle, die Brandende; während 
das subjective esik mit dem verbalen Hülfs- 
worte 8ze verbunden ist. 

Kje, Keil ist die kurze Wurzel, der ke ; Ji+ 忌 
als lange Wurzel entspricht, die einen höl- 
zernen Nagel bedeutet. 

Ek als Schmuck wird erklärt durch k^e 琪, 
ein Edelstein und k*é ;^, mit verschiedenen 
Farben geschmückt. 

In ék ist die Wurzel umgestellt, in Td-es, 
anmuthig; jedoch der obinesischen Form ke 
gleich. 

Ké ist ein gekrümmtes Werkzeug beim 
Graviren gebräuchlich, der kurzen Wurzel 
kl 刻 entsprechend, welche graviren und 
schreiben bedeutet. Ke oder ké heisst 
schneiden, verwunden, ke 概, endlich, pflügen. 

Lé ist umgestellte Wurzel, scharf, spitzig. 



Lé (inversum), weg, mit k*hm 去 ver- 
bunden, weggehen. 



— 304 — 



Lé, bedeutet die Principien des physischen 
und psychischen Lebens. 

Cfr. das lapponische dem, das Leben, det, 
leben, eta, lebhaft, d-mes, gleich magyari- 
schem élelmes, lebensfähig; fr. viahle, 

El, mongolisch die Stirne, wird zur Be- 
zeichnung des jjvorn" angewandt, wie dien, 
der Feind, denjenigen bedeutet, der uns die 
Stirne bietet. Dies wird auch durch die 
populäre Vereinigung von homlok-ellen^ gegen, 
bewiesen, wo das dien durch das synonyme 
hondok, die Stirne, näher erklärt wird. 

E, genug. 

Ist Ug ein Adverbial-Suffix wie hg, teg, degf 
E, inactives Präfix. 

Lé hat auch die Nebenbedeutung des sich 
Einmischens, mit dem pronominalen ,《 也, 
zum Verbal-Nomen gebildet. Fa* wurde im 
Auslaut zu gy erhärtet und apocopirt. 

Wir haben die Wurzel von esik in e ge- 
funden^ das den Wasserfall, das Fliessen 
bedeutet ; ein hieraus gebildeter chinesischer 
Stamm ist en und yen (n = l) , und yin 
, welche fallen und fallen bedeuten. 

Wie alle organischen Functionen, so nimmt 
auch dlik das relative Fürwort ki 其 als 
Verbal-Suffix an. 

一 Lé sind die Principien der Vernunft, die 
Vernunft selbst. 

Me mag ein Pronominal-Suffix gleich mo 麽 
sein, das Substantive bildet, oder ein syno- 
nyiiicB Element me 謎, ein Räthsel^ ein 
Problem, auch in mese vorkommend. 

Cfr. das lapponische dw-et, animad-vertere. 

Wir erklärtoü d, vor, aus dem mongo- 
lisclion dj die Stirne ; öd, als lange Silbe 
iniiss ein Compositum sein, wo o eine selbst- 
Htändigo Wurzel, mit dem zu d erweichten 
te 底, Pronominal-Bildner zu öd crasirt vnirde. 



Elé 

vor 



Elég 

genug 

Elegy 

gemischt 



Ellik 

fallen 



Eime 

Sinn, 
Verötand 



Előd 

Vorfuhr 



理 矣 以理也 理 




Drei Ideen bilden den Complex, der im 
magyarischen em enthalten ist. En und jm, 
schlingen^ drückt das physische Merkmal, 
welches durch das magyarische emni, saugen, 
noch näher bestimmt ist, aus. Das zweite 
en, yen und njen, ältere Form mi, heisst 
denken, dies ist das psychische Kennzeichen 
des Menschen, während durch das dritte en 
und yen 曹 sein socialer Rapport ausgedrückt 
wird, nämlicli der des sprechenden Wesens. 

Das Wesen wird durch we |^ , coreanisch 
wer und her angedeutet, es bezeichnet Däm- 
lich das Geschöpf, das Ding, das Wesen, 
so dass wir in ember das säugende, denkende 
und sprechende Individuum erhalten, welches 
wir im Menschen ahnen. 

E, inactives Suffix. 

Me, coreanisch mö, saugen and säugen, 
gleich dem magyarischen Participium emo. 
Der Sau, als einer Saugerautter, kann dies 
Epithet mit ihrem sieben Zitzenpaar wohl 
vindicirt werden ! 

E, persönliches und demonstratives Pro- 
nom. 

Mo , Pronom , Demonstrativ und Inter- 
rogativ. Es wird auch mit i und a ver- 
bunden, ama, jener, ime, dieser da, wie auch 
mit dem Negativ se zu semo, , magyarisch 
sem und semmL 

En, yen, ältere Form em, die Stirne, d. h. 
die hohe, welche durch le 史 zum Zeitworte 
wird. * 

Ein Participial-Stamm ang und yang 

bedeutet heben, erheben, yang muh ^íjjl 
die Augen erheben. 

E, ist ein inactives Präfix. 

Mé, Eckel empfinden. 

Ly ist le 理, Suffix abstracter Substan- 
tiva. 

20 




Siehe 6Bt. die Sm. 

EaÜL weibBelie Brust, ist eine Composi- 
tion von saunen und fö, gleich lu 漏, 
das Träufeln, dieasen. durchsickern bedeutet, 
worin eben die Fonctioii der weiblichen 
Brust besteht. 

Em nd ajaa, äkere Form em heisst den- 
ken« credenken. 

Le ist 2e 5£, Vernunft, und Suffix ab- 
stracter Sabätantiva. 

EbMu DenkmjJ, ist darcfa eine weitere 
Zosammensetzang gebildet, nämlicli durch 
Anfugans: von bf sich erinnern, das 

' aach als Composirioo ke-nfen und njen-ke 
vorkommt. Kt bedeutet an sich selbst 
ein Denknud. Eines der ältesten Worte, das in 
Ix-pm 祀 潘, die Knotenschrifty erhalten ist 
, Én und yéa. ich. Es ist mit der Qoali- 
i ticarion des tmrbtr als denkendes und spre- 
I cfaendes Wesen identisch, stammt aber von 
j e 台 ab, welches fur sich als Wurzel gleich 
\j englisch^ deatacfa ich ist. Die Befähigung 
I der Persönlichkeit kommt dem e ^ von 
I e 言 +0^, sprechen and \ 意, denken, zu, 
I aus welchen die Stämme en und yen bei der 
Analyse von ember, Mensch, erklärt wurden. 

Yén, sprechen, von der Wurzel ß g+|ig , 
die ebenfidls sprechen bedeutet. 

YTd, heisst singen, von der Wurzel e 怕, 
Harmonie^ woher aacfa das Participiale mg 
und f/ing iS, singen, abstammt. 

Ek ist kl 个, Pronom-Substantiv-Bildner. 

Ngan, Nachsicht haben, im Magyarischen 
mit euphonischem e gemehrt. So ist das 
tibetanische nga, ich, engem im Mag^yarischen. 

Ed ist ta 打, Hülfeverb. 

Njen, Leim-, Kleber-Stoff. 

Das auslautende v ist aus U coDsolidirt, 
da das Wort auch gesprochen wird. 



― 307 ― 



Enyeleg 

tändeln 



Enyém 

mein 



Enyh 

Milde 
Ép 

ganz, heil 

Epe 

Galle 



Eper 

Erdbeere 
Épít 



Ér 

Ader 



Érdek 

Interesse 



Érdem 

Verdienst 



U und yü 魚 bezeichnet den Fisch und 
enyü ist eigentlich Fischleim. 

Ngae, lieben, wie nga zu engem, so ngae 
zu enge und enye gemildert. 

Eleg ist eine Verbal - Koseform aus le-ke 
吏 zusammengesetzt. 

En und yén, ich (siehe oben). 
E, Suffix des Genitivs. 
En, als Possessiv-Suffix der ersten Person 
zu em erweicht. 

Ngän, Milde, Rast. 
Ho, mild, apocopirt. 

PÍ, heil, gesund. 

E und yé, in Hokkjen ep, brennen, figür- 
lich bitter sein, wie im Englischen hot (heiss) 
auch für scharfe^ ätzende Gewürze gebraucht 
wird. 

Eped, schmachten, sich sehnen, wie Liebe 
mit Feuer und Gluth verwandt. 
Aus dem Deutschen ? 

E, inactives Präfix. 

Pe', bauen, einen Wall oder einen Damm 
erheben. 

T ist ta 打, Verbal-Suffix. 

Li, japanisch ri, bedeutet auch die Ader 
und Quelle. Hieraus kommt ered, fliessen, 
entspringen, gleichsam aus der Ader oder 
aus der Quelle spriessen. 

Li, japanisch ri, der Gewinn, Werth (Ca- 
pital). 

Tjih, in Hokkjen tík, die Frucht, welche 
als Symbol für Interessen genommen wird. 
Li, Werth, Gewinn. 

Dem wie dom sind wie le lun ^jgfy 

Bildner abstracter Substantiya, welche im 

germanischen doomr, 鶴 od-, -heit, noch heute 

20» 



奄君 奄安 和畢燁 以每 理 利 Í 的 利 



— 308 — 



Erdő 

Wald 



Élik 



Érez 

í'Uhleu 



Erő 

ílíe Kraft 



Erj 

/ahrHtofT 



intellectuelle Functionen bedeuten und zu- 
gleich abstracto Hauptwörter bilden. Dm 
ist von twan 端, coreanisch tont, in Com- 
position zu dorn erweicht und bedeutet ein 
Princip, das Haupt, Ursprung, 
ll^ É und 6, auch y 甚 und yÖ, coreanisch er, 
heisst waldige Gegend. 

DŐ ist gleich do, welches in Composition 
aus to erweicht ist, dem im ofificiellen Chi- 
nesisch taou 离, ein aus dem Meere em- 
porsteigender Berg, also eine Insel, im tür- 
kischen dagh ^Lb, Berg, Wald entspricht. 

Eine seltene Áusnahme von der zweisil- 
bigen Sprach-Natur im Lapponischen ist ard, 
wo das d apocopirt erscheint, gleich dem 
irischen ard, Höhe, Gipfel und hoch, edel, 
wovon das lateinische arduus abstammt. 

Im Chinesischen wird reifen mit shíh und 
8hüh 頓, 熟 bezeichnet, die zugleich bren- 
nen, wie das magyarische süt, brennen (von 
der Sonne) und durch Wärme zur Reife brin- 
gen, bedeuten. Demgemäss wäre er gleich 
,, yp, coreanisch er J^, das Feuer and 
Flamme bedeutet. 

Ik ist ki 其, Suffix organischer Verba. 
Das lapponische ara, maturus, reif, ist in 
baryphoner Scala entwickelt und dürfte auf 
(las magyarische ara, Braut, als reif für Ehe, 
ein Nebenlicht werfen. 
理 Li und ri bedeutet auch die Ader, wohin 
die Nerven mit zu rechnen sind, durch sze 
wird es zum subjectiven Verbum er- 
hoben. 

勵 Lé, coreanisch lö, japanisch rö, die Kraft 
entfalten. K wäre dann ein Pronominal-Präfix 
j 君 oder e 以, inactives Hülfsverb. 
Die kurze Wurzel ist Ijíh 力. 
理 Li UDíl ri ist Quelle und Ader, wie wir 
bei der Analyse von ér gesehen haben ; das 



― 309 ― 



Hauptwort wird durch das substantive Verb 
ya^ 也 deponential. 

Li und ri ist die Vernunft, vermöge des 
inactiven ta 打 zum Deponential-Zeitwort 
gebildet. 

Li = ri, Vernunft, Ursache. 

Te, Adverbial-Suffix. 

Siehe érdek, Interesse. Der Unterschied 
zwischen den zwei Wörtern liegt darin, dasB 
im ersten sich das zweite Element der Com- 
position dek, seines eigenen Accentes ver- 
lustig, ganz dem ersten Elemente unterge- 
ordnet hat, im zweiten aber die Elemente 
nur in der Idee verbunden sind, jedes aber 
seinen selbständigen Accent bewahrt hat. 

Aus er = Ii, n 3|| Vernunft, dem noch 
lebendigen Sprachinstincte gemäss, neuge- 
bildet, nach Analogie von terVy szerv, wo das 
tibetanische Zeitwörter bildend^ va, angefügt 
wurde, das die Wurzel des Substantiv- Ver- 
bums varij sein und haben, bildet. 

Gewöhnlich eul (öl) gelesen, hat auch den 
Laut shi, mit der Bedeutung und, verwandt 
mit is, auch. 

She, bitten. 

G ist ke 起, frequentatives Suffix. 
Esedezik, eseng sind erweiterte Formen. 
Siehe ejt, fallen lassen. 

She bedeutet den Eid, mit Blutlassen be- 
kräftigt. 

Keu ist das Wort, im eminenten Sinne; 
also Eideswort, 

E ist die lange Wurzel, die gunirt für éj, 
die Nacht, d. h. die finstere, gebraucht wurde. 
Es ist eine parallele, kurze Wurzel, welcher 
im Finnischen éh-to, im Lapponischen eleked, 
der Abend, entspricht. 



Ert 

verstehen 

Érte 

für, wegen 

Érték 

Werth 



Érv 

Grund 
Argument 



É8 

und 

Esg 

flehen 

Esik 

fallen 



Est 

Abend 



理 理第 利一的 理爲 而時 誓句翳 




一 310 ― 



Im Chinesischen wird der Abend sjíh 夕, 
canton, sít, genannt, das mit dem magya- 
rischen sötét, finster, gleichbedeutend ist. 

T ist dem finnischen to, dem mongoli- 
schen dü, Zeit, entsprechend. Siehe ido. 

E, die Idee, der Gedanke. 

Sze, denken. 

Ein Beleg für unsere Meinung über die 
aus Composition entstandene Natur der lan- 
gen Stämme, ist das Vorkommen von é-sze 
意, als eines zusammengesetzten Wor- 
tes, welches Ideen, Gedanken bedeutet und 
im Magyarischen zu einer Silbe crasirt wurde. 

Esz, im Chinesischen 士 sze, ist ein be- 
liebtes Suffix concrete!* Substantiva. 

Eszme, Idee, eszmél sich besinnen, sind 
weitere Bildungen, mit dem Pronomen mo 
麽 und dem verbalen Suffixe Ii 

Sze, das Jahr. Die Bezeichnung mit 示 
deutet auf einen mythologischen Cyclus 
zurück. 

Ten (wie in is-ten, Gott) ist tjen im 
Japanischen ten ^ 2/ , ist der Himmel (der 
glänzende) und Gott. Das japanische ten sama 
f ;V 1)" 7 , bedeutet aber die Sonne, aus 
der Wurzel fa 昏 Sonne, so dass wir in 
esz- ten ein solares Jahr erhielten. 

DÖ für tö, in Composition erweicht ist 
tob 暑, Morgenlicht, Zeit, wie dü im Mon- 
golischen die Mittagszeit bezeichnet. 

Cfr. das magyarische ido = i-tob 已 暑, 
vergangene Zeit. 

É, heisst zu Mittag speisen, wie wir es 
in ebéd Mittagsmal gesehen haben. 

Dass e allein die Wurzel sei, beweist der 
Stamm ét und étel, die Speise, wo der Wur- 
I zel das Substantiva bildende pronominale 
I J[|£ ang^efügt wurde ; weiter wird es dui'ch 
I den Abfall des inactiven sz = sze er- 



― 311 ― 



sichtlich; das im Imperfecte ein anderes 
Hülföverb annimmt, nämlich 爲 wei, wo- 
durch es zu evém, ich asS; evő, der Essende, 
wird. In ettem und enni (Perfect und Infini- 
tiv) ist das erste t, aus 8z oder w, dorn 
Suffixe der Vergangenheit ta 打 und des 
Infinitivs ni assimilirt. Cfr. dedel, Nahrung. 

Hew und k'ew (aspirirt), faul, verfault. 

E, das Alter, é 婦, alt; das Magyarische 
ist ein Vriddhi-Stamm, wie av-vl von a 亞 
und 阿, alt. 

E, dieser, demonstratives Pronom. 
Tsze, z in Composition, dieser. 

Persisch. 

Uh, japanisch m, Silber. 

In vielen Gegenden Ungarns wird es blos 
üst genannt, so dass wir, für ez 紫 tsze, 
Werth und werth und tsze 雜, ein antikes 
Geldstück aus Silber, im Werthe von acht 
Leang 兩, als eine nähere Bestimmung des 
üst annehmen dürfen. 

Uh wird in den Wörterbüchern durch pih 
kin 白 金, weisses Gold == Silber, erklärt. 

T ist te 底, pronom. Substantiv-Bildner. 



― 312 ― 



I. 



Ibolya 

Veilchen 



Ibrik 

KaflFee- 
kanne 

•ceg, biceg 

wackeln, 
flattern 



Ide 

hieher, hier 

idáig 

bis hieher 



Ideg 

Ní'.rv,Sehne 



Idegen 




迫 







í ist der Name verschiedener officineller 
Pflanzen, wie Wasserlilie und Plantago, wohl 
mit i 怕, angenehm, gefallig, oder mit i 
heilen, also officinell verwandt. Cfr. 
heilen. 

Po-Io 疲 羅 ist Ananas, besonders mit 
mjih 蜜, Honig, verbunden. 

Ob hier eine Verstellung von lateinischem 
viola zu vermuthen, ist eine offene Frage. 

Ibrik, türkisch, bedeutet eigentlich einen 
Wasser krug, dann eine Kaffeekanne ins- 
besondere. 

Th und jih, mit japanischem Stamm-Ex- 
ponenten its, Flügel und flattern. 

Eg ist ke ^C, frequentatives Suffix. 

Pih, japanisch pits, in Composition bits, 
flattern, geschäftig, unruhig thun. 

Cfr. kjlh-pili 舞 迫. 

I, demonstratives Pronom. 

Te, in Compositum de, Dativ und Local- 
is uffix. 

l-ta-lh, in Hokkjen ík, bis an die Grenze. 



I, Artikel. 

Tje und tjTh, in Hokkjen tek und tik, in 
1 Composition dek, Sehne und bewegen. 
; I kann auch als causales i 以 , verursachen, 
veranlassen, gedeutet werden. 

l-te-jen, in Compositum i-de-zhen, bedeutet 
fremden Landes Mann. 7 弟 ist fremd, ti 地 
ist Land, zhen 人 aber der Mensch. 
Cfr. i i^, Barbarenhorde in Cauton. 



一 313 ― 



Idei 

heurig" 



伊 



Idéz 

vorladen 

Idom 

Gestalt, 
Form 
(Princip?) 

Idüi 

heilen, 
genesen 



Ifjú 

Jüngling" 




I ist pronom. demonstrativ. Es kann aber 
auch selbständiges Synonym des folgenden 
de 夷 (von dö in idő, Zeit) i oder \ yi 翌, 
der Sonnenaufgang, also Morgen bedeuten. 

De von dö ist gleich tú 暑, Morgen, Früh ; 
während es im Mongolischen den Mittag be- 
deutet. Hieraus stammt tün-ik, scheinen gleich 
tun im Chinesischen und tung 東, der 
Osten. 

I ist im Magyarischen und Japanischen 
ein Adj ectivbildner. 

Aus der Partikel ide, hieher, durch das 
inactive sze zum Zeitworte potenzirt. 

I ist eine selbstständige Wurzel, wie in 
i-li 義 Anstand; die Idee, bedeutend. 

Twän, coreanisch torn, ton, in Composition 
dorn, heisst Princip. 

I heisst heilen, wie iidrul, dem eine ü- oder 
yü 广 + 俞- Wurzel entspricht. Üde und üdít, 
wie iidul zeigt, dass das zweite Element durch 
die ganze Laut-Scala synonym ist. Üd-vös, 
heilsam, würde auf eine kurze Wurzel i und 
ü führen, welche nach cantonischer Aus- 
sprache U, üt lautet. Wir finden eine kurze 
Wurzel in ö oder yö ^^, welche heilen be- 
deutet. 

YÚ P 有 bedeutet erbrechen, wie yü 
gewisse wohlriechende Kräuter, die das ü;r- 
brechen verursachen, also, Brechmittel als 
Arzenei par excellence. 

Yí heisst ebenfalls erbrechen. 

Es ergäbe sich also eine Analyse, die auf 
einer kurzen Wurzel id, üd aus \, ü basirt, 
damit das subjectiv- verbale ul 而 oder das 
doppelinactive i-ta 以 打 suffigirte. 

Der Dichter Kölcsey bemerkte zuerst 
(im Athenaeum), dass dies das einzige ma- 
gyarische Wort sei, das mit einem Präfixe 




一 314 一 



Ig 

bis 

Iga 

Joch 



域 




(i) versehen erscheint. Wenn es auch nur 
halb wahr ist, so ist die WahrneEmung eine 
Probe seines Scharfsinnes. Die Analyse ist 
auf zwei Wegen möglicli, indem wir nacli 
Kölcsey das Wort in i-fi-ú odor in if-jú 
trennen. £s ist oino Thatsache; dass fi und 
fiu für sich als Sohn und Knabe existiren. 
In diesem Falle wäre i entweder ein Artikel, 
oder ein Synonym, nämlich i 兒, ein Knabe. 

Fl entspricht dem chinesischen fe^, frucht- 
bar, mannbar, wie das schwedische yngla 
den Fruchtbaren bezeichnet; u oder jú aber 
ist entweder gleich ü oder yü 育 oder yeiw 幼, 
beide jung" bedeutend. 

Der andere Weg zeigt uns das verwandte 
iv-ik, laichen (von Fischen) und ivadék, Nach- 

koinmeuschaft. Ivík ist gleich i-we* 以 募, 

üppig vegetii'en, mit ke 其 suftigirt. If-jú 
für iv-ju. 

Ju ist yew 幼, jung, wie oben. 

Cfr. fjun 雲, das Princip der Fruchtbar- 
keit und ißung 息, Zougungs-Geist. 

賺 h und yih, in Hokkjen Xk, bezeichnet die 
Grenze, hieraus als Terminativ - Suffix ge- 
braucht, um bis an die Grenze auszudrücken. 

Ih und yih, iu Hükkjon tk, bedeutet das Joch. 

Th und yih 禾 + 異, pflügen. 

Das zweisilbige Magyarische entspricht 
dem Compositum i kja 狭 die beide 
das Joch bedeuten. £b ist hier auf die Ver- 
wandtschaft mit dem arischen yugct, skr" 
íu^óv, gr., jüg-um, lat" Joch und das alte 
Juchart, germ., jho, slav., wie auch auf den 
hieraus gebildeten Participial-Stamm jung-o 
gleich skr. yung, aufmerksam zu machen, 
die in yih und yüh, wie in yüng ^||, har- 
monische Verbindung der Menschen oder 
der Töne. 



― 315 一 



Igaz 

wahr, 
gerecht 

Ige 

Wort, 
Zeitwort 



Igen 

ja, recht 
adverb. 

Igér 

ver- 
sprechen 

Igtat 

ein- 
schalten 



így, ígyen 

so, also 



Igyekszik 

sich 
bestreben, 
bemühen 

Ihar 

Ahorn 

Ihász 





以 

鬼 +i 

禾十異 




、■ 

Ih und yíh, in Hokkjen ík, ein und ge- 
rade, recht und rechtschaffen. 

Az ist sze 士, concretes Nominal - Suffix. 

Cfr. igenes und egyenes, 

YÍ, in Hokkjen yíh, erklären, dolmetschen. 

Das magyarische, zweisilbige Wort kann 
als Compositum von i f + 躯, sprechen und 

ké zu gé erweicht 鬼 + 曹, das Wort, gedeutet 
werden. 

Ih und yíh, in Hokkjen Ik, recht, gerecht 
und an 安, Adverbial-Suffix gleich en, yen. 

Hieraus ist gebildet das Adjectiv igenes, 
gerade, gerecht, durch Anfügung von sM 
oder sJie 是, Pronominal-Suffix. 

蕭, inactives Präfix. 

Ké, sprechen, in Composition zu gé erweicht. 

Er ist gleich ur 而 ein Verbal-Suffix. 

Ih und yíh, in Hokkjen ik》 pflügen (näm- 
lich Furchen einschneiden) wie im lateini- 
schen exarare litter as. 

Doch ist yih 事, der Stylus (zum Einritzen 
der Buchstaben) näher als der Pflug, und 
hieraus stammt wohl durch das causative 
Suffix ta-t, igtat. 

蕭, demonstratives und relatives Pronom. 

I, instrumentales Suffix, zu gy erhärtet, 
gleich ho-i ^jfcj 以 zu hogy, wie? 

Yen ist 焉, adverbiales Suffix, gleich an 
安, sowohl im Chinesischen als im Magya- 
rischen. 

Siehe Ügy und ügyekszik. 



Siehe juhar. 

Siehe juhász. 

Cfr. yih und yuh 殺, ein Knecht, yih 
und yüh, Cfr. joh, juh, das Schaf. 



― 316 ― 



Ihlel 

einhauchen, 
begeistorn 

Ihog 

unziemlich 

lachen 
(j und ív 
der Bogen 



Ijed 

erschrecken 
scheu 
werden 

Iker 

Zwilling 



Ik-év 

Schaltjahr 



Iktat 

einschreiben 
einschalten 

lidom 

Klugheit 



Ikra 

Fiscb- 
roggen 



Th und yih, der A them. 

Ljé, Luft, Dunst. 

L ist Ii 史, Verbal-Suffix. 

蕭 h und yih, lachen. 

Og ist ke 起, frequontatives Suffix. 

Í, jemanden mit Pfeilen tödten. 

J ist ein Rest von yu 弓 + -jp», ein Bogen. 

Cfr. yXli 揖, biegen. 

W in iv, ist gleichfalls ein Rest von wé 
衞, wehren, Waffe. 
蕭, inactives Hülfsverb. 
Ye und yen, streng, Furcht einflössend. 
D ist apocopirt ta 打, Verbal-Suflix. 

iki, im Türkischen zwei. 

Ul, im türkischen er, Kind. 

ikärä, im Jakutiscnen Zwillinge, im Tür- 
kischen ^jcXjt, 、ikiz, wo dein magyarischen 
er ein tsze 子 entspricht. 

Cfr. th und yíli noch einmal, zweimal. 

蕭 h und yih, in Hokkjen ik, soviel als 
hüpfen, das synonyme szökő év, bestätigt 
die Idee des Sprunges, wie das chinesische 
zhun 闺, auch von hüpfen genommen wurde, 

zliun ffiffi bedeutet das Hüpfen der Insecten. 
Siehe igtat. 



Li, die Principien, die Vernunft. 

Twan, coreanisch ton, älter torn, in Com- 
position erweicht zu dorn, Princip der Dinge; 
es wird wie lé, lun (lom), als Bildner der 
abstracten Substantiva gebraucht, dem grie- 
chischen Xo^oq entsprechend. 

Th, uh und yih, yuh, in Hokkjen ik, uk 
mit tsze 子 bedeutet den Fischroggen. 

Ist la = ra, im Ötammworte lioän, län 卵, 
die Eier der Vögel und Roggen der Fische? 



謚冽哂 贖 



以 




愛 



逸 



理 



血 

+ 



一 317 ― 



Illat 

Duft 



Illan 

entfliehen 



Illet 

berühren 



flüchtig 

Ily, Ilyen 

solcher 



ím 

siehe da! 

Ima 

Gebet 



fmely und 
emely 

Eckel 




In und yin (n ■= l), ein warmer, genialer 
Hauch. 

Yin, blühend. 

Cfr. Ii 莉, Jasmin. 

Li, von Stein zu Stein springen , beim 
Uebergange eines Flusses. 
Lan, springen über. 

LT, der Anstand, die Grundsätze der so- 
cialen Ordnung. 

Li-Ii = ü-U, die erste Wurzel ist umge- 
kehrt. 

K ist Id 其, Pronomen. 、 
Siehe ü-dom. 

Li, die Saiten mit den Fingern berühren, 
das Ruder führen, etwas handhaben. 

Et ist assonirtes ta 打 transactives Suffix. 
Cfr. d, die Hand. 
Siehe illan. 



I, persönl. und demonstr. Fürwort. 
Li, Weise ; und 

I, persönl. und demonstr. Fürwort. 
Ljen, Gesicht, Bild. Siehe olyan. 

I, demonstratives Fürwort. 
Mo, apocopirtes Fürwort. 



und yin, ältere Form im, ein reines 
Opfer darbringen, mit gefalteten Händen, 
in gebeugter Stellung beten. 

Eine weitere Bildung ist ying und yang 
堯, ein Opfer der Sonne, dem Monde und 
den Sternen gebracht. 

Die Wurzel ist yih 揖, die gefalteten 
Hände zur Brust erheben und den Kopf 
beugen. 

En, em und yen, satt, Eckel empfindeD, 
zurückstossen ("die Speise 义 

Ely ist le 理, Bildner abstracter Sub- 
stantiva. 



00 




捩 



伊理 1 伊 伊麽騵 




+ 



― 318 — 



Siehe oben die Analyse von m, vddies 
mit nuir verbunden ist, das wir (siehe dieses) 
als heute erklärt haben; mm^ Somie, Tag, 
mit dem Local-Saffixe ru za r apoeopirt 
薩 n und yin, den Bogen spannen« 
薩 ndit, bewegen, inger. Reis, smd weitere 
Bildungen aus dem Stamme in, welcher aas 
der Wurzel ih, yth -^, leiten, föhreB, ent- 
sprossen. 

Inda, Ranke, ist eine neue Formation. 

薩 n und yin, das dem Körper nächste 6e~ 
wand. 

誦 n und yin, reizen, anföhren, leiten, aach 
verleiten. 

Ger, das auch erwecken, err^^n bedeutet, 
ist kjv und 1^ 激, magyarisch gerj, gerjed. 

In und yik ist die Ursache, auch die Um- 
stände die eine Handlung beeinflossen ; yin 
引 heisst bewegen, veranlassen, wovon im 
Magyarischen ind-it, in Bew^ang setzen. 

Ok ist ku 故, die Ursache, verkehrt oder 
apocopirt. 

In, yin, bewegen, mit dem Frequentativ- 
Suffixe ke 起 verbunden, das in inog noch 
nicht zu ififf crasirt erscheint. 

Imj/d vagffon bewegliche Güter, wie ingat- 
laiij die unbeweglichen. 

Wie im Deutschen die Galle wohl nichts 
mit der Galle zu thun hat, so ist es fraglich, 
ob im Magyarischen pók wirklich die Spinne 
büdciite? beide werden volksthümliche Aus- 
drücke sein, deren Entlehnung oder Veran- 
lassung- selten zu deuten ist. 

In und yin heisst kalt, yin 乙 , erbärmlich. 

Se ist 者 chay, Pronom, mit k£ Col- 
loctivbildnor der Substantiva. 

In und yin, Laut und andeuten, Winke geben. 
T ist ta 打 inactíves Suffix. 



― 319 ― 



ordnen^ 
leiten, ver- 
anstalten 

íny 

Zahnfleisch, 
Gaumen 

Ip und Ipa 

Schwieger- 
vater 

Ipar 

Fleiss, 
Industrie 

ír 

Salbe 



引 




誦 r 

schreiben 



Iram 

Flucht 



笫 






逸 



In und yin, leiten, anfiihren ; ist te ^ 
die Hand? 

Z ist erweicht, vom inactiven 

誦 n und yin, der Gaumen. 

Der Ausdruck nincs inyire, it is not pala' 
table, es ist nicht nach seinem Geschmack, 
hat im Englischen ein Analógon. 

誦 bedeutet fremd. 

Pa im Tibetanischen und po im Chine- 
sischen heisst der Vater. 
Siehe apa, 

Ih und yih, in Hokkjen ip, heisst sich be- 
streben ; yih ^^, vermehren den Nutzen. 

Ar ist vi 兒, concrete Endung. 
( bedeutet heilen. 

R ist ein apocopirtes ^[, eine über die 
Nacht destillirte Flüssigkeit. In beiden Wör- 
tern finden wir 西 das Zeichen für Wein, 
der wohl das Hauptingrediens gewesen sein 
wird. 

Nach unserer Einleitung muss ir als lange 
Sylbe zusammeDgesetzt sein. 

Ih und yih, coreaDisch ir, ist der Pinsel, 
ih und yih ij^ + heisst aber auch pflügen, 
ritzen, graviren , das vor Erfindung der 
Schrift die frühere Weise gewesen. Kth 资 J, 
im Coreanischen kir, ritzen , graviren, ent- 
spricht dem fiDnischen Mr ja. Das japanische 
iro, die Farbe, ergänzt den Kreis der Be- 
deutung. 

Irály för Styl ist eine Neubildung. 

誦 n, yih, coreanisch ir, fliehen. 

Hiemit verwandt ist yih 驛, Postpferde 
und yih 翼, die Flügel. 

Iramodd, irány sind weitere Bildungen, 
iránt, gegen, ist mit dem adverbialen Suffixe 
te aus dem Zeitworte entstanden. 

Ein verwandtes Wort ist ülan, l für r. 



— 320 — 



Irgalom 

Mitleid 



roden 

Irigy 

neidisch 



der 
Schreiber 

Hódzik 



Irul (pirul) 

erröthen 



誦 S 

auch, 
noch mal 

Isme 

Kenntniss 



挹 



禾+異 






a 



亦 



憶 



- _ - 

誦 h und yíh, coreanisch ít, sich erbarmen; 
Gay 哀, ist synonym, ein Ghinastamm. 
Lom ist lun 論, Suffix abstr. Substantiva. 

Ih und yih, coreanisch ít, das Land be- 
bauen, was wohl mit Roden beginnen müsste. 
T ist ein Rest von ta 打, Verbal-Suffix. 

誦, verlangen, begehren. 

Li, ri, gelüsten, begehren. 

Cfr. i'lew 兒 i !^, der Hass. 

Gy ist ein im Auslaut erstarktes yay 也, 
wie wir es in hogy für ho-i ^^nf J[^, ge- 
sehen haben. 

誦 h und yih, coreanisch ir, der Pinsel. 

ist gleich tibetanisch o, magyarisch o, 
chinesisch e 伊, Pronomen und Partieipial- 
Suffix. 

Ih und yih, coreanisch tr, verabscheuen. 
Tu ist hassen. 

Dz ist ein Doppel-Suffix, aus ta und 
zhe erweicht und crasirt, k ist ^t, Pronom. 

lro, Japanisch die Farbe, welches durch 
ul 而, subject! vem Verbal-Suffixe zum Zeit- 
worte gebildet wurde. 

In vielen Sprachen bedeutet die Farbe 
roth und schön, so russisch KpaCHUH, wäh- 
rend in der celtischen Sprache weiss zugleich 
schön ist. 

誦 h, japanisch is, auch, nochmals. 

Es mag auch sJie 而, sein, welches nebst 
eul, auch shi lautet, und der Conjunction 
und; auch entspricht. 

Ih, yih mit japanischem Stammexponenten 
Í8 heisst denken. 

Shih 識, umgestellte Wurzel, heisst ken- 
nen, wissen. 

Me, wie in elme, elméi, sinnen, denken, 
ist die Wurzel von mßn # + |5í, denken, 
überlegen. 



― 321 一 



Isten 

Gott 



Zhl und shi-tjen sind die chinesischen 
Aequivalente, die dem magyarischen isten 
entsprechen und dessen Bedeutung erklären 
sollen. Zhl 曰 ist die Sonne, shi 示, der 

Geist, tjen 天 aber bedeutet erhaben, Him- 
mel (auch Sonne und Gott, als höchsten 
Richter). Zhi und sM sind Wurzelworte und 
bedürfen keiner weiteren Erklärung, sie sind 
in dem magyarischen is enthalten, das eine 
complexe Idee des sinnlichen Objectes der 
Religion, die Sonne und die ideele, den Geist 
bedeutet. Ebenso complex ist das chinesische 
fjm, welches nach seinen Wurzeln ebenfalls 
die drei oben erwähnten Attribute als erhaben 
== Himmel, als Sonne und als Gott, in sich 
fasst. Die entsprechenden Wurzeln sind U 
heben, erhaben, ti 昏, die Sonne und 

ti ^^, der Richter und par excellence, der 
Richter des Weltalls shang-ti 上 帝, der 
hohe Richter, ein allgemeiner Titel Gottes, 
ebenso oft als fjen 天 gebraucht, ja die 
beiden Wurzel und Stamm zusammen ver- 
bunden als tjen ti 天 der himmlische, 
göttliche Richter, vorkommend. 

Während t'jen táv 天 道, die Bahn der 
Planeten (Himmels -Weg), im moralischen 
Reflex aber die Vorsehung (Gottes - Weg) 
bedeutet, ist jen -Ii 天 3Í|, das göttliche 
Princip, die Gottheit, das schon von Klapproth, 
wenn auch nicht ganz exact, mit dem osmani- 
schen tänghri, zusammengestellt worden. 

Wir finden in Siebolt's ; Archiven Japans^ 
eine ZusammenstelluDg des japanischen Pan- 
theons^ wo an das chinesische fjen 
(japanisch ten ^ 2/) mehrer© Elementar- 
Götter präfigirt werden, dem chinesischen 
wü fjen 五 夭, die fünf (Haupt-) Götter, 
nach der Cosmogonie der Chinesen, nämlich 

21 



日 1 示天 



― 322 ― 



Isten 

Gott 



die fünf Elemente annimmt, müh 木, den 
Baum, als KepräsentaDten der Vegetation 
den bekannten vieren anhängend . Siebolt 
führt an: shuy-tjen »f^ ^^, im Japanischen 
midz'ten und in Composition midz-den ^ ^ 

^ 2/ , Gott des Wassers ; ho-fjen »J^ 夭, 
Gott des Feuers, im Japanischen Q oder 
hl -ten 匕 f , Sonnen-Gott ; ki-tjen 夭, 
japanisch Id-ten 牛 f ^ , Gott der Luft ; ti- 
fjen 地 天 oder kin-tjen 金 夭, japanisch 

chi'ten ^ ^ 2/ ; Gott der Erde und müh- 

fjen 木 夭, Gfott der Bäume, der Vegetation. 
Diese Zusammensetzung von Elementen mit 
t*jen ^^, Gott, hat uns vor einem Viertel- 
Jahrhundert als Leuchte gedient, da das 
chinesische Sprachfirmameut anfing, als syste- 
matischer Complex von Constellation en sich 
uns zu erklären, in dem magyarischen is- 
ten, Gott, auch eine analoge Verbindungs- 
Weise mit irgend einem Elemente zu ahnen. 
Da fjen 天, Gott, in fjen-sama ^ 2^ 寸 7, 
als Sonnen-Gott erscheint, so muss das erste 
Element der Composition is als synonym 
oder als ein göttliches Qualificativ sein, h 
als Sonne ist das chinesische di\ 曰 , dä 
t*jen 曰 天, wäre also isten, der Sonnen-Gott. 
Is ist jedoch wie t*jen 天, auch eine com- 
plexe Wurzel, die sich von dem primitiven 
Cultus der Sonne zu geistiger Religion als 
sM-fjen 示 天, Gott als Geist, emporhebt. 
Eine ähnliche Zusammensetzung des fjen 天 
bietet uns ra-fjeriy Gott, der zuerst vom Osten 
Asiens nach dem starren Norden Eiiropa's 
ausgewanderten Lappen i), deren Sprache am 
Pole, so zu sagen, zu Crystallen gestockt 
sich durch die Isolirung ursprünglicher, alter- 

1) Lappen, Höhlenbewohner und Moosesser nach 
meiner Deutung. 




― 323 ― 



Gott 



Iszap 

Schlamm 



trinken 




i 少 
欣 



thümliclier erhalten hat, als dies das Chine- 
sische durch seine petrefacten Hieroglyphen 
bewirken oder behindern konnte. Sie beweist 
in ihrer durchaus bissyllabischen Stamm- 
bildung, dass sie sich von dem gemeinen 
turanischen Stocke in einer prähistorischen 
Epoche losgerissen habe, als die chinesische 
Sprache noch zweisilbig die Stämme aus 
(einsilbigen) Wurzeln bildete, wie sie das 
alterthümlichere Tibetanische bis auf unsere 
Tage mit der Freiheit bildet, die stamm- 
bildenden Suffixe von den Wurzeln wieder 
abzulösen und in dieser Hinsicht sich auf 
derselben Bildungsstufe mit dem Magyari- 
schen befindet , das bei noch häufigen bis- 
syllabischen Stämmen, die auslautenden 
Vocale auch apocopiren darf, wodurch sie sich 
den chinesischen mono - syllabischen Stäm- 
men analog gebahrt. 

Das erste Element des lapponischen r&tjen 
entspricht dem ägyptischen ra o, Epithet der 
Götter und der Könige, es ist die Wurzel 
des magyarischen, gunirten Stammes rägy-og, 
glänzen, leuchten, gleich dem chinesischen 
lÖ=ro 格, das brennen und scheinen be- 
deutet, welches in Hokkjen lop, rop aus- 
gesprochen wird und dem ägyptischen Aonvg, 
ardere, dem magyarischen lob, flammen, 
verwandt ist. Ratjen ist also gleich rö-fjen 
格 天, die glühende , leuchtende Sonne, 
gleich zM tyen 曰 天, Sonnen-Gott, isten. 

I heisst klein, gleich si-sha 沙, Sand. 
Sa und sha, Sand. Im Magyarischen aus 
einer kurzen Wurzel sä, in Hokkjen sap. 

誦 heisst trinken. 

Das sz gehört nicht zur Wurzel, da es in 
vergangener Zeit wegfallt und zu iv-ék wird ; 
das Zeitwort kann als eine Wurzel betrachtet 



21 



專 



― 324 ― 



Ispán 

Gespan, 



Gräuel, 
Entsetzen 

誦 tee 

ein Maass 
(für Wein) 

ítél 

urtheilen 




werden, welche sze 種 und we^ als Hülfs- 
vorba annehmen kann. 
Ik ist ke 其, í^ronom. 

誦 S ist shi 士, umgestellte Wurzel, die 
Magistrat und dessen Amt verrichten be- 
deutet. 

Pan 班 bedeutet in san pan 三 die 
drei königlichen Minister bei den Gerichts- 
höfen. 

Nach der Lehre des yin-jpjm (Laut- 
Wechsels) sollte pan, als zweites Element der 
Composition zu bán, erweicht werden. Ist es 
die Härte des vorangehenden ü, die schlecht 
mit einer Media verschmilzt, welches eine 
so seltene ÁusDahme verursacht ? 

I ist inactives Verb-Präfix. 
Süh ist die kurze Wurzel eines partici- 
pialen mng, weiches erschrecken bedeutet. 

I, trinken. 

Tsze, ein Mahl ; diese populäre Crklärang 
will, trotz der Lautähnlichkeit, keinen An- 
spruch auf oxacte Begründung machen. 

誦 kann ein inactives Verb -Präfix sein, 
aber auch i 義, Recht, bedeuten. 

Te ist der Richter, mit Ii zum Zeit- 
worte gebildet, so dass wir entweder einfach 
richten, urtheilen, oder nach Recht urtheilen 
erhalten. 

誦, deinonstiatives Pronom. 

Ti, Erde, Locativ. 

lh, yih, Bogen. 

We', Umkreis, apocopirt. 

Siehe ifju und das Folgende : 



• inactives Hülfeverb. 
Fei, laichen, zu v erweicht. 
K ist ke 其, Pronom. 



ÍV 

Bogen 

Ivadék 

Nachkomme 

Ivik 

laichen 



以觫悚 欣次 以帝史 伊地 弓圍 以誹 





\ 



― 325 ― 

I 



誦 Z 

Glied, 
Gelenk 

ÍZ 

Geschmack 



und üzen 

Nachricht 
geben 

Iz-vápa 

Hüftpfanne 



Izz 

1 Schweiss 
2 Gluth 



楫 





楫 



Statt des inactiven i 以 kann i j| 義 auch 
synonym sein, welches dann Fischlaich be- 
deutet. 

Ih und yih, mit japanischem Exponenten 
iz, heisst biegen, beugen, woher das Gelenk, 
wie auch der Bogen entstand. 

Cfr. izeg, mozog, biegen, bewegen. 

誦 heisst essen. 

Tse, ein Compositum zu z erweicht, Ge- 
schmack. 

Iz als lange Sylbe muss nach unserer Ein- 
leitung, wie ir, Salbe, ein Compositum sein. 

Ih, yih, japanisch Iz, erklären mit dem 
Hokkjen-Stammexponenten ig-e, das Wort, 
wie auch im Mongolischen igéz, bezaubern 
(durch Worte). 

誦 h, yih, biegen, siehe iz, Gelenk. 
Vápa stammt von wá [H|, hohl und Höhle, 
im Deutschen populär Pfanne genannt ; als 
Hüfte ist iz, das Gelenk, par excellence 
bezeichnet. 

ist das tibetanische Pronom. 



Ih und yih, mit japanischem Stammexpo- 
nenten iz, der Schweiss. 
Th und yih, japanisch xzy die Flamme. 



― 326 一 



0. 



Ő in Mandschu-Chinesísch alt und Ehren- 
epithet, 80 fo) 阿 哥, die Söhne des 
Kaisers sind also benannt, auch o-teay ßj^ 爹, 
der Vater von den Kindern betitelt. 

Ó 阿 ist gleich a 亞, welches durch läv 
alt, erklärt und vertreten wird. 

Aus wird ódon, wie aus á, avvl gebildet, 
welche siehe. 

0, alt. 

Cha', apocopirtes Pronom. 

Ob ócsárol, schmähen, (als alt?) eine wei- 
tere Bildung aus óc8 und ár (Preis) sei, 
ist eine offene Frage. 

ist selbständiges Pronom im Tibeta- 
nischen, auch als Participial-Suffix im Ma- 
gyarischen und in o-lyan, gleich ő persön- 
lichem Fürworte, erhalten. 

Da ist das türkische da 5(>; vom Für- 
worte ta 他 erweicht, das man sich als in 
casu absolute zu denken hat. 

Cfr. Ott, ottan. 

Die Form odvas , hohl, hilft uns die 
Composition des Wortes aufzulösen. Dar- 
nach ist od gleich Ö 竭, Canton Öt, eine 
Oeffnung, eine Spalte in der Mauer oder 

dem Felsen und wa 圭 eine gegrabene 

Höhle, eine Gruft; das u muss also ein 
Synonym sein gleich u und yu "jp^, eine 
Grube und ein Grab. 

0, in Canton ot, eine Höhle, Spalte. 

01 = or 兒, concretes Suffix. 



― 327 ― 



Óhajt 
(áhít) 

verlangen 

Ok 

Ursache 



古 +欠 



Okád 

speien, sich 
erbrechen 

Oktondi 

Dummkopf 



Okos 

klug 

Okúi 




Ol 

Stall 

Ólálkodik 

herum- 
schleichen 
und spähen 

Olcsó 

und ÓCSÓ 

feil und 
abgetragen 

did 

lösen, auf- 
binden 



古 +欠 





und 
阿 



^鹿 




ist entweder eine Interjection gleich a, 
oder von inactivem % 以 assonirt. 

Haj, ist gleich aj, haj, kaj und gaj 翁見, 
verlangen, sehnen. 

Ku, Ursache, im Magyarischen ist die 
Wurzel umgestellt, oder apocopirt für ohi. 

Cfr. das türkische okumak. 

Okik, okúi ist verbal, dem im Chinesischen 
üh und yüh "^, in Tugend und Moral er- 
zogen werden, und das aspirate hyÖ 
lernen, studiren, entspricht. 

Uh, yüh, in Ilokkjen uk, quasi vkád, 
heisst speien. 

Im Lappon ischen ist es aJIabiirt, wuokses, 
vomere. 

HyÖ, in Hokkjen hyök, gelehrt. 
Tun, stumpf, ältere Form tompa, im Ma- 
gyarischen. * 

Di ist ti 底, erweichtes Pronomen. 
Ku-Si, ein Mann der Ursache. 

Ku und hyök, die Ursache und das 
Studium. 

UL 而 ist das Verbal-Suffix. 

LÖ, der Ort, an welchem man sich an- 
siedelt. Auch als Local-Suffix, gleich Ii 裡, 
gebräuchlich. Lö lÖ, überall. 

Lo, herumkreuzen und spähen. 

La 観, langsam herumschleichen. 

(Im Magyarischen sind öl, dl umgestellt 
für lo, la,) 

Es sind eigentlich zwei verschiedene Ideen 
die durch dieselben Worte bezeichnet werden ; 
ÓCSO, ócska als abgetragen stammt von 6 阿, 
alt ab, während olcsó feil mit dem türkischen 
alüh, Kauf, feil, verwandt ist. 

Olyad, schmelzen, auflösen leitet uns auf 
die Spur der Zusammensetzung ; ol ist die 
umgestellte Wurzel lu ||(+ 鹿, schmelzen, 



― 328 ― 



Oldal 

Seite 



Olla 

Ohrwurm 

Olló 
Ölt 

löschen 

Oltalom 
und otalom 

Schutz 




欏 
^鹿 



Olvas 

lesen 



Oly 
und olyan 

so, auf 
diese Art 




lösen. Hieraus ist erklärlich ol-tott mész, der 
gelöschte Kalk (gelöste), wie auch d als t 
von ta 打, inactivem Suffixe, erweicht und 
apocopirt. 

01, Pronominal, gleich oly? 

Tan für tal, in Composition dcd ist die 
linke Seite, welche bei Wahrsagungen stets 
entblösst wurde. Darnach sehr alt. 

LÖ heisst spalten, reissen ; von der na- 
genden Eigenschaft des Ohrwurmes. 

La, zerstören, zerreissen. 

LÖ, umgestellt und reduplicirt, spalten, 
reisseD. 

Lu und luy 酔, giessen, schmelzen, fliessen. 

T ist ta 打, inactives Suffix. 

Die Wurzel ist 0, woher der Vriddhi- 
Stamm dv, schützen, dem das chinesische 
av und yav decken und schirmeD^ ent- 

spricht. 

Ta ist ta, 打 Verbal-Suffix. 

Lom gleich lun 論 , Bildner abstracter 
Substantiva. 

Um den primitiven Sinn zu ergründen, 
stellen wir das finnische luen von lukea, 
numeroj gleich zählen und recito, lego, ich 
lese, mit lapponischem lokke, decern gleich 
zehn, woher lokket, numerare, und zwar 
nach decadischem System , während im 
Chinesisch-Magyarischen san 三 und szám, 
drei und zählen bedeutet. Kirje lokkeje, le- 
gendi peritus. Also zählen der ursprüng- 
liche Sinn, wie das magyarische Sprichwort 
sagt : a pénz olvasva jó, das Geld; ist gut, 
wenn gezählt. Lokko heisst ferner auch 
ratio, 、人。 丫 0; gleich, dem auch die Rechnung 
zu Grunde liegt. 

ist pronominal, o-skwuy 阿 ^j^y wer? 

Li zu ly apocopirt, Vernunft, weise. 

Lyan ist lim 臉, das Gesicht, Bild, gleich 
Mp, das noch selbstständig als Bild ge- 



"― 329 — 



Omol 
(omladék) 

fallen 
(in Ruinen) 

omlik 
Őn 

Zinn und 
Blei 

Ondó 

Hhierischer 
Samen 
2 Balg 

Onszol 

nöthigen 

Ont 

vergiessen 

Omol 

ergiessen 



Or 

Diebstahl 



*+ 鹿 



1+ 



+ 



奄 



bräüchlich ist und deshalb auch als Suffix 
noch nicht den eigen en Accent vollständig 
eÍDgebtisst hat. Dies ist der Fall auch mit 
kor in olykor, wo kor, das Alter, vom tibe- 
tanischen kovj die Zeit, in welcher der Mond 
die Erde umkreist, auch als Suffix den 
Accent bewahrt. Nur wenn der primitive 
Sinn des Compositums verdunkelt, wird es 
zum vollkommenen, accentlosen Suffixe. 

Hierher gehören noch olyszerii und olymódon, 
dergleichen und derart, wo im zweiten ein 
lateinisches Wort magyarisirt erscheint. 

und yö, in Rainen fallen, ist die Wurzel 
des Stammes om, gleich U7i und yun jj^j 
fallen. 

01 ist vi 而, Verbal-Suffix. 
Siehe ont. 

Ólom, Blei, ist ein verwandter Ausdruck 
für Blei und vermittelt die Erklärung durch 
Gleichstellung des Stamm-Exponenten l = n, 
woher olvad, olt, schmelzen^ fliessen. 

Un und yun, der erzeugende Geist, was 

der Engländer mit animál spirits und der 

Fianzose mit esprits vitaux benennt. 

To heisst laichen, in Composition zu dő 
erweicht. 

Siehe unszol. 



Die Liquiden' l, m, n verbinden sich mit 
dem radicalen o zu olt, omol und ont, dem 
entsprechend wir als Wurzel u und yu 雨, 
der Regen (der Giessende) annehmen, aus 
welchem, dem om und on entsprechend, 
ymen 源, die Quelle (die Fliessende) und yum 
fl^j flössen, wie yum 东, ewig fliessend, 
gebildet worden. Siehe olt, 

Ö, coreanisch or, wie mit einem Netze 
abfangen. Oroz, stehlen, m 
activirt. 

惡, coreanisch or, ein böser Mensch. 



n 

i 



6 



— 530 — 



Orca 

Gesicht 

Óriás 

ein Riese 

Orom 

Felsen, 
Gebirge 



Orr 

die Nase 

Orsó 

r 

die Spindel ! 





Ort 

räutchen 

Orvos 

Arzt 

Ország 

das Reich 




Ortály 

Streitigkeit 

Oson 

entfliehen 



Óság 




Si* »he arc. 

Cfr. hórí-borgas. 

and yÖ, coreanisch or, die fünf höchsten 
Gebirge in China. 

und yö l^, gebirgig. 

Uh, coreanisch ur TT, hoch und flach 
auf der Spitze. 

Om, Pronominal-Suffix. 

Ö, coreanisch or, die Nase. 

0, coreanisch ör, ein Netz. Hiermit hängt 
orv, (}rv, figürlich wie trame im Französi- 
schen, Ränke spinnen^ zusammen. 

So bedeutet auch binden. 

Siehe irt. 

Ö und yö, coreanisch or, ofScinelle Pflan- 
zen, Arzneien ; heilen. 

Or, heisst im Mongolischen der Thron. 

Sa, im Tibetanischen, das Land. 

G ist erweichtes Suffix ki die gesammte 
Zahl; Collectivbildner. 

Aus dem mittellateini sehen ordalia, das 
mit dem deutschen Urtheil . zusammen- 
hängen mag. 

ist das inactive t 以 , assonirt. 

Shüh 倏, hastig, hurtig enteilen, ist die 
kurze Wurzel des son, die auch in suhan 
vorkommt; shun 计 + lß wird vom Spriessen 
der Pflanzen gebraucht, gleich dem engli- 
schen spring forth. 

Ó ist alt. 

Sa ist im Japanischen das Suffix der 
abstracten Siibstantiva, so yo 3 , magyarisch 
jó, gut, bildet yosa 3 1)", die Güte, magya- 
risch jóság, dem noch das Collectiv-Suffix ki 
計 angefügt wird. 



― 331 ― 



Ostoba 

dumm 



Ostor 

Peitsche 




Oszt 

theileu 



Ott 
und ottan 

dort 

ÖV 

wehren 



Ótvar 

Grind 



約 



阿 



我 



0, Artikel, so in dem zusammengesetzten 
Fürwort o-shwuy 誰, wer? 
Tu, dumm. 
Ba ist pa, Pronom. 

Ö, japanisch ös, zischen', Laut der ge- 
schwungenen Peitsche, wie cihog. 
To, peitschen. 

Die Peitsche heisst auch tsih 策, dem 
das magyarische cihogö entspricht. 
R ist concretes Suffix. 

Ö und yo, japanisch os, theilen. So: 

八糸 1^ 四爲二 

pa yő i 8ze wd orl, 

acht getheilt mii vier, macht zwei. 
T ist ta 打, inactives Suffix. 

0, Pronom. 

Ti 地, Erde, woher als Local-Suffix apo- 
copirt und mit einem zweiten Suffixe na 
內 vermehrt. 

und WO bedeutete einst eine Waffe und 
einen bewaffneten Mann. Hieraus bildeten 
die Chinesen die Benennung des „ich". Ein 
paralleles Oxyphon ist we^ |^, wehren, ma- 
gyarisch vé-d, mit ta 打 zu da erweicht und 
apocopirt. So wurde wo als óv, wei als véd, 
ótalom védelem als Schutzwehr erhalten. 

Von olt, oltott, schmelzen und impfen, 
und var, die Grinde. 

Siehe oben olt, löthen, impfen. 



― 332 ― 



0. 







er, sie 



Öböl 

Busen 

Öblít 

bespülen 



伊 



Öböly 

der Brand 



ÖC8 

der jüngere 
Bruder 

Ököl 

Faust 

Ökör 

der Ochs 



澳 




支 




軻 



É (í), coreaniscb ö, persönliches Fürwort 
der dritten Person ; damit es die Function 
der Persönlichkeit übernehmen könne, muss 
es homonym mit allen e- Wurzeln sein, welche 
rein menschliche, persönliche Eigenschaften 
kennzeichnen. Dies siud e 意, denken, e 
W + Ei sprechen, e Pßt^ athmen, leben ; so 
dass e 伊 als Complex dieser discreten Ideen 
uns eine lebendige , denkende and spre- 
chende Person bedeutet. 

U und yű, in Hokkjen wp, baryphonisch 
eine grosse Bai, ein Meerbusen. 

撒 ist öl 兒, ein concretes Suffix. 

Aus dieser Wurzel stammt öm-öl und ön-t 
sich ergiessen, parallel steht damit omol und 
ont, sollen giessen, aus einer im Magya- 
rischen nicht erhaltenen ob - Wurzel. 

E und yé, in Hokkjen ep, brennen. 

Oly ist le, coreanisch lö 3||, Suffix ab- 
stracter Substantiva, gleich Xoy©? im Grie- 
chischen ; im Magyarischen -ély, häufiger. 

Che, coreanisch chö, im Magyarischen um- 
gestellt zu öcs, bedeutet einen jüngeren Fa- 
milienzweig. 

Uh, in Hokkjen vk, Handvoll, kjü und kew 
毛 + 句, ist die geballte Hand. 

Ol ist Öl 兒, concretes Suffix. 

Keu, bedeutet das Joch, wie auch kih und 
gih ^^, die mit japanischem Stamm-Expo- 
nenten als Idz und g{z, dem türkischen ökiz, 
näher stehen. 

Nach dem chinesischen synonymen Com- 
positum i'Wi 戟 稿, welches ebenfalls das 



— 333 — 



Joch bedeutet , sollte ö-kör lang anlauten, 
wenn wir es in ö-kör trennen, sonst ent- 
spräche ok einem chinesischen ih (yih) and 
uh (yuh) + 異, welches pflügen bezeichnet, 
so dass wir nach der ersten Etymologie 
ökör, als den in Joch gespannten^ nach der 
zweiten, als den pflügenden erhielten. Die 
Verwandtschaft des yvJi mit lateinischem jiir 
gum und dem deutschen Joche ist augen- 
scheinlich und wohl den Chinesen ent- 
lehnt. Yuhy pflügen, ist die Basis nicht nur 
der Agri-, sondern der Cultur überhaupt, 
da yuh 土 育 nicht nur die fruchtbare fdie 
bepflügte) Erde, sondern sAsyüh 每 育, auch 
in guten Sitten erziehen, züchten, bedeutet. 
So hängt mit colere, das Feld bebauen, die 
Cultur zusammen. 

Le, coreanisch lö, todtstecben. 

Das türkische iilmek viLiJ^t, ist ein sub- 
jectives Zeitwort, das sterben bedeutet, dem 
ein objectives öt, üt entspräche, wie das 
magyarische üt, agyon^üt, todtschlagen. Sind 
Zund t Hülfsverba, gleich U 史 und ta 打, 
so bliebe für die Wurzel einfach das ö. 

Dem chinesischen le entspricht das ma- 
gyarische loy das eigentlich scbiessen, todt- 
scbiessen bedeutet, und eine fernere Ver- 
wandtschaft mit dem Vriddhi-Stamme Zeiü^jj, 
tödten, besitzt, das in löv-ő, der Schiessendo; 
enthalten ist. 

Von öl wird wohl ölyv, der Habicht, ab- 
stammen, wie Habicht mit dem alten havock, 
Verheerung, zusammenhängt. 

Lé, coreanisch lö, handhaben, wie ein Werk- 
zeug, ein Ruder. Dies ist mit d 乂, die 
Hand, Uhr yXiS (aor.) handhaben, angreifen 
und dem baryphonen ähr, p^l, nehmen, 
greifen, verwandt und öl, als Collectiv, würde 
die Spannung der zwei Hände ; also die 



— 334 — 



Klafter, bedeuten. Durch das inactive Ii 史 
wird öl-d, umarmen, gebildet und öl, als 
Schoss, ist eben der in der Umarmung ein- 
geschlossene Raum , der im Chinesischen 
auch mit einem weiter gebildeten Vriddhi- 
Stamme low 樓, umarmen, ausgedrückt wird. 

E, coreanisch ö, sind Kleider. 

Le, coreanisch Zö', bekleiden (die Armen, 
die Nackten). 

T ist ein Rest des inactiven ta 

Ölt als einfädeln ist Im ]^, das mit ta 
打, einfädeln bedeutet. 

Wir haben bei öb-öl, Meerbusen, erwähnt, 
dass aus der Wurzel ü und yüh be- 
giessen und uh, yüh 澳, die Bai, die wei- 
teren Stämme öm-öl und ön-t gebildet werden. 
Diesen entspricht im Chinesischen ul (1=^ 7i) 
爾, Wasser in verschiedenen Richtungen 
strömend ; yuen, can tonisch um ein 
Wasserwirbel, wie auch 源 yum, die Quelle, 
die Quellende, endlich yuen fQ, mit dem 
Strome fliesseii, segeln. Ein ParticipiaJ- 
Stamm ist yung fortwährend strömend, 
woher die Idee der Ewigkeit, yüng 

E, i, er, sie. Siehe o. 

NÍ, selbst, apocopirt. Dies wird an alle 
Personen angefügt en-en, te~n, mi-n, ich, du, 
er, wir selbst, ja das Ganze wird reduplicirt 
zu önön, woduröh die Idee des Selbstseins 
energischer bezeichnet wird. 

OnzO, selbstsüchtig. 

Aus der Wurzel ü 涯 stammend, bedeutet 
ytieiiff^, fliessen, strömen. Siehe öböl und ömöL 

U und yü, wehren, gleich o. 

UL ist das apocopirte r. 

Das Wort findet sich im Celtischen als 
ur mit derselben Bedeutung, im Finnischen 
steigert sich der Wehr (altdeutsch wer) zum 
uroh, Helden ; es wird durch celtische Ver- 



— 335 一 



Ördög 

der Teufel 



Öreg 

alt 

Örök 

ewig 



Ösvény 

Fusspfad 

Ö8Z 

Herbst 

Ű8Z 

grau 



Őszinte 

aufrichtig 

Ösztön 

Antrieb, 
Instinct. 

Ösztöke 

Pflug- 
schaar 



mittlung* in die nachziehenden arischen 
Stämme gedrungen sein. 

Das lapponische w-uor-ra, kann allabiirt, 
es kann aber auch aus dem germanischen 
ward, guarde, zurückentlehnt sein. 

Uh, coreanisch ür, die Hölle. 

Tűh, Grift ; das magyarische dög bedeutet 
auch Cadaver; jedenfalls ein Metapher um 
den Gottseibeiuns zu bezeichnen. 

E (i) und uT (ör), alt. 

Eg ist umgestellt aus ke 着, welches 
ebenfalls alt bedeutet. 

Yung yuen, ewig, sind Stämme, die aus 
einer mit ör analogen Wurzel gebildet 
worden. Wir haben oben , als Symbol 
der transcendentalen Idee der Ewigkeit, 
die fortdauernde Strömung der Quellen und 
Flüsse bezeichnet, welche durch ü und yü 沒, 
coreanisch ür, ausgedrückt werden. 

She, coreanisch sheu, treten. 

Wang, gehen, von der Wurzel wa 资, 
die Spur der Hufe eines Thieres. 

Tsew, der Herbst. 

HÖ ist grau, gleich dem magyarischen o, 
aspirirt. 

Sih, Farbe, im Magyarischen zu einer Sylbe 
crasirt ; nach unserer Einleitung als langer 
Stamm aus zwei Wurzeln zusammengezogen. 

E coreanisch ö, recht, gerade. 

Sin, Herz, Gemüth. 

Te, Substantiv und Adjectiv bildendes 
Pronomen. 

TsÖ, reizen, antreiben. Im Magyarischen 
umgestellt. 

Túng, reizen, bewegen. 

Shé, coreänisch so, die Pflugschaar. Im 
Magyarischen umgestellt. 

To, der Pflug. 

Ke 其, Pronominal-Suffix. 



獄毒 



帛 



4. 



永遠 



曳 

、: J 



往 秒褐色 意>5 底 作重 耗 




+ 



Ö, mit japanischem Stammexponeuten os, 
der Damm. 

Tow ( mongolisch ow = or), sich erheben, 
wie Felsen, Mauern. 

TÓW 薪 ist auch ein Canal, Aquäduct 
in einem Damm. 

So, bedeutet eine krankhafte Palsation, 
woher sow (ow = or) mager, ausge- 
mergelt. Im Magyarischen sor-vadt. 

Tow 瘦, eine bösartige Krankheit. 

Er ist vi, 兒, concretes Suffix. 

U ist fänf. 

Ich halte das auslautende T far einen Rest 
von dem ordinalen Suffixe ti 第 , das auch 
in hat sechs, hét sieben vorkommt, es ist das- 
selbe, welches im finnischen kah-ti zwei, voll- 
ständig und im magyarischen két und keUó\ 
bald apocopirt, bald vollständig erscheint. Im 
Chinesischen wird dies ordinale ti noch mit 
ki verbunden, entsprechend dem im Ma- 
gyarischen in Composition erweichten und 
apocopirten dik, öt-ö-dik der fünfte. 

Av, jav der Gürtel, baryphonisch, japauisch 
obi $ 帶, lapponisch au-we , dem Chinesi- 
schen am nächsten, nur antiker erhalten^ 
und ein Beweis, dass das Magyarische eben- 
falls ein Compositum ist, aus av ]^, Gürtel 
und wé binden, bestehend. 

Sze, coreanisch 8zö, ein zwei Jahr altes 
Reh. 

U, mit japanischem Stammexponenten us, 
strömen, fliessen. 

On ist das pronominale na substan- 
tives Suffix. 

Tsze, coreanisch tsö, selbst. 

We', schützen; wehren, vertheidigen = m 
juris. 

Vegy, im Magyarischen ist aus wé-d-je 
衛打也 crasirt. 



一 337 一 



Ugar 

Brachfeld 



Ugat 

bellen 

Ugor, ugrik 

springen 

i/gy 

80, also 



líj 

neu 

ÜJJ 

Aermel 

líjjong 

jauchzen 

Ún 

überdrüssig 

werden 
langweilen 

Undor 

hässlich; 
abscheulich 

Ujj 

Finger, 
ZoUmass 



U. 



、乂 

Uh, in Hokkjen uk, ein fruchtbares Land. 
Cfr. yiik 土 + 育, ein fettes, fruchtbares 
Land. 

Ar ist assonirtes ul, ur 兒, concretes 
Suffix. 

Uh, in Hokkjen uk, krähen. 

Uh und yuh D + 育, laute Stimme. 

At ist ta 打, Hülfeverb. 

Yué, in Hokkjen yuk, springen, hüpfen. 

Yö, in Hokkjen ySk 走 + 翟, springen. 

U, tibetanisches Pronom, gleich a, o, i. 

I ist der Instrumental, zu gy im Auslaut 
verhärtet, wie in ho-i 何 以, hogy. 

Auch mit dem modalen Suffix an 安 
behaftet, ugyan oder u-ym 焉 assonirt. 

Yuen , umgestellte Wurzel in yuen tan 
元 旦, das neue Jahr. 

Yew, Aermel eines Gewandes. 



inactives Hülfsverb, assonirt. 
Yung, singen, jodeln. 

Nu, umgestellte Wurzel, Aerger, Missfallen; 
jun 4 十允, ein Schimpfepithet für die Tar- 
taren. 




11+ 



楡 



Yun, ein nässlicheB Maul mit garstigen 
Zähneu. 

Tuh, cor. túvj giftig, schädlich, gehässig. 

Yu, umgestellt, fassen, greifen. 

Cfr. das finnische sormi, der Finger, ma- 
gyarisch 8Zor-it, drücken, fassen und show 手 
(oM? = or im Mongolischen); die Hand. 

22 




— 338 — 



Undor 

eckelhaft 



Unok 

Enkel 

Ur 

Herr 



u+ 有 



hm 



úritök 



Ussan 

und Osson 

entfliehen 

Úszik 

schwimmen 

Uszít 

hetzen 



厳 



港 



Űt 

Weg 



n+ 育 



nud 





Jun, brechen, speien, unfläthig, von juh 
啦, speien. • 

DÖr ist tor 卩+^ 金, in Composit. erweicht, 
speien; brechen. 

Slavisch wnuk. 

Üh, coreanisch ur, auch verdoppelt uh-vh, 
elegante 

Yuh yuh 郁 郁, reich und elegant. 

Yűh unterwerfen, unterdrücken, mu- 

thig beherrschen. 

Hiermit wird das türkische wurmcdc (3^"' 
schlagen, treffen, und das finnische uroh, 
der Held, zusammenhängen. 

In uralom ist das abstracte Substantiv bil- 
dende lun angefügt fur Herrschaft. 

Uri heisst im Mandscbu so viel wie Melone. 
Tje, in Hokkjen tik, eine kleine Melonenart. 
Es hat also mit ur, Herr, keine Verwandt- 
schaft. 

Siehe dinye, Melone. 

Uh und yuh, mit japanischem Stammex- 
ponenten U8, auf und ab fliegen wie die 
Schwalben an der Oberfläche des Wassers. 

Cfr. yüh 係, Postcourier. 

Oh-uh, japanisch ús, ein Boot auf den 
Wellen herumgestossen. 

Uh und yűh 港, in einem Strome baden. 

Uh und yuh, der Laut der Stimme, mit 
japaD esi schein Stamm exponenten usz, durch 
i'ta 以 打 doppelinactive Hülfsverba, wird 
es deponential mz-i-t, lasst schallen, läuten. 

TÚ, Weg. 

Man liebt das mägyarische út mit finni- 
schem tjetä zu vergleichen, doch dieses ent- 
spricht dem chinesischen tjlh 迪, der Pfad, 
der Pfad der Rechtscliaffenheit. 



― 339 ― 



Utál 

verab- 
scheuen 

Unszol 

DÖthigen, 
verleiten 



Urok 

Schlinge 

Uzsora 

Wucher 



if+ 屋 



如 

束 



U, die Zähne fletschen, gram sein. 

Cfr. yu-m 恕, Hass, Feindschaft, aus 
einer Wurzel u oder yu, woher auch das 
magyarische gyiil-öl, hassen, kommt. 

Nu, ein Sdave, und als solchen behandeln. 

SÖ, zwingen. 

Man kann für un die Wurael ü 周, streng, 
mit Tod strafen , amiehmen, aus welcher 
ung 翁 + 力, den Starken, Gewaltthätigen 
beugeU; abstammt« 

L ist Ii 吏, inactives Suffix. 

Siehe örv, ürügy. 

Vom lateinischen umra. 



22* 



/ 



— 340 — 



Ü. 



f, heilen. 

Ü und jű, synonym. Man sagt auch im 
Magyarischen idv und ildv. 

De in Composition für primitives te, ist fe 
der Körper, Wurzel des magyarischen 
test sowohl als des te-tem (wo die Wurzel 
te mit dem daraus gebildeten Stamm fem 
verbunden ist), der Körper. 

Uh und yűh, in Hokkjen uk, traben, eilen. 
Ig-et ist gleich ih und ?y*Ä 助 Post, so 
ih-ma 勒 馬, Postpferd. 
Et ist inactives ta 打. 

Das Adjectiv Ügy-es geschickt, habilts, 
zeigt, dass die Wurzel zur Sphäre der Hand- 
fiinctionen gehört, wie dexter im Lateini- 
schcD, recht und gewandt, so wird auch 
das magyarische ügy, umgestellt dem chine- 
sischen yéw 右, die rechte Hand, ent- 
sprechen, welches als Verb yeWy beistehen, 
helfen, schützen und stützen bedeutet. Hier- 
aus yhü 友, Beistand , Freund und yác 
jemandem beistehen. 

Cfr. die lange Wurzel u und yu ^^, mit 
lauter Stimme Worte wechseln, streiten, also 
processiren. 

Ü und yü, verfault, desgleichen ih und 
yih 絶, faul. 

Cfr. üszök, Brand. 

Uh, in Hokkjen uk, ein Haus, die Resi- 
denz. Noch heute sagen die Osmanen fiir 
die Familie 一 besonders für Frauen, wie 
die Dynastien ― ein Haus. So ist üh eben- 



Uget 

traben 

(iget) 
Ogy 

Sache, 
Geschäft, 
Rechtstreit 



Üh-ödik 

verfaulen 

着嘛 

Uk 

Urgross - 
mutter 



-fr*- 
於 

mid 
歹十於 



00 



d e 

ü H 



— 341 — 



Üldöz 

verfolgen 



sitzen 



Umög, 
üng, ing 

das Hemd 



Ünnep 
(innep) 

Feiertag 





m 




falls fur das schöne Geschlecht, hingegen 
kja 家, Haus, fiir Herren gebräuchlich. 

Oh f+ 屋 ist der Name eines Unsterb- 
lichen, und mit dem alterthüm lieber erhal- 
tenei;i finnischen ukko identisch. 

Das aus dieser Wurzel gebildete ung 翁 
ist ein Ehreo epithet, vor allen den Greisen 
gezollt ; ung ku 翁 故 bedeutet sowohl den 
Grrossvater als die Grossmatter. 

U ist die Wurzel des Stammes ül, dem 
noch zwei inactive Hülfsverba suffigirt 
werden. Dämlich do, assonirt und erweicht 
打, lind z, Rest von sze 使. Ü be- 



von 



deutet jemanden zum Tod verurtlieilen, 
damit bestrafen. Das hieraus gebildete par- 
ticipiale ung 翁 + 力 den Starken, den Hart- 
näckigen beugen , brechen, auch mit ya 
力 + L verbunden, zu u?)g ya 翁 + 力 力丄 

U, Sitz, Residenz, ist die Wurzel, die mit 
inactivem Ii 史 ein neutrales Zeitwort bildet, 
ü-l. 

Yue 月, das sonst den Mond bezeichnet, 
heisBt phonetisch auch sitzen, so in pwang-yue 
盤 月, in einem Nachen sitzen. 

In und yin, das dem Leibe am nächsten 
getragene Gewand. Das Magyarische als ing 
ist noch um einen Grad weiter gebildet, es 
ist ein Participial-Stamm von der Wurzel 2 衣, 
die überhaupt das Gewand bedeutet. 

Dem üng entspricht ganz das chinesische 

In und yin, ist Freude, Wonne, mit nee 媒, 
in Hokkjen nep, verbunden , gleich dem 
baryphonen nap, der Tag (im Scythisch- 
Babylonischen mit dem Ehrenepithete a-nap, 
Gott der Sonne). 

Nep ist ebenso ursprünglich nach ^er 
chinesischen Wurzel wie nap und brauchte 



— 342 — 



Onő (Ü8ZŐ) 

junge Kuh 



Or 

Höhle 



Ork 

Strick- 
masche 



牛 



首 



h 幼 



nicht von idv-nap, Tag des Heils, metamor- 
phosirt zu worden, da die Elemente ohne alle 
Gewalt sich ganz natürlich zusammenfügen. 

NJŰ, umgestellt im Magyarischen^ die Kuh, 
wenn man Un-o abtheilt. Da nju auch 
fur Ochsen angenommen wird, so wird im 
Chinesischen auch fin-njü ^ für die 

Kuh gebraucht. 

Theilt man aber U-nő ab, so erhält man 
ü und yu ij^, eine weisse Kuh, + nö 
weiblich, das dem obigen pin ^ entspricht^ 
dessen Etymologie keinem Ungar fremd ist. 

U und yü, aushöhlen (Baum). 

Es kommt in beiden Sprachen auch aspirtrt 
vor als Mu, chinesisch 盧 hohl, leer. 

Der lange Stamm ür muss ein Compo- 
situm seio; dessen zweites Element Ii, ri 里, 
Ort, Raum, apocopirt ist. 

Ew und yew sind eine Art Strümpfe 
(ew/ = er, mongolisch). 

Die Idee des Strickens ist vom Binden 
entnommen, das unter allen Vocalen vor- 
kommt. 0, yÖ 約, in Hokkjen yök, heisst 
binden, und hieraus das Bindende (engl. hond)j 
der Contract, und das auf dessen bilateraler 
Basis fussende jiogf im Magyariflchen, das Recht. 

Ör-v, ürügy sind verwandte Worte, die von 
der Idee des Strickens, wie im Französi- 
schen tram&r, weben, auf das moralische Ge- 
biet übertragen, Schlingen werfen, Ranke 
schmieden, bedeuten. Cfr. ourdir, weben, und 
Intriguen planen. 

Wir möchten den strickßpden Sekönen 
Ungarns statt des unschönen strüdöl^fd das 
antike örvdni vorschlagen, und bei dieser 
Gelegenheit erwähnen, dass das verwandt 
anklingende lateinisch-romanische Wort ars, 
arte, art von den Basken, den Áutochthonen 
Europa' 8 stammt, wo es stricken, weben. 



― 343 一 



Üröm 

Wermuth 

Ürü 

Himmel 



Üst 

Kessel 



Üst 

pro ez - üst 

Silber 

Üstök 

Haarschopf 



Üszög 

Kornbrand 



攀《 

ut 

schlagen, 
stechen 

Üveg 

Glas 

響響 

Uz 

jagen 





蘇 





想 



侮 



í+ 幼 



幼 



sticken bedeutete, dcu pingere, und, wenn 
Lucian Bonaparte recht bat, dem turani- 
schen Stamme zu revindiciren ist. 

Uh, coreanisch ur, brennon. 

Ma, gewöhnliche Benennung officineller 
Pflanzen. 

蒙霧 

U, leer, bohl. 

Lu, coreanisch m, Bock, Kehbock. 

Cfr. das französische moutm, italienisch 
midtone, a mulctatus, d. h. geschnitten, nicht 
entievy wie es von Zuchthengsten gesagt wird. 

Cfr. ür, hohl, leer. 

Su, ein Kessel, magyarisch umgestellte 
Wurzel. 

T ist te 底, pronom. Substantivbildner. 
Cfr. ezüst, Silber. 

Uh, mit japanischem Stamm - Exponenten 
US, mit Silber waschen, versilbern. 

T ist te 底, pronoin. Substantivbildner. 
Siehe eziisL 

Shu, magyarisch umgestellt der Schopf. 

Tuh, in Hokkjen tük, ein langes Haar- 
büschel, wovon auch Fahnen gemacht wer- 
den. Cfr. Tokaj. 

Űh, mit japanischem Exponenten us, Feuer, 
Gluth, glühen, brennen und iih, yüh 
verfault. 

Og ist ein assonirtes Pronomen, Ja 其. 
Cfr. asz-ik, i-zik. 

Tű, schlagen, magyar, umgestellte Wurzel. 



Yew, glänzend, glatt. 
Eg, Pronomen, ki 其, Subjectiv- und Ad- 
jectiv-Suffix. 

Uh und yüh, mit japanischem Stamm-Ex- 
ponenten US, beugen, bezwingen ; es ist die 
Wurzel von idd und üldöz, verfolgen. 
I (Siehe oben.) Dem letzteren entspricht 




― 344 一 



Üzen (ízen) 

Nachricht 
geben 



Üzöl 

riechen 



Ö + 育 




ün und yiln (n = l) 蓮, agitiren, treiben, 
bewirken, dass etwas sich bewegt, rollt, im 
Ki*eise dreht. 

Uh, mit japanischem Stamm-Exponenten 
U8, der Laut, die Stimme. 

Th, yih, aus einer Sprache in andere ver- 
dolmetschen. 

Mit Hokkjen- Exponenten ik, yik ist es 
dem magyarisch-mongolischen ige, Wort ent- 
sprechend. 

En ist na 那, auxiliares Verbal-Suffix. 

NjÜ, ist riechen (nach) üh, yüh, ^ ^憂, 
cliuh 寶 + 休, riechen (mit der Nase). 

Cfr. iz-hiiZj wo die Vocal -Wurzel durch 
AUabiation verstärkt und populär wieder- 
holt wird. 



Druck von Adelt HoIzhauKPn in Wien 
k. k. Univeraititts-Buctadruckerei. 



-、